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Frage zu einem Objektiv

Begonnen von Monsti, Februar 20, 2012, 21:51:12 NACHMITTAGS

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Klaus Herrmann


ZitatNur laut nachgedacht

...genau oder noch weiter gedacht lieber Peter: das klassische Objektmikrometer - oder wenigstens ein paar Testdiatomeen - wenn schon Alge, dann Kieselalge!
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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rhamvossen

Hallo,

Zitatkann ich überhaupt ganz objektiv und nüchtern betrachtet ein so ausgedehntes Objekt wie hier gezeigt als Testobjekt für einen Objektivvergleich nehmen?

Warum denn nicht? Einen Unterschied sollte doch auch sichbar sein in die Proben die man wirklich beobachtet, nicht? Beste Grüsse,

Rolf

peter-h

Lieber Klaus,

genau das wollte ich jetzt nicht vorschlagen. Warum ? Die Neofluare sollen doch diese überragende Farbwiedergabe gegenüber den ganzen Ach. , Plan , PlanApos usw. haben. Daher mein Vorschlag für ein gefärbtes und dünnes Präparat.
Vielleicht gibt es doch noch einen mutigen Neofluraner der sein Können zeigt  ;D

Grüße aus Franken
Peter

.... und Gratulation zu Deinen > 5000 Berichten - wieder einer mehr

Klaus Herrmann

#48
ZitatWarum denn nicht? Einen Unterschied sollte doch auch sichbar sein in die Proben die man wirklich beobachtet, nicht? Beste Grüsse,

das ist schon ein ziemlicher Unterschied. Je dünner die Probe um so weniger Unsicherheit beim Fokussieren gibt es und das Objektmikrometer ist sehr dünn und es ist sehr plan, wodurch die Planzeichnung der Optik zusätzlich gut beurteilbar ist. Wenn man beim gleichen Hersteller (hier CZ) bleibt, dann fällt auch der Einfluss des Zusammenwirkens der gesamten Optik weg.

Edit: stattgegeben lieber Peter, aber dünn ist schon eine wichtige Forderung!
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


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TPL

Zitat von: peter-h in Februar 22, 2012, 16:30:34 NACHMITTAGSkann ich überhaupt ganz objektiv und nüchtern betrachtet ein so ausgedehntes Objekt wie hier gezeigt als Testobjekt für einen Objektivvergleich nehmen? Wären nicht schöne gefärbte Dünnschnitte mit 5 - 8µm geeigneter?

Lieber Peter,

natürlich wäre das wesentlich aussagefähiger als Bilder, die als Ausschnitt aus einem nicht näher benannten Teil des Gesichtsfeldes stammen, selbst bei mittiger Position nicht bis zum Rand des Gesichtsfeldes ausgedehnt sind und wegen ihrer Tiefenausdehnung nicht ohne weiteres scharf abgebildet werden können. Natürlich wäre es sinnvoller, ein möglichst einfaches, ebenes und dünnes Muster als Prüfobjekt zu verwenden, das das Gesichtsfeld vollständig ausfüllt. Aber mit diesem Einwand geraten wir wieder ganz schnell ins Schmuddeleckchen der Objektmikrometer-Fotografen ;D ::) ;D.

Davon mal abgesehen: Zum Vergleich von Monstis Bildern des Achromat 40/o,65 und des Neofluar 16/0,40 (Antwort 34) braucht man kein standardisiertes Prüfobjekt. Dass da beim 40er etwas überhaupt nicht stimmt, ist doch recht deutlich.

@ Monsti: 0,15 mm liegen im Toleranzbereich für Deckgläschen der Stärke 1, und das ist die "Standard-Stärke". Daran wird es nicht liegen. Aber hast Du beim CZ 40er richtig geköhlert (Klapplinse eingeschaltet, LFB zugezogen bis sie im Gesichtsfeld sichtbar wird, LFB-Rand mit Kondensortrieb scharf abgebildet, LFB-Bild zentiert, LFB wieder geöffnet, Klapplinse eingeschaltet gelassen)? Wenn ja, dann gibt es vielleicht einen Defekt an dem Objektiv, der ohne Stemi oder ein anderes Hilfsmittel (z.B. Hilfsmikroskop) nicht erkennbar ist.

Viel Erfolg bei der Eingrenzung des Problems,
Thomas

Monsti

Hallo zusammen,

die Moorkugel hatte ich deshalb gewählt, weil sie groß genug ist, um sie auch mit dem 10er bzw. 16er Objektiv halbwegs vernünftig zu erwischen bzw. nicht zu stark vergrößern zu müssen. Ein Objektmikrometer habe ich nicht (mehr). Gefärbte Schnitte kann ich auch nicht bieten. Bisher habe ich weder geschnitzt noch gefärbt, und meine Hochmoor-Kieselalgen sind meist viel zu klein. Aber ich gebe zu, dass z.B. eine große Micrasterias rotata günstiger gewesen wäre. Noch günstiger wäre, gäbe es hier jemanden, der beide 40er Objektive besitzt und damit aussagekräftige Vergleichsfotos herstellt.

