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1000 Places to See... für Mikroskopiker!

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Florian Stellmacher:
1000 Places to See Before You Die... for Microscopists!

Liebe Sammler, Schnibbler, Tümpler, Schleifer, Leger,
liebe Mikroskopiker!

Jeder von uns wird Lieblingsorte haben, denen er sich vor allem als Mikroskopiker sehr verbunden fühlt, und vielleicht hat ja der Eine oder Andere Lust, diese Orte mit Gleichgesinnten zu teilen – sei es ein besonders ergiebiges Tümplerrevier, sei es eine besondere Blumenwiese oder, wie in meinen ersten Beiträgen, eine besondere Sammlung.

Ich möchte alle Leser herzlich einladen, diesen Thread mit einem bunten Leben zu erfüllen!

Hier findet man eine Übersicht der bereits genannten Places, gepflegt von unserem Forumskollegen Hagen:

Open Office:
http://www.chemische-analysen.de/mikro/PlacesToSee.ods

Excel:
http://www.chemische-analysen.de/mikro/PlacesToSee.xls

Herzliche Grüße,
Florian

Florian Stellmacher:
1. Das Museum of the History of Science in Oxford, Großbritannien

Museum of the History of Science, Oxford
Broad Street
Oxford OX1 3AZ
Großbritannien

Eintritt frei
Montags geschlossen

http://www.mhs.ox.ac.uk/

Das MHS in Oxford (rechts, links im Hintergrund das Sheldonian Theatre)

Das MHS beherbergt verschiedene Sammlungen in seinen Räumen, wobei für mich die Collection der Royal Microscopical Society (RMS) weit herausragt. Was hier im Laufe einer über 170jährigen Sammeltätigkeit zusammen getragen wurde, dürfte schon allein durch die Konzentration so vieler exquisiter Instrumente an einem Ort einzigartig sein. Für einen Sammler, der auch über eine entsprechende Bibliothek verfügt, bietet sich hier zudem die Gelegenheit, bereits von Abbildungen her alte Bekannte „persönlich“ zu treffen (z.B. finden sich hier zahlreiche Mikroskope aus LE Turner’s Büchern „God Bless the Microscope!“ (1989), „Collecting Microscopes“ (1984) oder „The Great Age of the Microsope“ (1989) – der Sammlungskatalog der RMS). Diese Sammlung entwickelt auch dadurch einen besonderen Charme, dass die Art der Präsentation selbst im Grunde bereits wieder historisch zu nennen ist – z.T. vergitterte Vitrinen, auf engstem Raum zusammen geschobene Exponate, weit über den Köpfen eine Tafel mit der originalen Kreide-Beschriftung von Albert Einstein, Schummerlicht und verwinkeltes Gebäude; gerade diese Abwesenheit moderner Museumspädagogik macht ein Stück weit den besonderen Charme aus. Ein Highlight sind sicherlich die Exponate zu Alexander Flemmings Entdeckung des Penicillins.

Ein wunderbares Museum, das man ganz gewiss gesehen haben sollte!




Typische englische Mikroskope des 19. Jh.


Ein schummrig beleuchteter Ausstellungssaal (unscheinbar hinten an der Wand die Einstein-Tafel)




Penicillin-Exponate

Herzliche Grüße,
Florian

Florian Stellmacher:
2. Die LEITZ-Sammlung im Neuen Rathaus in Wetzlar

Magistrat der Stadt Wetzlar
Ernst-Leitz-Straße 30
D-35578 Wetzlar

Nur Wochentags zu den normalen Geschäftszeiten
Eintritt frei



Die auf dem Flur der 1956 in futuristischer Architektur fertig gestellten Firmenzentrale von Ernst Leitz, die heute als Neues Rathaus dient, ausgestellte Leitz-Sammlung stellt kein Museum im herkömmlichen Sinne dar. Bei meinem ersten Besuch in Wetzlar fragte ich die freundliche Dame an der Leica-Rezeption, ob die Firma auch ein Museum habe, so wie bei Zeiss in Jena. Ich erhielt die Antwort, dass es kein Museum gäbe, aber drüben im Rathaus (auf der anderen Straßenseite), da stünden ein paar Mikroskope. Ich war angenehm überrascht, als ich die „paar Mikroskope“ auf dem Rathausflur entdeckte! Hier ist eine hochkarätige Mikroskop-Kollektion ausgestellt, die einen guten Überblick  über die Entwicklung des Mikroskops gibt. Darunter sind selbstverständlich etliche frühe Instrumente von Leitz sowie Kellner und Belthle, ferner sehr frühe Mikroskope aus Holz, Pappe und Leder und auch modernere Instrumente wie z.B. das einzige Orthophot, das ich bislang gesehen habe. Abgerundet wird das ganze durch Portraits bzw. Büsten der Firmenchefs sowie ein Modell des Firmengeländes.

Wenn man in Wetzlar ist – unbedingt ansehen!







Herzliche Grüße,
Florian

Florian Stellmacher:
3. Royal Museum, Edinburgh

Royal Museum
National Museum of Scottland
00 Chambers Street, Edinburgh, City of Edinburgh EH1 1, Großbritannien

Geöffnet täglich 10°° bis 17°° Uhr
Eintritt frei, Spenden willkommen

http://www.nms.ac.uk/our_museums/national_museum.aspx





Das riesige Museum in Edinburgh beherbergt eine exzellente Mikroskop-Sammlung, die unter anderem auch Exponate der Arthur Frank Collection aufgenommen hat, sodass heute zahlreiche interessante Instrumente zu bestaunen sind, auch etliches Skurriles, mach Schottisches, was man sonst wohl nirgendwo zu sehen bekommt.
Daneben lockt das Museum mit allerhand nicht-mikroskopischen Schätzen.

Ein ideales Vormittagsprogramm für einen verregneten Urlaubstag in Edinburgh!


Die imposante Wandelhalle






Ein paar Ausstellungsstücke

Herzliche Grüße,
Florian

Florian Stellmacher:
4. Das Optische Museum in Jena

Optisches Museum der Ernst-Abbe-Stiftung
Carl-Zeiß-Platz 12
D 07743 Jena

Di bis Fr 10:00 bis 16:30
Sa 11:00 bis 17:00

Eintritt: Erw. 5 € (div. Sondertarife)

http://www.optischesmuseum.de/index.php?seite=1

Das Optische Museum ist sicherlich in Deutschland das Museum zur Geschichte der Optik. Die Fülle der Exponate umfasst natürlich nicht nur Mikroskope, sondern man findet auch Fern- und Fotooptik (z.B. die Spionagekamera zur Befestigung an einer Brieftaube!), Planetarien usw. Die Mikroskop-Sammlung überschreitet weit die Geschichte der Firma Zeiss, so findet der Besucher auch das Lieberkühnsche anatomische Mikroskop, ein Riesenmikroskop aber auch neuere Modelle, die nach 1945 gebaut wurden. Einige darf man sogar ausprobieren! Ein Highlight ist sicherlich die Rekonstruktion der Werkstatt und des Verkaufsgeschäftes von Carl Zeiss. Eine Vitrine stellt persönliche Gegenstände von Ernst Abbe sowie einen Abguss seiner Hand aus.

Ein Muss für den Mikroskopiker!


Zeiss' Schreibtisch


Zeiss' Geschäft


Die Werkstatt


Eine große Museumsvitrine


Zwei frühe Zeiss-Mikroskope


Die "neuste" Vitrine


Das stereoskopische Okular nach Ernst Abbe


Die Abbe-Vitrine

Herzliche Grüße,
Florian

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