Autor Thema: 1000 Places to See... für Mikroskopiker!  (Gelesen 154600 mal)

vbandke

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Re: 1000 Places to See... für Mikroskopiker!
« Antwort #225 am: März 20, 2016, 15:03:53 Nachmittag »
Lieber Olaf,

"Danke schön!" - für diese sehr informative Antwort. Es ist schon sehr spannend, dass man solche komplizierte Dinge wie den Aufbau von Kristallen mit so einfachen Mitteln wenn schon nicht erklären, aber zumindest sehr gut beschreiben kann


Mit besten Grüßen

Volker
P.S. Alle meine Bilder dürfen/sollen kommentiert, verrissen, gelobt, und zur Veranschaulichung in diesem Forum auch bearbeitet werden.

Peter V.

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Re: 1000 Places to See... für Mikroskopiker!
« Antwort #226 am: Juni 02, 2016, 17:53:56 Nachmittag »
Gasometer Oberhausen und Ausstellung "Wunder der Natur" - absolut sehenswert!

Hallo,

angeregt durch die aktuelle bis zum 30. Dezember 2016 dauernde Ausstellung "Wunder der Natur" möchte ich auf den Gasometer Oberhausen hinweisen. Der Gasometer ist eine gigantische, 117 Meter hohe Industriekathedrale mit zahlreichen baulichen Superlativen, die Ausmaße möge man dem entsprechenden Wikipedia-Beitrag entnehmen. Der Gasometer wurde 1994 vor dem geplanten Abriss gerettet und seitdem für ständig wechselnde Themenausstellungen mit gigantischen Installationen (mehrfach von Christo) im Innenraum genutzt. Mit einem gläsernen Innenaufzug, der ein unvergessliches Raumerlebnis bietet, kann man bis auf das Dach fahren und hat von dort eine Aussicht über weite Teile des Ruhrgebietes. Die Ausstellungen finden auf zwei Ebenen statt (unterhalb der Gasometerscheibe und oberhalb der Gasometerscheibe. Von der zweiten Ebene (auf der Scheibe) hat man den gesamten freien Gasspeicherraum über sich! Schon wegen dieses einmaligen Gebäudes lohnt sich jederzeit ein Besuch, unabhängig von der jeweiligen Ausstellung (die allerdings fast immer ein sehr breites Publikum ansprechen).

https://www.youtube.com/watch?v=UQ2KlecsQKo

Die aktuelle Ausstellung zeigt 150 großartige und großformatige (ca. 2 m x 1,80 m ) Hocghglanz-Naturfotos von der Radiolarie über den Ruderfußkrebs bis zur Elefantenfamilie, zahlreiche Makrofotos, allerdings - bis auf wenige Elektronenmikrokopie-Aufnahmen von Kage und Meckes/Ottawa - keine Mikrofotos.

Highlight ist aber sicherlich ein 20 m durchmessender und rundum betrachtbarer Ballon, der frei im Raum aufgehängt ist und auf den bei ansonsten völliger Dunkelheit durch mehrere Hochleistungsprojektoren die Oberfläche der Erde projiziert wird. Erstellt wurde das ganze Projekt vom deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR).  Und zwar nicht statisch, sondern drehend und mit den Wolkenbewegungen, wie man sie auch aus den Satellitenaufnahmen aus dem Fernsehen kennt. Es dürfte ziemlich exakt der identische Eindruck sein, der sich Astronauten beim Blick auf die Erde bietet. Fährt man mit den Glasaufzug hoch, kann man sich gut den Anblick vorstellen, der sich Raumfahrern bei der Entfernung von der Erde bietet (wobei ich nicht weiß, ob sie in dieser Phase überhaupt aus dem Fenster schauen).

