Autor Thema: Sternensand veredelt - Eine Anregung für die Bastler hier  (Gelesen 398 mal)

bernd552

  • Member
  • Beiträge: 283
Sternensand veredelt - Eine Anregung für die Bastler hier
« am: Januar 16, 2019, 19:58:07 Nachmittag »
Hallo in die Runde,

Herbert (Dietrich) hat mir seinerzeit freundlicher weise Sternensand aus Okinawa für REM Aufnahmen zur Verfügung gestellt (danke nochmals Herbert!), diesen habe ich für ein Gebursttagsgeschenk für meine bessere Hälfte veredelt (mit Gold besputtert) und in ein Schmuckstück mit UV-Domingharz eingegossen. Ihr Lieblingssternbild ist das Band des Orion mit Alnilam in der Mitte.



Das Harz ist durch die Oberflächenspannung simultan durch den Füllstand so zu einer Linse geformt, dass es die Sterne vergrößert. Als Hintergrund habe ich ein Hologramm genommen, dass je nach Einfallswinkel des Lichtes in Regenbogenfarben zurückstrahlt (Das Herz ist aufgrund der hohen Kontraste ziemlich schwer zu fotografieren und in Natura viel brilianter und mit 3D Effekt).

Der Deckel auf der Rückseite ist aus einen Stück einer Getränkedose ausgelasert (diese besteht aus einer 0,1 mm lackierten Alufolie und ist hautverträglich) und gleichzeitig ein Text eingraviert.

Das Herz ist 10 mm klein (Silber + Zirkonstein für 50 Euronen bei Am..), ich mußte deshalb alle Arbeiten unter dem Stemi machen.

.... dies nur so als Anregung für die Mikroskopiker hier, die für solche Arbeiten eh alles notwendige Werkzeug da haben (evtl. außer dem Gravierlaser) und Geschenke lieber individuell basteln und nicht als "seelenlose" Massenware kaufen ;).

LG
Bernd
« Letzte Änderung: Januar 16, 2019, 20:05:44 Nachmittag von bernd552 »

Herbert Dietrich

  • Member
  • Beiträge: 1828
Re: Sternensand veredelt - Eine Anregung für die Bastler hier
« Antwort #1 am: Januar 16, 2019, 20:44:35 Nachmittag »
Lieber Bernd,

nicht nur Dir habe ich mit dem Sternensand eine Freude bereitet, sondern auch schon mehreren Kindern.
Die erhielten ihn immer mit dem Märchen, das ich auch Dir nicht vorenthalten will:

für die kleinen ( und hier auch für die großen) Mikroskopiker das Märchen vom Sternensand:

