Ortholux - Fotookular oder Periplan oder was ganz anderes?

Begonnen von rheinweib, Juli 03, 2013, 19:56:38 NACHMITTAGS

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rheinweib

#15
 ;D ;D, jaja, lieber Detlef, kleiner Verschreiber meinerseits.....
Es ist definitiv ein Ortholux  :D

Hallo Jon, naja, Fremdteile schon, aber sehr gut passende Fremdteile,
Ich kann ja morgen mal die "Innereien" und die Befestigung fotografieren,
wenn Du willst. Die anwesenden Edelbastler werden warscheinlich mal wieder
einen Salto rückwärts schlagen  ;D
Die ganze Pröbeltürmchenkonstruktion ist solide zusammengeschraubt und hält
bombenfest. Da wackelt nichts.

Gruss
Heike

JB

Hallo Heike,

OK, dann lass das lieber. Mit so einem nicht-kanonischen Aufbau als Grundlage kann ich ohnehin nicht weiterhelfen.

Trotzdem sollte gelten: Wenn Du ein Periplan in der richtigen Hoehe ueber dem Photoausgang anbringst, kannst Du sie wie ueblich als Photookular verwenden. Du solltest auf die Einhaltung der Tubuslaenge achten.

Ganz gewoehnliche Periplane reichen aus; die Exemplare mit rotem Punkt moegen etwas besser sein.

Beste Gruesse,

Jon

rheinweib

#17
Hallo Jon,
ich musste mir halt behelfen mit dem, was verfügbar war.
Aber wenn ich als Ergebniss ein scharfes, bis zum Rand hin perfekt ausgeleuchtetes,
randscharfes Bild mit einem der Periplane hab, zwar noch ohne Kondensor, Bino und Sucherbild
beide gleich scharf sind, dann kann ich doch fürs erste nicht soo viel falsch gemacht haben......

Ich arbeite mich ja grad erst in die Materie ein. Irgendwann mal den richtigen,
dazugehörigen Kameraanschluss verwenden zu können, das wäre natürlich das Non plus Ultra.
Aber momentan hab ich keine andere Anschlussmöglichkeit und mein Türmchen hat sich durchaus
schon bewährt. Es soll ja auch mehrere Wege geben, die nach Rom führen (hab ich mal irgendwo gehört)
Trotzdem Vielen Dank für Deine Hilfe.

Zitat von: JB in Juli 04, 2013, 01:12:55 VORMITTAG
Trotzdem sollte gelten: Wenn Du ein Periplan in der richtigen Hoehe ueber dem Photoausgang anbringst, kannst Du sie wie ueblich als Photookular verwenden.

und genau das mach ich, die richtige Höhe habe ich mir mühsam erpröbelt, aber ich hab sie offenbar gefunden.

Gruss
Heike

Edit: wenn ich doch mal dahinter käme, was es mit diesen Brillenträgerokularen auf sich hat....schon klar, die sind gemacht, wenn jemand durch eine Brille mikroskopiert, aber was ist denn dann mit so jemandem, wie mir? Ich
mikroskopiere problemlos ohne Brille, komme aber ohne meine Lesebrille im normalen Leben nicht besonders weit.....und das hab ich inzwischen schon oft beobachtet, die Leute haben eine Lesebrille auf, und wenn sie sich einem Bino nähern, schwupp, ist die Brille runter von der Nase.....  

JB

Hallo Heike,

Der Turm war so beeindruckend, dass ich dachte das waere schon so eine "Edelbastellei" :)  Die wollte ich Dich natuerlich nicht abbauen lassen.

Vielleicht fehlt Dir wirklich das Tubusrohr; das kannst Du ja morgen mal herausfinden.

Jon

rheinweib

#19
Guten Morgen Jon  :D (auch so ne Nachteule?)
ich versuche mal, das zu beschreiben, ist eigentlich ganz simpel.
Der Kamerateil des Trinos endet ja in einem großen, schwarzen Loch,
wo eine dünne Metallhülse drinsitzt, die mit 3 oder 4 Schräubchen festgemacht ist.
Durch einen teuflischen Zufall bin ich an ein Bauteil geraten, das aber ganz genau
da rein passt, auf den Bruchteil eines Millimeters, perfekter geht's schon nicht mehr.
Es ist/war ein normaler Leitz-Fototubus mit Okularhülse. Ich habe "nur" (was für eine Wandstärke!!)
den unteren Teil mit der Ringschwalbe abgesägt, übrig blieb eine etwa 8cm lange Röhre mit einer Hülse
für 23er Okulare. Die musste ich bis auf 1cm kappen, sonst hätte mein, bis dahin, verwendetes 8xKPL viel zu weit rausgestanden, das 50er Relais hätte ich so nicht anschließen können, ohne die Frontlinse zu crashen....Autschn...

