Autor Thema: Nikon D800 am Mikroskop  (Gelesen 2579 mal)

sushidelic

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Re: Nikon D800 am Mikroskop
« Antwort #45 am: Januar 07, 2019, 10:06:49 Vormittag »
Hallo zusammen,
nochmal ein Beispiel...
Angehängt ist ein schneller Vergleich zwischen FX (Vollformat) und DX (APS-C) Sensor. Das Vollformat hatte ich links und rechts leider bei der Entwicklung schon etwas beschnitten, sollte aber trotzdem aussagekräftig sein.
Das Bild entstand mit einem 60x 1.2 Objektiv in Direktprojektion mit der Tubuslinse und einer D800. Mit einer APS-C oder noch kleiner hätte ich den guten Stentor nie komplett auf das Bild gebracht, das Gesichtsfeld umfasst trotz der hohen Vergrößerung und Auflösung fast einen halben Millimeter(!).
Mein Ding ist eben, dass ich nicht nur dokumentieren und dann auf Forengröße verkleinern möchte. Für den Fall packe ich mir auf jeden Fall eher eine TouCam oder Axiocam auf den Trino, da macht der ganze Aufwand, den ich treibe, natürlich keinen Sinn. Dann kann ich einfach für ein ähnliche Bildfeld bei deutlich geringerer Auflösung ein 10x 0.45 in den Strahlengang schwenken und gut ist. Mein Interesse ist eben ein anderes, ich will die "Poster". Warum das Fotografieren auf hochauflösende Vollformatsensoren also bei mir Sinn macht, lässt sich ja bei genauem Lesen aus meinem Beitrag zur Pixelmathematik vom 4. Januar exakt nachvollziehen. Ich will auf keinem Fall jedem so einen Klopper empfehlen, es gibt aber sicherlich Anwender wie mich, für die das klar von Vorteil ist, trotz des großen Aufwandes (allein die Datenmengen).

LG Michael

EDIT: für ein ähnliche Bildfeld bei deutlich geringerer Auflösung zur besseren Verständlichkeit eingefügt...
« Letzte Änderung: Januar 07, 2019, 10:41:20 Vormittag von sushidelic »

Lupus

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Re: Nikon D800 am Mikroskop
« Antwort #46 am: Januar 07, 2019, 10:32:52 Vormittag »
Hallo Michael,

das Bildfeld ist doch ein ganz anderes Thema! Schließlich kann man die abbildende Optik an die Sensorgröße anpassen. Anlass war die Frage, ob 36MP notwendig sind - also die Pixelauflösung des ganzen Bildes.

Hubert

sushidelic

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Re: Nikon D800 am Mikroskop
« Antwort #47 am: Januar 07, 2019, 10:35:48 Vormittag »
Deswegen mein Hinweis zu dem Beitrag vom 4. Januar. Und der Hinweis auf die abbildende Optik findet sich auch in meinem letzten Beitrag. Ich klinke mich jetzt glaube ich besser aus....
LG Michael
« Letzte Änderung: Januar 07, 2019, 10:38:55 Vormittag von sushidelic »

othum

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Re: Nikon D800 am Mikroskop
« Antwort #48 am: Januar 07, 2019, 11:07:56 Vormittag »
Hallo,

ich denke, dass man nur einen Vergleich bei einer einzelnen(!) Aufnahme exakt derselben Ebene zieehn kann.

Herzliche Grüße
Peter

Korrekt! Und nur in Originalauflösung (es reicht ein Ausschnitt in 1:1 Ansicht) und nicht, wie hier, verkleinert auf unter 1Mpx...

cu Oliver

Nachtrag: Und bei gleicher ISO-Einstellung..
« Letzte Änderung: Januar 07, 2019, 11:11:10 Vormittag von othum »

Gernot Armbruster

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Re: Nikon D800 am Mikroskop
« Antwort #49 am: Januar 07, 2019, 20:34:34 Nachmittag »
Kurz eine Frage - warum zeigt der APS-C Sensor der Canon ein deutlich größeres Feld? Kann es sein, dass die Beschriftungen vertauscht wurden, oder hast Du andere Projektive verwendet?
Hallo Michel,
ja, mit der D810 wurde durch das Original CZJ-Projektiv fotografiert, das für die Janaval-Fotoeinrichtung für das Format 24x36 vorgesehen war. Für das APSC-Format reicht das Zwischenbild des Jenaval und ich brauche daher keine Zusatzoptik mehr. Zum besseren Vergleich daher noch einmal 2 Bilder die beide ohne Zwischenoptik aufenommen wurden, das 24x36-Format daher mit Vignettierung.
Hallo,

ich denke, dass man nur einen Vergleich bei einer einzelnen(!) Aufnahme exakt derselben Ebene zieehn kann.

Herzliche Grüße
Peter

Halllo Peter,
daher noch 2 Bilder als Einzelaufnahme, beide ohne jede Bearbeitung, mit gleicher ISO-Einstellung und beide ohne Zwischenoptik aufgenommen (siehe oben). Ich habe mich sehr bemüht, die idente Schärfeebene hinzubekommen.