Der Sternensand (hoshizuna)
Vor unendlich langer Zeit beschlossen die beiden Sterne, die jeweils über den Norden und den Süden im Tierkreis gesetzt sind, sich zu vermählen und Kindern das Leben zu schenken. Der Polarstern war der Gatte und das Kreuz des Südens die Gattin. Ihr Wunsch wurde gesegnet, und es rückte die Zeit heran, zu der das Kreuz des Südens die Kinder auf die Welt bringen sollte. Kurz vorher begab sich die Gemahlin zum obersten Himmelsherrn und bat ihn: „Herr, sage mir, wo ist der beste Platz für die bevorstehende Geburt?” Der Himmelsherr ließ seinen Blick für eine Weile über die irdische Welt schweifen, und er entdeckte schließlich die liebliche Insel Taketomi. Wunderschön lag sie im blauen Südmeer, und Korallenriffe, an denen sich die weißen Wellen brachen, umsäumten sie. Der Himmelsherr lächelte erfreut, als er die einladende Gegend sah, dann drehte er sich zum Kreuz des Südens und sprach milde: “Ich denke, für die Geburt deiner Kinderchen ist die Südseite von Taketomi ein guter und passender Ort. Dort sind die Wasser warm, und die Strömung im Meer ist langsam und ungefährlich. Ja, meine Liebe, begib dich zur Südseite der Insel Taketomi!”
Das Kreuz des Südens folgte gerne dem Rat des obersten Himmlischen, und es begab sich hinunter nach Taketomi. Und dort schenkte es im warmen, ruhigen Meer auf der Südseite der Insel vielen kleinen Sternenkindern das Leben. Die See glänzte friedlich im Sonnenschein, und die Korallenriffe wehrten die hohen Wellen ab. Die Wiege der Sternchen war bezaubernd schön. Die Sternenmutter betrachtete ihre Kinder voll Freude, dann stieg sie wieder hoch in den Himmel. Die Arme wußte nicht, daß sie sich einen mächtigen und furchtbaren Feind gemacht hatte.
Der Beherrscher über das Meer, der Siebendrachengott, war schnell gewahr geworden, was sich in seinem Wasserreiche zugetragen hatte. Er sah, daß die See verunreinigt war, und er wurde sehr böse. Niemand hatte ihn um Erlaubnis gefragt und einfach sein Reich für die Geburt der Sterne benutzt. Sein Zorn wuchs unermeßlich, er beschloß, diesen Frevel zu bestrafen, und deshalb rief er eine Riesenschlange, die in seinen Diensten stand, vor sich. Zu dieser sagte er, und seine Augen sprühten Feuer: “Es ist ungeheuerlich. Das Kreuz des Südens hat in meinem kristallklaren Meer viele Kinder in die Welt gesetzt und vorher nicht einmal gefragt, ob es mir auch recht ist. Das kann ich nicht dulden. Geh darum hin und vernichte diese Sternenkinder. Friß sie auf!”
Die Riesenschlange gehorchte dem Siebendrachengott, und sie begab sich sogleich in das Meer auf der Südseite von Taketomi. Dort spielten die Kinder des Sternenpaares im Wasser, und sie waren allerliebst. Die Riesenschlange riß augenblicklich ihren großen Rachen auf, verschluckte die Kinderchen und brachte sie allesamt um. Später spie sie die toten Körper wieder aus, die Wellen erfaßten sie und wuschen sie hinüber an den Strand Higashi-Misaki, der auf der Südseite der Insel Taketomi liegt. Dort sammelten sich mit der Zeit die Sternenkörperchen an, und auf diese Weise ist der wunderschöne Sternensand entstanden.
Am Strande Higashi-Misaki gab es einen Utaki, und in diesem heiligen Ort wohnte eine sanfte und liebenswürdige Göttin. Die Himmlische sah die toten Sternenkinder, und sie taten ihr unendlich leid. Sie sammelte eine Handvoll von ihnen auf und legte sie in ihr Weihrauchgefäß vor ihrem Utaki. Dabei dachte sie: „Beim Inselfest werden die Menschen hier Weihrauch verbrennen, dann können diese Sternchen mit dem Rauch zusammen in den Himmel aufsteigen und zu ihrer Mutter, dem Kreuz des Südens, gelangen.” Und wie es die Göttin gehofft hatte, so geschah es auch. Beim nächsten Fest verbrannten die Gottesdiener sehr viel Weihrauch in dem Gefäß, und der Sternensand stieg mit dem heiligen Dunste zusammen hoch hinauf in den Himmel.
Auf der Insel Taketomi ist es seither zur Gewohnheit geworden, jedes Jahr bei der Feier am Higashi-Misaki Strand ohne Fehl neuen Sternensand in das Weihrauchgefäß des Utaki zu füllen. Und jedes Jahr steigen Sternenkinder auf dem Rauch hinauf zu ihrer Mutter. Schon unendlich viele haben diese Reise machen dürfen, und deswegen seht ihr, wenn ihr ganz genau hinschaut, um das Kreuz des Südens viele winzig kleine Sternchen glitzern.
Yaeyama-gun, Taketomi-chô


Der „Sand“ besteht aus den Kalkschalen kleiner Meerestiere sogen. Foraminiferen

Herzliche Grüße

Herbert

Das Herz mit Sternensand finde ich bezaubernd, da sag noch einer wir Männer seien einfallslos wenn's um Geschenke geht

« Letzte Änderung: Januar 16, 2019, 20:47:23 Nachmittag von Herbert Dietrich »

Bob

  • Member
  • Beiträge: 939
Re: Sternensand veredelt - Eine Anregung für die Bastler hier
« Antwort #2 am: Januar 17, 2019, 22:05:14 Nachmittag »
Hallo Bernd,
der Anhänger ist toll geworden, den wird Deine Frau bestimmt oft tragen!
Diese UV-Harze ergeben z.Teil erstaunlich glatte und klare Oberflächen, ein interessanten Material.

Viele Grüße,

Bob