Canon 1100d an Mikroskop

Begonnen von ..., Dezember 19, 2013, 17:25:17 NACHMITTAGS

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Klaus Herrmann

Hallo lieber Mario,

also du nimmst das Mikroskop und machst eine schöne Aufnahme davon, besonders interessant wäre der Tubus Mono, Bi, Tri? Steckdurchmesser der Okulare?
Danach bekommst du geschätzt 17 Antworten... ;)
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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hajowemo

Lieber Mario,
ich habe eine 1100d an ein Müller Biolab angeflanscht.
Welche Probleme hast du?
Liebe Grüße
Jochen

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Gerne per "Du"
Man sieht nur mit dem Herzen gut.
Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

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#3
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hajowemo

Lieber Mario,
Das Biolab hat ein Triokular und die Kamera ist ohne Objektiv mit einem 2,5x Fotookular.
Hier ein entsprechendes Bild (mit Blitzeinrichtung). Bei deinem Monookular hast du
Probleme mit dem Gewicht der Kamera. Das musst du mechanisch abfangen.
Liebe Grüße
Jochen

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#5
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abbeköhl

#6
Hallo Mario,

Ich habe dir was zum anschauen, vielleicht bringt es dich auf die richtige Spur. ;)

Film 1

Film 2

Nachtrag zu Film 2.
Das sollte man "in der Regel" nur machen, wenn die Okulare keine Restfehler der Objektive korrigieren müssen.
Ansonsten sollte man es "in der Regel" wie im Film 1 machen, und die Okulare zur Korrektur in die Optik mit einbeziehen. ;)

Herzliche Grüsse aus der Schweiz, Reto B.

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#7
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wilfried48

#8
Hallo Reto und Mario,

was manche Leute in youtube für Unfug verbreiten zeigen diese beiden Videoclips über die angeblich richtige Kamera Adaption.

In Film 1 verwendet er wenigstens noch das Originalokular (was immer das bei einem Chinamikroskop auch heisst) aber projiziert mit dem optiklosen Adapter direkt
auf den Chip was natürlich mit einem kleinen Bildfeld und einer falschen Fokussierung und einem verlorengehenden Objektivabgleich bezahlt wird.

In Film2 wird dem ganzen noch die Krone aufgesetzt. Ein Zeiss KF2 und im Film erkenne ich sogar ein Zeiss Planapochromat Objektiv 4x wird ohne kompensierendes
Okular benutzt und mit dem optiklosen Adapter wird direkt auf den chip projeziert in einer Bildebene die weit ausserhalb der Zwischenbildebene liegt.
Schlimmer gehts nimmer, da stimtt dann gar nichts mehr, weder CVD Kompensation, noch Bildausschnitt oder Objektivabgleich oder Plankorrektur.
Aber wie gesagt irgendein Bild gibt es immer. ;D

Also Mario, wenn du es richtig machen willst, dann nimm das 7x oder besser noch das K7x Originalokular von deinem Biolam und adaptiere mechanisch die Canon über ein Zenith Helios
58 mm Festobjektiv (kostet bei ebay ca. 30.- Euro). Falls du ein passendes mechanisches Zwischenstück brauchst schreib mir eine PN.

Und dass das Biolam eine DSLR auch am schrägen Momotubus tragen kann, zeigen wöchentlich die schönen Fotos von Heike.

viele Grüsse
Wilfried
vorzugsweise per Du

Hobbymikroskope:
Zeiss Axiophot,  AL/DL/Ph/DIC/Epi-Fl
Zeiss Axiovert 35, DL/Ph/DIC/Epi-Fl
Zeiss Universal Pol,  AL/DL
Zeiss Stemi 2000 C
Nikon Labo-/Optiphot mit CF ELWD Objektiven

Sammlung Zeiss Mikroskope
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=107.0

liftboy

Hallo Mario,

Du weisst doch: die Grobtriebknöpfe gegeneinander verdrehen, dann geht der Trieb schwerer und nichts rutscht mehr.
Im extremsten Fall stellst Du einfach eine passende Druckfeder unter den Tubushalter, das geht!

Viele Grüße
Wolfgang
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=785.msg3654#msg3654
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Mikroman

Hallo Wilfried,

im Fall 2 hast Du sicherlich vollumfänglich recht: es wird ein - allerdings suboptimales - Bild geben. Im ersten Fall bin ich mit Deiner Kritik nicht völlig einverstanden. In der Mikrofibel  ist das dort verwendete Adaptionsverfahren legitim, ja sogar von Hrn. Henkel favorisiert gegenüber dem Verfahren mit Kameraoptik. "Obwohl die optische Abstimmung mit Kameraobjektiv besonders einfach ist, empfiehlt sich dieser Weg im
allgemeinen nicht." S. 145. Auf einer halben Seite erläutert Hr. Henkel, warum sich dieses Vorgehen nicht empfiehlt.

