Autor Thema: Botanik: Aus dem Garten der Tante - Alchemilla vulgaris und Centranthus ruber *  (Gelesen 13915 mal)

Fahrenheit

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Liebe Pflanzenfreunde,

in der vergangenen Woche konnten wir dem von Peter so treffend geschilderten Wetter im Rheinland für einige Tage entfliehen und am Bodensee die Sonne genießen. Wir waren zu Besuch bei meiner Tante, deren Haus von einem sehr schönen Garten umgeben ist, der durch gekonntes Verwildern einen eigenen Charme besitzt.

In der Einfahrt habe ich Frauenmantel und die Rote Spornblume gefunden und da meine Tante wissen wollte, wie die Farben in meine Schnitte kommen und mich meine Familie im Urlaub an die Gerätschaften gelassen hat, kann ich Euch hier nun ein paar Bilder zeigen.

Zunächst zum Frauenmantel, der in Europa in vielen Arten und Hybriden zuhause ist. Die Bestimmung als Alchemilla vulgaris ist daher mit Vorsicht zu sehen. Vielleicht kann sie jemand bestätigen oder korrigieren?

Bild 1: Die Pflanze am Standort


Bild 2: Die Blätter

Die Blattspreite erreicht einen Durchmesser von 10 bis 15 cm.

Bild 3: Die Blüten


Der Gewöhnliche Frauenmantel ist ausdauernde krautige Pflanzen mit liegendem Spross, der von vertrockneten Resten der Nebenblätter und Blattstiele bedeckt ist. Die frischen Blätter stehen am Ende dieses Sprosses und bilden manchmal auch eine Grundrosette. Die charakteristischen Blätter sind am Rand gezähnt und weisen Guttationsdrüsen auf, an denen besonders am Morgen ausgeschiedenes Wasser in glitzernden Tropfen beobachtet werden kann.
Auch die Blütenstängel treiben von der Sprossspitze aus. Sie tragen einen traubenförmigen Blütenstand mit sehr vielen blass gelblichen Einzelblüten, die sich von Juni bis August zeigen. Die Früchte sind einsamige Nüsschen, die oft auch im reifen Zustand vom dann dünnen und trockenen Blütenbecher umschlossen bleiben.  
Alle Pflanzenteile sind mehr oder weniger stark behaart. Die Haare sind einzellig und gerade, mehrzellige Drüsenhaare sind recht selten zu finden.

Alle Frauenmantelarten sind reich an Gerbstoffen. Daneben wurden weitere Bitterstoffe sowie ätherische Öle nachgewiesen. In den Samen finden sich zudem fette Öle. Aufgrund der Gerb- und Bitterstoffe kann Frauenmantel kann gegen leichten Durchfall helfen. In der Volksmedizin diente Frauenmanteltee aber auch als pflanzliches Mittel bei Menstruationsbeschwerden.

Bild 4: Eine schöne Illustration vom Gewöhnlichen Frauenmantel

Die Zeichnung von Carl Lindemann stammt aus dem Buch "Nordens Flora" von 1917, das als Scan von Kurt Stübers Seite www.biolib.de herunter geladen werden kann.

Hier wird der Blütenstängel gezeigt, den Spross findet Ihr im Nachfolge-Thread: Spross des Gewöhnlichen Frauenmantels.

Kurz zur Präparation:

Der Blütenstängel (Einen Spross wollte ich nicht nehmen, um die Pflanze als solche nicht zu gefährden) wurde frisch auf dem Handzylindermikrotom mit Leica Einmalklingen im SHK-Klingenhalter geschnitten. Die Schnittdicke beträgt ca. 50 µm.
Anschließend wurden die Schnitte für etwa 20 Minuten in AFE fixiert.

Gefärbt habe ich hier nach W3ASimm II von Rolf-Dieter Müller. Entsprechende Arbeitsblätter können im Downloadbereich der MKB-Webseite herunter geladen werden.

Und nun die Schnitte:

Bild 5: Ausschnitt aus dem Blütenstängel, Vergrößerung 50x, Stapel aus 14 Bildern

Schön sind die langen Haare zu erkennen. Ein Sklerenchymring versteift den massiven Stängel, so dass er den großen Blütenstand tragen kann. Das innere wird von einem großzelligen Markparenchym ausgefüllt.