Dieses Teil steckt jetzt fest in der Hülse im Ortho-Tubus, an der oben Hälfte hab ich, von meinem
Teleskopzubehör eine 2"Hülse mit T2-Gewinde geklaut, drei Gewinde in 120° M4 reingeschnitten und das ganze
an dem rausragenden Teil festschraubt. Kann man so prima zentrieren.
Darauf ist das Relais-Türmchen geschraubt, in der "Endstufe" ist das 50er an ein Cokin M49 (Filtergewinde des 50ers) geschraubt, der Cokinring hat ne schön große Fläche, die ist sehr gut zum festkleben geeignet, und dadrunter ist dann noch......das ist zu viel des guten.... ;D.....würde eh warscheinlich niemand verstehen.....

Ich sags mal so, ich bin keine Wissenschaftlerin oder sowas, sondern nur ne besessene Hobbyfotografin,
die keine Berührungsängste vor Eisensägen, Bohrmaschinen und Gewindeschneidern hat  ;D
Mein Hauptinteresse ist in erster Linie, möglichst so perfekte Bilder von den unsichtbaren Wundern zu machen, wie es geht, im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten, und wenn dann auch mal Teile verbaut werden müssen, bei denen sich bei den Edelbastlern die Fußnägel hochrollen.....tja....was soll ich sagen.....außer....ich kann Euern Schmerz fühlen, ehrlich, aber aus fast nichts was funktionierendes zu bauen, das ist auch sehr befriedigend.  :D

Gute Nacht zusammen, es ist Zeit zum einrollen

Heike
     

JüSchTü

#20
Liebe Heike,

ZitatEdit: wenn ich doch mal dahinter käme, was es mit diesen Brillenträgerokularen auf sich hat....schon klar, die sind gemacht, wenn jemand durch eine Brille mikroskopiert, aber was ist denn dann mit so jemandem, wie mir? Ich
mikroskopiere problemlos ohne Brille, komme aber ohne meine Lesebrille im normalen Leben nicht besonders weit..... und das hab ich inzwischen schon oft beobachtet, die Leute haben eine Lesebrille auf, und wenn sie sich einem Bino nähern, schwupp, ist die Brille runter von der Nase.....

ich versuch's mal:

Es dreht sich um den Abstand der Augenpupille bis zur Okularlinse, genannt Pupillenabstand. Bei Brillenträgerokularen ist dieser Abstand deutlich größer als bei normalen Okularen, weil ja die Brille dazwischen passen muß. Ich trage eine Brille und bin ja auch Amateurastronom und alle meine Okulare an den Ferngläsern und Teleskopen haben min. 20 mm, besser 25 mm Pupillenabstand. Für Normalsichtige ohne Brille reichen auch 10 mm. ABER: die Brille benötigt ein Fehlsichtiger nur, wenn die Fehlsichtigkeit auf einem Astigmatismus (nichtsphärische Hornhautverkrümmung) beruht. Dadurch werden die Lichtstrahlen nicht im Brennpunkt, sondern in einer Brennlinie abgebildet. Dieser Astigmatismus muss mit der Brille ausgeglichen werden (zylindrische Korrektur: Angabe durch Dioptrienzahl und Winkel der Korrekturachse). Hat man keinen Astigmatismus, kann man die Brille zum Gucken abnehmen und korrigiert einfach über die Scharfstellung. Das ist wohl bei Dir der Fall. So einfach :) Beobachtet man bei Brillenträgerokularen ohne Brille, muß man mit den Augen etwas von den Okularen wegrücken, um den vorgesehenen Pupillenabstand zu erreichen. Man "klebt" also nicht am Okular, sondern hat Luft dazwischen.

Es kommt aber noch was dazu. Je nach beobachtetem Objekt wirkt sich der Sehfehler unterschiedlich aus. Der Extremfall ist die Astronomie, bei der immer genügend Sterne im Blick sind. Lichtpunkte vor schwarzem Hintergrund sind ein extrem scharfes Kriterium. Wenn diese keine Lichtpunkte sind, sondern alle aufgrund des Astigmatismus "Schwänzchen" oder "Strahlen" haben, vorausgesetzt es liegt nicht an den schlechten Sichtbedingungen der Atmosphäre, stört das ganz gewaltig. Schaut man aber ein "normales" Bild an, wie z.B. mit dem Fernglas die Natur oder beim Mikroskopieren, wird der Fehler durch Pupillenbewegung und Gehirnkorrektur "wegoptimiert". Deshalb kann ich mit meinem Astigmatismus von 1,5 Dioptrien ohne Brille ziemlich problemlos Mikroskopieren, aber nicht nachts durch ein Teleskop gucken (können schon, sieht aber bescheiden aus :( )

Ich hoffe, es war einigermaßen verständlich.

