Autor Thema: Botanik: Ein Allergen allererster Güte - Ambrosia artemisiifolia *  (Gelesen 1838 mal)

Fahrenheit

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Botanik: Ein Allergen allererster Güte - Ambrosia artemisiifolia *
« am: September 18, 2018, 14:49:48 Nachmittag »
Liebe Pflanzenfreunde!

Mh, was ist denn das? In einem Beet unseres Gästehauses auf dem letzten Dörnbergtreffens stand eine große, an Beifuß erinnernde Pflanze. Ralf Fontes - auch beruflich involviert - wusste Rat: es ist das Beifußblättrige Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia). Die Pflanze ist als stark allergieerregend bekannt und wird meist sofort entfernt. Daher hatten wir hier die eher seltene Gelegenheit, sie einmal mikroskopisch zu betrachten. Der folgende Thread ist eine Gemeinschaftsarbeit, denn Maria Beier, Klaus Herrmann, Rolf-Dieter Müller und Joachim Schwanbeck haben ebenfalls mit Auflichtaufnahmen der männlichen Blüten, Pollenbildern und Schnittbildern beigetragen. 

Aber wie immer zunächst zur Pflanze selbst

Das Beifußblättrige Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia), auch Beifuß-Traubenkraut, Ambrosia, Beifuß-Ambrosie, Traubenkraut, Aufrechtes Traubenkraut, Wilder Hanf oder mit seinem englischen Namen Ragweed (Fetzenkraut) genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die einjährige Pflanze keimt im Frühjahr bis Sommer.

Bild 1: Illustration zum Beifußblättrige Traubenkraut

Aus Flora Batava, Jan Kops, 1898, gemeinfrei, Quelle wikipedia

Ambrosia artemisiifolia ist ein Neophyt, der in Nordamerika weit verbreitet ist und von dort unbeabsichtigt nach Europa gebracht wurde. Als Ruderalpflanze wächst sie besonders auf gestörten Böden, so beispielsweise an Straßenrändern, in Kiesgruben, an Bahndämmen, auf Baustellen und Schutthalden. Die häufigsten Wuchsorte sind aber Gärten, besonders unter Vogelfutterplätzen, weil mit Ambrosia-Samen verunreinigtes Vogelfutter der Haupteinfuhrweg ist. In einer Untersuchung des Verbrauchermagazins Ökotest aus dem Jahr 2007 waren nur drei von 18 Vogelfutterprodukten frei von Ambrosia-Samen. Nach Ergebnissen aus Bayern und Österreich könnten Ladungsverluste beim Transport von landwirtschaftlichen Produkten aus Osteuropa einen wesentlichen Verbreitungsweg darstellen. Große Bedeutung können neben Straßenrändern in Zukunft Erddeponien und Schuttplätze erlangen, auf denen Baustellenmaterial zwischengelagert wird.

Bild 2: Die Pflanze auf dem Dörnberg


Ihr Erstnachweis in Deutschland stammt aus dem Jahr 1860 aus der Umgebung Hamburgs bei Escheburg von einem Kartoffelacker. Lange Zeit war die einjährige Art ein relativ seltenes und unbeständiges Unkraut auf stark anthropogen beeinflussten Standorten. Erst seit Anfang der 1990er Jahre wurden zunehmende Bestände in Süddeutschland beobachtet, die sich teilweise aus eigener Kraft vermehren konnten. Auch aus anderen Teilen Deutschlands häufen sich in den letzten Jahren Fundmeldungen. Heute befinden sich besonders im Südwesten (Oberrheingraben) und Osten (Lausitz) sowie in einigen Städten wie Berlin größere Bestände. Die derzeit bevorzugten Lebensräume sind Gärten, Ruderalflächen, Äcker und Schnittblumenfelder, außerdem landwirtschaftliche Stilllegungsflächen, Baustellen sowie Straßen- und Wegränder.

Bild 3: Der Spross ist stark behaart


In Österreich gilt das Beifuß-Traubenkraut in klimatisch warmen Lagen, insbesondere dem pannonischen Gebiet, als eingebürgert. Ansonsten kommt es nur unbeständig vor. In der Schweiz trat die Art im Ersten Weltkrieg erstmals auf. Mittlerweile ist sie in Südosteuropa (beispielsweise in der Ukraine, Bulgarien und in Ungarn) weit verbreitet. In anderen Ländern (Italien: Poebene, Frankreich: unteres Rhônegebiet) kommt sie in einzelnen Gebieten ebenfalls bereits häufig vor.

