Autor Thema: Archaeometallurgisches: Cuprit u.a.  (Gelesen 8696 mal)

Klaus Herrmann

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Archaeometallurgisches: Cuprit u.a.
« am: Dezember 15, 2011, 12:31:59 Nachmittag »
Hallo zusammen,

Bastian hat mich mit seinem Beitrag elektrisiert:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=10940.0

 und da ich selbst auch schon Cuprit in einer Wasserleitung aus Kupfer gefunden hatte und fasziniert war von dem intensiven Rot habe ich mir eine Probe von ihm geliehen, die er nochmals frisch poliert hat, weil ich selbst drauf "rumspazieren" wollte.

Dir lieber Bastian herzlichen Dank für den Genuß den ich haben durfte - ich werde davon träumen!

 Ich sag es gleich: hat extremen Suchtcharakter! :)   Es ist schon nochmal etwas Anderes zu beobachten oder Bilder zu machen - besonders das Rot des Cu2O ist schwierig - die Bilder geben nur ansatzweise den visuellen Eindruck wieder.

Ich habe gestern gut 100 Bilder gemacht. Die etwas ungewöhnliche Kombination Auflicht-DF mit LPL (Linearpolarisation) hat oft schönere Ergebnisse gebracht, als reines DF. Ich habe von der selben Einstellungen manchmal Methoden verglichen: XPL (gekreuzte Polarisatoren); DF mit LPL und reines DF; DIC; HF. Das gibt unterschiedliche Informationen und ganz reizvolle Bilder.

Die Technik: ein 30 Jahre altes  ;D  Axioplan mit Epi-PlanNeofluaren HD. 100 W Halogen-Lampe. Großer CZ-Fotoadapter und Canon-Kompaktkamera G 11. Die Vergrößerungsangaben beziehen sich auf die verwendeten Objektive: 100x bedeutet also 10er Objektiv. Der Kamerafaktor ist immer 5x Abweichungen sind angegeben durch Zusatz Z 9 oder Z 14. Alle Bilder sind Einzelschüsse. Weißabgleich habe ich manuell mit einem Weiß-Normal gemacht, aber nicht vor jeder Einstellung wiederholt (was man korrekter Weise machen müsste). Bilder sind in Kontrast; Sättigung und Helligkeit korrigiert, wenn nötig.

Hier nun mal ein paar wenige - es gibt noch viele! ;)

Wenn die Fachleute hier Bemerkenswertes sehen: gerne! Ich habe noch weitere Bilder mit Fragen; die kommen später!









« Letzte Änderung: Dezember 15, 2011, 13:14:14 Nachmittag von Klaus Herrmann »
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 Klaus


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olaf.med

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Re: Archaeometallurgisches Cuprit u.a.
« Antwort #1 am: Dezember 15, 2011, 12:50:15 Nachmittag »
Lieber Klaus,

wunderschöne Objekte und herrliche Bilder!

Könntest Du mir bitte nur einen winzigen Gefallen tun? DAS Cuprit zieht jedem Mineralogen sofort die Schuhe aus und ist sicher ja auch nur ein Schreibfehler (wie das Kristall in Ommmas Büfffee), bitte ersetze es in der Überschrift durch die maskuline Form.

Tausend Dank,

Olaf
Gerne per Du!

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... und hier der Link zu meinen Beschreibungen historischer mineralogischer Apparaturen:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=34049.0

Klaus Herrmann

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Re: Archaeometallurgisches: Cuprit u.a.
« Antwort #2 am: Dezember 15, 2011, 13:06:29 Nachmittag »
Danke lieber Olaf!

Ich habe angefangen mit Archaeometallurgisches und dann dachte ich: sollte man vielleicht noch dazu erwähnen um was es geht und habe kurz nach dem letzten Korrekturlesen noch den Cuprit dazu geschrieben, aber die Pünktle : vergessen! ;)
Mir badische Schwobe saget zwar: gib mir mol des Teller mit dem Butter druf, aber die mineralogisch gebildteten täten nie nicht den männlichen Cuprit versächlichen - dafür ist er viel zu schön!
Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


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olaf.med

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Re: Archaeometallurgisches: Cuprit u.a.
« Antwort #3 am: Dezember 15, 2011, 13:10:50 Nachmittag »
So ist's Klasse, herzlichen Dank,

Olaf
Gerne per Du!

