Der Mikrokosmos - was ich an ihm mag und was ich an ihm nicht mag

Begonnen von Florian Stellmacher, Dezember 23, 2013, 16:30:37 NACHMITTAGS

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Florian Stellmacher

Liebe Freunde und Kritiker des Mikrokosmos,

losgelöst von der Ankündigung des Mikroskopie-Journals lässt es sich gleich viel trefflicher über den Mikrokosmos diskutieren.

Ich habe diese Zeitschrift inzwischen wieder seit Jahren im Abonnement und hatte sie auch viele Jahre im Kindes- und Jugendalter abonniert. Der Mikrokosmos war in Zeiten ohne Internet, fern ab von der nächsten Mikroskopischen Vereinigung mein einziger Kontakt zu Gleichgesinnten. Gleich zweimal hatte ich das Glück, ein Buch in dem zeitweilig veranstalteten Preisausschreiben zu gewinnen - mit Widmung von Klaus Hausmann. Das verbindet, und das hat mich sicherlich auch emotional an das Blatt gebunden. Dass sich der Mikrokosmos auch bezüglich seines Formats, Layouts und Stils (okay, jetzt ist er bunt - krass!) treu geblieben ist, wärmt eher mein Herz, als dass es mich stören würde. Ich gehöre eben noch zur "Generation Stehli". Und hier werden Dinge gedruckt, für die es sonst wenig Platz im Blätterwald gibt. Eine Monografie zum Steidorff Mikrobenjäger? Wie wurde die Hydra im Laufe der Jahrhunderte verstanden? Wieso trudeln Baumsamen so drollig zu Boden? Wer außer dem Mikrokosmos druckt so etwas?

Allerdings habe ich es nicht so mit der Botanik, und so genau, wie dort Prozozoen vorgestellt werden, will ich es in der Regel gar nicht wissen. Aber die bringen natürlich auch nur das, was ihnen geliefert wird. Sehr gelitten habe ich in letzter Zeit bei den Artikeln über Pathologie, die dort erschienen sind. Dies hat ganz sicher vor dem Druck niemand gelesen, der sich halbwegs mit der Materie auskennt. Und so wanderte auch Falsches ins Heft - ganz so, wie es sonst ins Internet gerät. Schade!

Soweit erstmal als Diskussionsanregung.

Herzliche Grüße,
Florian
Vorwiegende Arbeitsmikroskope:
Zeiss Axioskop 2
Olympus BHS (DL, Pol, Multidiskussionseinrichtung)
Zeiss Axiophot (DIK und AL-Fluoreszenz)
Zeiss Axiovert (Fluoreszenz)
Wild M400 Fotomakroskop (DL, DF, AL, Pol)

treinisch

Hallo Florian,

mir fehlt es leider an allen Ressourcen um die angesprochenen pathologischen Fehler entdecken zu können.
Weder habe ich den Mikrokosmos, noch pathologisches Fachwissen, nicht mal in homöopathischer Dosis.

Aber ich bin sehr neugierig! Magst du nicht hinsichtlich der Fehler ein zwei interessante Beispiele etwas näher
ausführen? So als Hauch einer Andeutung ist das jetzt doch etwas unbefriedigend!

Viele Grüße

Timm

Gerne per Du!

Meine Vorstellung.

Florian Stellmacher

#2
Lieber Timm,

nur zwei Beispiele von etlichen sind im Heft 6, November 2003 auf Seite 336 zu finden:

Abb. 9 soll ein Basalzellkarzinom zeigen. Eingekreist sind wahrscheinlich (ich kann es so jedoch nicht sicher erkennen) Zellen eines malignen Melanoms, ganz sicher jedoch ist dies kein Basaliom.

Abb. 15 soll ein Melanom darstellen, zeigt jedoch ein verhornendes Plattenepithelkarzinom.

Und das geht offenbar doch über eine redaktionelle Fehlzuordnung der Legende hinaus, denn das Puzzle geht nicht auf.

