Autor Thema: Nikon D800 am Mikroskop  (Gelesen 1935 mal)

micropol

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Nikon D800 am Mikroskop
« am: Januar 03, 2019, 22:04:00 Nachmittag »

 Hallo Foristen !

 Wer hat mit der Nikon D800 (36MP) schon am Mikroskop gearbeitet ? Bringt die hohe Auflösung noch was ?

 Beispiel bei Aufnahmen in Pol Durchlicht mit guten niedrigvergrößernden Objektiven,Objekte mit sehr feinen Strukturen.

 Und nicht zu vergessen Top Kondensoren.Generell habe ich schon festgestellt : Die APS-C Aufnahmen und Vollformat

 jeweils Canon (700D/6D) da ist ein sichtbarer Unterschied beim Vergrößern und der Auflösung.DAnke Euch.

 Grüße Hermann

 PS: Probiert mit endlich Optik + NFK2,5 und unendlich direkt am Trinoausgang.

Rawfoto

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Re: Nikon D800 am Mikroskop
« Antwort #1 am: Januar 03, 2019, 22:34:45 Nachmittag »
Guten Abend

Ich, gibt aber nur Ausschuss. Sie baut zu viele Vibrationen ...

Die optimale Lösung von Nikon ist die D850, die D810 hat auch schon einen elektronische Verschluss. Mit den letzten beiden habe ich zusammen 300 000 Auslösungen im Mikro- und Makrobereich ...

Liebe Grüße

Gerhard
Gerhard
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Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...

Peter V.

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Re: Nikon D800 am Mikroskop
« Antwort #2 am: Januar 03, 2019, 22:37:10 Nachmittag »
Hallo,

aber jetzt mal im Ernst: Für Polbilder auskristallisierter Substanzen 36 MP ? ? ? Selbst bei feinen Strukturen...

Oder sollen die Bilder auf eine 10 Meter-Plakatwand?

Herzliche Grüße
Peter



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sushidelic

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Re: Nikon D800 am Mikroskop
« Antwort #3 am: Januar 04, 2019, 10:28:38 Vormittag »
Hallo Hermann,

alle meine Bilder sind mit einer D800 entstanden. Der Shuttershock ist teilweise problematisch, abhängig von Stativ, Vergrößerung, Belichtungszeit etc. Ich habe da meinen Weg "drumherum" gefunden, aber die von Gerhard erwähnten 810d oder 850d wären die deutlich bessere Wahl.

LG Michael

Silber_und_Licht

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Re: Nikon D800 am Mikroskop
« Antwort #4 am: Januar 04, 2019, 10:38:48 Vormittag »
Moin in die Runde!

Wie zum Teufel habe ich bloß jemals scharfe Mikro-Aufnahmen auf Kodachrome 25 und Velvia 50 ganz ohne elektronischen Verschluss sondern mit den eingebauten Schlitzverschlüssen von Leicaflex/Leica und CONTAX RTS III zustande gebracht??!!! - und das womöglich auch noch von bewegten Präparaten ... wie war das doch gleich? Komisch, wie schnell über lange Zeit erworbenes Wissen flöten geht - wo es doch an und für sich gerade in der heutigen Zeit schnell und problemlos hervor zu holen wäre.

Nachdenkliche Grüße und ... Prosit Neujahr!

Wolfgang
« Letzte Änderung: Januar 04, 2019, 10:45:55 Vormittag von Silber_und_Licht »
"Du" fänd' ich ganz in Ordnung.

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Klaus Herrmann

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Re: Nikon D800 am Mikroskop
« Antwort #5 am: Januar 04, 2019, 10:42:44 Vormittag »
Zitat
Wie zum Teufel habe ich bloß jemals scharfe Mikro-Aufnahmen auf Kodachrome und Velvia ganz ohne elektronischen Verschluss zustande gebracht??!!! - und das womöglich auch noch von bewegten Präparaten ... wie war das doch gleich?

Hallo Wolfgang, lass mich raten: bei den beweglichen Objekten hast du geblitzt
Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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Silber_und_Licht

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Re: Nikon D800 am Mikroskop
« Antwort #6 am: Januar 04, 2019, 10:47:16 Vormittag »
Zitat
Wie zum Teufel habe ich bloß jemals scharfe Mikro-Aufnahmen auf Kodachrome und Velvia ganz ohne elektronischen Verschluss zustande gebracht??!!! - und das womöglich auch noch von bewegten Präparaten ... wie war das doch gleich?

Hallo Wolfgang, lass mich raten: bei den beweglichen Objekten hast du geblitzt

Lieber Klaus,

wenn Du da als alter Hase noch raten musst, ist das aber traurig ...  ;)
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Peter V.

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Re: Nikon D800 am Mikroskop
« Antwort #7 am: Januar 04, 2019, 10:47:19 Vormittag »
Hallo Wolfgang,

ja genau - wie hast D u das gemacht? Ich kenne ja die analoge Mikrofoto-Ära nicht, aber seinerzeit wurde doch (meines Wissens) genau deshalb oft geblitzt. Oder es gab Zentraverschlüsse. Oder es wurde lange belichtet. Oder Kamera und Mikroskopstativ wurden getrennt.