Wenn ich das Objekt durch das Okular betrachte, so stelle ich fest, dass die Farben des D810-Bildes sehr genau dem visuellen Bild entsprechen. Die Farben der EOS 500D liegen ziemlich daneben!

Liebe Grüße

Gernot
« Letzte Änderung: Januar 07, 2019, 20:45:58 Nachmittag von Gernot Armbruster »
Theorie ist gut, Experiment ist besser.

Klaus Herrmann

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Re: Nikon D800 am Mikroskop
« Antwort #50 am: Januar 07, 2019, 22:41:19 Nachmittag »
Hallo Gernot,

wenn ich die beiden Bilder vergleiche ist für mich das erste einen Tic überbelichtet und bei richtiger Belichtung würde es aussehen, wie das 2.
Eine deutliche Farbabweichung kann ich nicht feststellen. Aber vielleicht ist es auch mein Monitor oder meine Augen?
Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


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Re: Nikon D800 am Mikroskop
« Antwort #51 am: Januar 08, 2019, 09:25:42 Vormittag »
Guten Morgen

In Hinweis zur gleichen ISO, da die Sensoren unterschiedliche Basisempfindlichkeit haben und unterschiedlicher Technologie entsprechen bringt das nicht die erwartete Vergleichbarkeit. Ich gehe noch einen Schritt weiter, es ist nie die Kamera, es ist die Aufnahmkombination ...

Liebe Grüße

Gerhard
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Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...

Gernot Armbruster

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Re: Nikon D800 am Mikroskop
« Antwort #52 am: Januar 08, 2019, 11:37:24 Vormittag »
Hallo Gernot,

wenn ich die beiden Bilder vergleiche ist für mich das erste einen Tic überbelichtet und bei richtiger Belichtung würde es aussehen, wie das 2.
Eine deutliche Farbabweichung kann ich nicht feststellen. Aber vielleicht ist es auch mein Monitor oder meine Augen?

Hallo Klaus,

zum Nachweis der Belichtung 2 Screenshots aus Lightroom mit Histogramm der beiden Bilder. Ich betrachte die Bilder auf einem kalibrierten EIZO ColorEddge CG 223W.

Liebe Grüße

Gernot

Theorie ist gut, Experiment ist besser.

Klaus Herrmann

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Re: Nikon D800 am Mikroskop
« Antwort #53 am: Januar 08, 2019, 11:48:51 Vormittag »
Ok Gernot,

 das Histogramm zeigt einen Unterschied. Mir gefällt der gesamte Farbeindruck des ersten Bildes besser. Im 2. Bild sehe ich eine Verschiebung ins kältere Blau, das wärmere Rot des ersten Bildes  - mein subjektiver Geschmack - ist angenehmer. Und wenn das eine Wacker-Färbung ist, dann sollte es eigentlich auch so aussehen.
Aber wie gesagt: Über Geschmacksfragen kann man sich unterhalten aber nicht streiten!
Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


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Re: Nikon D800 am Mikroskop
« Antwort #54 am: Januar 08, 2019, 11:57:38 Vormittag »
Guten Morgen

In Hinweis zur gleichen ISO, da die Sensoren unterschiedliche Basisempfindlichkeit haben und unterschiedlicher Technologie entsprechen bringt das nicht die erwartete Vergleichbarkeit. Ich gehe noch einen Schritt weiter, es ist nie die Kamera, es ist die Aufnahmkombination ...
Unter Aufnahmekombination verstehe ich in diesem Fall alles mit Beitrag zwischen  Zwischenbild und Sensor ...


Liebe Grüße

Gerhard
« Letzte Änderung: Januar 09, 2019, 19:31:48 Nachmittag von Rawfoto »
Gerhard
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Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...

Peter V.

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Re: Nikon D800 am Mikroskop
« Antwort #55 am: Januar 08, 2019, 13:19:01 Nachmittag »
Hallo Gernot,

vielen dank dafür, dass Du diesen Vergelich angestellt hast. Ich fürchte nur, dass er unter diesen Bedingungen nicht wirklich weiterhilft. Das Präparat ist zu unruhig, hat zu wenig klar definierte Strukturen und es müsste wirklich exakt(!!) die selbe Schärfeebene, auch müssten alle anderen Bedingungen exakt identisch sein. Und dann müsstest Du einen kleinen Ausschnitt des Originalfotots völliog unverkleinert zeigen. ich denke, dass ich die Bilder, die Du gezeigt hast, genau so mit einer 15 Jahre alten Coolpix hinbekomme.

Herzliche Grüße
Peter
« Letzte Änderung: Januar 08, 2019, 16:19:50 Nachmittag von Peter V. »
Bzgl. Netiquette: Heinrich Lübke, Bundespräsident 1959 - 1969: You can say you to me!
"Die Natur kennt keinen rechten Winkel" (Herbert Knebel)

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Re: Nikon D800 am Mikroskop
« Antwort #56 am: Januar 08, 2019, 15:59:55 Nachmittag »
Hallo Pixelangucker,

so einen Vergleich fände ich selbst auch sehr interessant.

