Autor Thema: Botanik: Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa *  (Gelesen 358 mal)

Hans-Jürgen Koch

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Botanik: Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa *
« am: März 15, 2019, 15:38:08 Nachmittag »
Liebe Pflanzenfreunde,

die Felsengebirgs-Tanne oder Felsen-Tanne (Abies lasiocarpa) ist eine Nadelbaumart aus der Gattung der Tannen (Abies). Die Heimat dieser Art liegt im westlichen Nordamerika, wo sie von Arizona nordwärts bis zur Baumgrenze Südalaskas vorkommt.
Bild 01 Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa

Urheber: Walter Siegmund
Die Felsengebirgs-Tanne ist ein immergrüner Baum. Sie kann Wuchshöhen bis max. 43 Meter, selten auch bis 50 Meter erreichen. Oft wächst die Konifere jedoch auch als breiter Strauch. Betrachtet man die durchschnittliche Wuchshöhe, so ist es die kleinste der acht in den westlichen USA heimischen Tannenarten.
Aufgrund der Anpassung an die unterschiedlichen Umweltbedingungen der natürlichen Habitate können fünf Wuchsformen unterschieden werden:
Sehr schmaler kegelförmiger, aufrechter Wuchs mit kurzen, steifen Ästen. Dies ist die typische Form in den meisten Vorkommen in der subalpinen Zone. Bäume im offenen Stand behalten ihre unteren Äste, die sich im Alter häufig nach unten bis zum Boden biegen. Dichtstehende Bäume werden auf etwa Viertel der Gesamthöhe astrein.
Eine breitere, rundliche Baumkrone ist bei alten Exemplaren an trockeneren Standorten zu finden.
Ausgewachsene Bäume, die eine bodennahe Matte ausbilden, sind selten in einigen Arealen anzutreffen.
An hochgelegenen Standorten nahe der Baumgrenze findet sich häufig ein flaggenförmiger Kronenaufbau. Ein aufrechter Stamm ragt über eine krummholzartige Matte hinaus, die sich zur windabgewandten Seite hin ausbreitet.
Über der Baumgrenze ist das Krummholz die typische Wuchsform. Durch die kalten Temperaturen und rauen Winde wächst die Felsengebirgstanne hier zwergförmig in bodennahen Matten und ist oft wesentlich breiter als hoch.
Die erstgenannte typische Form mit kegelförmiger Krone erreicht meist Wuchshöhen zwischen 18 und 43 Meter und Stammdurchmesser zwischen 46 und 61 Zentimeter. Größere Exemplare sind eher selten.
Die Felsengebirgs-Tanne wächst langsam; Exemplare im Alter zwischen 150 und 200 Jahren besitzen meist lediglich 25 bis 50 Zentimeter Stammdurchmesser. Die Bäume werden nur selten älter als etwa 300 Jahre, da sie sehr anfällig für Stammfäule durch Pilzbefall sind.
Die Felsengebirgstanne ist überwiegend ein Flachwurzler; je nach Bodenbeschaffenheit kann sie jedoch auch tiefer wurzeln.
Die Rinde junger Bäume ist grau und glatt und weist Harzblasen auf. An alten Bäumen ist die Rinde rau und gefurcht oder schuppig. Die Rinde der steifen Zweige sind grüngrau bis hellbraun und nur leicht bräunlich behaart. Die Knospen sind teils unter dem Nadelkleid verborgen. Die kleinen, fast kugeligen Knospen sind lohfarben bis dunkelbraun und harzig.
Lohfarbe ist der Farbton der Gerberlohe und bezeichnet ein helles rotbrau. Die basalen Knospenschuppen sind dreieckig bis spatenförmig.
Bild 02 Zerfallende Zapfen.

