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Moosaufguss

Begonnen von icho_mann, November 05, 2008, 18:19:21 NACHMITTAGS

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icho_mann

Hallo,
ich habe gerade einen Mossaufguss (Moss + Volvic)
Angesetzt und wollte fragen wie lange es ungefähr dauert bis sich
etwas interessantes zum Anschauen entwickelt.

Oder ob sich überhaupt etwas entwickeln wird (ich denke mal schon).


Welche Tier- und Pflanzen- arten darf ich denn erwarten?
Und was soll ich beachten? (Muss der MA draußen stehen, oder mit/ohne direktes Licht usw. )

Danke
Jonathan B.
Mit freundlichen Grüßen
Jonathan
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Fahrenheit

Hallo Jonathan,

schau doch mal in den anhängenden Link:

http://www.baertierchen.de/main.html

Wenn Du das richtige Moos - vorzugsweise von alten Dächern - erwischt hast, stößt Du vielleicht auf Bärtierchen.
Mir war das Glück bisher noch nicht vergönnt, aber es wird weiter gesucht.

Freundliche Grüße
Jörg
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Arbeitsmikroskop: Leica DMLS
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icho_mann

Mein Moos ist aus dem Wald, werde ich da was finden?
Mit freundlichen Grüßen
Jonathan
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Bernhard Lebeda

#3
Zitat von: icho_mann in November 05, 2008, 21:32:43 NACHMITTAGS
Mein Moos ist aus dem Wald, werde ich da was finden?

tschuldige Jonathan, aber es drängt mich einfach (ist der Lausbub in mir :-*)

Sind wir hier ein Hellseher-Forum??

Kein Mensch kann voraussagen was man wo in welcher Zeit finden wird!!

Mikroskopieren heisst doch gerade den Hobbyforscher zu spielen.

Untersuch die Sache und bring einen Erfahrungsbericht mit guten Fotos und alle werden Dir aufmerksam und begeistert zuhören!


Also ran an die Buletten!!


Bernhard

***

Beitragsinhalt auf Wunsch des Autors gelöscht

Fahrenheit

Hallo Mike,

wir haben erst mal aufgegeben und warten jetzt auf unser neues Mikroskop.
Dann geht's aber wieder los.

Unser altes Eschenbach hat mittlerweile ein so schlechtes Bild, dass es keinen Spaß mehr macht, damit zu mikroskopieren und für ein paar verschwommene Eindrücke möchte ich die armen Tierchen nicht aus ihrem Lebensraum reissen  ;)

Freundliche Grüße
Jörg
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Klaus Herrmann

Hallo Jörg,

ZitatUnser altes Eschenbach hat mittlerweile ein so schlechtes Bild, dass es keinen Spaß mehr macht, damit zu mikroskopieren

Vielleicht müsste man nur die Optik mal gründlich reinigen. Habe ich gerade mit einem sehr köstlichen Objektiv gemacht und damit 2500.-€ gerettet!

Hier die Frontlinse mit einem hartnäckigen Schmier drauf:




und die Hinterlinse war auch trübe und besprenkelt:



Zwar hat das Putzen über eine Stunde gedauert, aber bei dem Preis lohnt sich das. Einen Mercedes schmeißt man ja auch nicht weg nur wegen Fliegenschiss auf der Frontscheibe!  ;)

Immer guten und klaren Durchblick wünscht

Klaus
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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Fahrenheit

#7
Hallo Klaus,

herzlichen Glückwunsch zu dem Erfolg! Schön, dass das gute Stück nun wieder seinen Dienst verrichten kann.

Bei meinem kleinen Eschenbach würde ich allerdings nicht von einem Mercedes sprechen wollen. Es ist ein Einfachstmikroskop ohne Feintrieb, mit Minioptik, Plastikfuß und -tisch und lediglich Beleuchtungsspiegel mit Batteriefunzel.
Das Gerät gibt es heute noch: http://www.produkte24.com/cy/lehrmittel-service-h-spaeth-gmbh-892/biologie-katalog-2006-2007-1105/seite-3-gross.html, aber wohl schon mit Netzanschluss für die Funzel  :D

Eigene Reinigungsversuche haben da zwar schon Besserung gebracht, aber die Abbildungsleistung befriedigt nicht mehr, wenn man einmal in ein 'richtiges' Mikroskop geschaut hat.

Schöne Grüße
Jörg
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Fahrenheit

#8
Aber mal wieder zum Thema zurück:

Jonathan, hast Du schon etwas in Deinem Moosaufguss gefunden?