Bild 4: Zweifach gefiederte Blätter


Das Beifußblättrige Traubenkraut wächst als einjährige krautige und aromatisch duftende Pflanze und erreicht gewöhnlich Wuchshöhen von 20 bis 150 Zentimetern (in Mitteleuropa maximal 180 Zentimetern). Sie verfügt über ein faseriges Wurzelsystem. Der behaarte Stängel ist reich verzweigt. Die unten gegenständig, oben wechselständig angeordneten Laubblätter sind meist doppelt gefiedert.

Bild 5: Männliche Blütenstände

Die männliche Blütenstände stehen als hängende Körbchen ("Glocken") in großen Blütenständen an den Sprossspitzen

Die Blütezeit erstreckt sich von Juli bis Oktober. Das Beifußblättrige Traubenkraut ist einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch), das bedeutet, dass an einem Pflanzenexemplar sowohl weibliche als auch männliche Blüten in getrennten körbchenförmigen Blütenständen ausgebildet werden. Mehrere Dutzend männliche Blütenkörbchen stehen in dichten, blattlosen, etwa 20 Zentimeter langen, traubigen Gesamtblütenständen am Ende des Stängels und der Seitenzweige. Die Blütenkörbchen enthalten ungefähr 5 bis 15 gelbliche Röhrenblüten.
Die Hülle der männlichen Blütenkörbchen ist kahl oder schwach behaarte, die männlichen Röhrenblüten enthalten fünf freie Staubblätter. Eine Pflanze kann mit ihren männlichen Blüten bis zu einer Milliarde Pollenkörner produzieren. Die nur 0,02 Millimeter breiten Pollenkörner werden früh morgens aktiv entlassen, eine Selbstbestäubung ist möglich.

Bild 6: Makro der männlichen und der eher unscheinbaren weiblichen Blütenstände


Die weiblichen Blütenkörbchen befinden sich in Gruppen in Blattachseln gewöhnlich unterhalb der männlichen Blütenstände. Die meist einzige weibliche Blüte mit ihrem unterständigen, zweifächrigen Fruchtknoten wird von der behaarten vier- bis siebenzähnigen Körbchenhülle halb umschlossen. Die stark reduzierten Blütenkronblätter der weiblichen Blüte sind ohne Lupe nicht zu erkennen. Ihr Griffel trägt zwei Narben.

Bild 7: Fruchtkörbchen der Ambrosia artemisiifolia

Von Stefan.lefnaer - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=51405104

Bei der Reife fallen die Körbchen als Ganzes ab, so dass die Achänen im unteren Teil vom Korbboden und den vier bis sieben Körbchenhüllblättern umschlossen bleiben, die oft an der Spitze Widerhaken tragen. Die 3 bis 4 Millimeter langen und 2 bis 3 Millimeter breiten Achänen sind 1 Millimeter lang geschnäbelt. Ursprünglich konnten die Samen in Mitteleuropa die Fruchtreife wegen mangelnder Frosthärte nicht erreichen. Dies ist heute anders und geht vermutlich auf eine Mutation zurück, die um das jahr 2000 stattgefunden haben muss.

Ambrosia artemisiifolia als Allergen

Die Pollen des Traubenkrauts gehören zu den stärksten Allergie-Auslösern. Bereits ab sechs Pollen pro Kubikmeter Luft reagieren empfindliche Personen allergisch, ab elf Pollen je Kubikmeter wird von einer starken Belastung gesprochen (zum Vergleich: bei Gräserpollen wird eine Konzentration von mehr als 50 Pollen pro Kubikmeter als starke Belastung bezeichnet). Die unbehandelte Allergie kann allergische Reaktionen der Augen und der Atemwege auslösen und im schlimmsten Fall auch zu Asthma führen. Der späte Blütezeitpunkt der Ambrosia von Juli bis Oktober bedeutet eine zusätzliche Belastung der Pollenallergiker durch eine Verlängerung der Pollensaison, wenn Gräserpollen nur noch in geringen Mengen fliegen.