Liebe Grüße, Jürgen

PS: Bei Ferngläsern und Teleskopokularen werden justierbare Augenmuscheln an die Okulare gebaut, die ein Brillenträger reindreht, ein Normalsichtiger aber rausdreht. Jeder legt sich dann an die Gummitülle an und hat den richtigen Pupillenabstand.

PPS: Bei Okularen für die Astronomie bietet inzwischen ein Hersteller sogar Korrekturlinsen gegen (für) Astigmatismus an (?!)
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"Die Zukunft rast auf einen zu. Man hat nur den einen winzigen Moment, wenn sie vorüberzieht, um sie in eine freundliche, erkennbare, angenehme Vergangenheit zu verwandeln."   (Ray Bradbury)
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rheinweib

Hallo Jürgen,
jeeeetzt hab ichs verstanden, Vielen Dank für die ausführliche Erklärung.
Dann habe ich offenbar keinen Astigmatismus, sondern bin nur altersblind  ;D.
Dankeschön fürs schlaumachen.

Gruss
Heike

JüSchTü

#22
Liebe Heike,

[OT on]

Zitat...sondern bin nur altersblind...

wie sagt der Schwabe doch:

Komm Du erschd mol in mei Aldr ;)

Bei mir hat sich das verbessert. Ich brauch die Brille nur noch zum Lesen (und Kochen), nicht mehr zum "in die Ferne sehen". Was bleibt ist der Astigmatismus und die unflexiblere Linse :(

ZitatDankeschön fürs schlaumachen

Gern geschehen. Liebe Grüße vom Neckar an den Rhein, Jürgen

PS: Seit wann liegt Kaiserslautern am Rhein ? Okee, ich wohn ja auch nicht unter der Brücke ;)

[OT off]
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rheinweib

 ;D  ;D, ich bin hier nur ein "Pälzer-Immi"

Bin in Bonn geboren und direkt am Rhein groß geworden
und lebe erst seit 12 Jahren hier in der Palz.

Gruss
Heike


Klaus Henkel

Zitat von: Rheinweib in Juli 04, 2013, 15:22:29 NACHMITTAGS
;D  ;D, ich bin hier nur ein "Pälzer-Immi"

... lebe erst seit 12 Jahren hier in der Palz.
Gruss
Heike

Zwölf Jahr, do bist scho infiz... agglimaddisch, des bringst nimme fort. Wann isch mol
widder uff Landstuhl bin, meld isch misch mol.
Warst scho uff de Betzebersch odder an de Gelderswoog?
Alsdann!
KH

rheinweib

#25
 ;D ;D ;D
sischer dat! Den Betze kann ich hier vom Balkon aus sehen, aber im Stadion
war ich noch nicht, und am Gelderswoog waren wir natürlich auch schon  ;D
Ich bin zwar mit sonem pälzer Buuchen verheiratet, aber pälzisch kann ich nich,
äwa rheinisch, dat kannisch juut....wennet sin muss, sojar dat schrecklische
Füührjebirchsplatt....

nen leeven Jruus
Heike  :D

achja, hab was vergessen, welches Okular passt eigentlich zu Leitz-Auflichtobjektiven?
Hab ja zwei davon, die wären für meine Hochstapelei evtl. interessant.

JB

Zitat von: Rheinweib in Juli 04, 2013, 17:15:40 NACHMITTAGS
achja, hab was vergessen, welches Okular passt eigentlich zu Leitz-Auflichtobjektiven?
Hab ja zwei davon, die wären für meine Hochstapelei evtl. interessant.

Welche genau?? Die Unendlich-Auflichtobjektive von Leitz benoetigen die passende Tubuslinse und ebenfalls Periplane.

Jon

Peter V.

Liebe Heike,

Du brauchst Dir normalerweise um Tubuslinsenm endlich, unendlich etc. keinerlei Gedanken zu machen: Die Revolver bringen immer die notwendige Linse automatisch mit: Die Auflichtilluminatoren(/Revolver) ihre Unendlich-Tubuslinse und die anderen Revolver ihre ...ja o.k., nennen wir sie auch "Endliche Tubuslinse".
Deine Periplane sind universell, die kannst Du immer bei Leitz-Objektiven belassen!!!! Auflichtobjektive für Auflichtilluminatoren/Revolver (also unendlich) erkennt man immer an dem "x" hinter der Maßstabsangabe, die endlichen Durchlichtobjektive habe dieses "x" hinter der Maßstabsanagbe nicht und sich überlicherweise nocht mit 170/... oder 160/..... beschriftet.
Die ganze Diskussion kam bei Dir nur deshlab auf, weil die normalerweise ghar nicht zum Wechsel vorgesehen ominöse endliche "Tubuslinse" in Deinem Revolver aus unerfindlichen Gründen fehlte.

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

rheinweib

#28
jetzt is mir entgültig
Peter, Du hast noch ne PN 

Jon, die beiden links und rechts



Gruss
Heike