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Zinn(II)-chlorid

Begonnen von Heiko, Januar 15, 2016, 16:34:05 NACHMITTAGS

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Heiko

... eben nicht, lieber Olaf, darauf hatte Ole ja auch spekuliert.

Oder die Anisotropie ist zum Übersehen gering, dass auch keine Zwillingseffekte an diesen Kristallen auffielen, denn da werden Helligkeitsnuancen direkt benachbarter Flächen ja sehr deutlich.
Es gab Aufhellungen im Präparat an feder- oder skelettartigen Aggregaten, die ich nicht in diesem Sinne deutete.
Also scheint eine erneute Observierung angebracht, wird aber erst nächstes Wochenende, bitte um Geduld.

Viele Grüße,
Heiko

Heiko

Hallo Ole, lieber Olaf,

entschuldigt bitte die beträchtliche Verspätung ...
Tatsächlich, Cäsiumhexachlorostannat(IV) ist anisotrop. Der Effekt ist gering, mit dem 40er nur mühsam abzubilden, sodass der Kontrast per Bildbearbeitung ordentlich anzuheben war:



Danke für Euere forensische Beharrlichkeit.

Viele Grüße,
Heiko

Heiko



Liebe Experten,

im ,,überständigen Präparat" finden sich u. a. solche Exemplare. Unter der Annahme, es handele sich ebenfalls um besagtes Stannat ...
Ich befürchte bei alten Fällungspräparaten immer, auf morphologisch abnorme Ausgangssubstanzen hereinzufallen.
... stellt sich mir die Frage, wie die auffälligen Muster zu deuten sind. Zuerst dachte ich an Skelettwachstum. Nach Olafs Hinweis auf die ,,einspringenden Winkel" halte ich dies für eine weitere Option.

Viele Grüße,
Heiko

olaf.med

Lieber Heiko,

das sind wirklich hochinteressante und schöne Muster. Auf allen Oktaederflächen gibt es Grübchen, die perfekt die dreizählige Symmetrie dieser Flächen zeigen. So schön habe ich das noch nie gesehen! Mit einer schlüssige Erklärung kann ich jedoch nicht dienen. Zunächst dachte ich an Ätzfiguren, aber die regelmäßige Verteilung auf allen Individuen spricht doch eher für eine Wachtumserscheinung.

Herzliche Grüße,

Olaf
Gerne per Du!

Vorstellung: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=4757.0

... und hier der Link zu meinen Beschreibungen historischer mineralogischer Apparaturen:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=34049.0

Heiko



Danke, lieber Olaf.

Redest Du mir bitte noch folgendes Hirngespinst aus, das der Beobachtung besagter ,,Grübchen" auch auf Kanten entspringt: Deine Grafik zum Hausmannit hat mich verführt. Lägen bei noch komplexeren Stöcken die ,,Krönchen" nicht auch auf Kanten und Flächen?
Zur ,,Illustration" Deine Grafik gedreht verstapelt:



Völliger Humbug, undenkbar, weil ... ?


Viele Grüße,
Heiko

olaf.med

Lieber Heiko,

möglich ist natürlich alles, aber wahrscheinlich...??? Dein Konstrukt würde ja aus mindestens 20 Individuen bestehen! Hier wäre eine einfachere Lösung, bei der nur vier Individuen nötig sind - was nicht bedeutet dass es auch so ist. Das kann nur durch aufwändige Strukturanalysen geklärt werden.



Herzliche Grüße,

Olaf
Gerne per Du!

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Heiko

Lieber Olaf,

damit könnten wir uns gerne bescheiden ... allerdings meine ich gerade, und das ist Deinen Grafiken geschuldet, geometrische Imagination zu erfahren: Für die Krönchenbildung an den Spitzen wären weitere Individuen nötig, zwanzig, wie Du sagst. Dahingehend habe ich ein Individuum Deiner Grafik geviertelt:



Viele Grüße,
Heiko

olaf.med

#22
Lieber Heiko,

mit vereinten Bemühungen wird's langsam plausibel, ohne dass das natürlich ein Beweis für die Richtigkeit ist...



Hier eine Kollage, die alle vorkommenden Grübchen und die "Krönchen" (roter Pfeil) erklären könnte. . Der Phillipsit macht's vor: es sind hier 8x3=24 Individuen nötig. Stolze Zahl, aber nicht unmöglich wie man sieht - eines der 24 Individuen rot eingefärbt! Bei Deinem "Krönchen-Zinn" würden ja schon 12 sich durchdringende Individuen ausreichen.



Herzliche Grüße,

Olaf

Gerne per Du!

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Heiko

Lieber Olaf,

Du merkst an meiner Zahlenverwirrung, wie sehr mir die Räumlichkeit zu schaffen macht. Wenn auch keine Er- so doch eine Einleuchtung widerfährt mir bei Deinen Erklärungen dann doch.
Herzlichen Dank dafür.

Viele Grüße,
Heiko

Florian D.

Eine ehrfürchtige Zwischenfrage: Womit malt Ihr die schönen Bildchen?

Gruss,
Florian

olaf.med

Hallo  Florian,

die Grundformen der Kristallzeichnungen stelle ich mit einem speziellen Programm namens Kristall 2000 her,
die Farbgebung und Feinarbeit mache ich mit Corel Draw.

Herzliche Grüße,

Olaf
Gerne per Du!

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