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... und hier der Link zu meinen Beschreibungen historischer mineralogischer Apparaturen:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=34049.0

TPL

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Re: Archaeometallurgisches: Cuprit u.a.
« Antwort #4 am: Dezember 15, 2011, 15:28:35 Nachmittag »
Schöne Bilder, Klaus.
Woher stammt denn diese Probe? Ist das auch eine von Bastians Schlacken?

Zur Schreibweise von Mineralnamen: ich habe unter dem von Peter kürzlich angegeben Link zum Hochwertigsten aller Mikroskope endlich die korrekte Schreibung von Mineralnamen gefunden (Olaf, lehne Dich bitte erst einmal entspannt zurück, bevor Du diese Seite anklickst):

Es heißt z.B.
Zitat
Hoch Aktives Zeolith
oder
Zitat
100% reines mikronisierter / aktivierter Zeolith-Pulver
Alles klar ???

Schöne Grüße, Thomas
« Letzte Änderung: Dezember 15, 2011, 17:28:24 Nachmittag von TPL »

Klaus Herrmann

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Re: Archaeometallurgisches: Cuprit u.a.
« Antwort #5 am: Dezember 15, 2011, 15:51:58 Nachmittag »
Danke Thomas,

wie ich eingangs schon erwähnte: ich hab mir die Probe bei Bastian geliehen - sie ist schon wieder mit "Leihgebühr" auf dem Rückweg!

Er legt übrigens Wert auf korrekte Termini: das ist keine Schlacke im üblichen Hochofenverständnis, sondern verglaste Keramik mit einer dünnen Schicht aus Metall und Metalloxiden und in diesem Fall ziemlich alt ;)

Ich bin froh, dass er mir nicht eine unbearbeitete Probe geschickt hat, weil es doch ziemlich Aufwand bedeutet sie ordentlich herzustellen, wenn nicht die Poliermaschine einsatzbereit da steht.

Mir Schwobe saget dazu: ´s gmähte Wiesle

 Und das weißt du bestens: aus einer mittelmäßigen Probe kann man mit aller Kunst keine guten Bilder gewinnen. Aber umgekehrt gibt es Künstler, die aus einem Rinderfilet eine schwarze Schuhsole machen! ;D

Dein Link zum hochwertigen Mikroskop: schon irre mit was manche Menschen Geld verdienen!
Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


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Bernhard Lebeda

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Re: Archaeometallurgisches: Cuprit u.a.
« Antwort #6 am: Dezember 15, 2011, 16:03:54 Nachmittag »


Zur Schreibweise von Mineralnamen: da habe ich aber unter dem von Peter kürzlich angegeben Link zum Hochwertigsten aller Mikroskope auch endlich die korrekte Schreibung von Mineralnamen gefunden (Olaf, lehne Dich bitte erst einmal entspannt zurück, bevor Du diese Seite anklickst):


Boa ömma glaubse, ich sach Sie...da brauch ich aber jetzt nicht Mineraloge zu sein, um aus den Latschen zu kippen!!

Die haben doch da wohl den Schuss nicht gehört. Die nennen das Spielzeug, das bei Reichelt 129€ kostet, in Ribaskop um und ich kann mir dann für satte 629 € ( http://www.globalis.ag/der-hlb-test/ ) mein geronnenes Blut im Endstadium anschauen und als jpeg abspeichern.

Wie gewonnen so zerronnen, würde ich mal behaupten.


Ich bin mir nicht sicher ob ich mich heute wieder einkriege ob so viel Unverschämtheit.