Fakt ist doch, dass es die Problematik mit den aktuellen DSLRs gibt, das bilden sich die Nutzer doch nicht ein!? Heike (aus dem Focusstackingforum) hat die negativen Auswirkungen des Verschlußschlages ja mal in einer kleinen Versuchsreihe mit diversen Belichtungszeiten an einer Nikon deutlich gezeigt.

Also - verrat uns mal das Geheimnis  ;)

Herzliche Grüße
Peter
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sushidelic

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Re: Nikon D800 am Mikroskop
« Antwort #8 am: Januar 04, 2019, 10:55:50 Vormittag »
Ich tippe mal auf Entkoppelung von Kamera und Mikroskop... Ein passender Zeiss - Ständer war ja gerade im Mikromarkt ;)

sushidelic

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Re: Nikon D800 am Mikroskop
« Antwort #9 am: Januar 04, 2019, 11:02:47 Vormittag »
Oder man nimmt den Axiomat. Da kannste auch mit dem Hammer draufhauen und es wackelt nix!

Silber_und_Licht

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Re: Nikon D800 am Mikroskop
« Antwort #10 am: Januar 04, 2019, 11:07:00 Vormittag »


Also - verrat uns mal das Geheimnis  ;)

Herzliche Grüße
Peter

Lieber Peter,

so viel Geheimnis ist da nicht. Es gab unter Mikrophotographen mal den Spruch:"Wer einmal blitzt, blitzt immer!" Einmal die Blitzanlage richtig eingerichtet - und das wäre heute, mit dem elektronischen "Polaroid" und Belichtungsdiagramm ganz entschieden weniger ein Problem als zu Filmzeiten - und dann blitze ich alles was mir unters Objektiv kommt. Dank hoher Empfindlichkeiten jenseits aller Filmemulsionstechnik, verbunden mit hoher Rauscharmut reicht das Licht auch für richtig lichtschwache Situationen wie z.B. Auflicht-Dunkelfeld mit niedrig vergrößernden Objektiven, in aller Regel aus.

Selbst die Blitzautomatik vergangener Zeiten lässt sich in Verbindung mit vielen modernen Kameras vernachlässigen, weil die elektronische Aufnahmetechnik viel variabler und schneller ist als die Blitztechnik zu Filmzeiten. Deshalb benutze ich auch nach wie vor meine Blitzdoppelkollektoren und die passenden Blitzgeräte dazu mit sehr zufriedenstellendem Erfolg, beispielsweise den von einem gewissen Herrn Jürgen S. aus H.  ;) oder auch meine GOSSEN Glasfaser-Leuchten mit eingebautem Blitzgerät am Stereomikroskop.

Das Blitzen hat überdies den Vorteil, dass eben nicht nur die Verschluss- und Spiegelschwingungen in ihren Auswirkungen gehemmt werden, sondern auch alle anderen äußeren mechanischen Einflüsse. Wie unangenehm gerade bei Wasserpräparaten ein nicht optimal stabiler Arbeitstisch sein kann, brauche ich ja hier wohl nicht zu erläutern.

Übrigens, die NIKON D800 mit ihren 36MP zeichnet sich auch durch eine gehörige Rauscharmut aus ... wenn man nämlich die beispielsweise bei 12000ASA aufgenommenen Bilder von 36 MP auf 18MP herunter rechnet. Dann reicht die Detailwiedergabe immer noch bestens für die allermeisten Anwendungen (eigentlich genügen für Mikro meist noch weniger MP) und die Rauschartefakte verschwinden ganz ohne Zuhilfenahme von Glättungsfiltern im Nirvana.

Freundliche Grüße

Wolfgang
« Letzte Änderung: Januar 04, 2019, 11:26:44 Vormittag von Silber_und_Licht »
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Silber_und_Licht

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Re: Nikon D800 am Mikroskop
« Antwort #11 am: Januar 04, 2019, 11:09:36 Vormittag »
Ich tippe mal auf Entkoppelung von Kamera und Mikroskop... Ein passender Zeiss - Ständer war ja gerade im Mikromarkt ;)

Ja, das predige ich seit anno dunnemal. Ich hab´ von dem "Turmbau zu Babel" auf einem Mikroskop noch nie viel gehalten.

Es ist ja nun nicht so, dass der Verschluss von sich aus für verwackelte Bilder sorgt, sondern Vibrationen versuchen kann, die seine Umgebung (Kamera/Sensor und Mikroskop)zum Schwingen veranlasst. Das heißt im Umkehrschluss, ich muss vermeiden dass diese Vibration die Umgebung zum Schwingen bringt, d.h. ich muss die Kamera da oben eben nicht irgendwie, mehr schlecht als recht auf eine Turmspitze setzen kann sondern sie in irgendeiner Weise fest(!) verbaue. Dann is auch Ruhe!
« Letzte Änderung: Januar 04, 2019, 11:22:56 Vormittag von Silber_und_Licht »
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Silber_und_Licht

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Re: Nikon D800 am Mikroskop
« Antwort #12 am: Januar 04, 2019, 11:09:59 Vormittag »
Oder man nimmt den Axiomat. Da kannste auch mit dem Hammer draufhauen und es wackelt nix!