Bild 6a/b: Etwas näher heran, Bild 6b mit Beschriftung. Vergrößerung 100x, Stapel aus je 10 Bildern


Die Beschriftung von außen nach innen (links nach rechts):
Ha:  Haar
ST:  Stoma
Cu:  Cuticula
Ep:   Epidermis
Kol:  Kollenchym
RP:   Rindenparenchym
D:    Eine Calciumoxalatdruse - leider ein wenig deformiert
?:     Der Sklerenchymring wird von einer deutlich abgegrenzten Zelllage umschlossen.
       Was mag das wohl sein?
Skl:  Sklerenchym, hier zu einem Ring geschlossen, in dem das Phloem eingebettet ist
Pl:    Phloem
XL:   Xylem
T:    Eine der vielen Tracheen
PXl:  Primäres Xylem
MP:  Markparenchym

Bild 7: Ein einzelnes Leitbündel, Vergrößerung 200x, Stapel aus 9 Bildern


Bild 8: Einige durch Thyllen verschlossene Tracheen, Vergrößerung 400x, Stapel aus 5 Bildern

Grund für den Verschluss ist sicher eine Verletzung im weiteren Verlauf des Stängels.

Bild 9: Ansatz eines Haares, Vergrößerung 400x, Stapel aus 12 Bildern

Die stabilen, röhrenförmigen Haare finden Halt in einer kleinen taschenförmigen Ausstülpung, die von Epidermiszellen gebildet wird. Das Röhrenhaar hat einen Durchmesser von etwa 15 µm, die Wandstärke beträgt dabei ca. 3,5 µm.  
Unterhalb des Haares zeigt sich der Interzellularraum eines Stomas. Die Schließzellen liegen etwas tiefer im Schnitt und sind hier nicht zu erkennen.

Bild 10: Eines der selteneren Drüsenhaare, Vergrößerung 400x, Stapel aus 14 Bildern

Leider hat das wohl ursprünglich dreizellige Köpfchen des Drüsenhaares beim Schnitt etwas gelitten. Unterhalb wieder ein angeschnittener Ansatzpunkt eines der Röhrenhaare.
Das mehrzellige Stielchen des Drüsenhaares ist ca. 45 µm lang, der Durchmesser des Köpfchens beträgt ca. 25 µm.

Bild 11: Einige Pilzhyphen, Vergrößerung 400x, Stapel aus 4 Bildern

Es sind keine Abwehrreaktionen der Pflanze zu erkennen. Die Pilzhypen scheinen also von der Oberfläche des Stängels zu stammen und sind beim Schneiden auf die Schnittfläche verschleppt worden.

So, das war es zum Frauenmantel, weiter geht es mit der Roten Spornblume - sicherheitshalber im Folgeposting. ;-)
« Letzte Änderung: Dezember 05, 2013, 09:40:32 Vormittag von Florian Stellmacher »
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Fahrenheit

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Re: Botanik: Aus dem Garten der Tante - Alchemilla vulgaris und Centranthus ruber
« Antwort #1 am: Juli 17, 2012, 10:46:56 Vormittag »
... so, nun zur Roten Spornblume (Centranthus ruber).

Die Rote Spornblume (Centranthus ruber) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Spornblumen (Centranthus) in der Unterfamilie der Baldriangewächse (Valerianoideae). Sie wird häufig als Zierpflanze kultiviert und verwildert gelegentlich (das kann ich bestätigen ... ;) ). Es gibt auch eine weiße ('Albus') und eine rötliche ('Coccineus') Zuchtform. Die Pflanze kommt rund um das Mittelmehr vor und steht bevorzugt in Fels- und Mauerspalten, sowie auf Felsschutt und an Wegränder.

Die Sprosse der ausdauernden krautigen Rote Spornblume haben eine schwach verholzte Basis und sind recht kahl. Sie erreichen Wuchshöhen von 30 bis 80 cm und sind blaugrün bereift. Die gegenständig angeordneten ganzrandigen Laubblätter sind eiförmig-lanzettlich und werden 3 bis 8 Zentimeter lang. Die oberen Blätter haben eine herzförmige Basis und sitzen am Spross. Die Grundblätter hingegen sind gestielt.

