Autor Thema: Kieselalge (Gyrosigma)  (Gelesen 2687 mal)

RainerTeubner

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Kieselalge (Gyrosigma)
« am: März 29, 2013, 18:10:42 Nachmittag »
Hallo,

 hier zeige ich ein Bild von einigen Kieselalgen.


Es handelt sich vermutlich um Gyrosogma, links oben im Bild  befindet sich eine Cymbella und rechts unte eine Pinnularia. Falls die Bestimmung fehlerhaft sein sollte, bitte ich um Korrektur.

Die Probe stammt aus dem Uferbewuchs des Mains bei Stromkilometer 68,9 (Seligenstadt), von Anfang Oktober 2012. Die Aufarbeitung der Probe erfolgte mit konzentrierter Schwefelsäure/Kaliumpermanganat. Eingebettet wurde in Naphrax.

(Jenaval, 100x/1,4, immergiert, Tubuslinse 1,25, Photoadaption 1,6 fach, Canon EOS 5D II, mit picolay aus 25 Aufnahmen gestackt, mit gimp ausgeschnitten, entsättigt und LAB geschärft, auf Forumsgröße verkleinert)

Viel Spaß beim Ansehen!

Rainer



Mikroskop: Carl Zeiss Jena Jenaval
Bildbearbeitung: Gimp und picolay
Kamera: Canon EOS 5D II

peter-h

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Re: Kieselalge (Gyrosigma)
« Antwort #1 am: März 29, 2013, 20:04:53 Nachmittag »
Hallo Rainer,

ein beeindruckendes Ergebnis ! Es sieht fast wie eine Grafik , eine Zeichnung  aus.
Fragen habe ich noch zur Aufbereitung. Wurde vorher mit HCl behandelt um mögliche Gipsbildung zu vermeiden, oder war das Wasser ohne Kalkgehalt?  Dann noch die nächste Frage, ob es mit der H2SO4 plus KMnO4 Bearbeitung (heiß ?, gekocht?) gereicht hat.  Wie war danach das Material beschaffen? Keine Tonteilchen? Gesiebt ?
Es gibt bei der Aufbereitung immer viele Möglichkeiten und danach Fragen.

Schöne Ostern und Grüße
Peter (H)

RainerTeubner

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Re: Kieselalge (Gyrosigma)
« Antwort #2 am: März 29, 2013, 20:33:37 Nachmittag »
Hallo Peter,

 vielen Dank für Deine positiven Bemerkungen.

Die Probe wurde vor der Behandlung mit Schwefelsäure/Kaliumpermanganat nicht mit HCl behandelt, das Mainwasser sollte eigentlich weich genug sein. Die Probe wurde zunächst durch Zentrifugieren angereichert, das Volumen betrug am Ende 10 Milliliter. Es wurden 2 mL konzentrierte Schwefelsäure langsam zugegeben, die Probe wurde sehr warm, bis knapp unter den Siedepunkt. Die anschließende Oxidation mit Kaliumpermanganat zog sich lange hin: 2 Tropfen der gesättigten Lösung zugetropft, warten bis zur Entfärbung (bei Raumtemperatur), dann wieder 2 Tropfen der gesättigten Lösung zugetropft, wieder warten bis zur Entfärbung, dann wieder 1 Tropfen der gesättigten Lösung zugetropft, wieder warten bis zur Entfärbung ..., nach 2 Tagen wurde der Überschuß an Kaliumpermanganat mit Oxalsäurelösung reduziert.

Die Tonteilchen sind in der Probe vom Oktober 2012 nicht häufig, so daß es ausreichend ist, diese per Bildbearbeitung (magnetische Schere von gimp) aus dem Präparat zu entfernen. Ganz anders sieht es in der Probe vom März 2013 aus (nach dem leichten Hochwasser), da ist reichlich Ton vorhanden. Ich habe zwar versucht, durch Spülen mit entionisiertem Wasser (aus dem Baumarkt) und Aufschlämmen mit anschließendem Zentrifugieren (Handzentrifuge) die Diatomeen anzureichern und die Tonteilchen abzureichern, ein richtig vorzeigbares Ergebnis ist mir noch nicht geglückt.

Ich hoffe, daß sich bei der nächsten Probennahme Anfang April der Ton wieder sedimentiert hat.

Viele Grüße und Frohe Ostern!

Rainer
Mikroskop: Carl Zeiss Jena Jenaval
Bildbearbeitung: Gimp und picolay
Kamera: Canon EOS 5D II

JoachimHLD

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Re: Kieselalge (Gyrosigma)
« Antwort #3 am: März 30, 2013, 21:49:34 Nachmittag »
Hallo Rainer,

ein sehr schönes Bild!

Viele Grüsse und Frohe Ostern
Joachim