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Mittel zur Beruhigung

Begonnen von Roger, September 05, 2011, 18:14:32 NACHMITTAGS

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Florian Stellmacher

Lieber Peter,

also: Magnesiumsulfat habe ich oft verwendet, das geht sehr gut. Es ist auch sehr nützlich, wenn man die Organismen zu Dauerpräparaten verarbeiten und in möglichst entspanntem Zustand präparieren möchte.

Herzliche Grüße,
Florian

Vorwiegende Arbeitsmikroskope:
Zeiss Axioskop 2
Olympus BHS (DL, Pol, Multidiskussionseinrichtung)
Zeiss Axiophot (DIK und AL-Fluoreszenz)
Zeiss Axiovert (Fluoreszenz)
Wild M400 Fotomakroskop (DL, DF, AL, Pol)

Peter V.

Lieber Florian,

welche Konzentration hast Du denn verwendet?

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

wklotz

Hallo Leute!

Die ursprüngliche Fragestellung lautete zwar auf ein Narkosemittel für Einzeller oder Insekten, zwischenzeitlich wurde aber auch der Bereich der Kleinkrebse angesprochen. In diesem Bereich beschäftigt das Thema durchaus auch die Fachwelt. Eine ältere, aber durchaus aufschlussreiche Arbeit dazu gibt es von Gannon & Gannon aus dem Jahr 1975. In dieser Arbeit werden einige Methoden auf deren Praxistauglichkeit gestestet. Ich habe einen (leider rel. schlechten) Scan auf die crusta10 Seiten http://www.crusta10.de/download/Gannon%201975%20Crustacean%20Narcotisation.pdf hochgeladen.
Ich verwende in der Praxis gelegentlich 1:10 verdünntes Sodawasser zum Narkotisieren von Süßwassergarnelen, was sich bei mir sehr bewährt hat. MS-222 wie im "Wassertropfen" für Kleinstkrebse empfohlen funkioniert bei Garnelen nicht.

Servus
Werner

Florian Stellmacher

Zitat von: Peter V. in September 06, 2011, 11:13:03 VORMITTAG
Lieber Florian,

welche Konzentration hast Du denn verwendet?

Herzliche Grüße
Peter


Lieber Peter,

die Lösung hat 2,5%, davon wird aber nur so viel wie nötig unter das Deckglas gesaugt, sodass die Wirkkonzentration geringer ist.

Herzliche Grüße,
Florian
Vorwiegende Arbeitsmikroskope:
Zeiss Axioskop 2
Olympus BHS (DL, Pol, Multidiskussionseinrichtung)
Zeiss Axiophot (DIK und AL-Fluoreszenz)
Zeiss Axiovert (Fluoreszenz)
Wild M400 Fotomakroskop (DL, DF, AL, Pol)

treinisch

Zitat von: Peter V. in September 06, 2011, 10:12:14 VORMITTAG
Hallo!

Darf ich mal fragen, wieviel eigentlich Theorie und wieviel mehr oder weniger bewährte Praxis ist?
Tipps und Überlegungen zu diesem Thema gibt es viele, aber ich habe noch von konkret von einem Mitel incl. Dosierung oder Verfahren gelesen oder gehört, das sich in der Praxis bewährt hat.
Was auch dagegen spricht, ist, dass auch all unsere "Cracks" der Mikrofotografie von Kleinlebewesen nicht mit derartigen Methoden arbeiten, sondern ausschließlich mit Schichtdickenreduktion und/oder Blitz.
Und wenn es ein solches Mittel gäbe, wäre es doch sicher bekannter und breiter im Einsatz, oder sehe ich da etwas falsch?

Herzliche Grüße
Peter


Hallo Peter,

siehe zB

http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=9222.0

ich habe in letzter Zeit nicht viele Fotos veröffentlicht, und die die ich
veröffentlicht habe, haben nicht interessiert, aber CO2, MgCl2 und
Methylcellulose verwende ich oft und mit durchgehend gutem Erfolg.

CO2 nehme ich begastes Fundortwasser,
MgCl2 1% bis 2% je nach Gefühl
Methylcellulose nach der Ringmethode von Steffen Claus

Viele liebe Grüße

Timm
Gerne per Du!

Meine Vorstellung.

yo-da

Hallo,

ich verwende hierzu gerne Betaisodona Lösung. Jod wird in der Meerwasserquaristik gerne verwendet um Parasiten im Kurzbad von Korallen zu entfernen.

Grüße
yo-da

peter-h

Liebe Betäuber,

meine ersten Versuche mit Magnesiumsulfat verliefen sehr unterschiedlich. Einige Wimpertierchen waren absolut nicht zu beeindrucken, Rädertierchen haben Tänze vollführt, als hätten sie einen hinter die Binde gegossen. Ruhe trat aber nicht ein. Es wirkt scheinbar auf unterschiedliche Organismen auch sehr unterschiedlich. Es war ein Versuch.

Viele Grüße
Peter

Hyperion

Bei Nematoden hat eine Inkubation auf einem Objektträgerheiztisch bei 42 °C für entsprechende Zeit geholfen die Tiere zu lähmen. Vielleicht klappts ja mit den anderen Viechern auch.

-JS-

Liebe Betäuber, liebe Ruhigsteller,
noch ein kleiner Tipp aus längst verstaubten Praktikums-Zeiten:
eine in kleinen Konzentrationen (max. 0,5%) in dest. Wasser angesetzte Lösung von Agar-Agar, dem
osmotisch relativ neutralen Gerüstmaterial  mikrobiologischer Nährböden, wirkt, unter dem Deckglas
durchgesaugt, als phänomenale 'Wirbelstrombremse' auf Ciliaten, ohne dass diese ihre Form verlieren.
Viel Spaß beim Ausprobieren.
Joachim


... bevorzugt es, ge_Du_zt zu werden ...