Autor Thema: Glühwendel einer Xenonlampe  (Gelesen 3476 mal)

Klaus Herrmann

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Glühwendel einer Xenonlampe
« am: September 20, 2013, 15:41:04 Nachmittag »
Hallo zusammen,

mein Hinweis auf den gefährlichen Druck in einer Xenonlampe hat ja zu z. T. kreativen Anmerkungen geführt und auch zur naheliegenden Frage von Harald (verzeih bitte die flapsige Antwort  ;)), warum ich denn solchen gefährlichen Unsinn mache.

Natürlich nicht um als Märtyrer der Mikroskopie berühmt zu werden, sondern um an die Wolfram-Wendel zu kommen, die man im Auflicht bei höherer Vergrößerung durchs Glas hindurch nicht scharf abbilden kann - wenn man nicht LD-Objektive verwendet.

Außer dem 2. Bild (das ist Dunkelfeld) alle DIC. Das erste mit dem 10er, die anderen mit dem 20er.
 






Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


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Ernst Hippe

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Re: Glühwendel einer Xenonlampe
« Antwort #1 am: September 20, 2013, 16:57:17 Nachmittag »
Lieber Klaus,
beeindruckende Aufnahmen!
Die erste sieht aus wie TOKYO BY NIGHT ...
Gruß Ernst Hippe
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the_playstation

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Re: Glühwendel einer Xenonlampe
« Antwort #2 am: September 20, 2013, 17:29:37 Nachmittag »
Hallo Klaus,

dann hatte Ich ja Recht wegen der Wendel. ;)
Vielen Dank fürs Zeigen.

Liebe Grüße Jorrit.
Die Realität wird bestimmt durch den Betrachter.

Klaus Herrmann

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Re: Glühwendel einer Xenonlampe
« Antwort #3 am: September 20, 2013, 17:42:26 Nachmittag »
Lieber Ernst,

Zitat
TOKYO BY NIGHT ...

ja aber viel kleiner! :D

Auf dem ersten Bild sieht man die Wendelform ganz gut, die aber für die DIC-Aufnahmen eher ungünstig ist. Der DIC-Effekt ist nur bei planen genau orthogonal ausgerichteten Proben gut.

Deshalb sind Mikroskopie-Flachkernwendel-Lampen besser geeignet!
Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


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Klaus Wagner

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Re: Glühwendel einer Xenonlampe
« Antwort #4 am: September 20, 2013, 18:50:09 Nachmittag »
Hallo Ernst

Die erste sieht aus wie TOKYO BY NIGHT ...

War wohl ein japanisches Fabrikat...

Grüße
Klaus

Klaus Herrmann

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Re: Glühwendel einer Xenonlampe
« Antwort #5 am: September 21, 2013, 13:28:39 Nachmittag »
Hallo zusammen,

ich möchte die Fotostrecke erweitern um Wolframkristalle, die sich auf dem Zuleitungsdraht abgeschieden haben durch die Transportreaktion, die in Halogenlampen immer im Betrieb stattfindet.

Interessant finde ich, dass sie sich entlang der Ziehrichtung des Drahts abscheiden, wie Perlen auf der Kette.

Das Kristallbäumchen auf dem ersten Bild müsste gestackt werden, den Aufwand hab ich mir aber gespart.

Zum 2. Bild eine kleine Anmerkung: ich wurde neulich gefragt, was man eigentlich mit Auflicht-DIC machen könne?  ;)


Das letzte Bild ist mit dem 100er gemacht (Dunkelfeld). Der rautenförmige Kristall hat 7 µ in seiner großen Diagonale.

 



Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


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Heiko

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Re: Glühwendel einer Xenonlampe
« Antwort #6 am: September 23, 2013, 21:48:46 Nachmittag »
Hallo Klaus,

auch wenn die folgenden beiden Aufnahmen einen „qualitativen Bruch“ verursachen, wähne ich sie in Deinem Beitrag doch an der richtigen Stelle.

Für sich genommen halte ich dieses „Objekt“ für bemerkenswert rätselhaft:



Ein nur etwas verschobener Blick auf das Original macht deutlich, dass ein Zuführungsdraht einer ordinären Glühlampe abgebildet ist:



Das gute Stück hat über Jahre seinen Dienst verrichtet, bevor die Wendel riss. Nach mutwilliger Zerstörung des Kolbens unter Einhaltung diverser Schutzmaßnahmen zeigte einer der beiden Zuleitungsdrähte diese Korrosionserscheinungen.

Was könnte da passiert sein?

Viele Grüße,
Heiko