Delamination - zum soundsovielten Mal

Begonnen von Gunther Chmela, März 09, 2012, 20:50:26 NACHMITTAGS

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reblaus

Hallo Klaus -

bei der Einkaufstour durch Europa sicher ganz praktisch - aber leider gibt es Delaminationen, die mit dem Fernrohr erst sichtbar werden, wenn man alle möglichen Beleuchtungstricks (ganz abblenden, schräg beleuchten, Phasenblenden verschieben ...) anwendet.

Viele Grüße

Rolf

Ulf Titze

#31
Liebe Delaminations-Geplagte,

vielen Dank für die interessanten Antworten. Der Faden hat sich zwischenzeitlich zur Frage entwickelt, wie man Delaminationen am sichersten erkennt.

Ich denke, man sollte Objektive am Mikroskop prüfen, mit einem Phasen-Einstellrohr und einem geeigneten Präparat. Dabei erscheint es mir auch wichtig, darauf zu achten, daß die Objektivapertur voll ausgeleuchtet ist. An meinem oben genannten Planapo (100/1,32) habe ich die Delamination erst erkannt, als ich es immergiert mit einem ebenfalls immergierten Kondensor n.A. 1,3 untersucht habe. Oder mache ich da einen Denkfehler?

Meiner (vergleichsweise bescheidenen) Erfahrung nach hat sich ein Diatomeen-Streupräparat mit einer großen Diatomee als geeignetes Prüfpräparat erwiesen. Verstärkt wird der Effekt durch unvollständig gekreuzte Pol-Filter im Strahlengang.

Bleibt natürlich die Frage, ob man denn wirklich jede Delamination erkennen will. Falls es keine überzeugenden Beschreibungen für einen regelhaften Progress der Beschädigungen gibt, wäre doch Zeit für einen gesunden Pragmatismus beim Umgang mit delaminierten Optiken. Wenn sie einwandfrei zeichnen, kann man doch froh sein. Als Sammelobjekte sind sie dann halt nicht geeignet.

Grüße

Ulf
"Do not worry about your problems with mathematics, I assure you mine are far greater." (A. Einstein)

"Komm wir essen Opi!" - Satzzeichen können Leben retten!!!

Nomarski

#32
Hallo Ulf,

ZitatDabei erscheint es mir auch wichtig, darauf zu achten, daß die Objektivapertur voll ausgeleuchtet ist. An meinem oben genannten Planapo (100/1,32) habe ich die Delamination erst erkannt, als ich es immergiert mit einem ebenfalls immergierten Kondensor n.A. 1,3 untersucht habe. Oder mache ich da einen Denkfehler?

Die Kondensorapertur sollte schon etwas über der Objektivapertur liegen, damit sich vor allem auch Randdelaminationen beleuchten lasse, die sonst im Verborgenen bleiben.

Hier das Beispiel:

Brennebene eines Objektives der Apertur 1,3 bei nicht immergiertem Kondensor. (Apertur max. 1,0)


Hier ist der Kondensor immergiert, die Pupille ist duch den Brechungswinkel weiter ausgeleuchtet.
Leider ist die Immersion noch hier noch nicht ganz optimal, deswegen noch der dunkle Sichelmond in der Ecke. Abhilfe schafft etwas mehr Öl.

Da eben ein großer Einstahlwinkel des Lichtes in die Frontlinse bei hohen Objektivaperturen vonnöten ist, sehe ich den gezeigten mobilen Prüfstand nicht unbedingt als hinreichendes Prüfmittel an. Für ein Planapo 4 oder Plan 2,5 mag er ja reichen.. ;D

Viele Grüße
Bernd

Klaus Herrmann

Hallo Bernd,

in dem diffus beleuchteten Ring deines ersten Bildes sieht man eine Delamination sehr wohl, ich habe es gerade mit meiner mobilen GZ Delaminations-Prüfeinrichtung getestet.

Ich bring sie nach Wohldenberg mit. Und dann kannst du deine ganze Schrottoptik mitbringen und gegen die geringe Gebühr von einem Doppelkorn mit dieser Wunderwaffe durchtesten! ;D
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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Nomarski

Hallo Klaus,

ZitatIch bring sie nach Wohldenberg mit. Und dann kannst du deine ganze Schrottoptik mitbringen und gegen die geringe Gebühr von einem Doppelkorn mit dieser Wunderwaffe durchtesten!
Ist dir der Crémant etwa nicht mehr hochprozentig genug? :o

Jürgen Boschert

Hallo zusammen,

es gibt Delaminationen, die man nur bei fast gekreuzten Polarisatoren mittels Hilfsmik. / Optovar erkennen kann. Unter Polarisationsbedingnungen kann man auch die anderen richtig "dolle" sehen. Das volle Ausleuchten der Objektivapertur ist natürlich erforderlich.

OT: Bei zuviel Doppelkorn / Cremant sieht irgendwann alles delaminiert aus.  ;D

Beste Grüße !

JB
Beste Grüße !

JB

Klaus Herrmann

Hallo,

nochmal ernsthaft bevor nun alles aufs (Doppel-) Korn genommen wird ;D:

wie macht man denn ein Bild  des Blicks durch das PH-Fernrohr.

Kann da mal jemand eine Adaption zeigen mit Kompakter und/oder SLR
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


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Nomarski

Zitat von: Klaus Herrmann in März 12, 2012, 12:35:42 NACHMITTAGS
Hallo,

nochmal ernsthaft bevor nun alles aufs (Doppel-) Korn genommen wird ;D:

wie macht man denn ein Bild  des Blicks durch das PH-Fernrohr.

Kann da mal jemand eine Adaption zeigen mit Kompakter und/oder SLR
Sieht eigentlich aus wie die normale Fotoadaption, nur eben daß man statt dem KPL-Okular das Fokussierte PH-Fernrohr in den Foto-Ausgang steckt.

-JS-

#38
Lieber Klaus,
auch die Bertrand-Linse im Optovar kann zur Darstellung des
ZitatBlicks durch das PH-Fernrohr
verwendet werden,
wie hier z.B. gezeigt:
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=6879.msg47577#msg47577
Hierbei muss dann nichtmal die Zusammenstellung der Fotoadaption geändert
werden  :D
Viele Grüße
Joachim
... bevorzugt es, ge_Du_zt zu werden ...

Klaus Herrmann

Hallo Bernd,

ZitatSieht eigentlich aus wie die normale Fotoadaption, nur eben daß man statt dem KPL-Okular das Fokussierte PH-Fernrohr in den Foto-Ausgang steckt.

Geht mit eier Canon A 520 noch, aber höher schwierig - schon die A 620 hat eine Eintrittspupillenlage, die das sehr schwer macht

# Joachim: ja, ein Optovar mit Bertrandlinse ist eine elegante Lösung! Aber natürlich nicht tragbar! Flohmarkt in-compatibel! ;D
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


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Nomarski

#40
Hallo Klaus,

ZitatGeht mit eier Canon A 520 noch, aber höher schwierig - schon die A 620 hat eine Eintrittspupillenlage, die das sehr schwer macht

Dann mußt du eben eine Kompakte nehmen mit flacher Eintrittspupillenlage. Ich habe es mit der Rollei compactline 424 ausprobiert, damit ist es kein Problem! Mit der DSLR geht auf jeden Fall der Grundkörper I/II, der sogar mit Schlüsselloch-Okularen fertig wird. :D