Autor Thema: Mikroskop-Werkzeuge im 3D-Druck  (Gelesen 3478 mal)

ImperatorRex

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Re: Mikroskop-Werkzeuge im 3D-Druck
« Antwort #15 am: März 08, 2019, 17:09:59 Nachmittag »
Hallo,
ich bin ja Fan von dem Einblitzen von Hinten  ;) , das geht ja mittels des alten Zeiss Winkel Grundkörpers recht elegant. Beispiele wurden ja bereits einmal im Forum vorgestellt (wenn ich mich recht erinnere, das erste mal von Bernd alias Normarski)



Ziel war hier nur mittels 3D Druck die Adapter zu fertigen, ohne jegliche mechanische Bearbeitung. Das ist auch ganz gut gelungen. Die Modelle habe ich in "FreeCAD" gezeichnet, einer kostenlosen Software. Ich hatte bislang noch keine Vorkenntnisse in der 3D Konstruktion, konnte mich aber mittels YouTube und 4 verschiedener Tutorial Videos die relevanten Techniken aneignen. Naja, nach insgesamt 5 bis 6 Stunden waren dann die unten gezeigten Modelle fertig, die nächsten werden vermutlich weitaus schneller von der Hand gehen :-)





Ausgedruckt hat diese dann ein netter Arbeitskollege (kostenlos). Ich denke der 3D Druck bietet viele Möglichkeiten, respektive wenn man über keine Möglichkeiten zur mechanischen Bearbeitung verfügt.
Toleranzen und Passungen sind natürlich so eine Sache, auch Gewinde müßte man wohl nach wie vor konventionell schneiden.

viele Grüße
Jochen
« Letzte Änderung: März 08, 2019, 17:13:35 Nachmittag von ImperatorRex »

the_playstation

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Re: Mikroskop-Werkzeuge im 3D-Druck
« Antwort #16 am: März 08, 2019, 19:45:23 Nachmittag »
Gute Idee. Ich muß mir für 2x CZJ Mikroskope noch LED Lampen-Halterungen drucken.

Mit Tnkercad sind beide Teile aus Grundformen recht schnell gebastelt. Druck müßte so 3 bis 3,5 Std dauern für beide Teile.

LG Jorrit
« Letzte Änderung: März 08, 2019, 22:39:58 Nachmittag von the_playstation »
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Bob

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Re: Mikroskop-Werkzeuge im 3D-Druck
« Antwort #17 am: März 09, 2019, 07:43:43 Vormittag »
Hallo Jochen,
danke fürs Zeigen, da hast Du ja einen Blitzeinstieg hingelegt!
Das sind auch genau so Teile für die 3D-Druck sich gut eignet: Eher wenig Material gemessen an den Außenabmessungen, moderate mechanische und thermische Beanspruchung. Mit Filament in passender Farbe hat man auch gleich ein robuste gefärbte Oberfläche, die zumindest aus etwas Abstand gut aussieht.

Viele Grüße,

Bob

the_playstation

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Re: Mikroskop-Werkzeuge im 3D-Druck
« Antwort #18 am: März 09, 2019, 10:54:27 Vormittag »
Ich versuche immer die Druckzeit zu minimieren. 2-3 Std. sind gute Werte. Bei 8 Std. schmeiße ich es vor der Arbeit/Dienst an, ... Dann ist es fertig, wenn ich zurückkomme.

PLA läßt sich ja leider schlecht chemisch glätten. Mit Grundieren + Lackieren, ... geht es aber recht gut. Oder mit Schleifpapier glätten.
Schwarz oder grau/silber ist wohl in vielen Fällen optisch nicht die schlechteste Wahl.

LG Jorrit
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Peter V.