Leider hat es der Autor nicht im Ansatz geschafft, überhaupt das Wesen einer malignen Zelle im Gegensatz zu einer benignen darzustellen - schade!

Herzliche Grüße,
Florian

Vorwiegende Arbeitsmikroskope:
Zeiss Axioskop 2
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RainerTeubner

Hallo Florian,

wenn der Artikel über Hautkrebs im Mikrokosmos fehlerhaft ist, sollte man der Redaktion ein korrigendum zukommen lassen, damit sicher gestellt ist, daß die Fehler in einer der nächsten Ausgaben berichtigt werden können. Nicht alle Mikroskosmos-Leser lesen in diesem Forum, es wäre schade, ginge die Information verloren.

Viele Weihnachtsgrüße!

Rainer
Mikroskop: Carl Zeiss Standard Universal
Bildbearbeitung: Gimp, Helicon focus und picolay
Kamera: Canon EOS 5D II

Bernd

Liebes Forum,

ich habe jetzt seit etwa 3 Jahren den MIKROKOSMOS abonniert. In dieser Zeit wurden dort Beiträge veröffentlicht, die mich sehr interessiert haben, die für mich neue Aspekte und Bereiche der Mikroskopie beschrieben haben und die mich nicht im Geringsten interessiert haben.
ABER: Der MIKROKOSMOS ist eine Zeitung von Amateuren für Amateure. Falls es ein Hobby-Mikroskopiker schafft, an der vordersten Front der Wissenschaft tätig zu sein, wird er seine Beiträge in einer renommierten Fachzeitschrift veröffentlichen. Aber mal ehrlich, wie viele Amateure arbeiten denn auf dem aktuellen Niveau der internationalen Forschung? Interessante Beobachtungen, und davon gibt es im Bereich der Mikroskopie viele, kann er aber im MIKROKOSMOS veröffentlichen, Fachzeitschriften werden solche Beiträge ablehnen!
Und wem das Niveau des MIKROKOSMOS nicht ausreichend erscheint, kann es ja problemlos verbessern. Er braucht bloß gute oder sehr gute Beiträge selbst schreiben. Die Anzahl Seiten pro Jahr ist auch im MIKROKOSMOS begrenzt. Die Herausgeber werden, wenn sie nur genügend Manuskripte zur Auswahl haben, die besseren veröffentlichen und die schlechteren ablehnen.
Ich habe aber den Eindruck, daß es den Herausgebern oftmals eher an Manuskripten mangelt als das sie nicht wissen, welches Manuskript sie drucken sollen.
Abschließend noch eine Bemerkung zum Thema peer-review: Ein Manuskript zu begutachten ist meist mit nicht unerheblichem Zeitaufwand verbunden, der nur indirekt vergütet wird. Man erfährt die neuesten Ergebnisse aus seinem Fachgebiet eher als andere. Einen Fachwissenschaftler als Gutachter für einen MIKROKOSMOS-Artikel zu gewinnen, halte ich persönlich eher für aussichtslos. Der hat anderes, besseres, wichtigeres zu tun.
Genug geschrieben, jetzt habe ich besseres zu tun. Das nächste MIKROKOSMOS-Manuskript muss fertig werden

Viele Grüße
Bernd

Peter V.

#5
Hallo Bernd,

ich möchte hier nun wirklich nicht den MK bashen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, welch immense Arbeit ein solches Heft macht, Herr Hausmann hat das ja auch schon einmal in Emden und in Rheda-Wiedenbrück ausgeführt.
Allerdings wundert mich dieser Satz:

ZitatEin Manuskript zu begutachten ist meist mit nicht unerheblichem Zeitaufwand verbunden, der nur indirekt vergütet wird. Man erfährt die neuesten Ergebnisse aus seinem Fachgebiet eher als andere. Einen Fachwissenschaftler als Gutachter für einen MIKROKOSMOS-Artikel zu gewinnen, halte ich persönlich eher für aussichtslos.

