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Totes-Meer-Salz

Begonnen von Ernst Hippe, Januar 20, 2016, 17:59:25 NACHMITTAGS

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Ernst Hippe

Hallo Kristallkundige,
Im Toten Meer sind viele Salze gelöst, deren Kristalle (mit Hilfsobjekten) schöne Polarisationsfarben zeigen. Nur Kochsalz NaCl tut das nicht: links auf Feld C1. Das Material ist als naturreines Badesalz in Drogerien zu haben.
Löst man es in Leitungswasser auf und läßt es bei Zimmertemperatur verdunsten, so bilden sich vorübergehend unterschiedliche Einzelkristalle, wohl verschiedener Chemie. Auffällig ist z.B. ein "Lineal mit 4 Nagellöchern":B3-4. Man muß schnell fotografieren, denn rasch wachsen mehr oder weniger geordnete Strukturen (E5), oft auch an oder auf NaCl-Kristallen. Schließlich bleiben in großen Kristallflächen Wasserlücken, die sich nur bei Erwärmung mit feinen Strukturen auffüllen: F6. Beim Abkühlen verschwinden sie wieder, so daß die Probe immer feucht bleibt.
Meine Auswahl vorwiegend einzelner Kristalle soll nicht nur ästhetisch wirken, vielmehr hoffe ich, daß Kundige etwas zur Chemie beitragen können.
Auf jeden Fall ein lohnendes Gebiet!


Gruß Ernst Hippe
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Klaus Herrmann

Lieber Ernst,

ein Augenschmauß! Danke. Die Krone wäre jetzt noch: man clickt auf ein Bild und das wir vergrößert dargestellt!

Zur Chemie: wenig Chancen aus einer Kristallmorphologie sicher auf die Formel zu schließen
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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Ernst Hippe

Lieber Klaus,
Vergrößerung: Bild abspeichern, aufrufen und mit Paint groß darstellen. Andere Möglichkeiten kenne ich leider nicht
Gruß Ernst Hippe
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Rawfoto

Hallo Ernst

Toll was es da fuer unterschiedliche Formen und Farben gibt ...

Danke & liebe Gruesse

Gerhard
Gerhard
http://www.naturfoto-zimmert.at

Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...

Heiko

Hallo Herr Hippe,

hier wird aufgelistet, woran das Tote Meer gestorben ist: http://www.chemie.de/lexikon/Meersalz.html  ;)
Bezüglich der ,,Richtigkeit" kann ich mir kein Urteil erlauben. Allerdings suggeriert die verwendete Vokabel ,,Salzmoleküle" zumindest partielle Ignoranz ...

Ihre interessante Zusammenstellung enthält meines Erachtens – und hier muss ich schon wieder auf tatsächliche Experten verweisen – einige Zwillingskristall-Darstellungen: A1, A2, B3/4 (?), B5.
Auf A3 – und aus amateurhafter Unsicherheit auf etliche andere ebenfalls – würde ich meine ,,konoskopische Aufmerksamkeit" richten ...

Wirklich sehr interessant.

Viele Grüße,
Heiko

Dünnschliffbohrer



Wie sollte es auch? Ist ja wohl kubisch, und somit isotrop.

Versalzene Grüße,

Dünnschliffbohrer
"Und Gott sprach: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei; und er schuf um ihn Laubmoose und Lebermoose und Flechten und ein Mikroskop!"
[aus: Kleeberg, Bernhard (2005): Theophysis, Ernst Haeckels Philosophie des Naturganzen,  S. 90]

olaf.med

Lieber Ernst,

Klaus hat natürlich recht - aus der Morphologie alleine ist eine Bestimmung der Kristallart meist nicht möglich. Glücklicherweise gibt es im Tröger W.E.: Optische Bestimmung der gesteinsbildenden Minerale eine Auflistung der Wasserlöslichen (Salz-)Minerale. Das reduziert die Zahl der Kandidaten auf lächerliche 29 Stück. Ich habe die relevanten Seiten kopiert. Wer möchte kann sich damit auseinandersetzen, aber dazu wären natürlich die Original-Präparate erforderlich.







Herzliche Grüße,

Olaf
Gerne per Du!

Vorstellung: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=4757.0

... und hier der Link zu meinen Beschreibungen historischer mineralogischer Apparaturen:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=34049.0

Ernst Hippe

Hallo,
danke für Zustimmung und Ergänzungen!

Heiko:     für die Daten zum Toten Meer, das leider immer weiter schrumpft und dabei sicher auch die Salzverhältnisse ändert.
Olaf:       Ich habe schon geahnt, daß der Stoff eines Kristalls kaum nach dessen Form zu bestimmen ist. Zu den Tabellen fehlt mir die Fachkenntnis, und            Präparate verbieten sich  wegen der kurzen Lebensdauer der Einzelkristalle und der Hygroskopie.

Bleibt also, sich an den Farben und Formen zu erfreuen!
Gruß Ernst Hippe
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