Viele geronnene Mikrogrüße

Bernhard
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Klaus Herrmann

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Re: Archaeometallurgisches: Cuprit u.a.
« Antwort #7 am: Dezember 15, 2011, 16:13:36 Nachmittag »
Jetzt muss ich aber das Ruder rumreißen bevor der Bernhard vor lauter Empörung die nächste Flasche leert. ;)
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=11013.new#new

Ich hatte noch Rätselbilder aus der gestrigen Serie versprochen. In beiden Fällen habe ich die Vermutung, das man da Umhüllungs-Pseudomorphosen sieht - zwar in sehr unterschiedlicher Ausprägung, aber besonders beim 2. Bild sieht es sehr typisch aus.

Was meinen die Fachleute?




« Letzte Änderung: Dezember 15, 2011, 16:19:41 Nachmittag von Klaus Herrmann »
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Bastian

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Re: Archaeometallurgisches: Cuprit u.a.
« Antwort #8 am: Dezember 15, 2011, 19:36:36 Nachmittag »
Hallo Klaus,

wenn keiner will, dann drängle ich mich mal ans Büffee ;)
Also erst mal, sehr schöne Bilder zeigst Du da. Ich bin mir mit deinen Umhüllungs-Pseudomorphosen nicht so sicher. Wenn man mal unter dem Stichwort Perimorphose im Mineralienatlas nach liest (http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Perimorphose) steht:
Zitat
Eine Perimorphose ist ein durch ein Mineral umkristallisierter Hohlraum (auch als Umhüllungspseudomorphose) bezeichnet. [..]

Die Schliffe zeigen aber keinen umschlossenen Hohlraum an. Da steckt noch eine Phase drin, die aber sehr schön transluzent ist. Es dürfte sich wohl eher um eine klassische Abkühlung aus einer Schmleze handeln. Die transluzente Phase ist zuerst auskristallisiert. Die "Kupfer(I)oxid-Tröpfchen" sind dendritisch auskristallisiert, was wohl auf eine schnellere Abkühlungsgeschwindigkeit hindeutet. Es kann also durchaus sein, dass die transluzente Phase bereits im Ofen unter den dort vorherrschenden Bedingungen in der Glasschmelze entstand, während das Kupfer(I)oxid noch flüssig im Glas vorlag. Bei Entnahme des Tiegels sind dann die Kupfer(I)oxide auskristallisiert, im übrigen wohl nur unwesentlich vor dem Glas.

Die Messungen an den beiden Phasen in den beiden Bildern waren leider sehr unzufriedenstellend. Vermutlich ist das im zweiten Bild aber eine Phase, die bei den Kristallen in der Gruppe der Olivine und deren Verwandten zu finden ist. Aufgrund der allgemein vorherrschenden zinkreichen Chemie würde ich auf das künstliche Pendant zum Willemit tippen (Zn2SiO4).

Es kann sich m. E. auch deshalb nicht um eine Perimorphose handeln, weil die Phasen alle während des gleichen Hochtemperaturprozesses gebildet haben, und nicht etwa die eine nachträglich im Boden. Bild zeigt eine Pseudomorphose, wenngleich auch keine Perimorphose, wobei  "Lithargit" von Cerussit nachgeformt wird.
Bildbreite: 500 µm, XPL, rote Phase ist Bleioxid (PbO), die weisse Phase der Cerussit (PbCO3), eine Mineralumbildung die im Boden geschah aber den PbO Kristall nach bildet.



So Klaus, ich hoffe Du nimmst mir die Schulmeisterei nicht allzu übel.

Beste Grüße,
Bastian

Lothar Gutjahr

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Re: Archaeometallurgisches: Cuprit u.a.
« Antwort #9 am: Dezember 15, 2011, 21:13:24 Nachmittag »
Guten Abend alle,

Ja Klaus hat das schön gemacht, daß wir nicht alle bei Bastian ausleihen müssen. Die Bilder sind schön geworden Klaus.