Das kann ich nicht ganz nachvollziehen. Sicherlich wird man nicht unbedingt hochkarätigste Koryphäen des jeweiligen Fachgebietes als "Gutachter" gewinnen können, aber grobe Schnitzer wie die von Florian angeführten Beipsiele ließen sich bereits dadurch ausmerzen, dass - nun, wie soll man es ausdrücken? - bereits "durchschnittlich Kundige" des Fachgebietes derartige Artikel gegenlesen lassen würde. Und da fänden sich - davon bin ich überzeugt - im Kreise der Mikroskopiker zu praktisch jedem Fachgebiet Leute, die bereit zu einer solchen kostenfreien Mitarbeit wären. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass jemand wie Florian sich nicht weigern würde, alle paar Wochen mal über ein histologisches Manuskript zu schauen, ob es wirklich grobe Fehler enthält.

Ich oute mich aber als Nichtabonnent, da einfach zu weite Teile eines jeweiligen Heftes schlicht nicht meine Interessenlage treffen. Damit will und kann ich nichts über die Qualität der Artikel sagen, die kann ich verständlicherweise auch nicht beurteilen, wenn ich mich in dem jeweiligen Fachgebiet nicht auskenne.  Wie schon einmal schrieb: Da ich nicht mit dem MK mikroskopisch "sozialisiert" wurde wie viele andere Mikroskopiker, für den er traditionell "einfach dazu gehört", betrachte ich ihn ohne jegliche Sentimentalität und musste immer wieder feststellen, dass mich oftmals weite Teile des Inhaltes nicht interessieren. Zu weite Teile, als dass ich ihn abonniert hätte.

Gerne hätte ich jedoch den Zugriff auf vereinzelte (auch ältere) Artikel gehabt, diese Möglichkeit bietet der MK nicht. Ohne Abonnement besteht meines Wissens kein einigrmnaßen praktikabler Zugang zu den MK-Artikeln.  
Attraktiv empfände ich die Möglichkeit - selbstverständlich kostenpflichtig - auch nur einzelne Inhalte oder zumindest das ganze Heft ohne Abonnement z.B. als PDF abzurufen. Ob sich das wirtschaftlich rechnet, vermag ich nicht zu beurteilen, allerdings hätte ich aber schon häufiger Einzelbeiträge aus dem MK (weil sie gerade zitiert oder diskutiert wurden) auch gegen Entgelt heruntergeladen. In den Zeiten von Paypal, Micropayment und Co. alles machbar. Für mein Empfinden wäre das ein Schritt in die richtige Richtung. So blieb beim MK bisher nur der Weg, Mkrofreunde um einen Scan zu bitten - ohne Entgelt für den Verlag.

Sicherlich wird es nachvollziehbare (wirtschaftliche) Gründe seitens des Verlages geben, warum nur ein Abonnementsberzug und kein Einzelerwerb, Download etc. möglich ist. Da möchte ich nicht klüger sein als die Damen und Herren im Verlag. Zeitgemäß ist das allerdings meines Erachtens nicht.

Generell kann man darüber diskutieren, welchen Sinn in Zeiten des Internets ein solches Magazin überhaupt hat. In der Vor-Internetära war es vermutlich die einizige Informationsquelle für Hobbymikroskopiker, die es mit ihrem Hobby deutlich "schwerer" hatten als heute. Woher sollten sie als Hobbyisten sonst Informationen über Färbungen, Chemikalien, Geräte, neue Techniken, etc. bekommen? Basteltips (wie baue ich mir einen Wärmeofen?), Kameraadaptionen etc. wurden im MK abgehandelt, diese Tipps waren vermutlich extrem wertvoll für die Hobbymikroskopiker und eben auch die einzige Möglichkeit, an derartige Informationen zu kommen. Das geht heute (beispielsweise über ein Forum wie dieses) erheblich effektiver, schneller und vor allem interaktiver. Notwendigkeit zu umfangreichen Eigenbauten und Provisorien bestehen kaum mehr, weil fast alle Gerätschaften via Ebay und Co. für ein "Appel und'n Ei" aus Laborauflösungen etc. zu beziehen sind. Oder nehmen wir mal das Beispiel einer LED-Adaption: Was hilft mir ein umfangreicher Artikel über eine LED-Adaption an ein Standard, wenn ich ein Orthoplan habe und mittels Forum wesentlich schneller eine praktikable Lösung finde? Dass all diese Themenbereiche heute nicht mehr en vogue sind und der Bezug des MK nicht mehr zwingend notwendig ist, um in der Welt der Hobbymikroskopie "auf dem Laufenden" zu sein, liegt natürlich nicht am MK selbst (oder ähnlichen Magazinen, wenn es sie gäbe), sondern einfach an der Zeit und konkret dem Internet mit seinen Foren und Ebay.