Urheber: Walter Siegmund
Die nadelförmigen Blätter sind flach, 1,5 bis 3 Zentimeter lang und 1,25 bis 2 Millimeter breit; sie enden stumpf. Im Querschnitt sind die Nadeln flach mit einer Einkerbung auf der Oberseite. Sie sind auf der Oberseite glänzendgrün mit einem breiten Stomastreifen, unterseits weisen sie zwei bläulich-weiße Stomastreifen auf. Die Nadeln stehen spiralig um den Zweig, die Blattbasen entspringen dabei jedoch überwiegend seitlich am Zweig. Die Nadeln sitzen dichtgedrängt und stehen teils übereinander. Frische Blattnarben zeigen ein rötliches Periderm. Zerriebene Nadeln verströmen einen stechenden Geruch durch ?-Phellandrene.
Phellandren ist Bestandteil des etherischen Öles von Dill, Kümmel, Fenchel und Eukalyptus.
Die Felsengebirgstanne ist monözisch. Die Zapfenproduktion beginnt etwa nach 20 Jahren.
Die männlichen Zapfen stehen dicht gehäuft im unteren Teil der Baumkrone auf der Unterseite von einjährigen Zweigen. Sie sind zur Reife purpurfarben bis purpurn-grünlich.
Die weiblichen Zapfen stehen einzeln oder in kleineren Gruppen im oberen Teil der Baumkrone. Sie sind zylindrisch geformt mit abgerundeter Spitze, 6 bis 12 Zentimeter lang und 2 bis 4 Zentimeter breit. Sie sind dunkel purpurn gefärbt; die 1,5 bis 2,5 Zentimeter langen Deckschuppen sind dicht gelbbraun behaart. Die Zapfen stehen (wie bei allen Tannen) aufrecht am Zweig. Zur Reife im frühen Herbst werden sie braun; indem die Schuppen von der Spindel abfallen, werden die geflügelten Samen freigegeben. Die Samen sind 6 bis 7 Millimeter lang, 2 bis 3 Millimeter dick und braun; sie tragen einen hellbraunen, etwa einen Zentimeter langen Flügel. Die Samen der Kork-Tanne (Varietät arizonica) weisen davon abweichend die 1,7-fache Größe auf.

Systematik:
Ordnung: Koniferen (Coniferales)
Familie: Kieferngewächse (Pinaceae)
Unterfamilie: Abietoideae
Gattung: Tannen (Abies)
Art: Felsengebirgs-Tanne
Wissenschaftlicher Name: Abies lasiocarpa
Trivialnamen: Felsen-Tanne
Englischer Name: Subalpine Fir

Die Beschreibung unter dem Taxon Pinus lasiocarpa durch den britischen Botaniker William Jackson Hooker geht auf das Jahr 1839 zurück. Der englische Botaniker Thomas Nuttall ordnete die Art unter dem Taxon Abies lasiocarpa in die Gattung Abies ein; diese aktuell gültige Beschreibung wurde 1849 veröffentlicht.
Die Felsengebirgs-Tanne wurde 1863 nach England eingeführt. Seit 1901 ist dieser Zierbaum in Deutschland bekannt.
Der Baum wird teilweise wegen seiner bläulichen Benadelung als Zierbaum gepflanzt sowie als Weihnachtsbaum kultiviert.
Das Holz der Felsengebirgstanne ist von geringer Dichte, weich, geruchlos und leicht bearbeitbar. Es wird zur Papierherstellung oder als Bauholz verwendet. Das Holz ist nicht witterungsbeständig.
Die Felsengebirgs-Tanne wird in der Roten Liste der IUCN als „nicht gefährdet“ geführt.

Teil 1 Spross, Querschnitt, 20 µm
Bild 03 Benadelung

Foto: H.-J_Koch

Zunächst einmal 4 Bilder von ungefärbten Schnitten.

Bild 04 Übersicht, Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa


Bild 05 Vergrößerung, Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa


Bild 06 Vergrößerung, Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa


Bild 07 Vergrößerung, Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa



Bild 08 Autofluoreszenz, Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa

Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz iLED 455 nm
LED Modul 455 nm
Reflektormodul FL mit Filtersatz 67
Erregerfilter: BP 470 nm
Strahlenteiler: FT 477 nm
Emission (Sperrfilter): LP 485

Bild 09 Autofluoreszenz, Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa


Bild 10 Autofluoreszenz, Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa


Bild 11 Autofluoreszenz, Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa


Die in 70% Ethanol aufbewahrten Schnitte wurden dann über Alkoholstufen abnehmender Konzentration (50%, 30%) in Wasser gewaschen. Im nächsten Schritt Zellinhalt mit Eau de Javel (15 Minuten) aus Schnitten entfernt, in Wasser gewaschen, um dann mit 3%iger Essigsäure zu neutralisieren (5 Minuten). Abschließend wurden die Schnitte sorgfältig in Wasser gewaschen.