@Thomas: Natürlich habe ich ordnungsgemäß geköhlert, die Klapplinse ist (außer beim 6,3-Objektiv) stets eingeklappt. Wie ich schon schrieb: Vielleicht ist es mir nur nicht gelungen, die Linse wirklich sauber zu bekommen. Nichtsdestotrotz bin ich davon überzeugt, dass ich mit dem Neofluar eine Qualitätssteigerung erreiche. Der Austausch der alten Achromaten 4 und 10 gegen Neoflurae 6,3 und 16 war jedenfalls schon mal ein Aha-Erlebnis.

Inzwischen ist ein Neofluar 40 auf dem Weg zu mir, ich freue mich schon darauf.

Herzliche Grüße
Monsti

wilfried48

Hallo,

also ich habe jetzt mal am Zeiss Universal 5 verschiedene 40x Objektive in den Fünffachrevolver geschraubt
und Russisch Roulette gespielt.
Zeiss Achromat Schwarz/Silber
Zeiss Achromat Silber
Zeiss Achromat Schwarz (mit neuem Zeiss Logo)
Zeiss Neofluar (mit neuem Zeiss Logo)
Zeiss Planachromat (mit neuem Zeiss Logo)
Nach einer Stunde Kontrast Vergleichen an einem sehr dünnen planen gefärbten Schnitt würde ich
drei Klassen einteilen:
1) Neofluar und Achromat Schwarz
2) Planachromat
3) Achromat Silber und Achromat Schwarz/Silber
Beim schnellen Drehen des Revolvers in russisch Roulette Manier kann ich mit einer statistischen Signifikanz
das zufällig gerade eingeschwenkte Objektiv in die jeweilige Klasse einsortieren.
Die Unterschiede sind aber schon visuell so gering, dass ich wahrscheinlich stundenlang Fotos schiessen müsste
um sie auch im Bild zu zeigen (dazu habe ich ehrlich gesagt keine Lust).
An der Grenze der Auflösung dieser Objektive bei Pleurosigma Angulatum ist jedoch das Neofluar deutlich
überlegen, da merkt man halt die etwas grössere Apertur.
Wenn man auf den Preis schauen muss wäre mein Favorit der schwarze Achromat. Gegenüber diesem geht beim
Neofluar keinesfalls die Sonne auf. Und wenn ich keinen direkten Vergleich hätte, würde ich auch bei den anderen nichts vermissen.

viele Grüsse
Wilfried
vorzugsweise per Du

Hobbymikroskope:
Zeiss Axiophot,  AL/DL/Ph/DIC/Epi-Fl
Zeiss Axiovert 35, DL/Ph/DIC/Epi-Fl
Zeiss Universal Pol,  AL/DL
Zeiss Stemi 2000 C
Nikon Labo-/Optiphot mit CF ELWD Objektiven

Sammlung Zeiss Mikroskope
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=107.0

Monsti

Boah, Wilfried, Du musst ja ein richtiges Objektiv-Arsenal haben!!!  :o

Erstaunte Grüße von
Angie

micromax

Hallo Wilfried,

danke für die Arbeit die Du Dir gemacht hast. Könntest Du vielleicht ein Foto der fünf getesteten Objektive einstellen?
Mir ist im Moment nicht klar welches jetzt das schwarz/silberne oder das mit neuem Logo ist. Danke

Grüße Thomas

A. Büschlen

Guten Abend Angie,

du schreibst:
ZitatWie ich schon schrieb: Vielleicht ist es mir nur nicht gelungen, die Linse wirklich sauber zu bekommen.

Du kannst auch ohne Stereolupe kotrollieren ob die Frontlinse deiner Objektive sauber ist. Du nimmst das Objektiv in die Hand und betrachtest die Frontlinse schräg von der Seite mit einer 10x Handlupe. Die Frontlinse soll klar und blank sein. Beleuchte dazu mit einer Leuchte die Frontlinse ebenfalls schräg von der Seite.

Gruss Arnold Büschlen
Schwerpunkt z.Z.:
- Laub- und Lebermoose.
- Ascomyceten als Bryoparasiten.

Peter V.

