Brauche Hilfe: Lufteinschlüsse nachträglich beseitigen

Begonnen von Bernd Miggel, Mai 24, 2019, 08:20:23 VORMITTAG

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bergarter

grüß nochmals

kostet nicht die Welt, kann man immer gebrauchen.
grüß euch
Gerd

güntherdorn

#16
hallo hr."holz-miggel",

eigentlich ganz einfach:

a) bei aklohol-löslichem euparal einfach mit einer spitzen pinzette 1-2 tropfen alkohol (spiritus) reinfliessen lassen,
diesen danach schräg rauslaufen lassen, und gleich, nur auf einer seite, euparal nachfüllen. darauf achten,
dass es nur von einer seite reinläuft. ggf. OT deutlich schräg halten, damit keine neue blase entsteht bzw. die
luft schön entweichen kann.

b) das gleiche bei xylol-löslichen einschlussmitteln.

c) bei wasser-löslichen entsprechend.

deswegen ist es auch so wichtig, bei allen präparaten immer das eindeckmittel auf dem OT zu schreiben.

das klappt aber nur wenn die blase zum rand hin offen ist.
wenn ´eindeck-mittel-umschlossene´ blasen sind, geht (abhängig vom präparat!) nur die auflösung im OT-tauch-
verfahren mit dem jeweils PASSENDEN lösungsmittel. das DG gleitet dann zusammen z.b. mit dem schnitt zu
boden. ich verwende dazu immer einen OT-transport-behälter aus kunststoff. dann alles vorsichtig in eine
petrischale giessen und weiterverarbeiten.
leider funzt letzteres nur bei "ein-stück-objekten".

ich mache das seit jahrzehnten ohne "verschlimmbessern".

ciao,
güntherdorn
- gerne per du -
günther dorn
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=444.0
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gildus-d@gmx.de

JB

Hallo,

Das Loesungsmittel in Euparal ist eine Mischung aus Eukalyptusoel und Paraldehyd ("Euparal-Essenz").

Eukalyptusoel ist einfach zu bekommen (sollte als "Eucalyptus globulus" gekennzeichnet sein). Dann wie oben beschrieben, erst mit Eukalyptusoel benetzen, dann mit Eukalyptusoel verduenntes Euparal nachfuellen.

Das habe ich bei Ebay dazu gefunden (diesen Anbieter aber nicht getestet): https://www.ebay.de/itm/202587405197

Viel Erfolg!

Jon

Bernd Miggel

Hallo miteinander,

vielen Dank für die vielen, hilfreichen Tipps!

Herzliche Grüße
Bernd

bergarter

#19
Hallo Bernd

Du hast das ja schon abgeschlossen, ich hab doch noch etwas hinzuzufügen.
Im nachhinein erscheint mir 0,01 Band allein zu dünn , es ist sehr biegsam.

Ich habe Akupunkturnadeln kalt geschmiedet.
Rasierklingen meße ich mit 0.10 mm.
Die Akupunkturnadeln mit Kupfergriff sind 0,25 dick und ich kriege sie auf 0,10 mm hin. Die kürzere Nadel mit dem blauen Griff ist 0,05  geworden.

grüß euch 
Gerd

Fahrenheit

Liebe Freunde,

oft reicht es auch, einfach einen kleinen Tropfen Euparal so an den Rand zu setzen, dass noch etwas der Blase frei bleibt. Das Lösungsmittel im Euparal löst auch das bereits schon angetrocknete Kunstharz am Deckglasrand an, den Rest erledigen die Kapillarkräfte.
So mache ich es zumindest mit meinen Präparaten, wenn sie noch auf der Wärmeplatte liegen. Mit mechanischen Hilfen habe ich keine guten Erfahrungen gemacht: es kommt dabei schonmal zum Deckglasbruch. Klappt es mit dem Tropfen nicht, lege ich den Objektträger in Isopropanol, bis sich das Deckglas ablösen lässt und decke neu ein.

Herzliche Grüße
Jörg
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Bob

Hallo Jörg,
Hast Du schon genug Deckgläser abgelöst, um eine Erfolgsquote angeben zu können?
Ich hätte da Bammel.

Herzliche Grüße,

Bob

Bernd Miggel

Hallo Gerd,

eine Akupunkturnadel mit auf 0,05 mm abgeflachtem Vorderteil würde mich sehr interessieren. Wie kriegst du das Kaltschmieden hin? Darf ich dir ne PN mit meiner Adresse schicken?

