Empfehlung für starken IR-Filter gesucht

Begonnen von derda, März 27, 2009, 14:41:26 NACHMITTAGS

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derda

Hallo Zusammen,

bei starker Kontrastierung reagiert meine Kamera immer noch zu stark auf IR-Strahlung. Selbst durch den Bandpass-Interferenzfilter UV/IR von Baader kommt noch zu viel IR hindurch.

Auf einigen Seiten findet man die Empfehlung für einen BG40-Filter, den ich selbst noch nicht ausprobiert habe.

Kann mir jemand deshalb einen hammerharten IR-Filter empfehlen?

VG

Erik

peter-h

Hallo Erik,

darf ich schüchtern anfragen was ein hammerharter IR-Filter ist  ???
Steile Kante bei  .... nm , oder sichere Blockung von .... nm bis .... nm ?
Oder ein Schottglas KG 3 / 3mm dick ?
Den Schottkatalog kann man im Netz abrufen. Oder bei :
http://www.reichmann-feinoptik.de/html/optische_filter.html

Hammerharte Infrarotgrüße
Peter

derda

Hallo Peter,

vielen Dank schon mal für deine Antwort.

Der Baaderfilter ist ja ein Bandpass für Wellenlängen von 420-680nm und sorgt bei allgemeinen Anwendungen für eine ausreichende Blockierung des IR-Spektrums. Er blockiert aber nicht 100%, denn wenn ich bspw. einen Ciliaten (riesiger weißer Hintergrund mit wenig Farbe) in der Kamerasoftware stark nachkontrastiere (Grauwertspreizung), dann sehe ich wieder die IR-Reste. Wenn ich dann noch zwei Blaufilter drauflege (die auch etwas in dem Bereich sperren), dann werden die IR-Reste weiter abgeschwächt...

Nun erhebt sich mir die Frage:

Taugt der Baaderfilter nichts oder haben die Interferenzfilter alle das gleiche Problem und ist es besser ein Schottglas BG39 oder 40 einzusetzen???

VG

Erik


peter-h

Hallo Erik,

ich habe selbst Baaderfilter gemessen und kann nur sagen dass sie wirklich sehr gut sind. Die Schottfilter BG 38, BG 39 , BG 40 , haben einen ganz anderen Verlauf.  Aber bitte schaue Dir selbst meine Messungen an.

http://www.sonnen-filter.de/ 

Weit unten auf der Seite sind die Filtergrafiken zu finden. Bitte aber nicht in mein 2. Hobby abschweifen, denn die Sonne ist z.Zt. sehr langweilig.  ;D

Schönes Wochenende und Grüße
Peter

derda

Hallo Peter,

ich bin mit meinen Untersuchungen nun schon ein großes Stück weitergekommen. Mir kam der Gedanke, die Kamera mit monochromatischem Licht zu testen und siehe da, bei 656nm tauchen diese Störungen schon leicht im Bild auf. Da kann der Baaderfilter also gar nicht helfen.

Wenn ich mir die Filterkurven auf den Reichmannseiten anschaue, sollte ich wirklich mal den BG39 oder 40 Filter testen.

Ist deine Kamera in diesem Bereich auch so problembehaftet?

VG

Erik

carypt

Um vielleicht auch schon Vorhandenes einfach zu verwenden , es gibt für Schweißbrillen Gläser , meist in Kombination Vorsatzglas und dahinter Schweißschutzglas . Die Schweißschutzgläser sind der Din-zahl nach auf der sonnen-filter.de - seite  analysiert , ok, danke .  ich bin aber eher an der klaren Ausführung eines Athermalglases interessiert , die man eher bei Gasflammen benützt .
Gibt es nicht auch athermale Vorsatzgläser ? und wenn , gibt es Info dazu ?  danke .

Bernhard Lebeda

Zitat von: paramecium in April 24, 2016, 21:58:27 NACHMITTAGS

Darf ich jedoch fragen, wie Sie zu der Annahme kommen, noch Reste von IR zu sehen und weshalb stören diese bei der Belichtung von Ciliaten?


Lieber Thilo

falls Du das den guten Erik fragst: der hatte das Problem vor 7 Jahren!!  Ich bin nicht mal sicher, ob er noch mitliest.

