Autor Thema: o-Phenanthrolin eine variantenreiche Polssubstanz  (Gelesen 8489 mal)

Bernd Kaufmann

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Re: o-Phenanthrolin eine variantenreiche Polssubstanz
« Antwort #15 am: Januar 20, 2012, 03:20:47 Vormittag »
Zitat

welche Temperatur Du brauchst, hängt vom Schmelzpunkt des Stoffes ab. Flubendazol hat einen Schmelzpunkt von 260°. Ich denke, Deine Schmelze ist einfach zu heiss geworden.

Hallo Eckhard,

vielen Dank für Deine Antwort. Die richtige Temperatur kann ich dann natürlich nur per Versuch und Irrtum herausfinden. Ich denke, dass Klaus' Vermutung richtig ist.
Viele Grüße
Bernd ©¿©
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Bernd Kaufmann

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Re: o-Phenanthrolin eine variantenreiche Polssubstanz
« Antwort #16 am: Januar 20, 2012, 03:31:17 Vormittag »
Zitat

Flubendazol ist ein Wurmmittel; hast du das in reiner Form vorliegen ? Oder ist es ein Medikament in einer pharmazeutischen Zubereitung?
In reiner Form sollte es unzersetzt schmelzen, wenn man nicht gerade mit dem Schweißbrenner erhitzt. Tabletten sind ein Gemisch aus allen möglichen Zutaten, wenn man so ein "wildes Gemisch" (Mila bitte weghören  ;) )erhitzt kann alles Mögliche passieren vornehmlich das, was du beobachtet hast.
Ein Aspirin ist sicher auch nicht geeignet um einen Schmelzversuch zu machen, deshalb nehme ich analysenreines "Aspirin" (Acetylsalicylsäure).

Lieber Klaus,

Deine Vermutung ist richtig. Es sind zwar keine Tabletten, aber ein Medikament als Pulvermischung: "Flubenol 5 %". Wenn ich das richtig sehe, sind darin nur 5 % Reinsubstanz enthalten. Also untauglich. Dann müssen jetzt einfach ein paar Reinsubstanzen her. Vielen Dank für Deine Antwort!
Viele Grüße
Bernd ©¿©
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Klaus Herrmann

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Re: o-Phenanthrolin eine variantenreiche Polssubstanz
« Antwort #17 am: Januar 20, 2012, 07:52:26 Vormittag »
Zitat
Dann müssen jetzt einfach ein paar Reinsubstanzen her

So was soll ja angeblich als auf Eignung getestetes Set angeboten werden. Augen offenhalten! :D

Andere Möglichkeit: aus Arzneimitteln den Wirkstoff extrahieren und durch Umkristallisation oder Säulenchromatographie reinigen  ;D

Coffein aus Tee habe ich vor  mehr als 40 Jahren selbst nach dem alten Gattermann extrahiert. Die Probe habe ich immer noch. Schafft man locker in 2 Tagen. Das zur Aufarbeitung des Rohextrakts benötigte Chloroform könnte etwas problematisch sein, aber alles andere ist ohne Rezept frei erhältlich. Ausbeute ca 1g aus 100 g Tee.

Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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Ernst Hippe

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Re: o-Phenanthrolin eine variantenreiche Polssubstanz
« Antwort #18 am: Januar 20, 2012, 22:24:14 Nachmittag »
Hallo Polsüchtige,
als Appetithappen für das von Klaus angebotene Substanzpaket will ich noch ein Schmelzpräparat dieses o-Phen... zeigen, mt Hifsobjekt 1230nm:



Also: es geht mehr oder weniger knallfarbig, und es lohnt sich!
Gruß Ernst Hippe
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Bernd Kaufmann

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Re: o-Phenanthrolin eine variantenreiche Polssubstanz
« Antwort #19 am: Januar 21, 2012, 01:52:57 Vormittag »
Zitat
So was soll ja angeblich als auf Eignung getestetes Set angeboten werden. Augen offenhalten! :D

