Autor Thema: Kleine Anleitung zur Bildverarbeitung mit Freeware-Mitteln  (Gelesen 2138 mal)

schuppi

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Kleine Anleitung zur Bildverarbeitung mit Freeware-Mitteln
« am: Juni 03, 2012, 14:34:30 Nachmittag »
Hallo zusammen,

zuerst mal ein Danke an alle Beteiligten für diese informative Stelle zum Thema Mikroskopie und EBV.

Nun habe ich mich einmal der EBV gewidmet und einige Tests gemacht, wie man mit relativ bescheidenem Aufwand ohne Einsatz von Kaufsoftware zu einem optimierten Ergebnis kommt. Dies möchte ich euch nicht vorenthalten.

Das Original:


Zuerst einmal nutze ich den tollen Enhance-Filter von picolay. HIer erhält das flaue Bild schon ordentlich Schärfe.

Dazu wird das Bild mit picolay geöffnet und dann einfach auf "Enhance" geklickt, die Werte bleiben unverändert und schon sind besonders dunkle und besonders helle Bereiche besser kontrastiert. Diesen Filter vermisse ich schmerzlich bei Gimp:


Für den nächsten Tipp danke ich dem Photoshop-Tutoral von Peter. Hier geht es in einem Beitrag das Bild im Lab-Modus nachzuschärfen. Das geht auch mit gimp unter Farben / Komponenten / Zerlegen, wobei dann der Helligkeitskanal danach geschärft werden muss und dann das Bild wieder zusammengesetzt wird.

In Gimp gibts jedoch auch ein sehr hilfreiches Plugin namens LABSharpen. Ist es einmal installiert, so lässt es sich in Gimp über Filter/AK/LAB Sharpen starten und man hat die Möglichkeit die Parameter Radius, Amount und Threshold einzustellen. Im Test hat sich Radius auf 10, Amount auf 0,3 und Threshold auf 0 in meinen Tests bewährt und das Bild sieht dann so aus:


Man erkennt nun, dass nun die inneren Strukturen sehr gut hervorstechen während das Rauschen sehr stark zunimmt. Jetzt ist es an der Zeit, das Rauschen zu entfernen. Dies geht mit der freien Version von Neatimage. Hierzu öffnet man mit Neatimage das Bild, klickt auf "Device Noise Profile, dann auf "Auto Profile", dann auf "Auto Fine-Tune", wählt dann "Output Image" an und speichert das Bild dann neu ab.

Arbeitet man mit Neatimage, so ist immer anzuraten, die Bilder in der Originalauflösung der Kamera zu bearbeiten, denn durch die Interpoliererei beim Herunterrechnen werden ganz üble Rauschartefakte erzeugt. Sie sieht nun das Endergebnis aus:


Und jetzt viel Spaß beim Probieren.

Rainer

PS: Das Plugin LabSharpen gibt es hier:
http://registry.gimp.org/files/AK-LABSharpen.scm

Kopiert es einfach nach ins gimp-Programmverzeichnis nach Gimp 2/share/gimp/2.0/scripts.   

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