Bischen off topic:
Nun zu :
Zitat
Durch die entsprechende Mikronisierung und Aktivierung


Das Pulver kostet feinstgemahlen derzeit 3 Euro das Kilogramm. Das war vor zwei Jahren noch bei 90 cent bei Abnahme von 30 kg. Ist also schon "mikronisiert" und sollte eventuell noch gesiebt werden, bevor man das als Heilerde verwendet. "Aktiviert" ? großes Fragezeichen. Vielleicht fairerweise vor dem Verkauf auf 140 Grad erhitzen um eventuell mitgemahlene Kleintierreste physiologisch unbedenklich zu machen.

Ich habe das Zeugs lieb gewonnen, die Fähigkeit Histamine zu absorbieren hat mir nach einer über 60.jährigen Leidenszeit ( nun von allen meinen Allergien befreit)  eine deutlich höhere Lebensqualität ermöglicht. Auch wirkt es als wässriger Umschlag erstaunlich schnell und gut bei juckenden Insektenstichen und entzündlichen Prozessen.
Mein "arroganter Grieche -Kater Floh-" hat mich vor 6 Tagen nachts in den Handrücken gebissen, weil ich ihn zu erdrücken drohte. Den Biss habe ich aber erst morgens als solchen richtig wahrgenommen und da war der Handrücken schon angeschwollen. Die Wunde gründlich gereinigt und mit Kodan Tinktur forte gespült und dann Zellstoff mit dem wässrig angerührten Teig drauf, Pflaster drüber und zwischendurch immer mal wieder nass gemacht. Die Hauptschwellung war bis Mittag weg und nach 4 Tagen nach mehrmaligem Wechsel hat es nur noch einen kleinen Schorf an der kräftigsten Bissstelle, die ich zwischendurch immer wieder aufgerissen hatte.

Also ein weiterer meiner Eigenversuche mit dem Klinoptilolith-Zeolith-Pulver, der erfolgreich ausging. Gegen die Allergien nehme ich das Jahr durch so etwa 6 Gramm zum Frühstück. In der schlimmsten Heuschnupfenzeit nehme ich etwa 10 Gramm und verteile das über den Tag.

Für die Mediziner an Bord mag das recht gruselig klingen. Und ich bin darauf gespannt, in welcher Ecke ich da mit meinem Beitrag lande. Aber wer auch immer von unseren Chemikern sich da hineindenken kann, dem wäre ich schon aus persönlicher Neugier recht dankbar, wenn man etwas mehr zu dem hier ablaufenden Heilungsprozess sagen könnte. Ich betrachte das zunächst als Ionenaustausch . Wie soll man sonst so eine Tiefenwirkung in entzündetes Gewebe hinein verstehen? So genug Off Topic.

Liebe Grüße Lothar

Klaus Herrmann

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Re: Archaeometallurgisches: Cuprit u.a.
« Antwort #10 am: Dezember 15, 2011, 21:24:22 Nachmittag »
Vielen Dank Bastian für diese einleuchtende Erläuterung.

Ich habe mich von der fast klar durchsichtigen festen Phase fehlleiten lassen. Wird ja hoffentlich kein Einbettharz sein?  ;)
Das bedeutet also, dass da ein scharfkantiger Kristall von ? umwachsen wird von Cuprit. Könnte man sich vorstellen, wie ein Quarzkristall, der von Hämatit komplett überzogen ist. Ein Anschliff würde dann auch den wasserklaren Querschnitt des Quarzes zeigen und außen den Hämatit.

Zitat
So Klaus, ich hoffe Du nimmst mir die Schulmeisterei nicht allzu übel.


Keine Sorge lieber Bastian von Fachleuten nehme ich jede fachlich begründete Korrektur herzlich gerne an, da kann ich nur lernen und das tue ich immer noch mit Begeisterung!

Zum Abgewöhnen noch ein kleiner Nachschlag: Eventuell Malachit, aber in der Grube Clara, in der ich früher ganze Berge umgegraben habe, war das meiste Grünzeug zweifelhaft und was für den Professor Walenta zum bestimmen. Und der hat minimal 6 Monate gebraucht bis er sagte: es gibt bestimmte Anzeichen auf.. aber sicher bin ich noch nicht! ;D


Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


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Bastian

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Re: Archaeometallurgisches: Cuprit u.a.
« Antwort #11 am: Dezember 15, 2011, 21:57:41 Nachmittag »
Klaus,

Zitat
.. aber sicher bin ich noch nicht!
and rightly so!