Viele Mikrogrüße

Bernhard
Ich bevorzuge das "DU"

Vorstellung

carypt

Wenn Ihr das so seht , kann man ja jeden Beitrag älter als 2 Tage direkt löschen , und die Forumsuche braucht auch keiner . Beiträge die nicht persönlich an Einen gerichtet sind , soll man auch nicht mitlesen , und Bücher interessieren ja überhaupt nicht mehr , zu alt , für wen wurden die überhaupt geschrieben ? Eure Erinnerungen aus der Vergangenheit könnt ihr vergessen , es ist nur Getrolle . Ihr Eintagsfliegen ! Trollt Euch ! Ihr .... !
Informationssammlung , für was soll das gut sein ? 

jochen53

Hallo,
aus einem alten Diaprojektor habe ich einen ca. 5 x 5 cm, ca. 6 mm dicken, leicht blaugrünlich gefärbten Wärmeschutzfilter ausgebaut. Könnte man so einen Filter evtl. in den Beleuchtungsstrahlengang einsetzen? Man liest auch immer wieder, daß sich Mikroskopiker Sorgen wegen evtl. schädlicher Wirkung der IR-Anteile bei Halogenlampen und LED's auf ihre Augen machen. Die Farbverschiebung läßt sich sicher digital korrigieren.
Gruß Jochen.

Peter V.

Hallo,

die IR-Filter aus Diaprojektoren sind problemlos für diese Zweck verwendbar. Die Gläser sind identisch mit denen, die in Mikroskopleuchten Verwnedung finden. Zumeist handelt es sich um Gläser von Schott (ich weiß gar nicht, ob es für diese speziellen Gläser noch einen weiteren Hersteller in Deutschland gab oder gibt). Es sind die sogenannten "KG" Gläser. Es gibt verschiedene KG-Gläser, die sich im Spektrum bzw. der Transmission leicht unterscheiden. Wenn Du Dir mal die Preise anschaust, siehst Du, dass es sich eher lohnt, einen Diaprojektor zu "schlachten" als solche Filter zu kaufen. Die Filter in Diaprojektoren sind besonders "dick" und sollten insofern besonders effektiv sein. Alle KG-Wärmeschutzgläser haben einen leicht grünlichen Ton.

http://www.edmundoptics.com/optics/optical-filters/bandpass-filters/schott-kg-heat-absorbing-glass/1934/



Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Oecoprotonucli

Zitat von: carypt in April 25, 2016, 01:56:22 VORMITTAG
Wenn Ihr das so seht , kann man ja jeden Beitrag älter als 2 Tage direkt löschen , und die Forumsuche braucht auch keiner . Beiträge die nicht persönlich an Einen gerichtet sind , soll man auch nicht mitlesen , und Bücher interessieren ja überhaupt nicht mehr , zu alt , für wen wurden die überhaupt geschrieben ? Eure Erinnerungen aus der Vergangenheit könnt ihr vergessen , es ist nur Getrolle . Ihr Eintagsfliegen ! Trollt Euch ! Ihr .... !
Informationssammlung , für was soll das gut sein ? 

Hallo Carypt,

das Problem ist nicht unbedingt, dass Du alte Threads ausgräbst - obwohl man sich auch das gut überlegen sollte. Sondern es geht hauptsächlich darum, wie Du schreibst: Das ist für Außenstehende (außerhalb Deiner Gedanken) oftmals völlig konfus und nicht nachvollziehbar. Wenn Du in Deinem Beitrag ein paar einleitende, erklärende Sätze geschrieben hättest, käme es weniger zu solchen Mißverständnissen. Dazu kommt noch, dass man Deine Sätze an sich schon oft kaum versteht. Schließlich hat damals jemand etwas gesucht, was inzwischen nicht mehr aktuell ist. Wenn Du dann etwas dazuschreibst, schreib' doch: "Der Faden ist schon älter, aber ich habe noch folgende ergänzende Ideen zur Lösung dieses Problems..." oder so ähnlich.

Ein Troll bist Du für mich nicht, aber machst einen recht verwirrten Eindruck auf mich - oder verwirrst jedenfalls Andere dadurch, dass Du Deine Gedankengänge einfach zusammenhangslos und ohne Einleitung und Erklärung spontan und in merkwürdiger Sprache raushaust. (Sorry für die persönliche Kritik - aber immerhin unterstelle ich Dir keinen bösen Willen.)