Bild 8: Mikroskopische Aufnahme der gefärbten Pollen von Ambrosia artemisiifolia

Bild von Rolf-Dieter Müller

Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums in München haben herausgefunden, dass sich die allergischen Reaktionen des Beifußblättrigen Traubenkrauts verstärken, wenn sie mit Stickstoffdioxid in Verbindung treten. Dadurch erhöht sich die Anzahl der Allergene und macht sie noch aggressiver.
Eine Kreuzallergie mit Goldrute, Sonnenblume, Kamille, Arnika und anderen Vertretern der Pflanzenfamilie der Korbblütler (Asteraceae oder Compositae) ist möglich.

Bild 9: Ein Pollen unter dem REM

Aus Wikipedia, von Marie Marauja, 16.11.2007, CC BY-SA 3.0

Beschreibung aus Wikipedia.

Präparation:

Die Präparation fand dieses Mal während des Dörnberg-Treffens mit einem verkürzten Protokoll statt. Schlechte Lichtverhältnisse beim Schnitt machen sich besonders bei den Präparaten vom Blatt bemerkbar.

Geschnitten habe ich den frischen Spross freistehend und das frische Blatt in Möhreneinbettung auf dem Handzylindermikrotom mit Leica Einmalklingen im SHK Halter.
Die Schnittdicke beträgt je etwa 50 µm.

Nach einer Schnittfixierung in AFE für ca. 4 Stunden wurden beide Schnitte gut mit Aqua dest. ausgespült. Eine Bleiche z.B. mit Chloralhydrat war nicht notwendig.

Gefärbt habe ich mit frisch angesetztem W3Asim I nach Rolf-Dieter Müller für 7 Minuten mit einmaligem kurzen Erwärmen bis kurz vor den Siedepunkt.
Eine Beschreibung der Färbung findet Ihr hier: W3Asim II im Vergleich auf der Seite des MKB.
Nach der Färbung wurden die Schnitte in Aqua dest. für weitere 3 Stunden mit mehrmaligem Wechsel sanft differenziert.

Eingedeckt sind die Schnitte - nach gründlichem Entwässern in reinem Isopropanol - wie immer in Euparal.

Bild 10: Die Präparation läuft ...



Technik:

Die Aufnahmen sind dann wieder am heimischen Arbeitsplatz auf dem Leica DMLS mit dem 5x NPlan, den 10x, 20x und 40x PlanApos und dem 100x PlanFluotar entstanden. Die Kamera ist eine Panasonic GX7, die am Trinotubus des Mikroskops ohne Zwischenoptik direkt adaptiert ist. Die Steuerung der Kamera erfolgt durch einen elektronischen Fernauslöser, die mechanischen Modelle haben keine Sensortaste und halten maximal 1500 Auslösungen durch. Die notwendigen Einstellungen zur Verschlusszeit und den Weißabgleich führe ich vor den Aufnahmeserien direkt an der Kamera durch. Der Vorschub erfolgt manuell anhand der Skala am Feintrieb des DMLS.

Alle Mikroaufnahmen sind mit Zerene Stacker V1.04 (64bit) gestackt. Die anschließende Nachbereitung beschränkt sich auf die Normalisierung und ein leichtes Nachschärfen nach dem Verkleinern auf die 1024er Auflösung (alles mit XNView in der aktuellen Version). Bei stärker verrauschten Aufnahmen lasse ich aber auch mal Neat Image ran.


Nun zu den Schnitten

Der Spross des Beifußblättrige Traubenkrauts ist rundlich und stark behaart. Der Querschnitt bietet jedoch wenig Überraschungen:

Bilder 11a-d: Spross im Querschnitt, Bilder 11 b&d mit Beschriftung; Färbung W3Asim I, alle aufnahmen gestapelt




Der Querschnitt zeigt einen nahezu klassischen Aufbau: unter der von einer recht dünnen Cuticula bedeckten Epidermis liegt ein mehrlagiges Kollenchym, im darunter liegenden Rindenparenchym sind oberhalb der Sklerenchymkappen der Leitbündel einige sehr kleine Sekretgänge eingelagert, die innen mit einem Drüsenepithel ausgekleidet sind und ein nur sehr kleines Lumen haben. Auch wenn der Leitgewebering mittlerweile geschlossen ist, zeigt sich nur über den initialen Leitbündeln eine Sklerenchymkappe aus verholzten Zellen. Darunter folgt das Phloem und das Xylem mit dazwischen liegendem Cambium (offen kollaterale Leitbündel). Den Abschluss zum Markparenchym bildet das primäre Xylem. Im Markparenchym selbst finden sich, nahe an Leitgewebering, weitere sehr kleine Sekretgänge analog zu denen im Rindenparenchym. Ob der in der Beschreibung angesprochene aromatische Duft wohl auf diese Sekretgänge zurückzuführen ist?
Informationen zu den Abkürzungen in den beschrifteten Bildern 11b&d sowie den folgenden beschrifteten Bildern findet Ihr wie immer auf der Webseite des MKB: Tabelle mit den Kürzeln und den zugehörigen allgemeinen Erläuterungen.