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Re: Mikroskop-Werkzeuge im 3D-Druck
« Antwort #19 am: März 09, 2019, 13:30:35 Nachmittag »
Hallo,

trotz meiner Bewunderung für alle, die mit dieser Technik umgehen können und sich insbesondere in ein CAD-Programm eingearbeitet haben, erlaube ich mir ganz allgemein einen etwas ketzerisch anmutenden Kommentar zur 3-D-Drucktechnik:

Im Vergleich zu anderen Technologien (z.B. Smartphones) entwickelt für meine Begriffe die 3-D-Drucktechnik (zumindest im bezahlbaren nichtprofessionellen Bereich) doch erstaunlich langsam und ist weit von dem entfernt, was man sich wohl vor vielen Jahren einmal versprochen hat. Obgleich es sie ja nun auch schon ziemlich lange gibt, ist sie nach wie vor etwas für Profis oder engagierte Bastler geblieben, ich sehe auch nicht, dass es Ansätze gibt, den Massenmarkt zu erobern. Die erreichbare Druckqualität ist sicher für den hiesigen Einsatzbereich - wo es nicht auf Ästhetik ankommt - ausreichend, aber die Oberflächen sind ja - objektiv betrachtet - nach wie vor eher unschön, selbst bei längeren Druckzeiten. Und das Gestalten von Teilen mit mehr oder weniger komplexen Programmen scheint ja auch nicht wirklich einfach und intuitiv zu sein, wenn man diesbezüglich über keine Vorkenntnisse verfügt.
Natürlich wird es in den letzten Jahren gewisse Fortschritte gegeben haben, diese sind aber längst nicht so, dass diese geräte geeignet wären, einen Massenmarkt zu erreichen.
Ich will damit den Nutzen für die Konstruktion von Prototypen bzw. Einzelstücken für bestimmte Zwecke (wie hier eben diverse Adapter) nicht in Frage stellen. Aber ich habe den Eindruck, dass die Entwicklung in diesem Bereich erstaunlich stagniert, wenn man bedenkt, dass schon vor sicher mehr als 10 Jahren prophezeit wurde, dass in wenigen Jahren praktisch jeder seine Gebrauchsgegenstände selbst drucken könne.
Ich habe vor 4 oder 5 Jahren bei Shapeways Orthoplan-Lichtschachtdeckel drucken lassen. ich bin froh, dass es diese Tehnologie gibt und es wäre wohl ansonsten extrem schwierig, diese in kleiner Zahl - mit welcher Technik auch immer - zu produzieren. Ich muss aber zugeben, dass die Oberfläche (matt, Anmutung wie grobkörniges Schmirgelpapier) eigentlich ohne Nachbearbeitung mit Füller und Lackierung inakzeptabel war.

Herzliche Grüße
Peter


« Letzte Änderung: März 10, 2019, 10:30:48 Vormittag von Peter V. »
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the_playstation

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Re: Mikroskop-Werkzeuge im 3D-Druck
« Antwort #20 am: März 10, 2019, 09:24:30 Vormittag »
Hallo Peter

Da gebe ich Dir Recht. Es hat sich wenig getan, die Druckzeiten sind immer noch recht lang, .... Für Einzelteile für den Hobbybereich hat sich der 3D Drucker aber etabliert. Ob nun für den Modellbauer gerade im Bereich RC Modellbau wie für mich z.B. für Gehäuse für meine Platinen. So habe ich für meine PLL DSP UKW Stereo Radio Platine ein Passendes Gehäuse mit Batteriehalterung, Displayöffnung, 2x Inkrementgeberöffnungen, USB Anschluß Loch und Klinkenanschlußloch für den Kopfhöreranschluß oder ein Gehäuse für ein DIY Oszilloskop gedruckt. Teile, die es so nicht gibt. Und nahezu alle erhältlichen Gehäuse passen oft nicht, sehen hässlich aus, ........

Für Mikroskopie Adapter, Roboterbau, Modellbau, Elektroniker, Herstellung von lustigen Gimmicks, ... gut.
Für viele Dinge aber nicht so geeignet.

Es bleibt, daß es für bestimmte Anwendungen ideal ist. Für andere, gerade Massenherstellung, sich überhaupt nicht eignet.