Ein guter Aufbau für solche Tests wäre wohl eine ordendliche Fotoadaption für ein gängiges System (Canon, Nikon), bei der man dann nacheinander zwei Kameragehäuse mit gleichem Sensor-Format, aber unterschiedlichen Megapixel-Auflösungen anbringen kann.

Vielleicht bringt auch folgendes Vorgehen Erkenntnisse:
Foto mit 36MP aufnehmen, mit geeigneter Sofware runterskalieren auf 16MP um es dann wieder auf 36MP hoch zu skalieren.
Der Vergleich zwischen Endergebnis und Originalbild ist hier zwar etwas künstlich, schließt aber auch Variablen wie Beleuchtung/Fokus und andere Sensoreigenschaften aus.

Gruß
Robin

Lupus

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Re: Nikon D800 am Mikroskop
« Antwort #57 am: Januar 08, 2019, 18:57:54 Nachmittag »
Hallo Robin,

Zitat
Vielleicht bringt auch folgendes Vorgehen Erkenntnisse:
Foto mit 36MP aufnehmen, mit geeigneter Sofware runterskalieren auf 16MP um es dann wieder auf 36MP hoch zu skalieren.
konkrete Beispiele der Aufnahme von Referenzobjekten (z.B. Liniengitter oder Punkten) mit unterschiedlicher Pixelauflösung wurden in einem inhaltlich fast gleichen Thread schon demonstriert. Es läuft eigentlich immer auf das Gleiche hinaus: man benötigt etwa 2-4 Pixel für den beugungstheoretisch auflösbaren Objektabstand. Zum Lesen dieser Diskussion ist allerdings etwas Ausdauer erforderlich ;) :
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=23337.0

Hubert

smashIt

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Re: Nikon D800 am Mikroskop
« Antwort #58 am: Januar 08, 2019, 20:59:12 Nachmittag »
wenn du das canon-bild so bearbeitest dass die unteren 10% auf schwarz gezogen werden schauts fast ident mit dem aus der nikon aus
MfG,
Chris

Bildung ist das was uns vom Tier unterscheidet.

Funtech.org

Gernot Armbruster

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Re: Nikon D800 am Mikroskop
« Antwort #59 am: Januar 09, 2019, 18:21:01 Nachmittag »
Hallo Gernot,

vielen dank dafür, dass Du diesen Vergelich angestellt hast. Ich fürchte nur, dass er unter diesen Bedingungen nicht wirklich weiterhilft. Das Präparat ist zu unruhig, hat zu wenig klar definierte Strukturen und es müsste wirklich exakt(!!) die selbe Schärfeebene, auch müssten alle anderen Bedingungen exakt identisch sein. Und dann müsstest Du einen kleinen Ausschnitt des Originalfotots völliog unverkleinert zeigen. ich denke, dass ich die Bilder, die Du gezeigt hast, genau so mit einer 15 Jahre alten Coolpix hinbekomme.

Herzliche Grüße
Peter

Hallo Peter,

aber genau diese Bedingungen und solche Bilder sind es ja, unter denen über das Internet versendet und in den Foren eingestellt wird (72ppi, <1024Kb, Darstellung auf unkalibrierten office-Bildschirmen). Mir ist schon klar, dass ein Vergleich unter anderen Bedingungen anders aussieht (Ausdruck mit einem guten Fotodrucker mit 300ppi). Meine EOS500D ist nicht viel jünger wie eine Coolpix. Aber das bedeutet ja, dass man, wenn man unter diesen Bedingungen Bilder zeigen will ein Kamerabody zwischen 2000,- und 4000,- Euros nicht unbedingt nötig ist. Als viel wichtiger habe ich erkannt ist eine erschütterungsfreie Auslösung bei Mikrofotos.

Hallo Pixelangucker,

so einen Vergleich fände ich selbst auch sehr interessant.

Ein guter Aufbau für solche Tests wäre wohl eine ordendliche Fotoadaption für ein gängiges System (Canon, Nikon), bei der man dann nacheinander zwei Kameragehäuse mit gleichem Sensor-Format, aber unterschiedlichen Megapixel-Auflösungen anbringen kann.

Vielleicht bringt auch folgendes Vorgehen Erkenntnisse:
Foto mit 36MP aufnehmen, mit geeigneter Sofware runterskalieren auf 16MP um es dann wieder auf 36MP hoch zu skalieren.
Der Vergleich zwischen Endergebnis und Originalbild ist hier zwar etwas künstlich, schließt aber auch Variablen wie Beleuchtung/Fokus und andere Sensoreigenschaften aus.

Gruß
Robin


Hallo Robin,

freue mich schon, Deine Fotos zu sehen.

Liebe Grüße


Gernot
Theorie ist gut, Experiment ist besser.