Holzschnitt - ein erster Versuch

Begonnen von vbandke, Februar 06, 2016, 20:51:00 NACHMITTAGS

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the_playstation

Hallo Volker.
Leider sind auch Einwegklingen oft sehr unterschiedlich scharf (je nach Marke, Produktionsstunde d.h. Abnutzung des Schleifmittels in der Fabrik). Man kann Sie nachschleifen auch wenn sich daß oft nicht lohnt, da Sie zu elastisch und der Stahl zu weich ist. Z.B. habe Ich ein Teppichmesser, daß recht scharf ist und auch länger scharf bleibt (bessere Einwegklingenqualität) und andere, die eher stumpf sind und/oder sehr schnell werden.

Ein idealer Test ist das Abrasieren von trockenen Unterarmhärchen. Werden diese nicht fein und sauber geschnitten ist es auch fraglich, ob saubere Schnitte möglich sind. Bei diesem Schnitttest zeigt sich auch, daß viele Fertig-Einweglingen (oder Rasierer) nicht wirklich scharf sind. Eine Zumutung, da Sie für ihren Zweck ansich völlig ungeeignet sind.

Der Kauf eines Schleifmittels (z.B. 400, 1000, 3000, 6000) und ca. 5min Arbeit erzeugt eine wirklich scharfe Klinge, die Schnittgut auch wirklich schneidet und nicht verdrängt, quetscht, reißt, ...

Liebe Grüße Jorrit.
Die Realität wird bestimmt durch den Betrachter.

vbandke

Lieber Jörg,
Zitat von: Fahrenheit in Februar 07, 2016, 08:15:28 VORMITTAG


Zur Präparation von Hölzern gibt es auch ein kleines Buch von Gärtner und Schweingruber, zu dem Du hier eine Rezension  findest.

Das Buch habe ich gerade bestellt.  Vielen Dank für den Hinweis!


Mit besten Grüßen


Volker, Bücherwurm

P.S. Alle meine Bilder dürfen/sollen kommentiert, verrissen, gelobt, und zur Veranschaulichung in diesem Forum auch bearbeitet werden.

vbandke

#17
Hallo Jorrit,

Dahab ich mich wohl ungenau ausgedrückt.  Ich rede hier von Leica 818 Einwegklingen.  Ein Rasiermesser mit Einwegklingen habe ich zwar auch, damit bin ich aber nicht glücklich geworden


Mit besten Grüßen

Volker
P.S. Alle meine Bilder dürfen/sollen kommentiert, verrissen, gelobt, und zur Veranschaulichung in diesem Forum auch bearbeitet werden.

the_playstation

Hallo Volker.
Es ist völlig egal, ob Einwegklinge, Rasiermesserklinge, Teppichmesser-Einwegklinge, Beilklinge, Messerklinge, Scheerenklinge oder Schwertklinge.
Auch bei Leica gibt es (wahrscheinlich) einen Automaten, bzw eine Maschine, die die Einweg-Klingen in Massen schleift.

Die Schärfe richtet sich immer nach Stahl, Härtung, Geometrie und Schärfe (letzter Schliff). In Messerforen wird nahezu immer über die Schärfe gemeckert. Nur sehr selten (bei Messern von Messermachern) wird die Schärfe gelobt.

Die Unterarmhärchen müssen mit Leichtigkeit (beim über die Haut streichen) abgetrennt werden. Wenn nicht, ist die Klinge nicht (wirklich) scharf.

Liebe Grüße Jorrit.
Die Realität wird bestimmt durch den Betrachter.

koestlfr

Hallo Volker!

Die Schnitte werden in 20%-iger PEG (1500 MG) Lösung für mindestens 48 Stunden eingelegt und getrocknet bis sie mehr oder weniger trocken sind.....d.h. man muss nicht komplett trocknen, das feuchte PEG im Kern schmiert noch ein bisschen und die Klinge gleitet dadurch auch besser. Vorsichtige Mikroskopier legen die Schnitte danach in 10%-ige Lösung ein und waschen dann erst mit Wasser.

Wenn du den Schnitt wirklich durchtrocknest, kannst auch noch mit Wachs oder PEG umschmelzen und Klötzchen machen.

Liebe Grüße
Franz

PS: ich habe zwar einen Klingelhalter für 818er Klingen, aber wenig Erfahrung damit - wenn´s heikel ist nehme ich immer die alten Messer....
Liebe Grüße
Franz