Autor Thema: Tipps für "Fachfremden" Hobbybrauer  (Gelesen 2251 mal)

Herbert Dietrich

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Re: Tipps für "Fachfremden" Hobbybrauer
« Antwort #15 am: Juli 09, 2018, 10:36:32 Vormittag »
Hallo Wolfgang,

dein Zitat:  kriegt er doch :-))  bezieht sich das auf "Forschungsmikroskop"
ich hatte mir so um 1973 das große russische Forschungsmikroskop gekauft, mit Binotubus, Objektführer und DF-Kondensor.
Das war damals mein ganzer Stolz!  das habe ich immer noch als Andenken und noch zwei weitere.

Also sogar "Forschungsmikroskope" sind heute für jedermann erschwinglich, es muss ja nicht gleich das Biolam M sein :)

Herzliche Grüße

Herbert

liftboy

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Re: Tipps für "Fachfremden" Hobbybrauer
« Antwort #16 am: Juli 09, 2018, 21:00:21 Nachmittag »
Hallo Herbert,

ich bin ja so stolz auf Dich :-) dass Du das Biolam in Ehren hältst. Sooo schlecht sind die doch gar nicht.
Und JA, ich bau ihm eines nach Wunsch zusammen.
Und wenn er dann mal ein M braucht hätt ich auch noch eines über.

Grüße
Wolfgang

Vorticella

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Re: Tipps für "Fachfremden" Hobbybrauer
« Antwort #17 am: Juli 09, 2018, 21:28:50 Nachmittag »
Hallo,
die Bilder zeigen nur TEM und REM Bilder. Im Übrigen haben Brauhefen und auch Reinzucht-Weinhefen keine Mitochondrien. Man hat ihnen diese schlichtweg weggezüchtet, da sie ja nur den anaeroben Stoffwechselweg gehen sollen. Nur so gibt es Alkohol auch bei Sauerstoffanwesenheit. Ich habe schon öfters Hefezellen mikroskopiert. Mal ehrlich. Welche Information soll ein lichtmikroskopisches Bild einer Hefezelle liefern? Welche Information kann ein Brauer oder Winzer für seine Arbeit (Alkohol aus Zucker produzieren) verwerten?
Beste Grüße aus der Vulkaneifel
Jan

Herbert Dietrich

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Re: Tipps für "Fachfremden" Hobbybrauer
« Antwort #18 am: Juli 10, 2018, 08:38:12 Vormittag »
Hallo paramecium,

Dir ist schon klar, dass Hopftimist nur Bier brauen will?

Na dann, Prost!

Herzliche Grüße

Herbert

Klaus Herrmann

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Re: Tipps für "Fachfremden" Hobbybrauer
« Antwort #19 am: Juli 10, 2018, 09:24:26 Vormittag »
Zitat
Dir ist schon klar, dass Hopftimist nur Bier brauen will?

Lieber Herbert, aber wie will er ein extra feinherbes Bier hinkriegen, wenn er die Mitochondrien in ihrer Feinstruktur nicht auseinander halten kann? 8)
Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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Herbert Dietrich

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Re: Tipps für "Fachfremden" Hobbybrauer
« Antwort #20 am: Juli 10, 2018, 10:22:41 Vormittag »
Lieber Klaus,

das ist eben die Kunst der professionellen Bierbrauer, die können die  mtDNA auf der Zunge unterscheiden.
Darum mikroskopieren die nur sehr selten und auch nur in der Anfangszeit (im altmesopotamischen Raum war das noch unumgänglich)

Herzliche Grüße

Herbert

Vorticella

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Re: Tipps für "Fachfremden" Hobbybrauer
« Antwort #21 am: Juli 10, 2018, 12:24:02 Nachmittag »
Hallo paramecium,
den Vormittag habe ich mit der Suche nach Bestätigung meiner Aussage verbracht. Aber. Du hast Recht, Reinzuchthefen besitzen Mitochondrien. Es gibt zu viele Stoffwechselwege, bei denen die Mitochondrien beteiligt sind. Daher ist eine komplett mitochondrienfreie Hefezelle nicht lebensfähig.
Beste Grüße und Danke

Jan


P.S. es gibt eine Ausnahme:

https://www.spektrum.de/news/ein-eukaryot-ohne-mitochondrien/1410370

Herbert Dietrich

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Re: Tipps für "Fachfremden" Hobbybrauer
« Antwort #22 am: Juli 11, 2018, 08:24:38 Vormittag »
Hallo Thilo,

Deine Ausführungen über die Hefen sind ja äußerst interessant, aber hast Du Dir schon mal die Frage von "Hopftimist" durchgelesen?
Er will wissen, welches Mikroskop er für die Kontrolle seiner Hefen kaufen soll.

