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MeMi - Fliegendetails

Begonnen von rheinweib, Oktober 26, 2012, 23:29:23 NACHMITTAGS

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rheinweib

Hallo zusammen,
auch wenn ihr schon vielleicht fast alle Körperregionen einer Stubenfliege
gesehen haben solltet........ich teste meine Beleuchtungstechnik.

Was haltet Ihr davon?



Fliegenmaul in allen haarigen Details - 5x Lomo-Objektiv+1,6x fest eingebauter MeMi-Optik



das ist wohl sowas wie der Rüssel - 7x Lomo-Objektiv+MeMi 1,6er
da treiben winzige Spitzlichter ihr Unwesen und irgendwie strahlt es etwas zuviel



7x Lomo usw.........nicht 100%tig gelungen, aber nicht so wild beleuchtet, wie der erste, gepostete Versuch


Gruss
Heike

beamish

Hallo Heike,

das sind sehr starke Bilder!
Davon abgesehen, daß ich sowas nie hinkriegen würde, erlaube ich mir aber eine Frage zum ersten Bild:
wie kommt es, daß die Schärfe von oben nach unten deutlich abnimmt? Oben sieht man sogar die Riefung der Borsten unten wird es dann "milchig".

Herzlich

Martin
Zeiss RA mit Trinotubus 0/100
No-Name China-Stereomikroskop mit Trinotubus
beide mit Canon EOS 500D

rheinweib

Hallo Martin,
hmmmm, ich sehs auch.....
vielleicht waren die Stackschritte nicht gleichmäßig genug - so ein Maßstab verzeiht offenbar keine Fehler.......
Ich sollte mir vielleich abgewöhnen, das aus dem Bauch raus zu machen, und statt dessen mal auf die
Skala des Feintriebs zu achten.....obwohl ich das vorzugsweise "aus dem Bauch raus" mache.
Oder einfach noch mehr üben..... :) (für mehr und genaueres Bauchgefühl)

Gruss
Heike

beamish

Hallo Heike,

als Laie nehme ich an, daß der Fliegenmund nicht parallel zur Objektivebene ausgerichtet war. (d.h. der obere Teil war näher dran als der untere).
Vielleicht macht das was aus. Immerhin sind die Bildteile, die weiter weg sind, ja am Anfang besonders unscharf und das Stackingprogramm könnte dann damit zu kämpfen haben.


Grüße

Martin
Zeiss RA mit Trinotubus 0/100
No-Name China-Stereomikroskop mit Trinotubus
beide mit Canon EOS 500D

rheinweib

#4
Hallo Martin,
ja, sowas vermute ich auch, auch das beste Stacking-Tool hat seine Grenzen.
Eigentlich hab ich ja durchgestackt von "unscharf bis unscharf".....denke mal, die Schritte waren nicht gleichmäßig genug.
Ich übe natürlich weiter, meine eigenen Ansprüche verlangen das schon :D, aber wenn man mal bedenkt,
was da eigentlich für ein Bildausschnitt abgebildet ist...... Makrofotografenträume werden wahr, und mehr bin ich ja nicht.....
nur ne Fotobesessene...... :D

Gruss
Heike

rheinweib

#5
Hallo Safari,
ins Maul leuchten......das krieg ich mit dem Jansjös aber nicht hin, unmöglich.
Mich nervt das auch, das im inneren des Mauls nix zu sehen ist, aber so, wie ichs jetzt habe, nicht machbar.
Ich hab, nur für Spass, eine Jansjö von oben ins Maul reinstrahlen lassen, bringt nix.

Beleuchtung durchs Objektiv  ??? Sowas gibts?

Gruss
Heike

rheinweib

Ähhhh...Metall Mikroskop  ???
Ja.....doch....ähem  ???

Herrje, nun nimmt meine Ahnungslosigkeit mal wieder richtig Form an  ;D

Brems!.....Stück für Stück, alles auf einmal geht nicht. Außerdem krieche ich ja nicht
jeden Tag einer Fliege ins Mäulchen....

Gruss
Heike

HDD

#7
Hallo Heike

Ich denke Safari hat vollkommen recht, wenn er schreibt:

es könnte ein Problem mit der Beleuchtung sein. Du hast jetzt vermutlich nur noch seitliches Streiflicht und mag es noch so weich sein. In die tieferen Teile (das Maul zu Beispiel) der Fliege kommt das Licht nicht rein. Der Abstand dürfte schon jetzt äußerst gering sein, da hilft vermutlich nur noch eine Auflichteinheit und Licht durchs Objektiv. Zitat Ende.

Wir sind hier so ziemlich an der Grenze dessen was im Auflicht noch machbar ist.

Man kann halt nicht in einem Gebirge in alle Felsspalten und Schluchten auf einmal reinleuchten.

Die Auflichteinrichtung an dem Mikroskop ist für unsere Zwecke aber absolut untauglich wie es Thomas in einem
anderen Beitrag schon ge- und beschrieben hat.

Herzliche Grüße in die Runde

Horst-Dieter

Rawfoto

Hallo Heike

In diesem Bereich ist die Ikea-Beleuchtung nicht wirklich geeignet, da bist Du jenseits deren Grenze und es ist beachtlich was Du da rausholst. Ich kann mich da nur wiederholen, absolutes Kompliment!

Da sind Lichtleiter und teildurchlaessige Spiegel gefragt, die Lichtleiter haengen an einer Kaltlichtleuchte oder am Blitzgeraet und es gibt unzaehliche Lichtauslaesse bei Lichtleitern (Minifraechenleuchten, Lichtboxen, Spots, Stufenlinser, ...) wie eben in der Studiofotografie ein paar Groessen darueber Standard ...

