Autor Thema: Trichine in Schweinefleisch  (Gelesen 9424 mal)

Klaus Herrmann

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Trichine in Schweinefleisch
« am: Dezember 08, 2013, 22:59:56 Nachmittag »
Hallo zusammen,

wie jedes Jahr hatten wir den Jahresabschlussabend der TMG (Tübinger Mikroskopische Gesellschaft) bei unserem Vorsitzenden Alfons Renz.
Diesmal war das Motto: Fleischbeschau-Mikroskope also "Trichinen-Mikroskope". Durch konsequente Anwendung des Gesetzes sind Trichinen bei uns heute praktisch "ausgestorben". Zumindest im für menschlichen Genuß vorgesehenen Fleisch wird praktisch keine Trichine mehr gefunden. Allerdings sind Füchse stark befallen, auch Ratten sollte man nicht essen. ;)

Meine Probe ist sicher 50 Jaher alt. Ein Celloidinblock mit Schweinefleisch, das reichlich Trichinen enthält. Eberhard Raap brachte die Schnitte zum Wohldenbergtreffen vor 2 oder 3 Jahren mit und hat sie ausgeteilt zum Eindecken.

Unterm originalen Trichinen-Mikroskop von Winkel sieht der Schnitt natürlich nicht so aus, ich hab eine Aufnahme im DIC gemacht (Objektiv 20x).
Die blaugraue Färbung kommt vom zusätzlichen Kompensator. Der Schnitt ist ungefärbt und sieht schmutzig gelb aus.

Im Originalbild ist die Querstreifung der Muskulatur schön zu sehen. Hier auf dem Bild in der 2. Muskelfaser von oben in der Mitte sieht man sie noch am Besten.

« Letzte Änderung: Dezember 08, 2013, 23:03:44 Nachmittag von Klaus Herrmann »
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 Klaus


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abbeköhl

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Re: Trichine in Schweinefleisch
« Antwort #1 am: Dezember 09, 2013, 10:47:08 Vormittag »
Guten Morgen Klaus,

Ist das eine Satelliten-Aufnahme, oder ist die wirklich mit dem Mikroskop gemacht worden, bist du dir da sicher Klaus ? ;D
Ich habe gar nicht gewusst das auf Schweinefleisch solche Wirbelstürme und Turbulenzen herrschen. ;D
Eine sehr interessante DIC Aufnahme, die Fadenwürmer(Trichinen)  aus dem Stamm der Nematoden sind sehr gut zu sehen.
Aber auch da gilt wieder, es gibt auch welche die uns von nutzen sein können, z.B: in der Botanik. ;)
Es gibt auch Fadenwürmer die in der Erde den Pflanzen "Gutes" tun, in dem sie Schädlinge bekämpfen.

Hier sind noch Link's zum Thema, für interessierte Mitleser....
Zoonosen bei heimischen Wildtieren - Wissensstand, Forschungsbedarf und Vorbeugemaßnahmen (PDF)
Trichinen – ein neues Thema (PDF)
Trichinellose – Erkennung, Behandlung und Verhütung (PDF)
Vielen Dank fürs zeigen.

Herzliche Grüsse aus der Schweiz, Reto B.
« Letzte Änderung: Dezember 09, 2013, 10:49:34 Vormittag von abbeköhl »

Klaus Herrmann

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Re: Trichine in Schweinefleisch
« Antwort #2 am: Dezember 09, 2013, 12:03:44 Nachmittag »
Hallo Reto,

ja du hast das richtig erkannt: das ist eine Hubble-Aufnahme des Spiralnebels Nema in der Tode-Galaxie ;D
Sehr beruhigend, was du da an Krankheitsbildern gefunden hast. Da hab ich doch irgendwie so ein Ziehen im Zwerchfell... ???

Das mit der strikten Anwendung des Gesetzes von 1937 (da wurde in den 1000 Jahren von 1933 bis 45 doch auch mal was Sinnvolles geschaffen!) habe ich so meine Zweifel, wenn ich die Bilder im Fernsehen im Kopf habe mit Tausenden Tieren, die pro Tag in einer Großschlachterei "verarbeitet" werden. Haben die dann ein "Maschinengewehr-Mikroskop"?
Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


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abbeköhl

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Re: Trichine in Schweinefleisch
« Antwort #3 am: Dezember 09, 2013, 12:47:29 Nachmittag »
Hallo Klaus,

Das Spiel mit der strikten Anwendung kennt man ja aus vielen Bereichen des alltäglichen Lebens. ;)

Zitat
Haben die dann ein "Maschinengewehr-Mikroskop"?
Keine Ahnung Klaus, aber mit meinem Mikroskop ginge das nicht,,, das ist nur mit einem 5er Revolver ausgerüstet. ;D Das kann man nicht auf Serie oder Vollautomatik schalten ;D Da wärst du mit deinem 7er Revolver schon speditiver, rationeller.... :D

Ich habe mich auch schon gefragt wie man auf die "Schnelle" Millionen von Tieren einen positiven Befund nachweisen kann. Ich denke da werden jedesmal Unmengen an Tieren "geopfert," da man auf der "sicheren Seite" sein will.