Was sich verbessert hat?
Es gibt heute 100000de fertige 3D Vorlagen kostenlos zum Download, kostenlose CAD Programme, .... Die Community hat sich entwickelt und es ist gut, daß es ein quasi freier Markt + Public Domain geblieben ist.

Die Drucker sind recht günstig geworden und man bekommt Sie quasi fertig und funktionsbereit für 250,-
Es gibt kleine Verbesserungen wie z.B. die Ultrabase meines Druckers, die die Haftung beim Druck verbessert und man danach, nach dem Abkühlen, das fertige Stück einfach, wie von alleine abnehmen kann, ohne es abkratzen, ... zu müssen.

Hier ein RC Modellflugzeug nahezu komplett aus dem 3D Drucker:
https://www.youtube.com/watch?v=EDppqGm-x0I

Robotspinne:
https://www.youtube.com/watch?v=Yo2TUIEXJig

Hier ein einfacher Objektträgerhalter für Zeissmikroskope:
https://www.thingiverse.com/thing:243580

oder
https://www.thingiverse.com/thing:2816047

LG Jorrit
« Letzte Änderung: März 10, 2019, 10:03:57 Vormittag von the_playstation »
Die Realität wird bestimmt durch den Betrachter.

Bob

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Re: Mikroskop-Werkzeuge im 3D-Druck
« Antwort #21 am: März 10, 2019, 15:50:14 Nachmittag »
Hallo zusammen,

aus meiner Sicht hat sich eine ganze Menge getan in den gerade mal 12,5 Jahren seit den ersten Erfolgen der Reprap-Projekts. Die drei 3D-Druck -Technologien wurden ja schon viel früher erfunden, aber wurden bedingt durch Patente nur durch wenige Firmen genutzt und weiterentwickelt. Wenn man die Entwicklung von vor dem Reprap-Projekt bis heute betrachtet, und einige unrealistische Erwartungen außen vor lässt, dann ist das Tempo schon sehr beachtlich. Nach meinem Eindruck startete das Projekt mit Leuten, die gerade von Mechanik-Konstruktion nicht so viel Ahnung hatten. Erste Erfolge führten zu einer berechtigten Euphorie, die von außenstehenden so interpretiert und medial breitgewalzt wurde, dass bald in jedem Haushalt neben der Mikrowelle ein 3D-Drucker stehen würde. Das war natürlich nicht sehr realistisch.

Leute, die sich in den Anfangsjahren mit 3D-Druck beschäftigt haben, und heute nach einer längeren Pause wieder einsteigen, sind ziemlich erstaunt, wie weit die Technik sich entwickelt hat. Da die meisten wirklichen Fortschritte open source sind, wird keine Werbung gemacht und auch bedeutende Neuerungen fallen erst auf, wenn man näher hinsieht. So bekommt man heute günstig fertige Drucker zu kaufen, die man zwar bedienen, aber nicht erst zusammenbauen oder zwingend zurecht optimieren können muss. Für einen optimalen Betrieb bleibt noch einiges zu tun, aber das kommt schon bald.

Die Erwartungen müssen dabei realistisch bleiben: Das 3D-Drucken von Metallteilen wird wohl nicht so schnell zu Hause sinnvoll zu machen sein, so wie man sich auch eher keine Tiefziehpresse, Spritzgussmaschine oder Drahterodiermaschine zu Hause hinstellt.
Die Serientauglichkeit ist auch gar nicht so schlecht: Ein Heim-3D-Drucker kostet vielleicht 0,1% bis 1% einer Spritzgussmaschine. 100 bis 1000 3D- Drucker schaffen auch schon ganz schön was weg. Allein für den Preis eines größeren Spritzgusswerkzeugs bekommt man schon 100 Drucker. :o

Wenn man die deutlichen Beschränkungen des Einsatzbereichs akzeptiert, kann man allerhand damit machen.