Aus meiner eigenen praktischen Erfahrung spricht auch nichts gegenüber der Adaption mit Mikroskopokular und SLR-Body, vorausgesetzt, man achtet auf einige Spezialitäten. Setzt man ein Fotookular am Trinotubus ein, empfiehlt es sich wegen des Bildverschnitts, ein geringer (im Vergleich zu denen im Binotubus) vergrößerndes Okular zu verwenden. Sieht man am Bino scharf, sollte am Fotoausgang das Bild auch (parfokal) scharf sein. Ansonsten sollte der Adapter (ich nehme hier für gewöhnlich ein Balgengerät) dann so eingestellt sein, dass auch das Bild im Kamerasucher parallel scharf erscheint.

mfG
Peter
Zu sehr auf sich selbst zu beharren,
ist ein unvernünftiges Vergeuden der Weltsubstanz (Juarroz, 9. Vertikale Poesie,1)

abbeköhl

#11
Guten Tag Wilfried,

Welche Zwischenoptik(Reduktion/Vergrösserung für den T2 Adapter) Mario für seine Kamera-Adaption braucht weiss ich nicht. Ich kenne leider sein Sensorformat der Canon 1100d nicht, auch kenne ich das Sehfeld von seinem Mikroskop nicht. Den Aussen-Durchmesser seines Okulars kenne ich auch nicht.

Der Film sollte ihm wie ich geschrieben habe, eine Möglichkeit zur Adaption an ein Okular zeigen. Dass die Ausleuchtung des Kamerasensors mit dem Sehfeld des Mikroskops einigermassen übereinstimmt ohne Vignettierung etc. liegt in seinem Aufgabenbereich. Auch was denn Schwerpunkt seines Mikroskop's mit adaptierter Kamera anbelangt, über dass muss er sich selber Gedanken machen, ob dass geht oder nicht. Zumindest wird einem die Problematik nach dem Film bewusst, wenn man sieht wo die Kamera hängt.

Was du zu Film 2 schreibst, sehe ich nach meinem Wissensstand in etwa auch so. Darum hatte ich zu Film 2 einen Nachtrag geschrieben. Ich kann natürlich unmöglich so ins Detail gehen wie du, da mir doch noch einiges an Erfahrung fehlt im Vergleich zu euch.
Ich finde es natürlich gut, dass du oder ihr mit euren Erfahrungen noch mehr auf die Filme eingehen könnt, um einem noch mehr Tipps zu geben.  :)

Ihr könntet ihm doch jetzt auch Tipps geben, wie er an seinem Biolam das Sehfeld ausmessen oder bestimmen kann, damit er einen Bezugspunkt zu seinem Kamerasensor hat, damit er(oder jemand aus dem Forum) die Reduktion oder Vergrösserung der Zwischenoptik im T2 Adapter berechnen kann.  ;)

Herzliche Grüsse aus der Schweiz und einen schönen 4 Advent,,, Reto B.

Mikroman

Hallo Reto,

es gibt nur wenig T2-Adapter mit Zwischenoptik; die meisten kommen so um die 10-20 € durchaus ohne Zwischenoptik in den Verkauf. Bei Zwischenoptiken bin ich eher skeptisch: mehr Glas-Luft-Grenzflächen, daher mehr Verluste, ggf. mehr Reflexe, wenig korrigierte Optik etc. Nimmt man jetzt ein niedrig vergrößerndes Okular (im Vergleich zu den Okularen im Beobachtungstubus) kommt man meiner Einschätzung nach durchaus ohne Zwischenoptik aus.

Gruss

Peter
Zu sehr auf sich selbst zu beharren,
ist ein unvernünftiges Vergeuden der Weltsubstanz (Juarroz, 9. Vertikale Poesie,1)

abbeköhl

Guten Tag Peter,

Zitat von: dirNimmt man jetzt eine niedrig vergrößerndes Okular (im Vergleich zu den Okularen im Beobachtungstubus) kommt man meiner Einschätzung nach durchaus ohne Zwischenoptik aus.
Dass finde ich auch eine sehr interessante Möglichkeit, die kann gegenüber einer "billigen" Zwischenoptik eigentlich nur Vorteile haben, denke ich.  ;)
Nur was für ein Okular(Sehfeld) braucht es, damit eine gute Ausleuchtung(ohne "billige" Zwischenoptik) des Kamera-Sensors gegeben ist ?

Herzliche Grüsse aus der Schweiz und einen schönen 4 Advent,,, Reto B.

the_playstation

Hallo,
Ich glaube, von der exakten Berechnung hat Wilfried Recht.
Alle Optiken sind exakt dafür optimiert und berechnent. Daher dürfte dort kein Farbfehler, ... mehr vorhanden sein.

Beim Weglassen des Kamera-Objektives weicht man vom ideal berechneten optischen Weg ab.
Trotzdem kann der Vorteil (weniger Glas, ...) den nicht ganz optimal gerechneten optischen Weg ausgleichen.

Sowas kann eigentlich nur in der Praxis im Vergleich getestet werden. Z.B. bei einem Mikro-Treffen.
Ich bin auch noch am überlegen, welche Adaption Ich favorisiere.
Im Zweifelsfall testen, testen, testen. Z.B. mit provisorischem Papptubus, ... bevor man teures Equipment kauft oder baut.

Liebe Grüße und schönen 4ten Advent, Jorrit.
Die Realität wird bestimmt durch den Betrachter.