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Nadel-Kieselalge

Begonnen von Johannes Kropiunig, Oktober 02, 2011, 16:16:37 NACHMITTAGS

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Johannes Kropiunig

Hallo

Diese Beiden fand ich in einem Teich in Wien und finde nur etwas teilweise ähnliches im "Wassertropfen" .





Beide Fotos habe ich mit meinem 100er Achromaten mit Öl (nur das Objektiv) gemacht und stoße dabei wohl an die Grenzen meines Mikroskop. :'(
Neben der Bestimmung hätte ich deshalb noch die Bitte: Falls jemand einer der Algen, aber mit einem hochwertigen Mikroskop gemachten Bildes auf seiner Festplatte hat(vielleicht unbearbeitet) möge doch so nett sein und es hier zeigen.
Ich möchte einfach mal einen direkten Vergleich sehen um zu wissen worauf ich spare .

Dankend im Voraus
Johannes
Biologische Mikroskop: Zeiss Standard 16
Stereomikroskop: Lomo MBS 10
Kameras:  EOS 1100D, EOS 1000D, EOS 1000Da, und EOS 350Da Peltier gekühlt

Sag es mir - und ich werde es vergessen. Zeige es mir - und ich werde mich daran erinnern. Beteilige mich - und ich werde es verstehen.
Laotse

peter-h

Hallo Johannes,

es dürfte nahezu unmöglich sein einen direkten Vergleich hier anzustellen. Aber bitte ich habe aus einem Präparat mit Diatomeen der Solequelle in Artern/Unstrut eine kleine, dünne "Nadel" herausgesucht und mit dem CZJ HI Apo 100/1,32 Öl ohne Nachbearbeitung ein Bild gemacht. Durch die Verkleinerung von 5 MPixel auf hier nur 800 Pixel Bildbreite gehen viele Feinheiten verloren.
http://img4.fotos-hochladen.net/uploads/czjapo100ajcsag85673.jpg

Eine Frage dazu : Waren die Diatomeen noch in Wasser ?

Gruß
Peter

Johannes Kropiunig

Hallo Peter

Erstmals vielen dank für deine Mühe.
Wenn ich mir dein Bild so ansehe, muss ich sagen das ich mir eigentlich mehr von einem Objektiv das wahrscheinlich mehr als mein ganzes Mikroskop kostet, erwartet hätte.
Die "Ausrede" mit 5MP auf 800x600 verkleinert gilt nicht wirklich, da ich 10MP auf 800x600 verkleinert habe und da ist noch meine nicht Mikrofibel konforme Kamera Adaption(ohne Okular).
Das natürlich auch andere Faktoren für ein Mikroskop von einem namhaften Hersteller sprechen, ist mir klar.
Ich möchte auch nicht das von dir verwendete Objektiv schlecht reden, sondern bin nur selbst von meinem 300€ Chinamikroskop angenehm überrascht. 

Um deine Frage zu beantworten, ja die waren noch im Wasser (ist das gut oder schlecht ?).

LG
Johannes

Biologische Mikroskop: Zeiss Standard 16
Stereomikroskop: Lomo MBS 10
Kameras:  EOS 1100D, EOS 1000D, EOS 1000Da, und EOS 350Da Peltier gekühlt

Sag es mir - und ich werde es vergessen. Zeige es mir - und ich werde mich daran erinnern. Beteilige mich - und ich werde es verstehen.
Laotse

Detlef Kramer

Hallo Johannes,

wenn Du den Klassenunterschied, zwischen Deinem zweiten Foto und dem Peters nicht erkennst, ist dies ein Zeichen, dass Du Deinen kritischen Blick noch schärfen musst. Aber, abgesehen davon: an der Kamera-Auflösung liegt es bestimmt nicht. Und wahrscheinlich auch nicht an der Qualität des Objektivs. Man muss einfach wissen, dass lebende Diatomeen faszinierende Organismen sind. Auch ich schaue sie mir immer wieder gerne an. Aber, um sie sicher bestimmen zu können braucht man ein Schalenpräparat, das in einem geeigneten Einschlussmittel mit hohem Brechungsindex eingeschlossen ist. Daher ist das hier ein Vergleich von Äpfeln und Birnen und sagt überhaupt nichts über die Qualität von Mikroskop oder Kamera.

Herzliche Grüße
Detlef
Dr. Detlef Kramer, gerne per DU

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Nomarski

Hallo Johannes,

Zitatja die waren noch im Wasser
und wenn die Kieselalge nicht direkt an der Deckglasoberfläche klebt, sins die Chancen für die optimale Auflösung ohnehin begrenzt. Eine zu starke Abblendung führt zu dem Effekt, wie im ersten Bild zu sehen.