Die dunkel rosaroten Blüten stehen in dichten Trugdolden. Die Kronröhre wird 7 bis 10 Millimeter lang und hat fünf ungleiche Zipfel. Die Blüten tragen unten einen dünnen Sporn, der 5 bis 10 Millimeter lang wird. Er ist damit rund doppelt so lang wie der Fruchtknoten. Auffällig ist, dass jede Blüte nur ein Staubblatt besitzt. Aus dem Kelch entwickeln sich die fiederigen Borsten der Flugfrüchte, die mit dem Wind verbreitet werden. Die Blütezeit reicht dabei von April bis Oktober, Blüten und Früchte sind je nach Alter auch gemeinsam an einer Pflanze zu sehen.

Auch die Spornblumen sind Heilpflanzen. Genutzt wurde früher hauptsächlich die Wurzel (Centranthi radix) als Beruhigungsmittel. Ihr Gehalt an Valepotriaten (Iridoiden) ist nämlich höher als der des Arznei-Baldrians (Valeriana officinalis).

Bild 12: Pflanzen am Fundort

Hier steht sie in Gesellschaft mit verschiedenen anderen Pflanzen am Rande einer Garagenauffahrt.

Bild 13: Der Blütenstand


Bild 14: Blätter und Blüten

Wie gesagt: der Spross ist recht kahl ... ;-)

Bild 15: Eine reife Frucht

Sorry für die schlechte Qualität, es war windig. Das fiederige Schirmchen ist trotzdem gut zu erkennen.

Wieder kurz zur Präparation:

Der Spross wurde frisch auf dem Handzylindermikrotom mit Leica Einmalklingen im SHK-Klingenhalter geschnitten. Die Schnittdicke beträgt ca. 50 µm.
Anschließend wurden die Schnitte für etwa 20 Minuten in AFE fixiert.

Gefärbt habe ich diesmal in Anlehnung an Robin Wackes W3A Färbung - also ohne die Beimischung von Acriflavin in den letzten Färbegang mit Astrablau. Entsprechende Arbeitsblätter können im Downloadbereich der MKB-Webseite herunter geladen werden.

Und nun die Schnitte:

Bild 16: Ein Ausschnitt des Sprosses in der Übersicht, Vergrößerung 50x, Stapel aus 12 Bildern

Im Gegensatz zum Blütenstängel des Frauenmantels ist der Spross hohl.

Bild 17a/b: Etwas näher heran, Bild 17b mit Beschriftung. Vergrößerung 100x, Stapel aus je 6 Bildern


Die Beschriftung von außen nach innen (links nach rechts):
CU:   Cuticula
Ep:   Epidermis
RP:   Rindenparenchym, die äußere kleinzellige Schicht (C-RP) mit Chloroplasten (leider habe ich kein Bild vom ungefärbten Schnitt),
       die innere, großzellige Schicht (CL-RP) ohne Chloroplasten
Pl:    Phloem
Skl:  Sklerenchymring
Xl:   Xylem
T:    Trachee
PXl:  Primäres Xylem
MP:  Markparenchym

Bild 18: Ein einzelnes Leitbündel, Vergrößerung 200x, Stapel aus 5 Bildern

Gut zu erkennen sind die Tüpfelkanäle der sklerifizierten Zellen. Ein Cambium kann ich hier nicht erkennen, genau wie beim Blütenstängel des Frauenmantels.

Bild 19a/b: Ausschnitt des Rindenparenchyms mit Stoma, Bild 19b mit Beschriftung; Vergrößerung 400x, Stapel aus je 5 Bildern


Die Beschriftung wieder von außen nach innen (diesmal von rechts nach links):
Cu:  Cuticula
Ep:  Epidermis
St:   Stoma
NZ:   Nebenzelle
SLZ: Schließzelle
IZ:   Interzellularraum hinter dem Stoma
RP:   Wie in Bild 17b als C-RP (Assimilationsparenchym) und ohne als CL-RP
Pl:    Phloem
SZ:  Siebröhre
GZ:  Geleitzelle

Das war es für heute - es ist mal wieder lang geworden. Anregungen und Kritik sind wie immer willkommen.