Das DLR schreibt dazu in seinem unten verlinkten Video:

Zitat
Ab dem 11. März 2016 können die Besucher des Gasometer Oberhausen einen ganz speziellen Blick auf den blauen Planeten werfen: Im mächtigen, 100 Meter hohen Turm des Industriedenkmals schwebt für die neue Ausstellung "Wunder der Erde" als Highlight eine Erdkugel mit 20 Metern Durchmessern. Aus Satellitendaten hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Stück für Stück und Schicht für Schicht eine Animation erstellt, die von zwölf Projektoren auf die Erdkugel gespielt wird. Das Ergebnis: Eine Erdkugel, auf der sich Tag und Nacht abwechseln oder auch Wolkenbänder die Luftströmungen um die Erde sichtbar machen. Wer mit dem Panorama-Aufzug an der Innenwand des Gasometers in die Höhe fährt, blickt umgerechnet aus 36.000 Kilometern Entfernung auf den Erdball.


Ich kann jedem empfehlen, der sich in der Nähe des Ruhrgebietes aufhält, diese Ausstellung und auch den weltweit wohl einmaligen Ausstellungsraum anzuschauen. Dafür lohnt sich durchaus auch einmal eine Anreise aus etwas weiterer Entfernung.

Hier ein "Making of"-Video

Informationen des DLR dazu:

http://www.dlr.de/dlr/desktopdefault.aspx/tabid-10081/151_read-17109/#/gallery/22338

und ein Foto dieser großen Installation:

http://www.dlr.de/dlr/Portaldata/1/Resources/portal_bilder/2016/2016_1/S143_TWF0694_Gasometer-Oberhausen_20-Meter-Erde_Wunder-der-Natur_Copy_Gasometer_Oberhausen.jpg

Hier noch ein paar Fotos von heute, leider nur Handyfotos:









Herzliche Grüße
Peter
« Letzte Änderung: Juni 02, 2016, 22:21:39 Nachmittag von Peter V. »
Bzgl. Netiquette: Heinrich Lübke, Bundespräsident 1959 - 1969: You can say you to me!
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beamish

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Re: 1000 Places to See... für Mikroskopiker!
« Antwort #227 am: Oktober 09, 2016, 22:26:55 Nachmittag »
Liebe Freunde der Forschungsgeschichte,

meine Frau und ich hatten kürzlich einen (viel zu kurzen) Urlaub in der schönen Stadt Montpellier.
Ich konnte meine beste Hälfte dazu überreden dabei einen Abstecher ins Musée de la Pharmacie Albert Ciurana zu machen (http://www.umontpellier.fr/universite/patrimoine/musees/musee-de-la-pharmacie-albert-ciurana/). Es ist gar nicht leicht zu finden und hat auch nur sehr kurze Öffnungszeiten. Es befindet sich im Gebäude der Pharmazeutischen Fakultät und zu den Öffnungszeiten zitiere ich am besten: Du 01/01/2017 au 31/12/2017, Ouvert le(s) : Tous les jours, Fermé le : Lundi, Mercredi, Jeudi, Samedi, Dimanche, Mardi après midi, Vendredi après midi, Ouvert le mardi et vendredi de 10h à 12h. Fermé pendant les vacances scolaires.
Die "tous le jours" sind also durchaus mit heftigen Einschränkungen zu betrachten. ;-)
Umso mehr schätze ich unser Glück, daß wir einen günstigen Tag mit längerer Öffnungszeit erwischten.
Das Museum ist ein richtiges Kuriositätenkabinett, das natürlich vor allem Medizinern und Pharmakologen Unterhaltung bietet, aber auch für die Mikroskopiker ist vieles dabei. Auf den zwei Stockwerken (unten Geschichte der lokalen Pharmazie, oben die Drogensammlung (Droguiere) mit tausenden von weltweit gesammelten meist pflanzlichen Drogen) sind auch haufenweise optische Geräte verteilt. Überwiegend Mikroskope von Nachet und Leitz, aber auch von Hartnack. Einen Heliostat hatte ich auch noch nie gesehen.
Hier ein paar Bilder:








Das Cogit Lupenmikroskop war für mich ein Highlight. Es ist nochmal kleiner als das Modell, das im Bärtierchenjournal vorgestellt wurde: http://www.baertierchen.de/okt2007.html

Herzlich
Martin
« Letzte Änderung: Oktober 09, 2016, 23:32:12 Nachmittag von beamish »
Zeiss RA mit Trinotubus 0/100
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Rawfoto

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Re: 1000 Places to See... für Mikroskopiker!
« Antwort #228 am: Oktober 09, 2016, 22:28:58 Nachmittag »
Hallo Martin

Leider kommt bei mir an der Stelle von Bildern nur Fragezeichen ...