Da ich bei meinen Schnitten die Trichome des Sprosses alle gnadenlos abgesäbelt habe, hier zwei Bilder von Maria Beier, die die unterschiedlichen Haare sehr schön zeigen:

Bilder 12a,b: Trichome am Spross, die Färbung hier ist W3Asim II


Besonders das Bild 12b zeigt sehr schön die beiden unterschiedlichen Arten der jeweils mehrzelligen Trichome. Präparation und Aufnahmen von Maria Beier.

Werfen wir nun einen Blick auf die Leitbündel im Detail:

Bilder 13a-f: Leitbündel, Bilder 13b,d&f mit Beschriftung, Färbung W3Asim I, alle Aufnahmen gestapelt






Wir sehen die bereits in der Bildunterschrift der Bilder 11 beschriebenen Details. Die Sekretgänge am Sklerenchym sind in den Detailaufnahmen besonders gut zu erkennen.

Bilder 14a,b: Ein verirrter Sekretgang und eine Siebplatte, Bild 14b mit Beschriftung, alle Aufnahmen gestapelt


Hier liegt ein Sekretgang eingebettet zwischen der Sklerenchymkappe und dem Phloem. Rechts im Bild zeigt sich die Siebplatte einer Siebzelle. Leider liegt sie sehr tief in der Schnittebene, sodass sie nur sehr unscharf abgebildet ist.

Bevor wir uns dem Blatt zuwenden, hier noch einige Bilder vom frischen, ungefärbten Querschnitt des Sprosses:

Bilder 15a-d: Ungefärbtes Frischmaterial, Bild 15d mit Beschriftung, Bild 15a Einzelaufnahme




Bilder 15b bis D von Maria Beier. Besonders in den letzten beiden Bildern lässt sich das Grün der Chloroplasten erkennen.

Nun zum Blatt.

Bilder 16a-d: Mittelrippe mit Leitbündeln, Bilder 16b&d mit Beschriftung, Färbung W3Asim I, alle Aufnahmemn gestapelt




Die Mittelrippe ist durch Kollenchyme verstärkt, oberhalb des Hauptleitbündels laufen einige Nebenleitbündel, die, wie in den Bilder 16a&b zu sehen, in die Blattspreite abzweigen.
Auch die Blattspreite ist mit Trichomen besetzt.

Bilder 17a-h: Blattspreite, Bilder 17b,d,f&h mit Beschriftung, Färbung W3Asim I, alle Aufnahmen gestapelt








Die Bilder 14c&d zeigen den Blattrand, in den Bildern 14e&f ist eine auffällige Grube an der Blattoberseite zu erkennen. Dort könnte ein großes Drüsenhaar gesessen haben, ähnlich wie wir es vom Echten Thymians (Thymus vulgaris) kennen:

Bild 18: Vergleichsbild vom Echten Thymians (Thymus vulgaris), Färbung W3Asim II

Blattquerschnitt vom Echten Thymian mit Drüsenhaaren auf der Blattoberseite. Diese sitzen in kleinen Gruben, wie sie sich auch auf der Blattoberseite von Ambrosia artemisiifolia zeigen.

Leider zeigen sich in den Gruben beim Beifußblättrige Traubenkraut nicht mal Reste solcher Drüsenhaare. Ihr Vorhandensein ist allerdings recht wahrscheinlich, was dann - eher als die Sekretgänge im Spross - den beschriebenen aromatischen Duft erklären würde.

Zum Schluss des Beitrags möchte ich noch einige Auflichtaufnahmen vom männlichen Blütenkörbchen zeigen, die in Zusammenarbeit mit Klaus Herrmann entstanden sind bzw. von Maria Beier erstellt wurden.

Bild 19: Die männliche Korbblüte hängt glockenartig am Blütenstand und ist somit nach unten geöffnet


Bilder 20a-d: Ein Blick in die männliche Blüte




Durch einen Mechanismus werden, anders als bei vielen anderen Pflanzen, die Pollen aus den Antheren gedrückt. Das Bild 20d zeigt eine leere Anthere.

