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Centropyxis

Begonnen von Ernst Hippe, August 06, 2012, 17:40:07 NACHMITTAGS

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Bernd Kaufmann

Zitat von: Ernst Hippe in August 07, 2012, 14:05:22 NACHMITTAGS
Liebe Angie, lieber Herr Schneider,
die Probe steht seit mindestens einem Jahr, war vergessen und daher leider nicht mehr zuzuordnen (Walchsee oder St.Ulrich?).

Lieber Ernst,

darüber musste ich sehr befriedigt und mit großer Sympathie schmunzeln, denn bisher dachte ich, dass nur ich nicht alle Proben ordentlich und verwechslungssicher aufbewahre.  ;)
Viele Grüße
Bernd ©¿©
www.aquamax.de
Lieber per Du.

Ernst Hippe

#16
Hier nun noch ein Bild, das die Variabilität dieser Centropyxis deutlich macht:

Gruß Ernst Hippe
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Bernd Kaufmann

Lieber Ernst,

die Variabilität zu zeigen, ist Dir ausgezeichnet gelungen. Hast Du die Objekte so zusammengestellt? Irgendwie sieht das nicht nach Zufall aus, sondern nach gekonnter Präparation. Noch eine Frage: Hast Du gestapelt, oder nicht?
Viele Grüße
Bernd ©¿©
www.aquamax.de
Lieber per Du.

Ernst Hippe

Lieber Bernd,
doch - reiner Zufall! In der Petrischale liegen sie so dicht, dass man öfter solche Gruppen findet. Das sieht man auch daran, dass (trotz Säuberung mit PhSh) die Grünalgen und Closterien überlappen. Gestapelt nur 3x mit CombineZP, nicht ganz ausreichend.
Gruß Ernst Hippe
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Ferry

Lieber Ernst und andere Tümpler,

Bin wieder zu Hause wo es nicht angenehm ist an Computer und Mikroskop zu arbeiten, hier ist es 34 Grad!!!

Die Variation Deiner Centropyxis ist sehr bemerkenswert, leider kann ich nicht viel hinzufügen. Selbst finde ich die Centropyxis-Arten schwierig zu bestimmen. Immer findet man Übergangsformen. Altere Autoren sprechen dann auch von Formen-komplexen. Ich finde immer Übergangen zwischen Centropyxis aculeata, C. discoides und C. spinosa.
Ich will auch eine Bemerkung machen auf diese Quote:

ZitatNach GROSPIETSCH (1958) und HARNISCH (1960) kann ich auch nur sagen: Centropyxis aculeata (EHRBG.).

Ich benütze diese Bücher niemals. Sie sind nur geeignet für eine erste Orientierung und für die Bestimmung der Gattungen, nicht für die Arten!!! Sie bieten nur eine scheinbare Sicherheit. In Holland gibt es ein altes Sprichwort das sagt, wenn ich es korrekt übersetze: wo der Lehrer in seine Weisheit zweifelt, dort entscheidet der Lehrling sich in seine Wahn.

Liebe Grüße,

Ferry

www.arcella.nl
www.natuurfotografie.info

Ernst Hippe

Lieber Ferry,
willkommen nach weiter Reise! Und vielen Dank für Deine Hinweise, besonders auch was diese ältere Literatur und die schöne Redensart betrifft. Ob es zuverlässige neuere Literatur über Schalenamöben gibt, weiß ich nicht. Aber wenigstens gibt es ein paar (leider wenige!) Spezialisten...
Ich könnte mir denken, daß Deine Reise nicht ganz ohne Mikro-Ergebnisse war - dürfen wir hoffen?
Gruß Ernst Hippe
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ruhop

Hallo, Ferry.

Da Du in Deinem Beitrag meine Literaturangaben zitiert und und einer "vernichtenden" Kritik unterzogen hast, möchte ich Dich bitten, Deine Kritik auch mit fundierten Argumenten zu untermauern. Natürlich ist diese Literatur alt und in der Wissenschaft gilt immer noch "Die Erkenntnisse von heute können die Irrtümer von morgen sein." Dennoch sollte eine Kritik an dieser Literatur auch wirklich Fakten nennen und nicht einfach apodiktisch in den Raum gestellt werden.

Desweiteren möchte ich Dich bitten, einen Eindruck, den ich von Deinem Beitrag habe, zu korrigieren: Der Hinweis, daß Du diese Bücher niemals benutzt und das  Sprichwort wirken auf mich ziemlich arrogant. Und das möchte ich Dir eigentlich nicht unterstellen.