Deine doch sehr speziellen Beiträge helfen dem kaum weiter.
Mach doch einen neuen Faden speziell über Hefen auf, dann werden sich die Hefespezialisten hier tummeln.


Herzliche Grüße
Herbert

rhamvossen

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Re: Tipps für "Fachfremden" Hobbybrauer
« Antwort #23 am: Juli 11, 2018, 12:07:35 Nachmittag »
Hallo Herbert,

Zitat
Deine doch sehr speziellen Beiträge helfen dem kaum weiter

Genau, so ist es. Mit komplizierte Antworten und überflüssige Informationen wird ein Anfänger abgeschreckt, es ist sogar möglich das der Interesse im Mikroskopkauf dadurch völlig zerstört wird, was ungezweifeld auch manchmal bei die immer empfohlen Mikrofibel passieren wird, weil der nicht geeignet ist für Anfänger. Beste Grüsse,

Rolf
« Letzte Änderung: Juli 11, 2018, 14:11:35 Nachmittag von rhamvossen »

Peter V.

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Re: Tipps für "Fachfremden" Hobbybrauer
« Antwort #24 am: Juli 11, 2018, 21:32:44 Nachmittag »
Hallo Thilo,

ich weiß, dass Deine Ansprüche hoch sind und Du stets tief in die Materie einsteigst. Dennoch ist es ja eine berechtigte Frage, ob der Hobbyheimwerker, der nur gelegentlich mal ein Loch in eine Steinwand treiben möchte, zwingend eine Highend-Hilti dazu benötigt oder ob es nicht auch - für diesen Zweck - eine preiswertere Maschine "tut"?

Das, was DU "sehen" möchtest, ist doch möglicherweise für den Hobbybrauer gar nicht relevant. Deshalb hätte ich gerne einmal von einem Hobbybrauer (oder vielleicht sogar profesionellen Kleinbrauer) gewusst, WOZU GENAU es das Mikroskop, benötigt, das heßt: WAS GENAU muss er erkennen können?
Dient es nun primär der Zählung und der Kontrollen auf Kokken etc. oder muss er (für's Brauen, nicht für die "Wissenschaft!) wirklich feinere Strukturen der Hefen erkennen können?

Ich bin kein Brauer (und leider sind - entegegen meiner Erwartung - offenbar auch keine "semiprofessionellen" Hiobbybrauer hier im Forum vertreten), aber mich würde wirklich einmal interessieren, ob in jeder bayrischen Kleinbrauerei eine derart hochwertiges Mikroskop steht. Ich behaupte einmal: Nein. Und wenn die Firma Hund (die ja nun ein wirklich seriöses Unternehmen ist) ein Brau-Mikroskop mit mittelklassigen (Plan)achromaten anbietet.

Herzliche Grüße
Peter

PS: Ich muss Dir bzgl. der (allerdings immer seltener werdenden) Verweise auf die Mikrofibel zustimmen. Ich halte es mittlerweile auch für überzogen, jeden Neuling zunächst mit der Mikrofibel zu "traktieren". Wenn ich den Führerschein machen will, will ich mich auch nicht zwangsläufig durch ein Werk der Automobiltechnik kämpfen. Das kann man bei weitergehendem Interesse. Ich denke, dass eine konkrete Beratung durch die große Zahl "kompetenter" Mikroskopiker hier im Forum zielführender ist. Es ist schon etwas demotivierend, sich vor dem ersten Blick durch ein Mikroskop durch Hunderte Schwazweißseiten kämpfen zu sollen.
« Letzte Änderung: Juli 11, 2018, 23:09:17 Nachmittag von Peter V. »
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Peter V.