Herzliche Grüße
Peter



Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Bernd

Lieber Peter,

hier einige Anmerkungen:
1) Falls (!) Florian Histologie-Artikel begutachten möchte, braucht er sich - so vermute ich mal - nur bei Prof. Hausmann zu melden und sich als Gutachter anzubieten. Vielleicht wäre Prof. Hausmann erfreut.
2) Heute bieten fast alle wissenschaftlichen Zeitschriften die Option, einzelne Artikel als pdf-Datei online zu kaufen. Der Preis für einen (1) Artikel liegt für Zeitschriften aus dem Bereich Biowissenschaften in der Regel und unabhängig von der Seitenzahl zwischen 25 und 45$. Ich wage die Vermutung, das Elsevier im Fall des MIKROKOSMOS über diesen Vertriebsweg keine großen Einnahmen generieren würde und auch du bei solchen Preisen vielleicht lieber in die nächstgelegen (Uni)Bibliothek gingest.
Dazu noch eine weitere Anmerkung: Der MIKROKOSMOS ist - zumindest im Bereich Biowissenschaften - meines Wissens einzigartig, weil er dem Autor für einen gedruckten Artikel - sogar mit farbigen Abbildungen - ein Honorar bezahlt. Bei anderen Zeitschriften ist es nicht ungewöhnlich, das Autoren kein Honorar bekommen, nicht untypisch ist es, daß sie für jede gedruckte Seite eine bestimme Summe Geld bezahlen müssen. Möchte ein Autor seinen Artikel mit Farbabbildungen zieren, wird es nochmal richtig teuer. Also: Schreib einen (oder mehrere) Artikel für den MIKROKOSMOS und investiere dein Honorar in ein Abbo!
3) Vieles geht heute mit und über das Internet besser und schneller als über eine gedruckte Zeitschrift. ABER: Schau mal in das alte Forum, wieviele Beiträge sinnlos geworden sind, weil die Bilder nicht mehr wo auch immer abrufbar sind. Das gibt es bei einer Zeitschrift nicht - ein Heft des MIKROKOSMOS ist auch nach 10, 20, 50 oder mehr Jahren in Bibliotheken einsehbar!
4) Das eine Zeitschrift für alle Mikroskopiker auch etliches enthält und enthalten muß, was den einzelnen Mikroskopiker nicht interessiert, ist nicht zu vermeiden.

Viele Grüße
Bernd


Peter V.

#7
Lieber Bernd,

ich will Deinen Argumenten gar nicht widersprechen! Aber dennoch ein paar Dinge anmerken:

ad 2) Eine Zeitschrift für denn Hobbyisten kann man sicher nicht an einer wissenschaftlichen Fachpublikation messen. Ich habe ja selbst angeführt, dass das möglicherweise wirtschaftlich nicht sinnvoll ist, ich habe da auch mehr meine Wunschvorstellung formuliert.

ad 3) Da rennst Du offene Türen ein! Für meine Begriffe ein echtes Trauerspiel, denn dort verbrigt sich mehr wichtiges und aktuell auch verwertbares Wissen (insbeondere, was technische Beiträge betrifft) als in den Mikrokosmen. Ich habe schon oft überlegt, wie man dieses Wissen längerfristig sichern könnte, aber allzu viele Leute scheint das nicht zu interessieren.  :-\

ad 4) Ist mir klar! Ich schrieb ja auch, dass es an mir und nicht am MK liegt, dass viele Artikel meine Interessenlage nicht treffen.