#55
Lieber Wilfried,

das bestätigt exakt das, was sich immer "predige": Die schwarzen Achromate sind hervorragende Universalobjektive und für die meisten Anwendungsfälle des Durchschnittsmikroskopikers eine gute, vielleicht sogar die beste Wahl ( insbeondere für Tümpler, wo es nicht auf Planheit ankommt ). Erst recht, wenn man das günstige Preis-Leistungs-verhältnis sieht. Möglicherweise sind sie für Tümpler sogar etwas besser geeignet als höher korrigierte Objektive wegen der günstigeren Schärfentiefe.
Die Invesition in Neofluare oder Apochromate lohnt nur, wenn es um maximale Auflösung geht, in Planobjektive nur bei Objekten, die selbst eher "plan" sind ( also Schnitte etc. ) und wenn diese fotografiert werden sollen.
Monsti wäre sicher mit einem schwarzen Achromaten genau so gut bedient gewesen wie mit dem Neofluar, sie hätte ihn aber auch nicht viel preiswerter bekommen ( sie hat das Neofluar wirklich günstig bekommen ).
Ich habe seinerzeit hier mal Achromate "verglichen" und habe bezüglich des silbernen Zeiss Achromaten keinen so guten Eindruck bekommen. Aber bei so alten Objektiven weiß man natürlich nie, ob es nicht vielleicht einen "Knacks" hat.

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Rolf-Dieter Müller

Zitat von: Peter V. in Februar 22, 2012, 21:39:53 NACHMITTAGS
...
Ich habe seinerzeit hier mal Achromate "verglichen" und habe bezüglich des silbernen Zeiss Achromatn keinen so guten Eindruck bekommen.
...

Lieber Peter,

ich habe so einen alten silbernen Achromaten bei meinem Bundeswehr-KF. Wenn ich einmal etwas mehr Zeit bekommen sollte, kann ich ja ein damit gemachtes Mikrofoto einstellen. Das Objektiv ist so neuwertig, damit geht wirklich die Sonne auf. Deshalb verstehe ich auch diese ganze Diskussion hier nicht.

Viele Grüße
Rolf-Dieter

Lothar Gutjahr

Hallo Angie,

hier noch schnell das Wort zum Aschermittwoch:

Als seit über 50 Jahren werkelnder Gelegenheits-Fotograf sage ich da abschließend: Neben einem guten Objektiv braucht man auch gutes Licht. Das nimmt bei einem Wechsel von 16 x auf 40 x gewaltig ab.

Lieben Gruß ins Pillertal hoch

Lothar

(nebenbei habe ich bemerkt, ich schreibe immer von NPL 5 bis 100 und dabei ist der ganze Revolver voll mit NPL 5x bis 100x )

Peter V.

#58
Lieber Rolf Dieter,

ich wollte gerade zum fröhlichen Achromatenraten aufrufen und Vergleichsfotos von einem silbernen und einem schwarzen 10er einstellen. Leider habe nur diesen einen "Silberling" auf die Schnelle gefunden. Aber das Einstellen der Fotos, die ich gerade angerfertigt habe, ist sinnlos, denn sie sehen absolut identisch aus! Ich kann aber beim Blick durch das Okular schon (im direkten Vergleich!) einen kleinen Vorteil für den schwarzen Achromaten erkennen, fotografisch läßt sich das nicht darstellen. Ich denke, das Problem ist, dass die silbernen Achromaten, die auf dem Markt sind, einfach schon sehr alt sind und möglicherweise in vielfältiger Hinsicht gelitten haben, vielleicht ist auch bei manchen Exemplaren die Vergütung "hin". Das erklärt möglicherwesie auch eine gewisse Streuung der Qualität der noch im Umlauf befindlichen Silberlinge von "sehr gut" bei Deinem nagelneuen BW-Achromaten bis hin zu "ziemlich schlecht" bei einem vielleicht schon viele Male geputzten und vielleicht nicht gerade optimal gelagerten gebrauchten Objektiv.
Aber letztlich ist es doch einerlei: Monstis Objektiv ist ganz offenbar "schlecht", wodurch, ist letztlich gleichgültig. Und wenn sie es geputzt hat, ist ja jede weitere Fehlersuche sinnlos. Dann liegt es eben am Objektiv. Und mit dem Neofluar als Ersatz hat sie doch eine gute Wahl getroffen, sicher sinnvoller als der Kauf eines neue silbernen Objetkivs oder eines schwarzen Achromaten für möglichweise kaum weniger Geld als sie jetzt für das Neofluar ausgegeben hat.

Hezrliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Jürgen Boschert

Hallo zusammen,

@Lothar

Zitat... nebenbei habe ich bemerkt, ich schreibe immer von NPL 5 bis 100 und dabei ist der ganze Revolver voll mit NPL 5x bis 100x ...

Das sind dann aber Auflichtobjektive, richtig ? Die sind bei Leitz ja schon lange "unendlich".


@alle:

Zu der Diskussion kann ich nur sagen, dass es mich fast umgehauen hat, als ich zum erstenmal ein Neofluar beim Mikroskopieren eingeschwenkt habe; insbesondere der 16er ist einfach umwerfend brillant. Allerdings sehe ich persönlich auch bei allen Objektivklassen eindeutig einen Unterschied zwischen der Hellfeld- und Ph-Version; scheine da recht sensibel zu sein. Eine weitere Steigerung war dann, als ich PlanNeofluare Imm. Objektive an den Revolver schrauben konnte, die sind wirklich top in der Abbildungsleistung.

Beste Grüße !

JB
Beste Grüße !

JB