Diese Kupferkorrosionsprodukte sind immer wieder hart (für mich) zu bestimmen. Ich kann Dir trotz vieler Messungen nicht mit Sicherheit sagen welches welches  ist. Tatsache ist aber das ich sowohl die Karbonate, also Malachit als auch die Halogenide, genauer Oxyhalogenide in den Korrosionsprodukte finde. Aber ob das nun Atacamit oder Paratacamit ist, wage ich nicht zu unterscheiden. Im übrigen wandeln sich die Oxyhalogonide dann auch meist in Malachit um....

In den anderen Tiegeln gibt es dann auch noch ein paar schöne blaue Kupferkorrosionsprodukte, wie den Connellit, aber das hast Du bestimmt schon in dem Thread http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=10941.0nach gelesen.

Bastian

Klaus Herrmann

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Re: Archaeometallurgisches: Cuprit u.a.
« Antwort #12 am: Dezember 16, 2011, 09:50:23 Vormittag »
Ja Bastian,

den Connellit habe ich lange auf der Probe gesucht und dann dachte ich schon, dass meine Optik jetzt auch blau nach grün verschiebt  ???.
Doch ich bin sicher, dass du mehr als eine Probe hast und ich eine andere bekam. ;)
Das feinfasrige Aggregat in der Blase scheint Malachit zu sein. Aber das "Grünzeugs" auf den beiden anderen Bilder eher wieder nicht?

Auf dem letzten Bild sieht man die schönen Innenreflexe beim Cuprit wieder gut. In der direkten Beobachtung ein rubinrotes Feuer - schade, dass man das nicht so intensiv aufs Foto bekommt.







Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


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Bastian

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Re: Archaeometallurgisches: Cuprit u.a.
« Antwort #13 am: Dezember 16, 2011, 10:08:43 Vormittag »
Klaus,

also ich finde das zweite Bild hat schon gehörig Feuer! Es ist ja schon fast schreiend bunt.
Was die Proben angeht, ja da habe ich nicht nur zwei... Das Schöne ist ja das man auf jeder Probe irgend etwas "neues" entdeckt. Sei es eine Textur oder eben eins von den eher seltenen blauen Kupferkorrosionsprodukten.

Ich kann ja irgendwann mal ein paar Proben auf eines der Mikroskopikertreffen mit bringen, falls das von Interesse ist. Im übrigen wäre ja ein Treffen zur Materialbeschau auch mal sehr spannend, oder?

Bastian

Klaus Herrmann

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Re: Archaeometallurgisches: Cuprit u.a.
« Antwort #14 am: Dezember 16, 2011, 10:47:02 Vormittag »
Hallo Bastian,

ja bunt schon, aber das intensive Leuchten der Cuprite kommt doch nicht so raus.

Auf dem 2. Bild habe ich erst jetzt auch was Blaues gesehen, leider zu spät um es genauer "unter die Lupe" zu nehmen. Die Probe geht wahrscheinlich gerade auf dem Weg zu dir irgendwo im Weihnachtschaos verloren! ;D Sollte sie es wider Erwarten doch noch zu dir schaffen, kannst du ja mal eine Großaufnahme des blauen Partikels machen - Wirkt direkt kristallin.

Du bist ja näher an den Zürichern dran als an sonst was - die Bodenseegruppe ist auch nicht sehr öffentlich sichtbar. Dann sind wir in Tübingen und Stuttgart dir noch am nächsten. In Benzin ausgedrückt 50.-Euro >:( Wenn du kommst, dann kriegst du auch ne Butterbrezel!
Tübingen wäre schon gut geeignet, weil wir mit Udo einen kompetenten Vertreter der Geowissenschaften haben.
Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


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