Vielen Dank fürs Lesen, Anregung und Kritik sind wie immer willkommen!

Herzliche Grüße
Jörg
« Letzte Änderung: September 22, 2018, 20:55:51 Nachmittag von Fahrenheit »
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limno

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Re: Botanik: Ein Allergen allererster Güte - Ambrosia artemisiifolia *
« Antwort #1 am: September 18, 2018, 15:08:15 Nachmittag »
Hallo Jörg,
danke für diesen, wie stets sehr informativen  und liebevoll bebilderten Beitrag!
Ästhetisches Glanzlicht aber- ganz im Sinne des Wortes- ist die entleerte Anthere. Sieht wunderbar edel und kostbar aus! 8)
Kristallglitzernde Grüße von
Heinrich

Herbert Dietrich

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Re: Botanik: Ein Allergen allererster Güte - Ambrosia artemisiifolia *
« Antwort #2 am: September 18, 2018, 15:39:01 Nachmittag »
Hallo Jörg,

vielen Dank für den schönen, umfangreichen interessanten Beitrag über diese gefährlichste Pflanze Deutschlands.
Bist Du noch nicht tot umgefallen?

Bei uns wurde voriges Jahr ein Bestand an der Bundesstraße sehr kostspielig mit Dampf vernichtet! heuer war sie schon wieder da.
Ich möchte nicht verharmlosen, aber da es sich um eine einjährige Pflanze handelt, sollte eine regelmäßige Mahd vor der Blüte den
Bestand doch in Grenzen halten.

Herzliche Grüße
Herbert

hajowemo

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  • Jochen Mooßen
Re: Botanik: Ein Allergen allererster Güte - Ambrosia artemisiifolia *
« Antwort #3 am: September 18, 2018, 17:41:26 Nachmittag »
Lieber Jörg,
einfach nur toll dieser Beitrag.
Ich danke dir für die Arbeit die geleistet wurde.
Ich habe wieder einiges dazu gelernt.
Liebe Grüße
Jochen
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Man sieht nur mit dem Herzen gut.
Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

Fahrenheit

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Re: Botanik: Ein Allergen allererster Güte - Ambrosia artemisiifolia *
« Antwort #4 am: September 18, 2018, 21:37:31 Nachmittag »
Liebe Freunde,

vielen Dank für Euer Lob, das mich sehr freut!

Lieber Heinrich,

das Bild von der leeren Anthere ist von Maria Beier und ich finde es ebenfalls faszinierend.
Sie freut sich sicherlich auch über Deinen Kommentar.
Hast Du das eine Pollenkorn entdeckt, das da noch zwischen den "Fingern" klebt?

Lieber Herbert,

nein, ich konnte mich grad noch auffangen. ;)
Bisher hatte ich mit Gräsern und Co nie Probleme und hoffe, das bleibt auch so, obwohl ich mich eine ganze Weile in der Nähe der Ambrosie aufgehalten, sie gar angefasst (sind meine Finger in Bild 6) und präpariert habe.
Man kann nachlesen, dass dem Amerikanischen Gesundheitssystem jährlich ein dreistelliger Millionenbetrag an Kosten durch Ambrosia-induzierte oder verstärkte Allergien entstehen, aber ich mag mir da kein Urteil erlauben ...

Lieber Jochen,

wunderbar, das freut mich!

Euch allen herzliche Grüße
Jörg
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limno

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Re: Botanik: Ein Allergen allererster Güte - Ambrosia artemisiifolia *
« Antwort #5 am: September 18, 2018, 22:02:50 Nachmittag »
Guten Abend Jörg,
das blassgelbe Pollenkorn bei "neun Uhr" habe ich entdeckt.
Eine geruhsame Nacht wünscht allen

Heinrich

Alex H.

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Re: Botanik: Ein Allergen allererster Güte - Ambrosia artemisiifolia *
« Antwort #6 am: September 19, 2018, 20:58:59 Nachmittag »
Hallo Jörg,

vielen Dank für den interessanten Beitrag und die informativen Bilder!
Sehr interessant finde ich die Aufnahmen der Fruchtkörbchen und der Pollen, der Blüten und der Anthere. Das Foto der hergerichteten Chemikalien und Utensilien ist für mich als Einsteiger ebenfalls sehr interessant. So kann ich mir eher ein Bild machen wie man solche Dinge aufbewahrt, vorbereitet und anwendet.