L.G. - Bernd

bergarter

#23
Hallo Bernd

Mit Treibhämmern.
Die hab`ich noch da ich als Textil - Naturfärber einen Kupferkessel brauchte, welcher den Farben Bronze - Nuancen gibt.
Habe mir mal einen etwa 30 - 40 cm Kessel damit geschmieget.
Die Hämmer sind sehr hart und haben die Akupunkturnadeln unbeschadet überstanden., zusammen mit dem Stahlblock auf dem ersten Bild.
Der auf dem zweiten Bild muß nur geschliffener Werkzeugstahl sein, er hat wie im Vordergrund sichtbar, von den Nadeln Riefen abgekriegt.
Was ich da gestern verpackt habe, geht morgen weg.
Es ist auch eine 0,01 mm Mikrosäge dabei.
3 cm Band  (egal wie dick ) diagonal zwischen z, B. Objektträger, ( bei mir plane Stahlstücke) in den Schraubstock spannen. und so lange hin und herbiegen bis es auseinanderbricht.

grüß Dich
Gerd

Bernd Miggel

#24
Hallo miteinander,

das 0,03 mm Lehrenband ist ideal für meine Anwendung. Man schneidet ein kleines Stück , z.B. 10 x 2 mm, mit der Schere ab, packt es mit der Pinzette an einem Ende und fährt mit dem anderen Ende zwischen OT (ich verwende runde mit 15 mm Durchmesser) und Deckglas durch das Euparal hindurch, bis man die Lustblase erreicht. Das macht man an beiden "Enden" der Blase, im bild bei A und B:



Dann gibt man z.B. bei A das frische Euparal dosiert hinzu, bis das Euparal die Blase komplett verdrängt hat. Dabei kann die Luft bei B entweichen.

Hier das Ergebnis:



Damit dürfte das Problem für mich gelöst sein.
Nochmals vielen Dank an alle! :)

Bernd


Fahrenheit

Lieber Bob,

mit dem Ablösen der Deckgläser bei Euparaleindeckung in Isopropanol hatte ich noch nie ddas geringste Problem. Einfach den OT im Isopropanol einlegen und warten, bis das Deckglas mit dem Pinsel abgehoben werden kann. Je nach dem, wie alt das Präparat ist, kann das etwas dauern.

Herzliche Grüße
Jörg
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Rawfoto

#26
Guten Tag

Habe ja heuer beim Holzkurs auch erstmals intensiver mit Eupharal gearbeitet.

Was mir im Vergleich zu z.B. Eukitt oder Malinol auffällt, der Prozess des Aushärten dauert extrem lange. Ich hatte ja einen Sterilisator mit und konnte so bereits vor Ort bei ca. 50 Grad etwas nachhelfen. Gleich am nächsten Tag zu Hause dieses für 14 Tage fortgesetzt. Dann lagen sie bei ausgeschaltetem Sterilisator weiter ...
Jetzt habe ich sie eingeordnet und mit nach Schloss Weinberg genommen.

Was mich gewundert hat, nach ca. 4 Tagen in der Box, beim öffnen deutlich riechbar.

Das kenne ich so nicht.

Es ist nix passiert, ich habe sie immer liegend gelagert, auch beim Transport und die Gläser halten.

Mich würden da Eure Beobachtungen interessieren!

Liebe Grüße

Gerhard
Gerhard
http://www.naturfoto-zimmert.at

Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...

güntherdorn

hallo hr.miggel,
meine vor-anlösung des ursprünglichen eindeck-mittel (s.o.) unterstützt die kapillar-wirkung enorm!
ich drücke dann sogar das lösungsmittel noch senkrecht stehend, auf saug-papier raus um sofort mit z.b. euparal seitl. nachzufüllen.
jegliche mechanischen versuche sind trotz "feinster geräte" bei mir immer gescheitert!...für mich: finger weg.
dann bleibt für mich nur noch meine "lösungsmittel-tauch-methode" (s.o.).
viel glück,
güntherdorn
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günther dorn
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Bernd Miggel

Hallo,

bei eingeschlossenen Luftblasen setze ich inzwischen eine Kombilösung ein:
Zuerst mit 30 µm dickem Lehrenband-Streifchen einen Zugang zum Lufteinschluss schaffen, dann mit reinem Isopropylalkohol die Blase verdrängen und sofort Euparal hinterherfüllen. Bisher hat das gut funktioniert. :)

L.G. - Bernd

Fahrenheit

Liebe Freunde,

Euparal ist erst nach gut 6 Monaten vollständig ausgehärtet. Bei mir liegen die Präparate für eine Woche offen und mit einer oder zwei 8er Muttern beschwert auf einer Wärmeplatte bei ca. 45 bis 50°C, danach kann man sie bedenkenlos senkrecht stellen.

Herzliche Grüße
Jörg
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