Die Firma Schott Fostec ist in diesem Bereich Marktfuehrer, aber selbst fuer eine preisguenstige, gebrauchte Einheit kostet mit Versand und Zoll noch immer min. 150.-- Euronen.. Du kommst mit einer nicht ueber die Runden und hast noch keine Lichtleiter dazu ...

Die These das die Auflichteinheit ungeeignet ist ist falsch, man muss sie nur umbauen ==> die Telan-Linsen muessen raus. Die haben in der Mikroskopie die Aufgabe die Tubuslaenge optisch gleich zu halten und die ca. 6cm Auszug zu kompensieren (Laengenangabe Olympus BH) ...

Durch den Umbau bekommst Du einfach eine Auszugsverlaengerung von 6cm und davon kann man in diesem Bereich nicht genug haben ...

Liebe, bewundernde Gruesse

Gerhard
Gerhard
http://www.naturfoto-zimmert.at

Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...

beamish

Hallo,

hat schon jemand versucht, einen Lichtleiter mit dicker Angelschnur zu improvisieren? Für Dekorateure gibts noch dickere.
Nylonschnur in schwarzen Schrumpfschlauch stecken und an Mini-LED-Taschenlampe (gibts grad bei Feinkost Albrecht) befestigen z.B.

Grüße

Martin
Zeiss RA mit Trinotubus 0/100
No-Name China-Stereomikroskop mit Trinotubus
beide mit Canon EOS 500D

Klaus Herrmann

Hallo Heike,,

ich schick dir mal den Hellfeldreflektor für diesen Auflichtkondensor. Der kommt da rein, wo der schwarze Kunststoffstopfen ist. Und dann kannst du von der Seite, wo die Lampenöffnung ist mal vorsichtig Licht zumischen. Das ist dann koaxial durch das Objektiv. Damit könntest du in dunkle Täler und Höhlen reinleuchten. Fein dosieren, damit die diffuse Schrägbeleuchtung nicht ihren Effekt verliert.

Vielleicht ist das ja die Lösung für dieses Spezialproblem?

Du bist ja experimentierfreudig! :)
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


Vorstellung: hier klicken

Lothar Gutjahr

Zum Lichtleiter- Home-Design

Das Geheimnis heißt "Crofon", wenn es die Firma heute noch gibt. Das sind Plexiglasfasern welche eine zusätzliche Lackschicht mit anderm Brechungsindex haben und das Licht sehr gut leiten. Damit habe ich in den 80.ern im Holografiebereich beleuchtet. Ich werde mich mal schlau machen und eventuelle Quellen hier posten. Wenn ich wieder arbeitsfähig bin, brauche ich die ja auch wieder.
Die Angelschnur wird zwar Licht leiten. Dürfte aber große Verluste haben und schon gar nicht im Bogen verlegt werden dürfen, weil wegen der fehlenden zweiten Schicht dann das Licht gerade aus weiter läuft. Auch dürfte das Nylon weit weniger transparent sein, als Plexiglaas.  Seinerzeit habe ich am Ende jeweils mit dem Feuerzeug angeschmolzen und auf eine kalte Glasplatte gedrückt (ergibt gute optische Eigenschaft). Nur schneiden reicht nicht. Auch kann man durch Anschmelzen eine konvexe Linse erhalten, welche das Licht streut.

Gruß Lothar

rheinweib

Tach zusammen,
jetzt geht aber ab......Lichtleiter ect. usw. du liiiebe Zeit......ich bin etwas
überfordert....

Zitat von: Klaus Herrmann in Oktober 27, 2012, 13:21:14 NACHMITTAGS
ich schick dir mal den Hellfeldreflektor für diesen Auflichtkondensor. Der kommt da rein, wo der schwarze Kunststoffstopfen ist.

Du bist ja experimentierfreudig! :)

Hallo Klaus,
also, wenn ich davor stehe, das "kurze Teil" rechts, mit dem Deckel drauf, oder? Nicht das links, was weit rausragt....hab die Info, das da (rechts) so ein Ding angesetzt werden kann, wenn man zeichnen möchte, so ein Projektionsteil....hmmm.

Experimentiefreudig? Aber immer! Sonst isses ja langewilig  ;D

Gruss
Heike

Klaus Herrmann

#13
Hallo Heike,

Zitathab die Info, das da (rechts) so ein Ding angesetzt werden kann, wenn man zeichnen möchte, so ein Projektionsteil....hmmm.

auf diese Infoquelle würde ich an deiner Stelle zukünftig verzichten! ;D

Da gehören die Reflektoren rein (Hellfeld, Dunkelfeld auch Fluoreszenz-Blöcke) aber nix zu projezieren. In den Reflektoren ist ein 45° halbdurchlässiger Spiegel drin.

Der längere Stutzen hat ein Gewinde für das Lampenhaus 15 W.

Auf dem ersten Bild Hellfeld-Reflektor (H PL) und Lampenhaus. Auf den beiden anderen einen Zeichentubus - dat ist schon was anders! ;)





Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


Vorstellung: hier klicken

Rawfoto

Hallo Heike,

und der Klaus zeigt auch einen Lichtleiter, der da unten so im Halbbogen in das Bild ragt ...

In der Netzwerktechnik setzt man auch Lichtleiter ein, die sind dünner und kostengünstiger, ich verwende aber lieber dickere (zwischen 4 und 10 mm Kerndurchmesser). Mit Geduld bekommt man die immer wieder auch günstig im Internet ...

Ich bin da auch keine Gefahr mehr, ich habe in der letzten Zeit in der USA so alles aufgekauft was man so halbwegs einsetzten kann :-)) Die letzten Lieferungen sind noch gar nicht da ...

Liebe Grüße

Gerhard
Gerhard
http://www.naturfoto-zimmert.at

Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...