Grüße
Alex
« Letzte Änderung: September 19, 2018, 21:01:36 Nachmittag von Alex H. »
Ich befasse mich mit der Botanik, derzeit vorrangig mit Kryptogamen.
Stereolupe: LZOS MBS-10
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Fahrenheit

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Re: Botanik: Ein Allergen allererster Güte - Ambrosia artemisiifolia *
« Antwort #7 am: September 20, 2018, 08:53:01 Vormittag »
Lieber Alex,

danke für Dein Lob und schön, dass der Beitrag für Dich nützlich war.

Herzliche Grüße
Jörg
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koestlfr

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Re: Botanik: Ein Allergen allererster Güte - Ambrosia artemisiifolia *
« Antwort #8 am: September 20, 2018, 18:43:46 Nachmittag »
Lieber Jörg!

Du hast Dich wieder einmal selbst übertroffen! Toller, interessanter Beitrag!

Die dicken Trichome erinnern mich ein bisschen an Cannabis ... :-)
Liebe Grüße
Franz

Hans-Jürgen Koch

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Re: Botanik: Ein Allergen allererster Güte - Ambrosia artemisiifolia *
« Antwort #9 am: September 21, 2018, 07:22:14 Vormittag »
Lieber Jörg,

lehrreicher Beitrag, gefällt mir sehr gut.

Gruß

Hans-Jürgen
Rück die Dinge ins richtige Licht und sie werden leuchten.

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Fahrenheit

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Re: Botanik: Ein Allergen allererster Güte - Ambrosia artemisiifolia *
« Antwort #10 am: September 21, 2018, 16:41:05 Nachmittag »
Lieber Franz, lieber Hans-Jürgen,

auch euch vielen Dank für Euer Lob, dass natürlich genau so für die Kolleginn und die Kollegen gilt, die an dem Thread mitgewirkt haben!

Ich habe gestern noch ein Pollenpräparat von Rolf-Dieter bekommen, von dem ich ein paar Bilder gemacht habe, die ich Euch nicht vorenthalten will:

Bilde 21 a-d: Pollen mit Maßstab, die Färbung ist Fuchsin.





Allen herzliche Grüße
Jörg
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güntherdorn

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Re: Botanik: Ein Allergen allererster Güte - Ambrosia artemisiifolia *
« Antwort #11 am: September 22, 2018, 14:00:40 Nachmittag »
der wahnsinn!!! einfach klasse (wie immer)
danke,
günther
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günther dorn
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Herbert Dietrich

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Re: Botanik: Ein Allergen allererster Güte - Ambrosia artemisiifolia *
« Antwort #12 am: September 22, 2018, 17:13:49 Nachmittag »
Lieber Jörg,

phantastisch der Nachschlag, dass so schöner Pollen so ein Allergen ist.

Im Nachbargarten wächst gerade eine Ambrosia in einer Blumenwiese, ich verhalte mich mal still,
vielleicht kommt sie zur Blüte und ich kann Pollen ernten?

Herzliche Grüße

Herbert

Wutsdorff Peter

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Re: Botanik: Ein Allergen allererster Güte - Ambrosia artemisiifolia *
« Antwort #13 am: September 22, 2018, 17:16:24 Nachmittag »
Lieber Jörg,
ich erstarre vor Ehrfurcht!!
Ein toller Beitrag
Gruß vom Halblaien  Peter

Fahrenheit

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Re: Botanik: Ein Allergen allererster Güte - Ambrosia artemisiifolia *
« Antwort #14 am: September 22, 2018, 20:33:05 Nachmittag »
Liebe Freunde,

abermals vielen Dank für Euer Lob, das ich gerne mit maria Beier, Klaus Hermann und Rolf-Dieter Müller teile!

Lieber Herbert,

sobald die glockenförmigen männlichen Blütenkörbchen einige gelbe Blütenblätter wie in den Bildern 20a & c zeigen, ist es so weit.

Rolf-Dieter Müller hat die unbehandelten Pollen mit Fuchsin gefärbt und in Glyceringelatine eingeschlossen. Ich bin mir sicher, er erläutert hier im Thread kurz, wie er das genau gemacht hat.

Allen herzliche Grüße
Jörg
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