Lieber Klaus,

die Augen sind offen und erwartungsvoll auf Dich gerichtet.  ;)

Zitat
Andere Möglichkeit: aus Arzneimitteln den Wirkstoff extrahieren und durch Umkristallisation oder Säulenchromatographie reinigen  ;D

In meinem nächsten Leben und miserablem Karma könnte ich mir das ja mal überlegen.  ;D

Zitat
Coffein aus Tee habe ich vor  mehr als 40 Jahren selbst nach dem alten Gattermann extrahiert. Die Probe habe ich immer noch. Schafft man locker in 2 Tagen. Das zur Aufarbeitung des Rohextrakts benötigte Chloroform könnte etwas problematisch sein, aber alles andere ist ohne Rezept frei erhältlich. Ausbeute ca 1g aus 100 g Tee.

Den Tee trinke ich lieber, solange ich auf Dein Set warte.  ;)

Inzwischen habe ich ein bisschen Urea gefunden und es mit Ethanol gelöst:





Viele Grüße
Bernd ©¿©
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Rolf-Dieter Müller

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Re: o-Phenanthrolin eine variantenreiche Polssubstanz
« Antwort #20 am: Januar 21, 2012, 10:16:46 Vormittag »
...
als Appetithappen für das von Klaus angebotene Substanzpaket will ich noch ein Schmelzpräparat dieses o-Phen... zeigen, mt Hifsobjekt 1230nm:
...

Hallo Herr Hippe,

bei Ihren immer wieder gezeigten Bildern gelingt es Ihnen alle Lichtfarben von rot über grün bis blau einzufangen.

Da kommt mir immer wieder der Gedanke, ob man damit einen Farbtestkeil für Lichtmikroskope aufbauen kann. So hätte man eine gute Möglichkeit alles zueinander zu kalibrieren. Angefangen von der Beleuchtung über Kamera, Monitor bis zu Druck- und Fotoausgabe.

Für unser Mikrofoto-Forum wäre das sicherlich hilfreich.

Naja, ist nur so ein Wunsch.

Viele Mikrogrüße
Rolf-Dieter Müller

Klaus Herrmann

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Re: o-Phenanthrolin eine variantenreiche Polssubstanz
« Antwort #21 am: Januar 21, 2012, 11:24:12 Vormittag »
So liebe Polfreunde,

nadem ich jetzt verschiedentlich gefragt wurde,

 ob ich denn nu endlich in die Puschen komme (norddeutsch) oder (süddeutsch): den A.. endlich hochkriege
werde ich am WE die Abfüllorgie starten!

Alle die mir per PN geschrieben haben und dabei auch gleich ihre Adressa angegeben haben wurden gestern Abend im Nachgebet mit eingeschlossen. :) :) :)

Alle anderen bitte ich nochmal um eine PN mit Adresse und ihrem vollausgeschriebenen Namen und dem Betreff Pol-Set
Ich bekomme pro Tag nämlich mehr als 5 PN und wenn ich jedesmal rätseln muss: was wollte der/die liebe KollegIN Mickimaus und wer war das gleich noch mal? Dann bin ich erst an Ostern fertig! :'(
Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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Ernst Hippe

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Re: o-Phenanthrolin eine variantenreiche Polssubstanz
« Antwort #22 am: Januar 21, 2012, 16:02:05 Nachmittag »
Hallo Herr Müller,
um so ein "Farbnormal" zu machen, müßte man als Objekt wohl einen geeichten Keil-Kompensator haben, aber auch ein homogenes Hilfsobjekt mit genau bekanntem Gangunterschied. Ersteres habe ich nicht, zweteres ist nur auf vielleicht +-20nm genau und nicht ganz homogen. Das würde also kein richtiges Standard-Bild. Und eigentlich gibt es für solche Vergleiche die Lévy-Tafeln, zB. von Leitz. "Meine" Farben sind auch meistens nicht die bei echt gekreuzten oder parallelen Polfiltern, z.B. das starke Grün.
Aber danke für die Anregung!
Gruß Ernst Hippe
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