Besten Gruß

Sebastian
Ich benutze privat:
Leitz SM-Lux mit (LED-) Durchlicht und Phaco-Ausrüstung (ca. 1975-77)
Hensoldt Wetzlar Stereomikroskop DIAMAL (1950er Jahre)

carypt

Kein Problem , ja , vielleicht hast Du manchmal recht , mit der konfusen Sprache . Fällt mir dann auch auf , meine Sätze sind manchmal in der Reihenfolge etwas durchgeschüttelt .
Es liegt mir aber fern hier in irgendeiner Form zu trollen , ich mag ja ein bisschen deppert wirken , aber es ist keine Absicht .

ich habe hier eine Arbeitsschutzbrille mit klaren Gläsern (und eingeschmolzenen Metallpartikeln) und der Beschriftung A1 DIN H  . Das kann eine einfaches mechanisches Schutzglas sein, das auch thermisch belastbar ist , oder ist da mehr dahinter ? Nein !  ich hab mal meine Tv-Fernbedienung durch die Brille geleitet ,  :o , hat den Fernseher bedient ! , dann ist hier keine Ir-sperrung vorhanden . Ok , also Fehlanzeige .

http://www.dguv.de/medien/ifa/de/fac/strahl/pdf/uv_expositionen_gasbrenner.pdf gibt Informationen über die Expositionen beim Glasschmelzen am Gasbrenner und am Lokomotivheizloch , weitere Suche nach Schutzgläsern erbringt auch nichts Brauchbares . Schutzbrillen für Ir gibt es wohl nicht in farblos/klar , meist blau getönt .

Da ist das Diaprojektorschutzglas eine gute Lösung , dankeschön Peter V.

und tut mir leid , daß mir der Kragen geplatzt ist . gruß carypt

carypt

@paramecium  : aha . Von Kamera-umbauten für Ir habe ich schon gelesen , das steckt also dahinter . Der Interferenz-Uv/Ir-filter ist vermutlich nicht zur Sonnenbeobachtung geeignet , also nicht thermisch belastbar . Er sieht aber nach einem "hammerharten" Ir-filter aus , der von Erik W. erwähnte Bg40  aber auch . Aber gut , danke , und es war schon etwas unpassend von mir diesen thread zu kapern . Entschuldigung bitte .
gruß carypt

Peter V.

Hallo,

und da sind wir ja wieder bei meinem geliebten Filter- und Augenschutz-Thema  ;) ich suche ja immer noch den ultimativen Schutzfilter für die Anwendung am Mikroskop.

@Thilo: Meines Wissens werden von dem Mikroskopherstellern in den 100W-Lampenhäusern (zumindest bei älteren Mikroskopen) lediglich die grünlichen Schott KG-Filter verbaut. Wieso?

Ab wieviel nm beginnt denn der für die Augen schädliche IR-Bereich?

ich stelle mal die Frage, die ich schon öfter gestellt habe: Was wäre denn letztlich der optimale Schutz am Mikroskop?

Der hier vorgestellte Astronomik-Filter...



...oder der UR/IR-Cut-Filter von Baader



oder der UV&IR-Cut on KG3- Filter von Beloptik:



Ich persönlich tue mich etwas schwer mit der Interpretation der Kurven, zumal die Kurve der KG-Filter in meinem vorherigen Posting logarithmisch ist.

Ich weiß es immer noch nicht....

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

peter-h

Liebe Strahlenbesorgte,

es ist schon richtig und wichtig seine Augen vor schädlicher Strahlung zu schützen. Aber wenn man trotz aller Bemühungen weder von Ärzten, noch Berufsverbänden oder sogar der PTB in Braunschweig nur wenig bis keine Hilfestellung bekommt, so ist es entweder kein Thema, oder es lohnt nicht. Durch frühere sehr intensive Beschäftigung mit Sonnenbeobachtungen und Sonnenschutzfilter kann ich folgende Infos beitragen.

1. Schweißschutzfilter.


Man sieht, dass ab 800nm ein wesentlich geringerer Schutz, also eine weit höhere Strahlung für das Auge zugelassen wird.
Oberhalb von 1400nm gibt es keine Richtlinien!

2. CCD- , CMOS- , DSLR-Kameras sehen ohne IR-Schutzfilter noch bis 1040nm, aber nicht über 1100nm. Diese Versuche habe ich alle schon gemacht. Mein Zeiss Monochromator wird immer wieder kontrolliert und kalibriert !

3. Sehr strenges Schutzfilter


Mit dieser Kombination aus einem Schott KG3-Glas und einer aufgebrachten Interferenzschicht wird der bestmögliche Schutz erreicht. In der Grafik ist die Strahlungsverteilung einer Halogenleuchte (schwarzer Strahler @3200K) mit dem Transmissionsverlauf bis in den weiten IR-Bereich zu ersehen. Der größte Teil der Strahlung der Leuchte wird sicher vom Filter reflektiert, bzw. absorbiert.

Wer sich kein neues Filter zulegen möchte und schon eine Kiste mit Glasfilter hat, der findet vielleicht auch ein Baader UV/IR CUT und ein Schott KG3 3mm.  ;D



Viel Freude beim Studium der Farbfilter und Strahlenquellen.
Peter (H)