Dunkelfeldkondensor ohne "Dunkelfeld"

Begonnen von beamish, November 19, 2012, 22:21:11 NACHMITTAGS

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beamish

Hallo,

Weil das Thema grade im Schwung ist:

ich habe da auch noch einen alten Dunkelfeldkondensor (zum Stecken, 39.5 mm). Der hat aber selbiges nicht mehr. Da ist nur noch eine matte Fläche und die Schwärzung ist weg/abgeblättert. Die Reste habe ich mit dem Püster rausgeblasen. Der Dm. der mattierten Fläche ist 12.5-13 mm (ich komm mit der Schieblehre nicht ganz ran).
Soll ich da jetzt auch einfach mit einem Locheisen ein Stück schwarzen Fotokarton ausstanzen und da hinkleben, oder gibt es was Eleganteres? Wie kritisch ist es, ob das 12-12.5-13 mm sind?

Grüße

Martin
Zeiss RA mit Trinotubus 0/100
No-Name China-Stereomikroskop mit Trinotubus
beide mit Canon EOS 500D

olaf.med

Hallo Martin,

warum nicht einfach auf einem Drehteller (oder auf einer Drehbank) sauber lackieren. Das geht sehr schnell und gut.

Gruß, Olaf
Gerne per Du!

Vorstellung: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=4757.0

... und hier der Link zu meinen Beschreibungen historischer mineralogischer Apparaturen:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=34049.0

beamish

Hallo Olaf,

das hört sich nach Sauerei an, falls was daneben geht... ;-)
Was für einen Lack sollte ich da ggf. nehmen? Und nochmal die Frage nach dem Durchmesser des schwarzen Feldes: ist das µm-genau wichtig?

Herzlich

Martin
Zeiss RA mit Trinotubus 0/100
No-Name China-Stereomikroskop mit Trinotubus
beide mit Canon EOS 500D

Nomarski

Hallo Martin,

das Einfachste und Schnellste ist eine Scheibe von der schwarzen Schnellhefterfolie auszustanzen und auf die Glasfläche aufzukleben. Ein Tröpfchen UHU reicht zur Fixierung und die Scheibe kann auch zur Not wieder entfernt werden, um sie gegen eine Bessere auszutauschen.

VG
Bernd

Nomarski


beamish

Zitat von: Nomarski in November 19, 2012, 23:03:22 NACHMITTAGS
Dann eben nicht.

Hää? versteh ich nicht...

Deinen davor stehenden Tip dagegen schon!

Danke

Martin
Zeiss RA mit Trinotubus 0/100
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beide mit Canon EOS 500D

Nomarski

Kannst es auch etwas eleganter machen, indem du schwarzen Mattlack aufsprühst und mit einer Schablone den Overspray abschirmst. Aber das würde ich lieber vorher wo anders üben, bevor du an den Kondensor gehst.

VG
Bernd

olaf.med

Hallo Martin,

am rotierenden Objekt kann man mit einem feinen Pinsel sehr genau arbeiten. Wenn's mal nicht auf Anhieb gelingt - kein Problem, einfach wieder abwischen. Ich mache solchen Arbeiten oft mit schwarzer Abtönfarbe für Dispersionsfarben. Die trocknet wunderbar matt auf und ist anfänglich leicht wasserlöslich. Hier sollte aber ein dünnflüssiger Sprühlack auch gut gehen. Ich sprühe dann immer etwas  in ein kleines Gefäß und lackiere mit dem Pinsel.

Gruß, Olaf
Gerne per Du!

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beamish

Vielen Dank Olaf und Bernd!

Ich werds mit Drehteller und Pinsel probieren.

Grüße

Martin
Zeiss RA mit Trinotubus 0/100
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beide mit Canon EOS 500D

Nomarski

Hallo Martin,

vorher würde ich aber lieber mit den gestanzten Scheiben probieren, damit du mit dem Drehteller die Blenden nicht zu groß oder zu klein pinselst. ;)

Viele Grüße
Bernd

olaf.med

Hallo Bernd,

Zitatvorher würde ich aber lieber mit den gestanzten Scheiben probieren, damit du mit dem Drehteller die Blenden nicht zu groß oder zu klein pinselst.

Wozu ??? Bei diesem Kondensor ist doch der zu pinselnde Teil mattiert!

Gruß, Olaf
Gerne per Du!

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Nomarski

Hallo Olaf,

ZitatWozu  Bei diesem Kondensor ist doch der zu pinselnde Teil mattiert!

das konnte ich ja nicht wissen, weil ich den Kondensor eben doch nicht so genau kenne. Der Hinweis war eher allgemein bezogen. Außerdem kann eine Funktionskontrolle vorher nicht schaden, bevor man alles wieder runterkratzen muß, weil das Dunkelfeld dann doch zu dunkel ausgefallen ist. :D
Durch solche Experimente habe ich übrigens herausgefunden, daß aus einigen Kondensoren eben doch noch mehr rauszuholen ist als die Mikrofibel besagt.

Viele Grüße
Bernd