Viele Grüße,

Bob

the_playstation

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Re: Mikroskop-Werkzeuge im 3D-Druck
« Antwort #22 am: März 10, 2019, 21:18:37 Nachmittag »
Hallo Bob

Sehe ich genau so! Für zu Hause gibt es kleine aber wesentliche Verbesserungen, die die Bedienung enorm erleichtern.
Günstige, fertige Drucker
Immer mehr bessere und kostenlose Programme
Immer mehr schon fertige Vorlagen
Doppel-Extruder, Stützmaterial, ...
Mehr Kunststoffarten, ...
Verbesserte Details wie beheizbare Bauplatte, Extruder-Kühlungen durch Lüfter, Ultrabase, ....

Es ist eher eine kleine, langsame Entwicklung. Im übrigen auch nicht anders als bei Mikroskopen. ;)

LG Jorrit
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Alfred Schaller

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Re: Mikroskop-Werkzeuge im 3D-Druck
« Antwort #23 am: März 11, 2019, 15:29:28 Nachmittag »
Hallo zusammen,
letztlich ist  es m.E. doch so:
Es gibt neue Technologien, die recht schnell "durchstarten" - das sind meiner Meinung nach nur eine kleine Zahl.
Wie ich die letzten Jahrzehnte beobachten konnte, gilt aber für die meisten Neuheiten (Technologien, Materialien usw.): Nach viel Furore bei der Ankündigung und tollen Beschreibungen, was man mit der Neuheit alles machen kann, folgt eine ruhigere Phase und letztlich finden diese Neuheiten ihre Nische bzw. ihren eigentlichen Platz, an dem sie sich langsam und sicher entwickeln können.
Viele Grüße
Alfred Schaller
- gern per Du  / Vorstellung -

the_playstation

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Re: Mikroskop-Werkzeuge im 3D-Druck
« Antwort #24 am: März 11, 2019, 17:19:05 Nachmittag »
3D Druck hat sich quasi bei Einzelanfertigungen im hobbybereich durchgesetzt. Es ist sehr vorteilhaft, sich z.B. ein perfektes Dimmerkästchen zu drucken. Aufgrund der Druckzeit ist es aber völlig unsinnig, eine Serie von Dimmergehäusen zu drucken. D.h. ist die Technik völlig unsinnig für die Serienherstellung. Höchstens zum Testen von Prototypen.

Aber für den Einzelnen doch interessant. Z.B. um einen fehlenden Zeiss-Adapter mit Schwalbe zu drucken, der noch fehlt oder einen Filterhalter.

Im Modellbaubereich z.B. den gebrochenen Achsträger vom RC Auto nachdrucken, eine Schiffsschraube, ...... Bei mir z.B. gerade Gehäuse für div. kleine Platinen, die bisher ihr Schattendasein in einer Fertigprojekte-Kiste fristeten. Ich kann jetzt halt für jede Platine ein individuelles Gehäuse drucken, wo schon alle Schraubenbefestigungen, Löcher für Displays, .... enthalten sind.

Oder halt eine Kameraadaption für die man bei Ebay eine halbe Ewigkeit suchen müßte, ....

Der Einsatz ist zwar begrenzt. Aber ein mind. genau so sinnvolles Werkzeug wie Schraubendreher oder Dremel. Und die Maßhaltigkeit ist recht gut.
Das zeigen schon Vorlagen wie Legosteine, die man auch zusammen mit den Originalsteinen nutzen kann.

LG Jorrit
Die Realität wird bestimmt durch den Betrachter.

Bob

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Re: Mikroskop-Werkzeuge im 3D-Druck
« Antwort #25 am: März 11, 2019, 18:32:28 Nachmittag »
Hallo Alfred,
ich finde Deine Beschreibung ganz treffend für den 3D-Druck und mit den Parallelen zu anderen neuen Technologien hast Du auch einen interessanten Aspekt ins Spiel gebracht. So ein Heim-3D-Drucker ist wirklich ein Nischenbewohner, und anfängliche Enttäuschungen kamen oft von mangeldem Anwenderwissen und Einsatzideen außerhalb der Nische.