Gruß aus dem Hintertaunus

Holger

Ferry

Lieber Holger,

Leider kann ich mich nicht schnell, ausführlich und völlig korrekt in Deine schöne Sprache ausdrücken! Und ich kann auch nicht alles korrekt verstehen. Was meinst du z.B. mit "unterstellen"? Entschuldigung dafür wenn ich eine arrogante Eindruck gebe. Ich wollte nur sagen dass wie mehr man von Amöben weißt, wie mehr man zweifelt an eine gute Bestimmung. Das ist nur meine Erfahrung. Das Sprichwort ist ein Zitat von Hoogenraad & De Groot, 1940, zwei Niederländische Amöbenforscher den ich viel verdanke. Sie haben völlig recht damit, ich denke dass z.b. Martin Schneider damit auch einverstanden kann. Damals habe ich Grospietsch viel benützt, ich war ein Anfänger, aber jetzt kann ich nichts damit. Auf Grund meiner Erfahrung kann ich nur sagen dass beide Bücher nicht geeignet sind für Art-Bestimmung. Das ist meine Meinung. Ich kann dafür viele Fakten nennen, aber bitte, nicht in Deine Sprache...  ;D.

Liebe Grüsse,

Ferry
www.arcella.nl
www.natuurfotografie.info

Ferry

Lieber Ernst,

Ich habe in das "Rainforest" in Peru, Amazonegebiet, einige Proben gesammelt, und es ist unglaublich wie ähnlich die Arten in diese Proben sind im Vergleich mit unsere Europäischer Arten. Aber meine besondere Entdeckung war Clathrella foreli, eine Art die damals von Penard (1903-1904) beschrieben geworden ist und den ich jetzt in Peru wieder gefunden habe. Ich habe ein Präparat angefertigt und will diese mit eine SEM-Mikroskop weiter untersuchen. Bin gespannt!

Liebe Grüße,

Ferry
www.arcella.nl
www.natuurfotografie.info

Ernst Hippe

Lieber Ferry,
gratuliere zu dem Fund der C.f.! Ich habe gleich mal auf Deiner Website nachgesehen und mich über die neuen Bilder gefreut.
Deiner Argumentation gegenüber Holger stimme ich zu - er hat da wohl etwas mißverstanden.
Gruß Ernst Hippe
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Bernhard Kaiser

Hallo Ferry,

welche Literatur würden Sie bitte für die Schalenamöben empfehlen?

Ich verwende den "Großpietsch" schon seit 40 Jahren, um mich zu orientieren ohne mich zu spezialisieren.
@ Jan, was empfiehlst Du?

Freundliche Grüße
Bernhard Kaiser

Ferry

Lieber Bernhard,

Zu orientieren ohne Dich zu spezialisieren... Meine Tip: Benütze "Grospietsch" bitte für die nächste 40 Jahre! Sehr gut! Leider gibt es momentan kein modernes Alles-in-ein-Buch für die Schalenamöben, vielleicht auch weil es keine homogene Gruppe ist.  >:( Seit Grospietsch sind viele neue Gattungen und Arten beschrieben worden und auch viele Arten abgeführt. Man findet das nur in einzelne Artikel die meistens nicht leicht zu bekommen sind. Glücklich stehen immer mehr, meistens altere, Artikel auf Internet.
Seit Mai 2011 versuche ich auf meine Website ein Überblick zu geben von alle Gattungen und Arten und wie möglich mit Tabellen. Ich arbeite Täglich daran und ich bin noch lange nicht fertig...

Liebe Grüße,

Ferry
www.arcella.nl
www.natuurfotografie.info

Ernst Hippe

#27
Hallo Interessenten,
wer Freude an alten Darstellungen hat, dem seien die wunderbaren Tafeln von Joseph Leidy aus dem 19.Jahrhundert empfohlen. Am schnellsten zu erreichen über Google mit "FWR template". Dort sind auf Tafel 31 und 32 auch viele Varianten von Centropyxis aculeata dargestellt. Leider ist mein Fund "Hut mit Krempe" nicht dabei.
Gruß Ernst Hippe
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Monsti

Lieber Ernst,

möglicherweise haben "die Alten" ihre Proben nicht ein Jahr stehen lassen ...  ;)

Missbildungen finde ich in meinen alten Proben sehr oft, auch bei Desmidiaceen. Es ist halt ein künstliches Milieu ...

Herzliche Grüße
Angie

Bernhard Kaiser

Danke Ferry, Herr Hippe!

Freundliche Grüße
Bernhard Kaiser