 :) :) :) ;D

Der o.a. Jürgen S. aus H. hat hier im Forum vor einiger Zeit übrigens noch eine sehr schöne, ehemals sauteure und heute geradezu billige Lösung in die Waagschale geworfen. Man könnte auch eine alte MC 63 so umstricken, dass man anstelle des alten M35 Kamera-Gehäuses eine moderne Digitalkamera ansetzt. Dann hat man mit dem in die MC63 integrierten Magnetverschluss eine bestens durchdachte Verschluss-Lösung die bar jeder Erschütterung arbeitet - und blitzen könnte man dann auch noch. Was will man mehr?
« Letzte Änderung: Januar 04, 2019, 11:15:21 Vormittag von Silber_und_Licht »
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Re: Nikon D800 am Mikroskop
« Antwort #13 am: Januar 04, 2019, 11:24:13 Vormittag »
Lieber Wolfgang,

Zitat
Was will man mehr?

Das kann ich Dir sagen: Eine Kamera, die ich einschalte und die auf Knopfdruck ein richtig belichtetes und scharfes Bild liefert.  ;) Und das ist ja kein frommer Wunsch, sondern sehr einfach durch die richtige Kamera lösbar - nämlich eine Kamera mit verschlußschlagfreiem Liveview.
Wieso sollte man also eine Kamera nehmen, die diese Bedingung nicht effüllt, um dann mit viel Aufwand eine Blitz zu installieren oder manuell an einem MC63 jeweils die Belichtungszeit eizustellen?
Viele Wege führen nach Rom und jeder kann seinen Weg finden, aber der Wege über eine verschlußschlagfreie Kamera ist doch der einfachste - es sei denn, man muss aufgrund der Objekte, die man fotografiert, ohnehin blitzen.

Herzliche Grüße
Peter
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Silber_und_Licht

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Re: Nikon D800 am Mikroskop
« Antwort #14 am: Januar 04, 2019, 11:52:05 Vormittag »
Lieber Wolfgang,

Zitat
Was will man mehr?

Das kann ich Dir sagen: Eine Kamera, die ich einschalte und die auf Knopfdruck ein richtig belichtetes und scharfes Bild liefert.  ;) Und das ist ja kein frommer Wunsch, sondern sehr einfach durch die richtige Kamera lösbar - nämlich eine Kamera mit verschlußschlagfreiem Liveview.

Das tut meine Kamera völlig problemlos mit jeder Art von Präparaten. Übrigens auch mit Fluoreszenzpräparaten, wenn gleich dort (noch) nicht mit Blitz. Noch schlimmer: da ich mir die ein(!!) Mal Mühe gemacht habe, die Kameras zu meinen Mikroskopen richtig zu justieren, benötige ich auch kein Laifjuh (meine Kameras verfügen durchaus darüber). Ich schaue ins Okular, sehe was ich photographieren will, stelle scharf und stubse auf den Fußschalter, ohne auch nur mit der Hand vom Feintrieb und Kreuztisch zu lassen oder gar die Augen vom Okular zu nehmen. DAS nenne ich bequem!

Wieso sollte man also eine Kamera nehmen, die diese Bedingung nicht erfüllt, um dann mit viel Aufwand eine Blitz zu installieren oder manuell an einem MC63 jeweils die Belichtungszeit einzustellen?

Siehe auch meinen zweiten Beitrag (11:07h) dritter Absatz.

Viele Wege führen nach Rom und jeder kann seinen Weg finden, aber der Wege über eine verschlußschlagfreie Kamera ist doch der einfachste - es sei denn, man muss aufgrund der Objekte, die man fotografiert, ohnehin blitzen.

Erstens teile ich Deine Ansicht grundsätzlich nicht und zweitens: es werden hier so unendlich viele Konstruktions-, Umbau- und Bastelvorschläge zu Besten gegeben (von denen ich selbst durchaus auch schon das Eine oder Andere verwirklicht habe) sodass ich überhaupt nicht einsehen kann wo das Problem einer einmaligen, korrekten Justage einer Kamera am Mikroskop und der Einbau einer Mikroblitzeinrichtung liegen soll. Zumal der Kostenaufwand beispielsweise für einen Doppelkollektor meilenweit von dem entfernt ist was man vor 20 Jahren dafür auf den Tisch legen musste. Davon abgesehen ist der Doppelkollektor zwar eine sehr gute aber beileibe nicht die einzige Art der Blitzeinkopplung. Es gibt billigeres und wie ich schon schrieb, ist das Blitzgerät selbst dank moderner Elektronik schon überhaupt kein Problem. Da könnte man Birnchen(Vacu-)blitze nehmen wenn sie nicht so schlecht in den Doppelkollektor passen würden. Selbst mit denen wäre eine Blitzautomatik möglich.

Freundliche Grüße

Wolfgang
« Letzte Änderung: Januar 04, 2019, 12:12:17 Nachmittag von Silber_und_Licht »
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