Liebe Grüße

Gerhard
Gerhard
http://www.naturfoto-zimmert.at

Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...

beamish

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Re: 1000 Places to See... für Mikroskopiker!
« Antwort #229 am: Oktober 09, 2016, 22:34:49 Nachmittag »
Hallo Gerhard,

ist schon erledigt. Habe gerade gelernt, daß man bei Dropbox-Links das www durch dl ersetzen muß...

Herzlich
Martin
Zeiss RA mit Trinotubus 0/100
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beide mit Canon EOS 500D

Peter V.

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Re: 1000 Places to See... für Mikroskopiker!
« Antwort #230 am: Juni 21, 2019, 12:53:58 Nachmittag »
« Letzte Änderung: Juni 21, 2019, 15:26:22 Nachmittag von Peter V. »
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Dr. Jekyll

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Re: 1000 Places to See... für Mikroskopiker!
« Antwort #231 am: Juni 21, 2019, 14:29:49 Nachmittag »
-
Beste Grüße
Harald

Ulrich S

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Re: 1000 Places to See... für Mikroskopiker!
« Antwort #232 am: Dezember 07, 2019, 14:12:04 Nachmittag »
Moin,
angeregt durch Gerds Hinweis auf Rathenow war ich die Tage mal dort. Irgendwo hier war auch schon mal ein Tip dazu.
Wie dem auch sei, ich finde, eine gelungene Ausstellung, man erkennt klar das didaktisch Konzept sie auch für Schulklassen informativ und spannend zu gestalten.
Leider nicht viel los, ich war in den 1,5 h, die ich die Ausstellung besuchte, der einzige Gast.
Einige Eindrücke von den Geräten. Den Spezialisten sicherlich nicht neu, für mich dennoch spannend.

1. Metaphot 1931 Emil Busch
2. Mikrophot A 1951 ROW
3. Mikrophot 1950 ROW mit eingebauter KB Kamera
4. Zusatzeinrichtung für Polaroids

und zum Schluß noch ein Notgeldschein Rathenows
Grüße
Ulrich
« Letzte Änderung: Dezember 07, 2019, 15:28:20 Nachmittag von Ulrich S »
Wer will dass die Welt bleibt wie sie ist, will nicht dass sie bleibt

plaenerdd

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Re: 1000 Places to See... für Mikroskopiker!
« Antwort #233 am: Dezember 07, 2019, 22:03:41 Nachmittag »
Hallo Ulrich,
in Antwort 8 hat Florian schon 2011 das Optik-Industrie-Museum-Rathenow (OIMR) als einen der ersten bedeutenden Plätze kurz vorgestellt. Wie man sieht hat sich seit dem nicht viel verändert. Ich schätze die Ausstellung ist noch aus DDR-Endzeiten oder Anfang der 90er. Lohnt sich aber trotzdem! Ich war 2015 dort und habe genau die gleichen Mikroskope fotografiert ;D
Beste Grüße
Gerd
Fossilien, Gesteine und Tümpeln mit
Durchlicht: CZJ-Nf mit Phv, Pol, DF, HF; Auflicht: VERTIVAL, Stemi: MBS-10; Inverses: Willovert mit Ph

Ulrich S

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Re: 1000 Places to See... für Mikroskopiker!
« Antwort #234 am: Dezember 07, 2019, 22:44:07 Nachmittag »
Wer will dass die Welt bleibt wie sie ist, will nicht dass sie bleibt