Acridinrot / Alciangrün / Chrysoidin – Färbung


Arbeitsablauf :
1. Acridinrotlösung 5 Min.
2. 1x auswaschen mit Aqua dest. .
3. Alciangrün 10 Min.
4. 2 x auswaschen mit Aqua dest..
5. Chrysoidin 7 Minute.
Chrysoidin zieht besser auf, wenn während des Färbeprozesses auf ca. 50 0 C erhitzt wird.
6. Auswaschen mit Aqua dest. bis keine Farbstoffreste auf dem Objektträger verbleiben.
Schnitte ohne überschüssiges Wasser in Isopropylalkohol überführen
7. In 100 % Isopropylalkohol, sorgfältig entwässern, 2 X wechseln
1. Stufe = 30 Sekunden
2. Stufe = 3 Minuten
3. Stufe = 5 Minuten
8. Einschluss in Euparal.
Fotos: Nikon D5000.

Bild 12 Übersicht mit Beschriftung, Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa

MP = Markparenchym, 1 + 2 = Jahresringgrenze, XY = Xylem, H = Harzkanal, K = Kambium, PH = Phloem, SK = Sklerenchym, T = Trichome

Bild 13 Vergrößerung, Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa


Bild 14 Vergrößerung, Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa


Bild 15 Vergrößerung, Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa


Bild 16 Auflicht – Fluoreszenzaufnahme, Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa

Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz iLED 455 nm
LED Modul 455 nm
Reflektormodul FL mit Filtersatz 67
Erregerfilter: BP 470 nm
Strahlenteiler: FT 477 nm
Emission (Sperrfilter): LP 485

Bild 17 Auflicht – Fluoreszenzaufnahme, Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa


Bild 18 Auflicht – Fluoreszenzaufnahme, Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa


Bild 19 Auflicht – Fluoreszenzaufnahme, Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa


Die folgenden Schnitte wurden nicht mit Eau de Javel gebleicht.

Bild 20 Übersicht, Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa

Der Farbstoff Alciangrün ist hier nicht zu erkennen.

Bild 21 Vergrößerung, Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa


Bild 22 Vergrößerung, Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa


Bild 23 Auflicht – Fluoreszenzaufnahme, Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa


Bild 24 Gegenüberstellung (mit Eau de Javel und ohne Eau de Javel)

Wenn der Zellinhalt mit Eau de Javel entfernt wird, ist die Anatomie der Pflanzen wesentlich klarer zu erkennen.

« Letzte Änderung: März 21, 2019, 11:42:25 Vormittag von Fahrenheit »
Rück die Dinge ins richtige Licht und sie werden leuchten.

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Hans-Jürgen Koch

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Re: Botanik: Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa
« Antwort #1 am: März 15, 2019, 15:39:56 Nachmittag »
Teil 2 Nadelblatt, Querschnitt, 20 µm

Drei Bilder von ungefärbten Schnitten.

Bild 25 Übersicht, Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa


Bild 26 Vergrößerung, Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa


Bild 27 Vergrößerung, Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa


Bild 28 Autofluoreszenz, Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa


Bild 29 Autofluoreszenz, Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa


Bild 30 Übersicht mit Beschriftung Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa

M = Mesophyll, KU = Kutikula, EP = Epidermis, HP = Hypodermis, S = Spaltöffnung, SK = Sklerenchym, PH = Phloem, H = Harzkanal
Bild 31 Vergrößerung, Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa


Bild 32 Vergrößerung, Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa


Bild 33 Vergrößerung, Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa


Bild 34 Vergrößerung mit Beschriftung, Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa

ASS = Assimilationsparenchym, PH = Phloem, XY = Xylem, SK = Sklerenchym, ED = Endodermis

Bild 35 Auflicht – Fluoreszenzaufnahme, Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa

Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz iLED 455 nm
LED Modul 455 nm
Reflektormodul FL mit Filtersatz 67
Erregerfilter: BP 470 nm
Strahlenteiler: FT 477 nm
Emission (Sperrfilter): LP 485