Wie hast Du den denn angesetzt? Ich habe bisher das Moos immer gut durchfeuchtet und dann mit der grünen Seite nach unten in eine Petrischale oder Ähnliches mit wenig Wasser gestellt. Dann ist das nach den Bugs zu durchforstende Volumen nicht so groß.

Freundliche Grüße
Jörg
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icho_mann

Zitat von: Fahrenheit in November 06, 2008, 10:04:44 VORMITTAG
Aber mal wieder zum Thema zurück:

Jonathan, hast Du schon etwas in Deinem Moosaufguss gefunden?

Wie hast Du den denn angesetzt? Ich habe bisher das Moos immer gut durchfeuchtet und dann mit der grünen Seite nach unten in eine Petrischale oder Ähnliches mit wenig Wasser gestellt. Dann ist das nach den Bugs zu durchforstende Volumen nicht so groß.

Freundliche Grüße
Jörg

Ich habe es in eine Glasschlae rein und dann mit Volvic überdeckt.
Grünes nach oben, aber alles unter Wasser.
Noch babe ich nichts gefunden ahber ein guter Heuaufguss brauch tja auch 2 WOchen.
Mal sehen was sich da blicken lässt.
Im Moment arbeite ich an einer Dokumentation der Artemia, die ich gerade züchte.
Sie wachsen rasend schnell...
Sehr interessant, ich werde es warscheinlich in 3-4 Tagen mal hier präsentieren.

Jonathan
Mit freundlichen Grüßen
Jonathan
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Detlef Kramer

#10
Lieber Jonathan,

Mach es in einem neuen Ansatz einmal umgekehrt und leg das Moos kopf-unter in's Wasser. Könnte erfolgreicher sein.

Gruß

Detlef
Dr. Detlef Kramer, gerne per DU

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icho_mann

Zitat von: Detlef Kramer in November 06, 2008, 22:50:51 NACHMITTAGS
Lieber Jonathan,

Mach es in einem neuen Ansatz einmal umgekehrt und leg das Moos kopf-unter in's Wasser. Könnte erfolgreicher sein.

Gruß

Detlef
Darf ich es auch einfach umdrehen?
Mit freundlichen Grüßen
Jonathan
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Fahrenheit

Hallo Jonathan,

die Idee beim umgekehrten Einlegen des Mooses in wenig Wasser (deshalb vorher gut durchfeuchten und auch feucht halten, sonst saugt das Moos das Wasser einfach auf) ist, dass sich einige Bugs unten in der recht geringen Wassermenge sammeln.

Eine entsprechend flache Schale kann man z.B. mit einer Lupe oder unter einem Stereomikroskop sichten und die Funde mit der Pipette auf den Objektträger überführen.
Das klappt mit Bärtierchen besonders gut und die Methode ist auf der von mir weiter oben verlinkten Seite auch schön beschrieben.

Wenn Du das Moos einfach aufrecht unter Wasser setzt, bleiben die Mikroorganismen eher im schützenden Moos und das Wasservolumen ist viel zu groß, um darin sinnvoll nach etwas zu suchen.

Anders beim Heuaufguss, hier stellen sich nach einiger Zeit so viele Mikroorganismen ein (durch Zersetzung toten Materials als Nährboden für die zu beobachtenden Organismen mit hoher Vermehrungsrate - beim Moos beobachtest Du aber quasi ein bestehendes Kleinbiotop), dass es fast egal ist, wo man einen Probetropfen entnimmt -  es sei denn, man sucht bestimmte Arten.

Freundliche Grüße
Jörg
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icho_mann

#13
Hallo,
ich habe nun einige "Bärtierchen" gefunden.
Das Problem ist 1. ich bin mir nicht sicher dass es welche sind und
2. wie bekomme ich diese aus dem Dreck raus?
Denn genau in diesem sitzen sie bei mir.

Danke
Jonathan
Hier ein schlechtes Bild nur um zu wissen ob ich es mti Bärtierchen zu tuen habe:

(Ganz schlechtes durch besseres ersetzt)
Gute habe ich noch nicht hinbekommen.
Mit freundlichen Grüßen
Jonathan
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Ernst Hippe

Hallo Jonathan,
nein, das ist kein Bärtierchen, sondern ein bdelloides (egelartiges) Rädertier. Die Bären haben 8 Beine mit Krallen.
Weiter suchen, das Moos mal über einer Schale ausdrücken!

Grüße - Ernst Hippe
Gruß Ernst Hippe
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