Auflicht-Hellfeld, Auflicht-Dunkelfeld

Begonnen von Nomarski, Juli 27, 2009, 21:56:00 NACHMITTAGS

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Nomarski

Mal verglichen bei einem Unruh-Lagerdeckstein mit Stoßsicherung bei einer Damen-Armbanduhr.



Unglaublich, wo sich überall der Dreck festsetzt.

FredHolst

Hallo,
könnte es sein, dass das Uhrwerk längere Zeit Nässe ausgesetzt war? M.E. ist da einiges oxydiert.
Ich habe vor einiger Zeit ähnliches unter die Linse genommen:

Aufgenommen mit Auflicht (3 weisse LEDs an kleiner Halterung), Vergr. 4x an Bresser Trino, Foto mit Olympus E-300 über Selbstbauadapter.
Das Werk war mindestens 10 Jahre in Gebrauch.
Grüsse - Fred Holst

Nomarski

Hallo,
das Uhrwerk stammt aus der "Schrottkiste" und dient für Experimentelle Zwecke.
Aber selbst das Uhrwerk von Ihnen ist nicht krümelfrei" wie man sieht, aber darum geht es auch nicht.
Ich habe dazu ein HD-Epiplan 4x genommen an einem Zeiss-Standard 20T mit Auflichtkondensor I St 45.
Die Lichtquelle ist eine Kaltlichtquelle (max. 150W).
Kamera ist eine Canon EOS 350D an einem Foto-Tubus mit C-6,3x-Okular.
Dazwischen hängt noch der Diskussionswürfel mit Leuchtzeiger, den man im Bild auch noch sieht.
Stoßsicherung könnte bei Ihnen Kif Ultraflex sein, bei mir wohl Rufa-Anti-Shock.
Ich war mal Uhrmacher, bin dann auf Mikroskope umgestiegen. ;D

VG
Bernd

FredHolst

Hallo Bernd,
besten Dank für die Aufnahme-Erläuterungen! "Mein" Uhrwerk stammt aus einer schweizer Damenuhr, wo man das Gold versilbert hat und ich es nicht über mich brachte, das Werk entsorgen zu lassen. Natürlich hat es Spuren; was mich seinerzeit erstaunte, war die Tatsache, dass diese Uhr etwa 10 Jahre in einer Humushalde gelegen hatte, bis sie wiedergefunden wurde. Der Uhrmacher reinigte sie und sie lief wieder...
Diese Aufnahme war nur ein Experiment mit selbstgebastelten LED-Auflichtarrangements. Das mit dem Blitzen muss ich nochmal ausprobieren.
Gruss Fred Holst

Nomarski

Hallo,
obwohl ich den Rest des Werkes nicht sehe, kann man an der Unruh-Lagerung schon sehen,
daß es ich wohl um ein "Mittelklasse-Werk" handelt.
Wenn das Werk keinen Wasserschaden hat läßt es sich durch Reinigung wieder in Gang setzen.
Was nehmen denn die Uhrmacher heutzutage für so eine Überholung?
Wenn man dann noch einen Chronografen hat mit vielen Teilen, kann das ein sehr aufwendiges Unterfangen werden.

VG
Bernd

FredHolst

Hallo Bernd,
das wird leicht ein mehrstelliger Betrag, und so bleibt das Werk in der Schublade. Schon deswegen scheue ich mich, meinen Chronographen, den ich trage, zu einem Deiner Berufskollegen zu bringen, solange es nicht drängt...
Diese Uhrwerke sind sehr gute Übungsobjekte, um die Beleuchtung zu studieren; zur Zeit überlege ich, - da Blitze i.allg. kein Steuer- oder Suchlicht haben -, meines mit einer hellen Vorausleuchtungs-LED zu versehen, um die Ausleuchtung besser ausrichten zu können. Komme hierauf zurück, wenn die Idee konkrete Formen angenommen hat. Bei mir ist alles nicht professionell, aber der Spass liegt eben auch darin, mit einfachen Mitteln ein Problem zu lösen.
Gruss Fred Holst

Nomarski

Hallo Fred,

damit trittst du jedenfalls offene Türen ein. Gerade diesen Uhrenschrott nutze ich auch als Objekt für die Fluoreszenz. Die Rubinsteine leuchten nämlich blutrot, wenn sie mit blauem Licht angeregt werden.

Das glaube ich dir gerne, daß du deinen Chronographen ungern zur Reperatur geben würdest. Da sitzt man ja auch mehrere Stunden dran, bis alles wieder zusammen ist und läuft wie es soll. Bei einem normalen Uhrwerk kann man dagegen kaum etwas verkehrt machen, da die Zahnräder gar nicht anders in die Lager passen. ;D
Aber ein gewisses Fengefühl braucht man trotzdem, wenn die Brücken für mehere Zahnradlager wieder montiert werden und jeder Zapfen ins die Bohrung finden muß, insbesondere der Zapfen der Unruh.

VG
Bernd