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Phako Hilfsteleskop

Begonnen von chishoro, Oktober 18, 2009, 18:55:45 NACHMITTAGS

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chishoro

Hallo Zusammen,

Kuerzlich habe ich zu meinem Zeiss ICM 405 ein Phako Hilfsteleskop (Okular) bezogen um beim Phasenkontrastverfahren die Ringblende zu zentrieren.

Nun schafe ich es aber nicht Ringblende und Ring scharf zu stellen - ich sehe ohne Okular mehr als mit.

Gab es  evtl. zum Hilfsteleskop von Zeiss mehrere Ausfuehrungen die nicht mit allen Zeissmikroskopen der selben Generation kompatibel waren ?

                mfG,

                     chishoro

Nomarski

Hallo,

das liegt an dem Binokulartubus, der dort angebracht ist. Wenn man den gegen einen Monokulartubus oder einen Binokulartubus austauscht, müßte es funktionieren. Ich habe dieses Problem auch bei bestimmten Bino-Tuben.

Gruß
Nomarski

Detlef Kramer

Hallo,

Bernd, das kann ich nicht nachvollziehen, das Phänomen kenne ich jedenfalls nicht. Was wohl gemeint ist, so hoffe ich jedenfalls, dass das Einstellfernrohr fokussiert werden muss. Dazu befindet sich an der Seite eine Klemmschraube, die man lösen muss um das Fernrohr (wie die alten Seeleute) auseinander zu ziehen bis man Ringblende und Phasenring scharf sieht.

Hoffe, das hilft,

Detlef
Dr. Detlef Kramer, gerne per DU

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Nomarski

#3
Hallo Detlef,

mir ist schon bekannt, daß man das Phako-Einstellrohr bzw. Hilfsmikroskop entsprechend auseinanderziehen muß, um die Phasenringe zu fokussieren. An meinen Invertoskopen D und M habe ich die dafür konzipierten Siedentopf-Tuben angebaut und es ist so wie der chishoro beschrieben hat. Mit der älteren Schiebebrücke oder
einem monokularen Schrägtubus funktioniert es einwandfrei. Da ich also diese Tuben an mehreren Mikroskopen habe, kann es sich wohl kaum um ein Defekt handeln.
Was schreibt denn die Anleitung des Mikroskopes dazu?(Ich lese mal lieber selber nach)

Gruß
Bernd

Nachtrag: Laut Anleitung wird das Hilfsmikroskop 48 48 22 - 9902 dafür benötigt.

Klaus Herrmann


Hallo,

Diese Diskussion hatten wir schon mal im alten Forum. Es gibt mindestens 2 optisch unterschiedliche Typen bei Zeiss, die unterschiedliche Fokuspunkte haben. Ich habe sie beide.

Ich habs nicht mehr richtig in Erinnerung: entweder hat es mit den unterschiedlichen Tubusfaktoren zu tun, oder es hat mit dem zusätzlichen Zwischentubus zu tun. Vielleicht findet einer die Diskussion im alten Forum?
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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Detlef Kramer

@ Nomarski!

Lieber Bernd,

dass du das weißt war und ist mir immer klar. Ich bezog mich auf Chichoros Zitat
ZitatNun schafe ich es aber nicht Ringblende und Ring scharf zu stellen - ich sehe ohne Okular mehr als mit.
und kam zu dem Schluss, dass es dieser triviale Grund sein könnte. Manchmal sind es ja die ganz einfachen Dinge, die einen zur Verzweiflung bringen.

Das mit den unterschiedlichen Fernrohren verstehe ich nicht, muss ich vielleicht auch nicht. Ich habe eines von Reichert und das hat genügend Einstellspielraum.

Herzliche Grüße

Detlef
Dr. Detlef Kramer, gerne per DU

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Nomarski

Hallo nochmal,

nun habe ich folgendes feststellen können:
Es gibt von Zeiss verschiedene Versionen von Hilfsmikroskopen, die ich alle mal am Invertoskop D ausprobiert habe.
Bei den älteren Versionen (Riffelung senkrecht) bekommt man die Phasenringe nicht scharf gestellt, da der Einstellbereich scheinbar nicht ausreicht bei Mikroskopen mit verlängerten Strahlengängen.
Bei der neuen Version mit der Nummer 46 48 22 (waagerechte Rillen) funktioniert die Einstellung einwandfrei. Offenbar liegt bei dieser Version eine andere optische und mechanische Konstruktion zugrunde, welche diese Verhältnisse berücksichtigt.

