Autor Thema: 24. Wohldenbergtreffen  (Gelesen 2679 mal)

Klaus Herrmann

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24. Wohldenbergtreffen
« am: Mai 14, 2016, 13:32:35 Nachmittag »
Hallo zusammen,

nach dem 20. Treffen auf dem Wohldenberg hat der Gründer dieses mikroskopischen Arbeitstreffens Karl Brügmann gemeint, dass nun auch mal jüngere Kollegen sich um die Organisation kümmern könnten. Da dieses Traditionstreffen wirklich was Besonderes ist haben wir beschlossen, dass es unbedingt weiter geführt werden muss. Die Organisation und Ausgestaltung ist doch sehr zeitaufwändig, das merkt man erst, wenn man mal einen eigenen Beitrag vorbereitet. Deshalb haben wir vor 4 Jahren eine Änderung abgesprochen: Richard Jähner übernimmt die gesamte Organisation und aus der Reihe der Teilnehmer werden individuelle Beiträge beigesteuert.

 Da gibt es die Fortführung von bewährten Traditionsbeiträgen wie Hans-Jürgens Kochs Botanikschnitte - er hat uns diesmal wieder mit 31 Präparaten fast außer Atem gebracht - immer wieder ein Genuß!
 
Adolf Lohr bringt seit Jahren einen interessanten Gesteinsdünnschliff. Schon "kundenfreundlich" auf 100 µ Dicke vorgetrimmt, so dass jeder in kurzer Zeit selbst auf 20-30 µ fertigschleifen kann. Einen in dieser Weise vorzubereiten ist schon Arbeit, aber gleich 25 ist schon eine Leistung, die wirklich ein Extralob verdient!
 Gerd Luckhardt hat mit einer Schnittserie des Regenwurms einen ganzen Nachmittag gestaltet, wir durften mit einer verkürzten Azanvariante selbst färben, dazu hat er noch eine aufwändige Infomappe für jeden bereitgestellt. Hat schon die Qualität einer Semesterarbeit.
Als Gast war Andreas Gminder da - er dürfte den Pilzlern bestens bekannt sein. Ein Schwabe den es nach Jena verschlagen hat. Er veranstaltet Pilzbestimmungskurse und hat auch einen Internetshop mit dem er Pilzlerbedarf abdeckt. Wir durften Sommertrüffel untersuchen und vergleichen mit Trüffel aus der Wurst, das war eine echte Bereicherung!
 Ich habe mich erinnert an an einen Inzigkofen-Kurs mit Herrn Krauter, der uns den Dattelsamen hat untersuchen lassen. Wir haben damals Handschnitte gemacht, Krauter fand das pädagogisch wertvoller, als Mikrotom-Schnitte vorzubereiten. Ich habe Pädagogik mit Prefektion kombiniert und in Wasser schneidfähig gequollene Samen für Handschnitte ausgeteilt, aber dann Längs- und Querschnitte zum Färben bereitgestellt. Mit dem Rotationsmikrotom lassen sich die Samen schön schneiden. Der Reservestoff Hemicellulose färbt sich mit Toluidinblau schön an. Mit Wacker Asim I ist die Färbung nicht so intensiv, gibt aber in der Auflichtfluoreszenz einen wunderschönen Einblick in den Aufbau. Tüpfel längs und quer lassen sich so lehrbuchartig schön darstellen.
Klaus Henkel hat mir einem alten Mikrokosmosartikel von W. Ziesak herausgesucht, der lesenswert ist: Die Dattel. Mikroskopische Untersuchung einer Frucht MK 1974 Band 63 Seite 383
Als "Pausenfüller" habe ich noch Schmelzpräparate ausgegeben, die im polarisierten Durchlicht immer wieder ein Genuss sind. Dabei hatte ich ein ungewöhnliches Ergebnis mit einer Schwefelschmelze. Diese Parkettstruktur fand ich bislang noch nie.
Eberhard Raap mit der 3D-Präsentation seiner Diatomeen und Radiolarien hat nicht nur uns, sondern auch eine Gruppe interessierter Besucher begeistert.
  
Der letzte Tag war wie immer ein Ausflug. Diesmal das Instutut für Bienenkunde in Celle. Ein phantastisch ausgerüstetes Institut - das eine oder andere Mikroskop hätte uns schon gefallen. Die 2 stündige Führung durch den Institutsleiter war hochinteressant und der Lindenhonig, den ich zum Schluss dort gekauft habe der beste, den ich je verkostet habe.

Nun steht das 25 jährige Jubiläum an, das im nächsten Frühjahr stattfinden wird. Die Vorbereitungen laufen jetzt schon an! ;) Es gibt Teilnehmer, die kein einziges Treffen versäumt haben! Verständlich: es ist auch eine Veranstaltung mit einem phantastischen Mix: Praxis und Vorträge lösen sich ab, Richard Jähners Traditions-Leberkäs aus Bayern mit Weißbier und der Grillabend auf der Terrasse gehören auch dazu!















« Letzte Änderung: Mai 14, 2016, 13:56:24 Nachmittag von Klaus Herrmann »
Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


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schmidt

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Re: 24. Wohldenbergtreffen
« Antwort #1 am: Mai 15, 2016, 08:58:01 Vormittag »
ist ja erfreulich so viele Junge Leute zu sehen
Mikroskope:
Lomo Biolam Ph+; DF; HF-Abbe; Epi HF/DF/Pol; Epi-Fl; //Biolar DIK, IK, Ph variabel+-//
Nikon Eclipse -U  HF; DIK, Ph+, Epi-Fl//
MBS 10

Hans-Jürgen Koch

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Re: 24. Wohldenbergtreffen
« Antwort #2 am: Mai 15, 2016, 10:51:27 Vormittag »
Lieber Klaus,

danke für Deinen Beitrag zu unserem Wohldenberg - Treffen 2016.
Hier einige Bilder zu den Pflanzen - Schnitten, die wir gemeinsam gefärbt haben.

Purpur-Tanne Abies amabilis
W3Asim II – eine Simultanfärbung mit den Farben Acridinrot, Acriflavin, Alcianblau von Klaus Herrmann.

Junger Spross mit Nadelblattansatz, Querschnitt, 20 Mikrometer


Junger Spross, Längsschnitt, 20 Mikrometer


Junger Spross, Längsschnitt, 20 Mikrometer


Junger Spross, Längsschnitt, 20 Mikrometer


Gruß
Hans-Jürgen
Gib dem Menschen einen Hund und seine Seele wird gesund.

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Gerne per "Du"

Klaus Herrmann

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Re: 24. Wohldenbergtreffen
« Antwort #3 am: Mai 15, 2016, 22:38:58 Nachmittag »
Lieber Hans-Jürgen,

 vielen Dank für deine Bilder. Ich habe mich zurückgehalten deine schönen Schnitte zu zeigen, weil es ja schließlich deine Schnitte sind. Und du hast ja schon so viele hervorragende Beiträge mit deinen Präparaten gebracht, dass ich nicht noch was "nachlegen" wollte. Aber schön wäre ein Gesteinsschliff. Ich habe meinen noch nicht fertig geschliffen, kann also noch nichts zeigen.
Aber die Trüffelsporen habe ich aufgenommen:

Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


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traisen

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Re: 24. Wohldenbergtreffen
« Antwort #4 am: Mai 17, 2016, 19:52:13 Nachmittag »
Danke für die Karte vom Treffen.hat mich sehr gefreut.
Ich hoffe nächstes Jahr wieder dabei sein zu können.

Beste Grüsse an alle

Hermann