Herzliche Grüße
Peter
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RainerTeubner

Hallo,

für alle, die den MIKROKOSMOS nicht in der Institutsbibliothek oder im Abbonement zur Verfügung haben, bietet sich - der Verlag stellt ja dankenswerterweise auf der Homepage ein maschinenlesbares Inhaltsverzeichnis im Tabellenkalkulationsformat zum download zur  Verfügung, das man nach Stichworten durchsuchen kann - subito als recht kostengünstige Quelle für einzelne MIKROKOSMOS-Artikel an.

http://www.subito-doc.de/index.php?

Die Lieferung der Artikel erfolgt schnell und zuverlässig im pdf-Format per e-mail (man kann sich die Artikel auch per Telefax schicken lassen), ein Artikel kommt für den Privatkunden auf 7 €. (incl. Urheberrechtsabgabe)

Viele Grüße

Rainer
Mikroskop: Carl Zeiss Standard Universal
Bildbearbeitung: Gimp, Helicon focus und picolay
Kamera: Canon EOS 5D II

Horst Wörmann

Hallo Rainer,

auf der MK-Homepage finde ich leider nur aktuelle Jahrgangs-Inhaltsverzeichnisse (was nicht an der Redaktion liegt).
Das Gesamt-Inhaltsverzeichnis 1907 bis 2012 kann man von der MKB-Seite unter "Downloads/Informationen"
laden.
Die Erweiterung bis Ende 2013 ist fertig und wird sicher bald verfügbar sein.

@Bernd: 100% Zustimmung in allen Punkten.

Viele Grüße
Horst

RainerTeubner

Hallo Horst,

das Gesamtinhaltsverzeichnis des Mikrokosmos findet sich - gut versteckt - hier:

http://www.elsevier.de/fachgebiete-produkte/produktbereiche/journals/mikrokosmos/ergaenzende-informationen/#c3495

Dort findet sich aus das Archiv mit einigen älteren Artikeln aus dem Mikrokosmos.

Viele Weihnachtsgrüße

Rainer
Mikroskop: Carl Zeiss Standard Universal
Bildbearbeitung: Gimp, Helicon focus und picolay
Kamera: Canon EOS 5D II

Ulf Titze

Zitat von: RainerTeubner in Dezember 23, 2013, 21:55:48 NACHMITTAGS
Hallo,

für alle, die den MIKROKOSMOS nicht in der Institutsbibliothek oder im Abbonement zur Verfügung haben, bietet sich - der Verlag stellt ja dankenswerterweise auf der Homepage ein maschinenlesbares Inhaltsverzeichnis im Tabellenkalkulationsformat zum download zur  Verfügung, das man nach Stichworten durchsuchen kann - subito als recht kostengünstige Quelle für einzelne MIKROKOSMOS-Artikel an.

http://www.subito-doc.de/index.php?

Die Lieferung der Artikel erfolgt schnell und zuverlässig im pdf-Format per e-mail (man kann sich die Artikel auch per Telefax schicken lassen), ein Artikel kommt für den Privatkunden auf 7 €. (incl. Urheberrechtsabgabe)

Viele Grüße

Rainer

Hallo Rainer,

sorry! Ich habe damit Schwierigkeiten! Wie bestelle ich denn die MK-Artikel via subito? Ich finde die bei mir nicht.

Grüße

Ulf
"Do not worry about your problems with mathematics, I assure you mine are far greater." (A. Einstein)

"Komm wir essen Opi!" - Satzzeichen können Leben retten!!!

RainerTeubner

Hallo Ulf,

um bei subito zu bestellen, muß man sich zuerst einmal anmelden, man bekommt eine Kundennummer.
Ferner benötigt man die bibliographischen Daten des gewünschten Artikels (Zeitschrift, Band, Jahrgang, Seite, Titel), daher auch mein Hinweis auf das Inhaltsverzeichnis des MIKROKOSMOS bei Elsevier.