@Detlef so trivial ist das auch wieder nicht. ;)

@Klaus
ZitatEs gibt mindestens 2 optisch unterschiedliche Typen bei Zeiss, die unterschiedliche Fokuspunkte haben. Ich habe sie beide.
Scharfes Bild bei zwei verschiedenen Fokuseinstellungen? Wird beim Stacken bestimmt interessant!  ;D

Viele Grüße
Bernd

Klaus Herrmann

Hallo Bernd,

Zitat@Klaus

Zitat
Es gibt mindestens 2 optisch unterschiedliche Typen bei Zeiss, die unterschiedliche Fokuspunkte haben. Ich habe sie beide.
Scharfes Bild bei zwei verschiedenen Fokuseinstellungen? Wird beim Stacken bestimmt interessant! 

Ich habe geschrieben "Unterschiedliche Fokuspunkte". Und das haben meine beiden CZ-PH-Fernrohre. Die liegen sogar ziemlich weit auseinander.

Was das mit Stacken zu tun haben soll ist mir etwas schleierhaft. Oder benutzt Du das PH-Fernrohr zum Stacken?
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


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wilfried48

Zitat von: Nomarski in Oktober 19, 2009, 09:23:37 VORMITTAG
Es gibt von Zeiss verschiedene Versionen von Hilfsmikroskopen, die ich alle mal am Invertoskop D ausprobiert habe.
Bei den älteren Versionen (Riffelung senkrecht) bekommt man die Phasenringe nicht scharf gestellt, da der Einstellbereich scheinbar nicht ausreicht bei Mikroskopen mit verlängerten Strahlengängen.

also das mit den verlängerten Strahlengängen bei den inversen Mikroskopen verstehe ich jetzt nicht. Die rein mechanisch aequivalente Tubuslänge bleibt doch trotzdem 160 mm. Die Tubuslänge ist doch der Abstand zwischen der hinteren Brennebene des Objektivs und der vorderen Brennebene des Okulars. Also muss ich mit einem Hilfsokular, wo ich in einem normalen Mikroskop auf die hintere Brennebene des Objektivs scharfstellen kann (dort befinden sich ja die beiden Phasenringe) auch an jedem durch irgenwelche Zwischenoptiken verlängerten Strahlengang scharf stellen können, da ja die mechanisch aequivalente Tubuslänge gleich bleiben muss, sonst gäbe es auch kein normales Bild.

Bei meinem IM35, das vom Strahlengang her gleich ist wie das IM 405 funktioniert das auch mit dem längs geriffelten Hilfsmikroskop vom normalen Zeiss Standard. Und ebenso am Universal und auch wenn ich den Zeiss Diskussionstubus aufsetze, der ja nochmal eine gewaltige Verlängerung des Strahlengangs bedeutet.

viele Grüsse

Wilfried
vorzugsweise per Du

Hobbymikroskope:
Zeiss Axiophot,  AL/DL/Ph/DIC/Epi-Fl
Zeiss Axiovert 35, DL/Ph/DIC/Epi-Fl
Zeiss Universal Pol,  AL/DL
Zeiss Stemi 2000 C
Nikon Labo-/Optiphot mit CF ELWD Objektiven

Sammlung Zeiss Mikroskope
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=107.0

Nomarski

ZitatBei meinem IM35, das vom Strahlengang her gleich ist wie das IM 405 funktioniert das auch mit dem längs geriffelten Hilfsmikroskop vom normalen Zeiss Standard. Und ebenso am Universal und auch wenn ich den Zeiss Diskussionstubus aufsetze, der ja nochmal eine gewaltige Verlängerung des Strahlengangs bedeutet.

Also ich kann es nur so sagen wie es bei mir ist:



Mit dem Hilfsmikroskop bekomme ich die Phasenringe beim Invertoskop nicht scharf eingestellt, es sei denn man könnte es noch etwas weiter zusammenschieben. Beim Standard mit Zwischentubus funktioniert es.