Herzliche Grüße
Jörg
« Letzte Änderung: November 07, 2013, 21:14:31 Nachmittag von Fahrenheit »
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hajowemo

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  • Jochen Mooßen
Re: Botanik: Aus dem Garten der Tante - Alchemilla vulgaris und Centranthus ruber
« Antwort #2 am: Juli 17, 2012, 11:12:44 Vormittag »
Lieber Jörg,

wieder eine sehr schöne Arbeit von Dir.
Herzlichen Dank für diese Präsentation.
Meine Nachbarin (unsere Kräuterfrau) hat mich auch schon
gefragt wie die Farben in die Schnitte kommen. Sie hatte da so
ihre eigenen Vorstellung. Malen mit Pinsel und so.

Liebe Grüße
Jochen
Vorstellung
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Gerne per "Du"
Man sieht nur mit dem Herzen gut.
Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

Hans-Jürgen Koch

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Re: Botanik: Aus dem Garten der Tante - Alchemilla vulgaris und Centranthus ruber
« Antwort #3 am: Juli 18, 2012, 08:13:35 Vormittag »
Lieber Jörg,

ein super Beitrag. Der Querschnitt vom Blütenstängel mit den langen Haaren ist gelungen. Interessant die Ergebnisse der Färbungen.
Das Rot der W3A Färbung gefällt mir am besten.

Mit freundlichem Gruß

Hans-Jürgen
Die Natur ist die beste Lehrmeisterin.

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Fahrenheit

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Re: Botanik: Aus dem Garten der Tante - Alchemilla vulgaris und Centranthus ruber
« Antwort #4 am: Juli 18, 2012, 08:57:49 Vormittag »
Lieber Jochen, lieber Hans-Jürgen,

vielen Dank für Euer Lob!

Lieber Jochen,

das Anmalen stand bei meiner Tante auch ganz hoch im Kurs - zunächst dachte sie aber, die natürlichen Farben der Schnitte zu sehen und war etwas enttäuscht, als ich meine Chemie auf dem Tisch aufbaute.
Andererseits haben ihr die ungefärbten Schnitte mit dem Chlorophyll im Rindenparenchym auch sehr gut gefallen - eigentlich sogar besser als die gefärbten Schnitte. Besonders bei der Spornblume war die Anordnung der recht kleinen Chloroplasten an den Zellrändern sehr schön zu erkennen.
Die Präparation habe ich ja am Bodensee vorgenommen, dann die Schnitte in reinem Isopropanol zwei Tage aufbewahrt und anschließend hier zu hause eingedeckt und fotografiert. Am See hatte ich nur mein Exkursionsmikroskop (ein altes Leitz HM) dabei und keine Kamera, so dass ich hier leider keine Bilder der ungefärbten Schnitte zeigen kann.

Lieber Hans-Jürgen,

zunächst einmal Danke für Deinen Hinweis auf die falsche Leserichtung der Beschriftung von Bild 6b - ich habe sie oben korrigiert!
Die Schnitte lagen vor dem Eindecken ja zwei Tage in Isopropanol, dies führt zu einer leichten Differenzierung, die die Zellwände der lignifizierten (sklerifizierten) Zellen schön hervorhebt. Ich weiß allerdings nicht, ob der schwache Farbverlauf von Orange (innen) nach Rot (außen) ein rein physikalisches Phänomen ist, oder ob er tatsächlich unterschiedliche Lignifizierungsgrade der Zellwand zeigt, was ja passen würde, da diese äußeren Teile der Wand älter sind. Auffällig ist jedenfalls, dass in beiden Färbungen nur noch die Interzellularen und die Kontaktflächen der Zellwände in kräftigem Rot erscheinen. Auch die Tüpfel sind so sehr gut zu erkennen.
Ich habe hier übrigens noch Schnitte in Isopropanol liegen, deren Rottöne komplett ausgezogen sind - das hat allerdings gut zwei Monate gedauert. Ich werde sie mir bei Gelegenheit einmal ansehen. Auf alle Fälle scheint die Lagerung in Isopropanol eine sanfte Differenzierung zu ermöglichen, die sich - wenn man die Zeit zum Kontrollieren hat - auch sehr gut steuern lässt.

