Autor Thema: Botanik: Am Wegesrand … Wegwarte *  (Gelesen 4057 mal)

Heiko

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Botanik: Am Wegesrand … Wegwarte *
« am: Juli 21, 2014, 22:25:59 Nachmittag »
… und leider wieder einmal vielmehr schlecht als recht – Cichorium intybus (Wegwarte), Zungenblüte mit Drüsenhaaren:





Der reiche Drüsenbesatz hat mich überrascht – deshalb möchte ich´s zeigen …

Viele Grüße,
Heiko
« Letzte Änderung: Oktober 21, 2014, 21:23:26 Nachmittag von Fahrenheit »

Klaus Herrmann

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Re: Am Wegesrand …
« Antwort #1 am: Juli 22, 2014, 11:23:40 Vormittag »
Lieber Heiko,

da sieht man mal was es bringt nicht nur rum zu schauen, was an den Wegen wächst, sondern neugierig zu sein wie du! Finde ich spannend, was du da entdeckt hast!. Die Wegwarte hat ihren Namen zu Recht: man findet sie wirklich fast immer an Wegrändern und ich habe mich schon oft gefragt, warum das eigentlich so ist. Wenn du erlaubst füge ich 2 Bilder an, die ich neulich in unserem Landschaftsschutzgebiet gemacht habe.
Und noch ein Hinweis auf Innulin, das ich glaube ich letztes Jahr auch gezeigt habe - haben wir da nicht auch ping-pong gespielt?



Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


Vorstellung: hier klicken

Klaus Henkel

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Re: Am Wegesrand …
« Antwort #2 am: Juli 22, 2014, 15:06:05 Nachmittag »
Lieber Heiko,
da sieht man mal was es bringt nicht nur rum zu schauen, was an den Wegen wächst, sondern neugierig zu sein wie du!

Lieber Albklaus!

Ein gewisser Sherlock H. hatte dazu eine fundierte Meinung, die er seinem Partner Dr. Watson bereitwillig mitteilt. (Siehe gelinkte Seite, zweites Bonmot von oben).

http://www.klaus-henkel.de/bonarchiv.html

Es ist also eine Charakterfrage: Die einen haben den Fernblick aufs Große Ganze, die anderen den Nahblick aufs interessante Detail. Dat liecht an die Gehne  -  woll!

Aus gegebenem Anlaß möchte alle verständigen Mikroskopiker und besonders die botanischen Mikroskopiker auf das siebte Zitat (Otto Roeschke) hinweisen.

Der Klaus aus der Oberbairisch-schwäbischen Hochebene.

KH

Heiko

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Re: Am Wegesrand …
« Antwort #3 am: Juli 22, 2014, 23:56:59 Nachmittag »
Lieber Klaus, lieber Herr Henkel,

bedanke mich herzlich für die Würdigung der Zichorie per Bild und Text.


Wo Wissen fehlt, ist Neugier angebracht – apropos: des blaue Blütenfarbstoff zerfällt (?) recht schnell, wenn die Blüte etwas liegt. Für die Kornblume wird ja ein Fe/Mg/Ca-Cyanidin-Komplex angegeben – und hier? Weiß jemand Genaueres?  ;D  ;D   

Bei dieser fast entfärbten Zungenblüte sind immerhin die flächenständigen Drüsenhaare ganz gut erkennbar:




Die scheinbare Affinität der Wegwarte zu den Rändern derselben erklärt sich vermutlich aus einer etwas größeren Toleranz der Art gegenüber Trittbelastung und/oder Bodenverdichtung. Die Mitbewerber „schleichen sich“ und Wegwarte behauptet das Terrain.


Viele Grüße,
Heiko