Hallo Jorrit,
hier wäre ein Beispiel für die Serienfertigung mit dem 3D-Drucker: https://www.youtube.com/watch?v=qqQzTvvrXo8&vl=de

Viele Grüße,

Bob

Mikroman

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Re: Mikroskop-Werkzeuge im 3D-Druck
« Antwort #26 am: März 11, 2019, 18:50:57 Nachmittag »
Moin Leute,

also ich glaube, dass das Potenzial des 3D-Drucks (es gibt auch schon 4D-Druck), hier unterschätzt wird. Vor zwei Jahren fing ich  mit Detailrecherchen zu diesem Thema an (im Rahmen eines Buchprojektes). Man kann mittlerweile Autokarossen und selbst ganze Häuse in 3D drucken.

ABER - mittlerweile hält der 3D-Druck Einzug in die Serienfertigung:

https://www.ideenwerkbw.de/serienfertigung-mit-3d-druck-ein-megatrend/

https://www.canto-web.de/teilerfolge-beim-3-d-druck-in-der-serienproduktion.html

https://evo-tech.eu/serienproduktion

https://www.autocad-magazin.de/3d-druck-weiterer-schritt-zur-additiven-serienfertigung

Einfach mal googeln unter "additiver Serienfertigung". Die Vorteile sind evident.

Gruß
Peter
Zu sehr auf sich selbst zu beharren,
ist ein unvernünftiges Vergeuden der Weltsubstanz (Juarroz, 9. Vertikale Poesie,1)

Peter V.

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Re: Mikroskop-Werkzeuge im 3D-Druck
« Antwort #27 am: März 11, 2019, 18:55:41 Nachmittag »
Hallo,

oder so.....

https://www.wp.de/wirtschaft/wirtschaft-in-nrw/fuer-12-000-euro-grohe-praesentiert-armatur-aus-3-d-drucker-id216621521.html

Will ich auch haben!! Ich werde wohl die nächsten Tage ein paar Mikroskope zur anbieten  ;)

Hezrliche Grüße
Peter
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Mikroman

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Re: Mikroskop-Werkzeuge im 3D-Druck
« Antwort #28 am: März 11, 2019, 19:05:25 Nachmittag »
Hallo Namensvetter,

da wirst Du Dich wohl von einigen Sahneschnittchen trennen müssen  ;)

Gruß
Peter
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Bob

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Re: Mikroskop-Werkzeuge im 3D-Druck
« Antwort #29 am: März 11, 2019, 19:55:46 Nachmittag »
Hallo zusammen,

es gibt ja auch im konventionellen Bereich Dinge, die sich sehr gut herstellen lassen, und andere, die man nur sehr schwer in den Griff bekommt und die keiner gerne anbietet. Teile, die sich durch Änderung der Spannungen im Material verformen, dünnwandige Teile, die mühselig zu spannen sind, Werkstoffe, die Ärger machen, merkwürdige Formen, die mehrfaches Umspannen erfordern.  Mir war vor einer Weile mal die Stellenanzeige eines Herstellers von küstlichen Gelenken aufgefallen, der einen 3D-Druck-Fachmann suchte, um dieses Verfahren in der Firma aufzubauen.

Zu Bobs Unvollendeten gehört derzeit noch eine Stromabschaltung per Rauch- und Temperaturmelder. Die moderne "Marlin"-Firmware bietet zwar schon sehr gute Sicherheitsalgorithmen, aber etwas feuergefährlich ist so ein 3D-Drucker schon. Länger aus dem Haus gehe ich daher nicht, wenn ein Drucker läuft. So richtig lange Drucke sind für mich auch schon wieder "außerhalb der Nische". Entweder das Teil ist einigermaßen zügig zu drucken, oder ich lasse es bleiben.

Viele Grüße,

Bob