Euch beiden herzliche Grüße
Jörg
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rekuwi

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Re: Botanik: Aus dem Garten der Tante - Alchemilla vulgaris und Centranthus ruber
« Antwort #5 am: Juli 18, 2012, 11:50:23 Vormittag »
Lieber Jörg,

Deine Schnitte sind wie immer eine Augenweide. Einfach nur absolute Spitzenklasse, und das "unterwegs" und nicht im heimischen "Labor".

Und jetzt weiß ich endlich auch wie die rote Blume heißt die bei uns im Innenhof unserer Wohnanlage blüht: Rote Spornblume. Die kannte ich garnicht. Und auch der Frauenmantel ist im Hof zu bewundern. (Gottseidank habe es unsere "Gärtner" noch nicht fertiggebracht den Blumenreichtum den wir hier alle schätzen total zu eliminieren. Bei den Büschen haben sie durch völlig unsachgemäßes Beschneiden schon viel Schaden angerichtet.)

Herzlichen Dank fürs Zeigen, ich habe doppelt davon profitiert!

Liebe Grüße
Regi


Jan Kros

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Re: Botanik: Aus dem Garten der Tante - Alchemilla vulgaris und Centranthus ruber
« Antwort #6 am: Juli 18, 2012, 16:58:30 Nachmittag »
Lieber Jörg
Ich schliesse mich andere Schreibern an
Wunderschöne Arbeit
Herzlichen Gruss
Jan

Fahrenheit

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Re: Botanik: Aus dem Garten der Tante - Alchemilla vulgaris und Centranthus ruber
« Antwort #7 am: Juli 18, 2012, 18:12:25 Nachmittag »
Liebe Regi, lieber Jan,

auch Euch vielen Dank für Euer Lob!

Liebe Regi,

ich drücke die Daumen, dass Eure Gärtner nicht Amok laufen und die schönen Pflanzen stehen lassen.

Euch beiden herzliche Grüße
Jörg
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Rolf-Dieter Müller

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Re: Botanik: Aus dem Garten der Tante - Alchemilla vulgaris und Centranthus ruber
« Antwort #8 am: Juli 20, 2012, 10:15:23 Vormittag »
...
Wir waren zu Besuch bei meiner Tante, deren Haus von einem sehr schönen Garten umgeben ist, der durch gekonntes Verwildern einen eigenen Charme besitzt.
...

Lieber Jörg,

offensichtlich lohnt sich eine Durchsicht von verwandschaftliche Gärten immer.

Auch wenn ich mich wiederhole, aber alle Bilder die Du mit Vergrößerung 200x kennzeichnest, gefallen mir richtig gut. Besonders Bild 18 mit dem wunderbar ausdifferenzierten Leitbündel ist ein Genuss.

Viele Mikrogrüße
Rolf-Dieter

Klaus Herrmann

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Re: Botanik: Aus dem Garten der Tante - Alchemilla vulgaris und Centranthus ruber
« Antwort #9 am: Juli 20, 2012, 10:21:57 Vormittag »
Lieber Jörg,

wie man sieht: auch der Bodensee hat was!  :)

Wieder mal eine schöne Serie schön verpackt! Durch den Aufwand "normale" Bilder zu stacken bekommst du wunderbar scharfe Bilder, was dem Gesamteindruck gut tut!
Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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Fahrenheit

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Re: Botanik: Aus dem Garten der Tante - Alchemilla vulgaris und Centranthus ruber
« Antwort #10 am: Juli 20, 2012, 17:42:28 Nachmittag »
Lieber Rolf-Dieter, lieber Klaus,

auch Euch vielen Dank für Eure netten Worte!

Ja, der Bodensee ist immer eine Reise wert - nicht nur wegen der Kräutlein im Garten. Wir haben die Tage dort wieder sehr genossen.

Lieber Klaus, Du hast recht: das Stacken bringt eine schöne Schärfe in die Bilder, aber man muss aufpassen, nicht zu viel des Guten zu tun, denn durch die künstlich erhöhte Schärfentiefe werden auch Details zerstört. Es ist immer ein Kompromiss.

