Autor Thema: stacken oder nicht stacken - das ist die Frage  (Gelesen 6624 mal)

Rawfoto

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Re: stacken oder nicht stacken - das ist die Frage
« Antwort #15 am: Januar 18, 2013, 07:27:31 Vormittag »
Guten Morgen

Der Einsatz von Schärfe ist für mich ein Gestaltungsmittel und wesentlich für die Bildwirkung verantwortlich. Aber genau die Möglichkeit bietet mir das Fokusstacking. Man kann im Nachhinein am großen Bildschirm entscheiden welche Einzelfotos für das Ergebnis herangezogen werden, eine vergleichbare Steuerbarkeit haben wir in der Regel bei Einzelbilder nicht.

Wenn ein Objekt fotografiert wird hängt die Räumlichkeit ja nicht alleine vom Schärfe/Unschärfeeinsatz ab, aus sicht der Bildwirkung gibt es da noch zwei weitere, gleichberechtigte Dinge ==> Schatten und Positionierung im Raum

Diese drei gemeinsam sind also für die Tiefenwirkung verantwortlich, auch in der Mikroskopfotografie ...

In der klassischen Fotografie kommen da noch zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten hinzu: Grössenunterschiede, Linienführung (z. B. der Bachlauf der S-förmig in die Tiefe geht), usw ...

Übrigens einer der Vorteile in der Lupenfotografie, dort sind die Beiden auch einsetzbar, natürlich nicht mit dem Bach .-)

Liebe Grüße

Gerhard
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Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...

alferillu

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Re: stacken oder nicht stacken - das ist die Frage
« Antwort #16 am: Januar 18, 2013, 10:16:44 Vormittag »
Hallo,

ich habe selbst keine Erfahrung mit dem Stacken. Schon des öfteren habe ich mir hier verschiedenste Ergebnisse angesehen und gedacht: "Irgendweie ist das nicht das, was ich will". Obwohl mich genau die Tiefe interessiert, also dreidimensionale Objekte.

Vielleicht liegt es daran, daß durchgestackte Fotos unnatürlich wirken, weil sie gleichmäßig scharf sind. Den Stapel irgendwo zu beenden und abrupt in die Unschärfe zu gehen macht es auch nicht viel besser.
Im Beitrag "weniger" von Herrn Plewka http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=15023.0 ist der natürliche (!) Schärfebereich gezielt eingesetzt. Das Ergebnis ist absolut "glaubhaft". Klasse!

Jetzt mal ganz blöde gefragt: Kann man das Stacken nicht so programmieren, daß die Schärfe der Einzelbilder des Stacks von vorne nach hinten jeweils ganz leicht gesoftet wird, um einen natürlichen Unschärfeverlauf zu erzeugen?
Oder sagen wir: Bild 001 10%soft  ->  Bild 020 0%soft  -> Bild 040 0%soft -> Bild 060 40%soft.

Schöne Grüße,
      Uwe Alfer

Rawfoto

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Re: stacken oder nicht stacken - das ist die Frage
« Antwort #17 am: Januar 18, 2013, 16:33:27 Nachmittag »
Hallo Lothar

Bitte was hat Vergrößerung mit der Objektiv-Brennweite zu tun?!?

Vergalopierst Du Dich da nicht ein klein wenig ...

Liebe Grüße aus dem winterlichen Wien

Gerhard
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Detlef Kramer

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Re: stacken oder nicht stacken - das ist die Frage
« Antwort #18 am: Januar 18, 2013, 17:19:08 Nachmittag »
Lieber Gerhard,

der Abbildungsmaßstab eines Mikroskopobjektivs (im Endlich-System) ist bei gegebener Tubuslänge umgekehrt proportional zu seiner Brennweite. Vielleicht hat Lothar das gemeint ;) ;)?

Herzliche Grüße
Detlef
Dr. Detlef Kramer, gerne per DU

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Rawfoto

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Re: stacken oder nicht stacken - das ist die Frage
« Antwort #19 am: Januar 18, 2013, 21:08:31 Nachmittag »
Hallo Lothar

Na dann steht ja jetzt - dank Detlev - wieder alles im rechten Licht. Da Du ja vorwiegend im Lupenbereich arbeitest wo die Tubenlaenge/Auszug variabel ist ...

Liebe Gruesse

Gerhard
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