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Re: Tipps für "Fachfremden" Hobbybrauer
« Antwort #25 am: Juli 11, 2018, 21:52:58 Nachmittag »
Hallo Thilo,

Hallo Peter, kein Problem, nach Eurer überzeugenden Rede hier werde ich Herrn Linkenheld anschreiben, mein Konto hier löschen lassen.

das ist auch ein Weg - ein anderer wäre, sich mit meiner Frage auseinanderzusetzen. Ich bin etwas erstaunt, dass Du MICH konkret anprichst. In diesem Thread gibt es sicherlich etwas "pointierte" Kommentare - aber ich kann das in meinem letzten Beitrag nicht erkennen. Ich erkenne da weder Ironie, noch irgendeine Unsachlichkeit.

Aber wir müssen wohl damit leben, dass es immer wieder Member gibt, die sich hier nicht wohl fühlen. Das gibt es in jeder Gemeinschaft.

Herzliche Grüße
Peter

PS: Ich werde mal Jörg Haus von Hund anschreiben und ihn fragen, was ein "einfacher" Brauer (nicht das fussballfeldgroße Highend-Labor von Warsteiner mit vermutlich eigener Forschungs- und Hefezuchtabteilung) tatsächlich für Anforderungen hat. Firma Hund muss es ja wissen.
« Letzte Änderung: Juli 12, 2018, 06:44:46 Vormittag von Peter V. »
Bzgl. Netiquette: Heinrich Lübke, Bundespräsident 1959 - 1969: You can say you to me!
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Herbert Dietrich

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Re: Tipps für "Fachfremden" Hobbybrauer
« Antwort #26 am: Juli 11, 2018, 22:05:47 Nachmittag »
Hallo Thilo,

es tut mir leid, wenn ich der Auslöser sein sollte, dass Du Dich aus unserem Forum verabschiedest.
Ich denke, ich habe eindeutig zum Ausdruck gebracht, dass mich Deine Beiträge über die Hefen sehr interessieren.
Ich bin der Meinung, dass ich Dich in keiner Weise verletzt habe, wenn Du Dich auch über die Art der Kommunikation im Forum wunderst.

Mir ging es einzig darum, dem Fragesteller zu signalisieren, dass für die Kontrolle seiner Brauhefe kein "Forschungsmikroskop" erforderlich ist.
Besonders nachdem der einzige "Brauer" sich dazu äußerte, dass ein 10er Objektiv in diesem Fall ausreichend sei.

Es würde mir leid tun, wenn ich der Grund für Dein Verlassen des Forums wäre.

Herzliche Grüße

Herbert

Peter V.

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Re: Tipps für "Fachfremden" Hobbybrauer
« Antwort #27 am: Juli 11, 2018, 22:45:52 Nachmittag »
Thilo, ich weiß nicht, was Du mir damit sagen willst, vermute es aber. Ist schon ok..... Sorry, dass ich es gewagt habe, DICH mit meinen derart unqualifizierten Fragen zu belästigen.

Herzliche Grüße
Peter
« Letzte Änderung: Juli 11, 2018, 22:48:07 Nachmittag von Peter V. »
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Lungu

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Re: Tipps für "Fachfremden" Hobbybrauer
« Antwort #28 am: Juli 11, 2018, 23:34:35 Nachmittag »
In Franken haben wir so die ziemlich höchste Dichte an Brauereien in Deutschland. Ich habe da noch nie irgendwo ein Mikroskop gesehen, es ist ja auch kein Wunder, da viele Brauereien schon seit über 500 Jahren existieren. Zu der Zeit waren Mikroskope sehr selten. In den größeren Brauereien gibt es sicherlich Forschungsabteilungen, die auch über die neuste Technik verfügen, aber ob ein Hobbybrauer sich daran orientieren muss?

Schau mal auf diese Seiten:

https://www.weihenstephaner.de/
https://www.weltenburger.de/

Beides sind Beispiele wie man Bier auch ohne Mikroskop brauen kann.


Grüße Lungu.



ds0511

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Re: Tipps für "Fachfremden" Hobbybrauer
« Antwort #29 am: Juli 12, 2018, 15:03:03 Nachmittag »
Unsere Mikroskopiker sind sich nicht einig bei diesem Thema. Dasselbe gilt wohl für die Hobbybierbrauer:

https://hobbybrauer.de/modules.php?name=eBoard&file=viewthread&tid=9950

Nein, ich bin nicht bier-affin.

Viele Grüße
Detlef
« Letzte Änderung: Juli 12, 2018, 15:09:28 Nachmittag von ds0511 »