Lieber Rolf-Dieter,

zu dem 20x - Objektiv sag' ich nix mehr.  ;D

Euch beiden herzliche Grüße
Jörg
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Rawfoto

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Re: Botanik: Aus dem Garten der Tante - Alchemilla vulgaris und Centranthus ruber
« Antwort #11 am: Juli 21, 2012, 07:30:18 Vormittag »
Guten Morgen Joerg

So, jetzt vor den Fruehstueck, habe ich Zeit mich den Genuessen hinzugeben! Ich bin gerade das 3. Mal durch diesen Beitrag gegangen und vor allem der Verbleib im ISO fuer so "lange" Zeit ist fuer mich neu.

Angeregt von Anatol habe ich in der letzten Zeit einen Tropfen verduennte Salzsaere in die erste ISO Stufe gegeben. Unter Lupenkontrolle durchlaeft man in ca. 8 Minuten die unterschiedlichsten Phasen. Mit dem Stemi geht es natuerlich noch bequemer ...

Ich muss die Ergebnisse einmal mit Deiner Art des ISO-Bades vergleichen ...

Liebe Gruesse

Gerhard
Gerhard
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Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...

Fahrenheit

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Re: Botanik: Aus dem Garten der Tante - Alchemilla vulgaris und Centranthus ruber
« Antwort #12 am: Juli 21, 2012, 08:25:52 Vormittag »
Lieber Gerhard,

ja, die Salzsäure-Differenzierung kenne ich - einmal von Rolf-Dieter Müllers SAC-Färbung, bei der die Vorfärbung mit Safranin erfolgt und anschließend mit Salzsäure-Alkohol differenziert wird und als "Rettungsdifferenzierung" am Schluss eines Färbegangs mit etwas Salzsäure in Isopropanol - so wie von Dir beschrieben.
Ich muss mir die Auswirkung über die Zeit einmal anschauen - bisher habe ich den Trick nur angewandt, wenn ich überfärbtes Material vorliegen hatte.

Die Lagerung der fertig gefärbten Schnitte in Isopropanol ist aber eigentlich nur eine Notlösung: ich hatte kein Euparal dabei und da ich die Arbeiten am letzten Tag unseres Aufenthalts am See gemacht habe, wären die fertig eingedeckten Schnitte auch schwer zu transportieren gewesen. Da die Differenzierung - eigentlich das Auslösen des Acridinrots - sehr langsam erfolgt, kann man die fertig gefärbten Schnitte so noch etwas aufbewahren. Wichtig ist, wirklich reinen Isopropanol zu verwenden und vorher sehr sorgfältig zu entwässern.
Länger als zwei Tage würde ich bei nicht überfärbten Schnitten aber nicht empfehlen - es wird sonst zu viel Rot ausgezogen.  ;D

Herzliche Grüße
Jörg   
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A. Büschlen

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Re: Botanik: Aus dem Garten der Tante - Alchemilla vulgaris und Centranthus ruber
« Antwort #13 am: Juli 22, 2012, 14:34:07 Nachmittag »
Hallo Jörg

deine Doku zu Alchemilla vulgaris gefällt mir sehr! Die Gattung Alchemilla zeigt sich mit verschiedenen Arten als charakteristische Pflanzen unserer alpinen Flora.
Elias Landolt schreibt in: "Unsere Alpenflora" zu Alchemilla vulgaris: "Die Gruppe umfasst über 60 Kleinarten in den Alpen, von denen jede besondere Zeigerwerte hat".

Gruss Arnold Büschlen

Fahrenheit

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Re: Botanik: Aus dem Garten der Tante - Alchemilla vulgaris und Centranthus ruber
« Antwort #14 am: Juli 22, 2012, 22:00:50 Nachmittag »
Lieber Arnold,

schön, dass Dir die Doku gefällt und vielen Dank für Dein Lob!

Die Alchemilla-Arten machen es einem wirklich nicht leicht.  ;)
Schreibt Elias Landolt auch, welche Arten welche Habitatbeschaffenheit anzeigen? Ich nehme an, man findet einen Scan in der Biolib von Kurth Stüber?

Herzliche Grüße
Jörg
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