Autor Thema: Cerataulus subangulatus  (Gelesen 2474 mal)

Heribert Cypionka

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Cerataulus subangulatus
« am: Juli 26, 2009, 16:48:57 Nachmittag »
Liebes Forum,

Herr Raap stellt mir immer wieder schwierige Herausforderungen, denen ich mich aber - so gut ich kann - gern stelle.
Diesmal einen Bilderstapel von Cerataulus subangulatus, die er in bekannt perfekter Weise auf ein Deckglas geklebt und fotografiert hat.

Das Problem: Die Diatomee hat hervorstehende aber relativ kontrastarme Fortsätze, die vom kontrastreichen Rest der Schale verschluckt werden.

Hier die 41 Aufnahmen gemittelt und kontrast- und schärfeverstärkt:



Links unten sieht man die Fortsätze, an den anderen Ecken erahnt man sie. Beim normalen Stacken werden sie geschluckt:



Wenn man den Bilderstapel umdreht (denn die Diatomee ist natürlich nicht mit den Zacken, sondern mit dem flachen Rand auf das Deckglas geklebt) und die Präferenz oberer Schichten in PICOLAY auf 300 oder 400% stellt, lassen sich die Fortsätze retten:



und auch dreidimensional darstellen, hier als Anglyphenbild:




Beim Hologramm-Stacking benötigt man die erzwungene Präferenz übrigens nicht, da durch die Kippung das Verdecken verhindert werden kann. Hier einmal eine Darstellung mit Gitter:



Viel Spaß beim Betrachten und herzlichen Dank an Herrn Raap für die Bilder!

Heribert Cypionka

« Letzte Änderung: Juli 27, 2009, 10:45:58 Vormittag von Heribert Cypionka »

rekuwi

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Re: Cerataulus subangulatus
« Antwort #1 am: Juli 26, 2009, 17:33:21 Nachmittag »
Lieber Heribert Cypionka,

sie sind ein großer Künstler, unglaublich das große 3D-Bild dieser Diatomee!

Liebe Grüße
Regi

Heribert Cypionka

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Re: Cerataulus subangulatus
« Antwort #2 am: Juli 27, 2009, 10:59:36 Vormittag »
Noch einmal: Es handelt sich um ein kunstvoll erstelltes Präparat von Eberhard Raap und einen Bilderstapel von ihm. PICOLAY bedienen ist Handwerk, das kann jeder lernen. PICOLAY programmieren ist Freude, sonst würde ich's nicht machen...

Beste Mikrogrüße

Heribert Cypionka

bewie

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Re: Cerataulus subangulatus
« Antwort #3 am: Juli 27, 2009, 11:48:43 Vormittag »
Hallo Herr Cypionka,

die Verstärkung der oberen Schichten ist ja hervorragend gelöst. Mit welcher Filterfeldgröße haben Sie in diesem Fall die Schärfenbereiche gemessen?

Schöne Grüße
Bernd

Heribert Cypionka

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Re: Cerataulus subangulatus
« Antwort #4 am: Juli 27, 2009, 19:04:07 Nachmittag »
Lieber Herr Wiedemann,

die Filtergröße war 5x5. (Bei PICOLAY wird dazu der Wert 2 eingegeben, was eigentlich nicht korrekt ist; gemeint ist Mittelpunkt +2 und -2). Die Bevorzugung der oberen Schichten arbeitet schichtabhängig. D.h. wenn die zweite Schicht schärfer ist als die oberste, kann sie diese noch relativ leicht überschreiben. Mit zunehmender Tiefe wird das immer schwieriger, bis schließlich am Boden die voreingestellte Präferenz voll erreicht wird. Da die Fortsätze recht weit von der Schale abstehen, lassen sie sich gut trennen.

Beste Mikrogrüße 

Heribert Cypionka