Wenn du ein 100er Achromat als Öl-Objektiv hast mit der üblichen Apertur von 1,25 und den Kondensor nicht immergierst, hast du auch nur eine maximale Apertur von 1,0.
Das soll dich aber nun nicht dazu animieren, einen Trockenkondensor zu immergieren! ::)

Viele Grüße
Bernd

peter-h

Hallo Johannes,

ich habe mir lange überlegt, ob ich überhaupt ein Bild machen soll und wenn ja, mit welchem Objektiv. Ich hatte doch meine Bedenken schon bekundet.
Diatomeen in Wasser als Auflösungstest oder Referenz zu nehmen ist wirklich absolut unbrauchbar. Das Präparat, welches ich hatte war in ZRAX eingebettet. Was sind die Unterschiede ?
Wasser hat einen Brechwert von ~ 1,333 , ZRAX von ~ 1,70 und Diatomeen haben Werte von 1,40 bis 1,47.
Dazu auch Mikrokosmos 2009 , S. 98 - 102 "Brechwertmessungen an Diatomeen - Technik und neue Messungen".

Es ist also ein großer Unterschied in welchem Medium ich Diatomeen beobachte. Falls es keine Typenplatten sein müssen kann ich vielleicht helfen. Bitte über PN.

Ob nun die Kamera bei einem 100er Objektiv 3 , 5 , 10 MPixel oder mehr hat spielt absolut keine Rolle, das kann man einfach rechnen und wurde von den großen Firmen schon oft publiziert. Mir ging es darauf hinzuweisen, dass durch die Verkleinerung auf 800 Pixel Bildbreite einige Informationen abhanden kommen.

Gruß
Peter



Johannes Kropiunig

#6
Guten Morgen

Klar sehe ich den Unterschied bei Peter´s und meinem Bild.
Da ich aber zum ersten mal bewusst  Diatomeen beobachtet habe, hatte ich die Befürchtung das sie eigentlich in etwa wie hier aussehen müssten.
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=10315.0
Wunderschöne Bilder übrigens.

Da hat mich Peter´s unbearbeitetes Bild doch sehr beruhigen können, das ist alles.

Das sich Diatomeen nur tot bestimmen lassen, wusste ich nicht und erklärt auch warum die im "Wassertropfen" nur ähnlich aussehen.........wieder dazu gelernt.
Da sich aber mehr als nur diese 2 Arten in der Probe tummeln und es sich um faszinierende Lebewesen handelt werde ich wohl lernen die richtig zu Präparieren.
@Bernd
ZitatDas soll dich aber nun nicht dazu animieren, einen Trockenkondensor zu immergieren!
Dazu schweigt meine Anleitung zum Mikroskop, darum lasse ich es lieber. :-[

Vielen herzlichen Dank für eure, für mich sehr wertvolle Hilfe
Johannes
Biologische Mikroskop: Zeiss Standard 16
Stereomikroskop: Lomo MBS 10
Kameras:  EOS 1100D, EOS 1000D, EOS 1000Da, und EOS 350Da Peltier gekühlt

Sag es mir - und ich werde es vergessen. Zeige es mir - und ich werde mich daran erinnern. Beteilige mich - und ich werde es verstehen.
Laotse

Nomarski

Hallo Johannes,

ZitatDazu schweigt meine Anleitung zum Mikroskop, darum lasse ich es lieber.
Schweigt die eigentlich auf Chinesisch oder auf Deutsch? ;D

Nun habe ich mich vorhin auch mal mit so einer nadelartigen Kieselalge befasst. Als Objektiv habe ich ein 100er Achromat der Apertur 1,25 genommen und auch zwischen Objektiv und Deckglas immergiert:

Der Kondensor ist ein Trockenkondensor der Apertur 0,9, bei dem es auch nix zu immergieren gibt. Besser als so habe ich es nicht hinbekommen. Die Kamera hat übrigens nur lumpige 3 Millionen Pixel, also viel weniger als deine. Selbst wenn die Kamera 50 Millionen Pixel hätte, könnte man nicht mehr erkennen als die Umrisse dieser Nadelkieselalge.

Darauf habe ich den Kondensor gewechselt, den 0,9er Trocken gegen 1,4er zum Immergieren:

Um die innere Struktur dieser Nadelkieselalge erkennen zu können, muß man aber noch eine Zentralblende nehmen. Und es sind immer noch die 3 Millionen Pixel bei weißem Licht. Mit deinem China-Mikroskop geht das bestimmt auch. ;)

Viele Grüße
Bernd