Herzliche Grüsse aus der Schweiz, Reto B.
« Letzte Änderung: Dezember 09, 2013, 12:52:43 Nachmittag von abbeköhl »

Klaus Herrmann

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Re: Trichine in Schweinefleisch
« Antwort #4 am: Dezember 09, 2013, 12:56:20 Nachmittag »
Zitat
Unmengen an Tieren "geopfert," da man auf der "sicheren Seite" sein will.

Die dann als Fleischabfall über China und nach Umettikettierung zurück in die Wurstfabrik in Groß-Hintertupfingen verschickt werden. Das gibt dann Delikatess-Servelat_extra fein aus kontrollierter biodynamischer Aufzucht! ;D

Wie sagte doch der Großbauer: die da hinten, das sind unsere. Nur die aus dem Mastbertrieb werden verkauft! ;)
Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


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abbeköhl

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Re: Trichine in Schweinefleisch
« Antwort #5 am: Dezember 09, 2013, 12:59:59 Nachmittag »
Hallo Klaus,

UUuuupps,,, ich habe es gedacht... und du hast es geschrieben :D

Herzliche Grüsse aus der Schweiz, Reto B.

liftboy

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Re: Trichine in Schweinefleisch
« Antwort #6 am: Dezember 09, 2013, 14:09:40 Nachmittag »
Und jetzt tu ich noch einen hinterher!
Das ist nicht "Hintertupfingen", sondern Versmold und Rheda-Wiedenbrück!
Die Namen bekommst Du per PN (ich will ja nicht in den Knast)

Grüße
Wolfgang

Bernhard Kaiser

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Re: Trichine in Schweinefleisch
« Antwort #7 am: Dezember 09, 2013, 15:17:07 Nachmittag »
Hallo Klaus,

Zitat
mit Tausenden Tieren, die pro Tag in einer Großschlachterei "verarbeitet" werden

weltweit Millionen. Eine traurige Schande für die Menschheit !!!

Freundliche Grüße
Bernhard Kaiser

Klaus Herrmann

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Re: Trichine in Schweinefleisch
« Antwort #8 am: Dezember 09, 2013, 16:25:53 Nachmittag »
Hallo zusammen,

zurück zum Präparat! Eberhard hat mir gerade ein Bild geschickt auf der die Färbung mit Anthracenblau gezeigt wird. Die hat den Vorteil, dass das Einbettmittel Celloidin nicht angefärbt wird und sie zeigt eine gewisse Metachromasie blau rot. Sehr schön ist hierbei die Kapsel zu sehen!
Wer die Vorschrift und weitere interessante Infos möchte kann mir schreiben mit emailadresse, dann schick ist per mail. Ist eine Word-Datei.


Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


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liftboy

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Re: Trichine in Schweinefleisch
« Antwort #9 am: Dezember 09, 2013, 16:43:28 Nachmittag »
Hallo Klaus,

Eberhard Raap hatte mir das Material auch schon angeboten, da wir im nächsten Jahr auf dem Dörnberg auch einmal solche Sachen schneiden wollen. (Eberhard hat das Material noch in Blöcken, so dass ich ein Sartorius-Mikrotom mitbringen werde).
Das wird bestimmt interessant.

Viele Grüße
Wolfgang

Klaus Schloter

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Re: Trichine in Schweinefleisch
« Antwort #10 am: Dezember 09, 2013, 21:21:10 Nachmittag »
Guten Abend Klaus,
zunächst Kompliment für das gute Bildmaterial.

Das Trichinenmikroskop ist mittlerweile im Fleichbeschau out.
Bei den o.E.Mengen der untersuchten Tiere wäre das nicht durchfürhbar. Heute wird in der Veterinärmedizin mit der "Verdauungsmethode",gepooltes Material ,aufbereitet und untersucht.Drüber hinaus  gibt es immunchmische Untersuchungsmethoden.

siehe hier:http://www.ufag-laboratorien.ch/pdf/trichinen.pdf

Glücklicherweise sind die Trichinenfunde beim Schwarzwild in der Eifel selten,aber ich überlege  ob ich ,bei einer Durchseuchungsrate von etwa 25%
beim Fuchs,nichtmal ein Paar Zwerchfelle von erlegten Füchsen zu Untersuchungszwecken sammele.

Gruß
Klaus

frfmfrfm

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Re: Trichine in Schweinefleisch
« Antwort #11 am: Dezember 11, 2013, 16:04:00 Nachmittag »
Very interesting topic Klaus.
Photos in bright field?
Regards, Francisco.

Klaus Herrmann

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Re: Trichine in Schweinefleisch
« Antwort #12 am: Dezember 11, 2013, 16:13:05 Nachmittag »
Muchas gracias Francisco,

the first is DIC:
Zitat
ich hab eine Aufnahme im DIC gemacht (Objektiv 20x).

the second picture is BF; it is colored with anthracene-blue.


un cordial saludo

Klaus
Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


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frfmfrfm

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Re: Trichine in Schweinefleisch
« Antwort #13 am: Dezember 11, 2013, 16:33:47 Nachmittag »
Thank you very much Klaus.
Sierra Norte de Sevilla, many products of pigs.
Regards, Francisco.

Klaus Herrmann

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Re: Trichine in Schweinefleisch
« Antwort #14 am: Dezember 11, 2013, 16:57:37 Nachmittag »
Hello Francisco,

Zitat
many products of pigs.

with trichines or without? ???
Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


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