Dann sucht man in der Maske bei subito nach der Zeitschrift und bekommt die Bibliotheken und ihren Bestand angezeigt, nicht jede Bibliothek hat den vollständigen MIKROKOSMOS im Bestand.

In der dann folgenden Maske trägt man die bibliographischen Daten des Artikels ein und sendet die Bestellung ab, nachdem man den Lieferbedingungen zugestimmt hat.

Einen Tag oder auch zwei Tage später ist normalerweise die e-mail mit dem gewünschten Artikel als pdf-Datei im Anhang im Postfach.

Viele Weihnachtsgrüße

Rainer
Mikroskop: Carl Zeiss Standard Universal
Bildbearbeitung: Gimp, Helicon focus und picolay
Kamera: Canon EOS 5D II

purkinje

#13
Hallo Florian und alle an einer Mikroskopie-Zeitschrift interessierten!

Naturgemäß ganz subjektiv jedoch sicherlich im Interesse vieler potentieller Leser wünsche ich mir von einer Zeitschrift für den Hobby-Mikroskopiker (und als solcher sehe ich mich auch, obwohl ich seit fast 20 Jahren auch beruflich mikroskopiere), wobei mir egal ist, welchen Namen diese trägt /tragen wird:

1) Gute, dem Standard der Zeit entsprechende Nutzbarkeit für den Abonnenten , sprich durchsuchbare pdfs der Zeitschrift, stets aktuelle Inhaltsverzeichnisse, Kurzzusammenfassungen der Artikel, Schlüsselwortverzeichnisse

2) Sorgsam redaktionelle Betreuung dazu gehört m.E. bei Originalarbeiten und Übersichtsarbeiten auch peer-reviewing, da der /die Herausgeber sicherlich nicht in jedem Bereich der Mikroskopie beschlagen sein können, dient dies auch zur Vermeidung von groben Schnitzern, bei Kurzmitteilungen oder andersartigen Artikeln muss dies natürlich nicht sein.

3) Inhaltlich müssen Artikel die die Nutzung mikroskopischer Verfahren in bestimmten Berufs-/Wissenschaftssparten darstellen, diese allgemeinverständlich, aber auch auf der Höhe der Zeit darstellen.

4) Allzu spezialisierte Originalartikel sollten sparsam zu Gunsten von mehr "Gewusst-wie-Artikeln" erscheinen.
Diese "Gewusst-wie-Artikel" können ein breites Feld von Probengewinnung /aufbereitung, Probenverarbeitung /histologischen Verfahren, Mikroskopwartung /-modifikationen etc abdecken.
Ebenso finde ich Artikel zu historischen Aspekten der Mikroskopie im weitesten Sinn interessant.
Originalartikel sollten sich möglichst auch und  Übersichtartikel müssen sich primär an den interessierten Laien richten!
Strikt zu vermeiden sind bloß gekürzte oder lediglich übersetzte, bereits womöglich mehrfach andernorts erschienenene Spezialartikel, welche nur einen sehr kleinen speziellen Leserkreis ansprechen werden.

5) die Schriftleitung sollte sich aufgeschlossen gegenüber technischen Neuerungen wie auch ihrer originären Leserschaft präsentieren und mit dieser auch in Dialog treten können, hierzu gehört ggf auch die Nutzung dieses Forums, welches ja immer noch das meistfrequentierteste  deutschsprachige zum Thema Mikroskopie sein dürfte.

Eventuell überwinden ja die künftige Herausgeber/innen die althergebrachte Berührungsängste - auch wenn mir schwant, dass es zwischen einer Herausgeberschaft einer Zeitschrift für Mikroskopie und diesem Forum wohl anscheinend beinahe schon tradierte Befindlichkeitsstörungen gibt  ;) Schade eigentlich....der ein oder andere Abonnent, Autor oder Reviewer könnte dadurch bereits nachhaltig verkrätzt worden sein....

Ich wünsche uns dann mal ein für unser Hobby ergiebiges gedrucktes, gepostetes und oft in Natur und am Mikroskop verbrachtes , denn im Kleingezänk vertanes,
gutes Jahr 2014