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Honiguntersuchung

Begonnen von hajowemo, November 03, 2012, 12:54:42 NACHMITTAGS

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hajowemo

Hallo Forum,

in der pdf-Datei ist eine Untersuchung von Honig entstanden.
Der Honig hat nicht nur Arbeit gemacht, sondern auch gut geschmeckt.
Herzlichen Dank an Rolf Kretzschmar.

Ich bitte um eure Kommentare.

Liebe Grüße
Jochen





Vorstellung
Homepage www.mikroskopie-hobby.de
Gerne per "Du"
Man sieht nur mit dem Herzen gut.
Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

Herne

Hallo Jochen!
Das ist ein prima Beitrag mit Demonstration der praktischen Vorgehensweise.
So kann man das nach vollziehen und auch selbst einmal versuchen.  ;)
Die Schwierigkeit dürfte in der korrekten Bestimmung der Pollen liegen - Vor allem bei preiswerten Kaufhaus-Honigsorten habe ich schon oft exotische Pollen gefunden, die in der mir verfügbaren Literatur schwer aus zu machen sind.

mit freundlichem Gruß
Herbert
Die animalcula infusoria sind Blasen mit Neigungen.
G. Chr. Lichtenberg

Ralf

Hallo Jochen,

danke für die schöne und sorgfältig ausgearbeitete Doku. Ist für mich zur Vorbereitung des Mikroabends des NVW im Januar 2013 "Untersuchung von Pollen in Honig" sehr hilfeich.




koestlfr

Hallo Jochen!

Super Idee, tolle Doku

Liebe Grüße
Franz
Liebe Grüße
Franz

Klaus Herrmann

LieberJochen,

vorbildliche Dokumentation!

Ich habe eine Frage, die ich natürlich auch ergooglen könnte, aber du kannst sicher fundiert und spontan: was sind Honigtauelemente?
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


Vorstellung: hier klicken

hajowemo

#5
Lieber Klaus,

Ich habe alles was nicht nach Pollen aussah als Honigtauelemente angesehen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Honigtau

Vielleicht meldet sich ein Imker der das noch besser erklären kann.

Liebe Grüße
Jochen
Vorstellung
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Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

A. Büschlen

Hallo Jochen,
du hast eine sehr übersichtliche und verständliche Doku erstellt!

Zu den "Honigtauelementen"

Zum einen gibt es den Blütenhonig. Er besteht aus den Nektar der Blüten. Die Bienen saugen aus den ihnen zugänglichen Blüten. Diese Honigquelle ist recht sauber.

Zum anderen gibt es den Waldhonig. Läuse saugen sich mit dem Pflanzensaft vor allem an Weisstanne und Fichte so voll, dass sie durch das "betrillern" von Waldameisen diesen durch ihren Körper
abliessen lassen. Er ist zuckerhaltig und kleberig und wird von Ameisen und Bienen als Futter aufgenommen. Dieser Pflanzensaft fliesst auch über Tannnadeln und die Äste . Daran bleiben kleine organische Teile kleben die dann von den Bienen miteingetragen werden. 
Ich fand auch schon in Honigproben Kieselalgen die vermutlich von der Bienentränke stammten.

Ist Formol wirklich nötig? Die Proben werden ja sofort verarbeitet!

Gruss Arnold Büschlen
Schwerpunkt z.Z.:
- Laub- und Lebermoose.
- Ascomyceten als Bryoparasiten.

hajowemo

Hallo Arnold Büschlen,


danke für deine ausführliche Erklärung.
Ich habe Formol genommen weil ich ein Dauerpräparat, nur durch Abdecken mit einem Deckglas
(befestigen mit Tesafilm), erstellt habe.

Liebe Grüße
Jochen
Vorstellung
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Gerne per "Du"
Man sieht nur mit dem Herzen gut.
Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

Werner

Zum Honigtau

In Oberaudorf sind wir als Kinder auf eine Buche geklettert und haben die Blätter abgeleckt. Einer von uns hatte vorher entdeckt, daß irgendein unsichtbarer
Zauberer die Blätter mit Zuckerkristallen bestreut hatte...
Zu unserer Wohnung in Essen gehörte eine Terrasse, die von einer großen Linde überragt wurde. Im Sommer war sie unbenutzbar, ständig rieselte ein feiner Nebel herab,
alles war pappig und Buchseiten klebten zusammen. Da wußte ich schon von den Blattläusen aus Verursacher, sie waren leicht zu entdecken...

An Fichten oder Tannennadeln habe ich noch nie Blattläuse gesehen, auch nicht an den jungen Trieben (die man übrigens essen kann). Die klebrigen Hände kommen vom Harz.

Ich möchte deshalb bezweifeln, daß die Bienen dort ihren Waldhonig ernten, warscheinlicher fliegen sie Laubbäume an.

Gruß   -   Werner

reblaus

Hallo Werner -

da ich als Kind häufig meinem Großvater beim Honigschleudern geholfen habe überlebte der Ausdruck "Lachniden" noch in meinem Langzeitgedächtnis. Wikipedia gab auch sofort einen direkten Treffer:

http://de.wikipedia.org/wiki/Lachniden

Viele Grüße

Rolf

beamish

Zitat von: Werner in November 03, 2012, 22:20:05 NACHMITTAGS
An Fichten oder Tannennadeln habe ich noch nie Blattläuse gesehen

Hallo Werner,

schau mal hier:
http://www.aracneeditrice.it/pdf/9788854825086.pdf

Grüße

Martin
Zeiss RA mit Trinotubus 0/100
No-Name China-Stereomikroskop mit Trinotubus
beide mit Canon EOS 500D

Werner

...Interessant, jetzt weiß ich, daß es sie gibt,

Aber ich habe trotzdem noch keine an unseren Fichten gesehen. Ich habe (leider) eine über 100 Jahre alte, über 100 m lange und über 4 m hohe Fichtenhecke, die man nur von Hand im Nahkampf stutzen kann/muß. Auch im Sommer sind mir keine von den Läusen aufgefallen - oder Bienen, die dann ja dort sein müßten. Ansonsten wimmelt es bei uns nur so von Bienen & Co.
Kann es sein, daß unsere strengen Winter diese Art Läuse ausbremsen?

Viele Grüße   -   Werner