Und mit dem Hilfmikroskop bekomme ich bei allen Mikroskopen die Phasenringe scharf eingestellt.

Viele Grüße
Bernd

wilfried48

Hallo Bernd,

genau das obere Hilfsmikroskop habe ich und damit geht es an allen meinen Mikroskopen auch am Invers Mikroskop IM35.

Ein Invertoskop D habe ich nicht. Aber nach meinen obigen theoretischen Ausführungen müsste es auch am Invertoskop D auch gehen, vorausgesetzt es hat eine geometrisch aequivalente Tubuslänge von 160 mm.

Entweder ich stehe irgendwie auf dem Schlauch oder kann es sein, dass dein Invertoskop irgendwo ein "falsches" Zwischenstück drin hat ?

viele Grüsse

Wilfried
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Nomarski

Hallo Wilfried,

dann muß es wohl das obere Hilfsmikroskop in zwei optischen Varianten geben.

Ich habe an meinem Invertoskop D kein falsches Zwischenstück angebaut, sondern nur den Binokulartubus.
Das Invertoskop hat nämlich schon einen eingebauten Zwischentubus, dessen zusätzliche Länge mit Telanlinsen kompensiert werden.

Und wenn dem so wäre, müßte chishoro auch ein falsches Zwischenstück eingebaut haben.

Viele Grüße
Bernd

Jürgen Boschert

Hallo zusammen,

die einzig klar definierte TL ist die mechanische. Die optische ist letztlich nicht bestimmbar und nur dem Optikrechner bekannt, da sie von der Hauptebene des Objektives aus bestimmt wird, die wiederum nur der Konstrukteur kennt. Die hintere Brennebene, in der ja auch die Ph-Ringe plaziert werden, liegt bei komplexeren Objektiven meist irgendwo zwischen den Linsengliedern. Und darin findet sich m.E. auch die Problematik, die zu den Erfahrungen mit den Hilfsmikroskopen führt. Bei Tubuszwischenstücken, also Verlängerungen der TL sind die eingefügten Telansysteme ausschließlich dazu da, das Zwischenbild in vorberechnetem Korrektionszustand in die vorgesehene Distanz vom Okular zu bringen. Wo auf diesem Weg die hintere Brenneben des Objektivs hinprojiziert wird muss nicht einheitlich sein - daher braucht man u.U. ein Ph-Teleskop mit ausgedehnterer Fokusiermöglichkeit.

Vielleicht könnte hier Herr Husemann Klarheit schaffen ?!

Gruß !

JB
Beste Grüße !

JB

Nomarski

Den Klaus habe ich noch ganz vergessen:

ZitatWas das mit Stacken zu tun haben soll ist mir etwas schleierhaft. Oder benutzt Du das PH-Fernrohr zum Stacken?

Nein, wenn ich in der Brennebene etwas stacke, dann mit der Bertrand-Linse im Optovar.

Das Optovar läßt sich auch an mache Umkehrmikroskope ansetzen, bei denen die Telanlinse nicht kollidieren kann.
Aber auch dort bekommt man die Phasenringe gerade mal so eben am Anschlag des Stellbereiches scharfgestellt,
während man am normalen Stativ immer noch genügend Spielraum nach beiden Seiten hat.

wilfried48

Hallo Herr Boschert,

da wird wohl mein Denkfehler stecken, dass die Ausgleichslinsen bei der Verlängerung der rein mechanischen Tubuslänge das Zwischenbild und die hintere Brennebene unterschiedlich behandeln. Trotzdem liegt der Unterschied in der Einstellung des Hilfsokulars nicht weit auseindander. Von 5,2 mm Auszugslänge beim Inversmikroskop IM 35 auf ca. 5mm Auszugslänge beim Photomikroskop II mit Disskusionstubus und 2 Binokularen. Der gesamte Variationsbereich bei meinem Hilfsokular beträgt aber 20 mm. Ich werde es morgen mal an einem Zeiss Standard mit rein geometrischem Tubus vergleichen.

viele Grüsse

Wilfried
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