Bild 36 Auflicht – Fluoreszenzaufnahme, Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa


Bild 37 Auflicht – Fluoreszenzaufnahme, Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa


Bild 38 Auflicht – Fluoreszenzaufnahme, Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa


Teil 3 Spross, Längsschnitt, 20 µm

Bild 39 ungefärbter Schnitt, Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa


Bild 40 Übersicht, Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa


Bild 41 Vergrößerung, Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa


Bild 42 Vergrößerung, Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa


Bild 43 Vergrößerung, Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa


Bild 44 Auflicht – Fluoreszenzaufnahme, Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa

Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz iLED 455 nm
LED Modul 455 nm
Reflektormodul FL mit Filtersatz 67
Erregerfilter: BP 470 nm
Strahlenteiler: FT 477 nm
Emission (Sperrfilter): LP 485

Bild 45 Auflicht – Fluoreszenzaufnahme, Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa


Bild 46 Auflicht – Fluoreszenzaufnahme, Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa




Quellen und weiterführende Informationen:


Wikipedia; Freie Enzyklopädie
Dieter Gerlach „Taschenatlas zur Pflanzenanatomie“, ISBN: 3-440-04684-2
A.Schmidt, „Taschenlexikon der Gehölze“, ISBN: 978-3-494-01448-7
P. Schütt „Lexikon der Baum- und Straucharten“ ISBN: 978-3-86820-123-9
Strasburger „Lehrbuch der Botanik“, 33.Auflage 1991
„Botanica“ Das Abc der Pflanzen, ISBN: 3-8290-0668-6

Die Informationen für Beschreibungen werden von mir selbst aus verschiedenen Quellen zusammengetragen. Dabei benutze ich sowohl Bücher als auch Internet Quelle. Texte werden anschließend individuell von mir selbst verfasst.
Für konstruktive Kritik bin ich ebenso offen wie für lobende Worte.
Doch zunächst einmal wünsche ich viel Freude beim Lesen.

Hans-Jürgen


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Fahrenheit

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    • Mikroskopisches Kollegium Bonn
Re: Botanik: Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa
« Antwort #2 am: März 17, 2019, 17:05:17 Nachmittag »
Lieber Hans-Jürgen,

vielen Dank für die aufwändige und interessante Vorstellung der Abies lasiocarpa!
Kannst Du etwas zu den dunklen, kugelförmigen Strukturen im Bast, z.B. in Bild 41 sagen?

Herzliche Grüße
Jörg

p.s.
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Arbeitsmikroskop: Leica DMLS
Zum Mitnehmen: Leitz SM
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Bob

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Re: Botanik: Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa
« Antwort #3 am: März 17, 2019, 18:03:47 Nachmittag »
Lieber Hans-Jürgen,
vielen Dank für diesen tollen Bericht!
Sehr interessant fand ich die Gegenüberstellung des gebleichten und ungebleichten Schnitts - das lohnt sich mehr, als ich gedacht hätte.

Ist es normal, dass solche Nadeln asymmetrisch aufgebaut sind mit nur einem Harzkanal?

Viele Grüße,

Bob

Hans-Jürgen Koch

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  • Beiträge: 1193
Re: Botanik: Felsengebirgs-Tanne Abies lasiocarpa
« Antwort #4 am: März 18, 2019, 08:34:35 Vormittag »
Lieber Jörg, lieber Bob,
danke für Euer Lob.
@Jörg,
die Längsschnitte sind nicht mit Eau de Javel behandelt.
In den ungefärbten Schnitten erkennt man diese dunklen, kugelförmigen Strukturen auch.
Eine Erklärung habe ich noch nicht.

@ Bob,
ich habe bei meinen Querschnitten der Nadelblätter immer zwei Harzkanäle gesehen.
Im Holz verlaufen die Harzkanäle längs und quer zur Stammachse. Sie sind miteinander vernetzt und bilden ein zusammenhängendes, dreidimensionales System. Die in axialer Richtung orientierten Gänge treten überwiegend im Spätholz auf, die radial orientierten liegen ausnahmslos in den Holzstrahlen. Der Durchmesser der axialen Harzgänge ist größer als der radialen.
Hier noch ein Längsschnitt durch eine Nadel der Douglasie.



Gruß
Hans-Jürgen
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