Autor Thema: Proben-Akquise  (Gelesen 1684 mal)

ChK

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Re: Proben-Akquise
« Antwort #15 am: November 07, 2019, 14:23:11 Nachmittag »
Danke nochmal für die vielen (hilfreichen) Hinweise!

Wafer klingen sehr interessant, logisch dass dort Strukturen im nm-Bereich zu finden sind. Aber ich möchte mich zunächst auf organische Proben beschränken.

Dass es einiger Übung bedarf entsprechende Proben zu präparieren kann ich mir vorstellen, gerade deswegen möchte ich es ja üben. :)

Diatomeen habe ich inzwischen (dank euch) gefunden, den Kohlweißling suche ich noch. Als erste "richtige" Probe habe ich Hefe ins Auge gefasst. Wo ich die her bekomme weiß ich wohl, aber wie präpariert man sie richtig?

Liebe Grüße,
Chris

konsonant

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Re: Proben-Akquise
« Antwort #16 am: November 07, 2019, 15:03:02 Nachmittag »
diese Seite schreibt sehr umfangreich über Diatomeenzucht https://www.diatoms.de/de/ .

Falls es jemand mit Schwefelsäure versuchen möchte , denke ich , daß ein Grog-glas eine recht brauchbares Laborgefäß ist und gut verfügbar . 0der gibt es dazu Bedenken ?
gruß konsonant

Klaus Herrmann

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Re: Proben-Akquise
« Antwort #17 am: November 07, 2019, 15:43:12 Nachmittag »
Zitat
Als erste "richtige" Probe habe ich Hefe ins Auge gefasst. Wo ich die her bekomme weiß ich wohl, aber wie präpariert man sie richtig?

In Wasser fühlt sie sich wohl. Wenn du sie füttern willst: ein Krümel Zucker dazu. Wenn du sie anfärben willst ohne sie zu töten ist Neutralrot genau richtig.

Anne hat in Nikon Small World ein tolles Foto von Paramecien, die gefärbte Hefezellen gefressen haben.
Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


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plaenerdd

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Re: Proben-Akquise
« Antwort #18 am: November 07, 2019, 23:52:45 Nachmittag »
Hallo,
manche Hefen fühlen sich auch in (Weiß-)Bier wohl. Mag ich auch lieber als Wasser. ;D
LG Gerd
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Carsten Wieczorrek

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Re: Proben-Akquise
« Antwort #19 am: November 09, 2019, 00:35:31 Vormittag »
Hallo,

dann lege ich auch noch einen (Auflicht-Tip) bei:

MEMS-Mikrofone

Angeregt durch den letzen Vortrag beim MKB Bonn habe ich mir so etwas gekauft. Ca. 2 x 2 MM incl. Verstärker und Analyse-Elektronik. Kann man klasse Bilder mit machen.

Würde ich auch gerne zeigen, aber so weit bin ich noch nicht: Mein neues Spielzeug ist ja deutlich größer und schwerer als mein altes Mikroskop, und obendrein hat sich sich die Länge des Fototubus fast verdoppelt: mein Glastisch wackelt!!!! Bilder im Okular sind klasse, Bilder aus der Kammera traue ich mich noch nicht, hier zu zeigen.

Aber so ein MEMS-Mikrofon ist eine Fundgrube für jeden Mikrofotograf. Man muss nur die Metallkapsel, die das eigentlich interessante umschließt, mit einem Mikroschraubendreher abhebeln.

Dabei zeigte sich, dass die darunter liegende Elektronik (das Mikrofon selber natürlich nicht) in einem Gel eingebettet ist. Ich musste Bürste, Wasser, Aceton, Benzin einsetzen, um das Gel zu entfernen. 100% ig war das nicht, auf meinen nicht-vorzeigbaren-Bildern sind etliche Gelreste zu sehen.

Grüße

Carsten
Für's grobe : CZJ GSZ 1
Zum Durchsehen : CZJ Amplival Hellfeld, Dunkelfeld
Zum Draufsehen : CZJ Vertival Hellfeld, Dunkelfeld
Zum Drauf- und Durchsehen: CZJ Epival Hellfeld
Für psychedelische Farben : CZJ Fluoval 2 Auflichtfluoreszenz
Für farbige Streifen : CZJ Epival Interphako

Herbert Dietrich

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Re: Proben-Akquise
« Antwort #20 am: November 09, 2019, 11:41:23 Vormittag »
Hallo Carsten,

ich steh auf dem Schlauch! MEMS-Mikrofone für die Mikroskopie?
Sieht man da etwas oder hört man?

Ein Unwissender

Herzliche Grüße

Herbert

plaenerdd

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Re: Proben-Akquise
« Antwort #21 am: November 09, 2019, 16:28:05 Nachmittag »
Hallo Herbert,
ich denke man sieht was. Diese Mikrofone sind elektronische Bauteile, die auf einem Wafer erzeugt werden. Drum herum ist auch noch ein wenig Elektronik nötig, um das primär analoge Signal zu digitalisieren. Einfach ein interessanter elektonischer "Baustein".
LG Gerd
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Klaus Herrmann

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Re: Proben-Akquise
« Antwort #22 am: November 09, 2019, 16:58:06 Nachmittag »
Zitat
0der gibt es dazu Bedenken ?

Ein Grog-Glas um konzentrierte Schwefelsäure zu erhitzen???? Unter der Voraussetzung, dass der Experimentator nicht mehr gebraucht wird würde ich sagen: sogar unbedingt zu empfehlen! 8)
Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


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plaenerdd

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Re: Proben-Akquise
« Antwort #23 am: November 09, 2019, 17:19:36 Nachmittag »
Hallo,
ich nutze Wegwerf-Sektgläser, aber nicht um Schwefelsäure darin zu kochen, sondern um durch Sedimentation und Dekantieren im richtigen Moment die langsamer niedersinkenden Diatomeen von schnell sinkenden Sandkörnern zu trennen. Leider wird es diese Gläser wohl nicht mehr lange geben. Dann muss ich wohl auch auf Grog-Gläser umsteigen.
LG Gerd
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konsonant

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Re: Proben-Akquise
« Antwort #24 am: November 10, 2019, 02:33:38 Vormittag »
Bei meinem Grogglas steht Schott Mainz , Jenaer Glas dran , das wäre dann chemisch resistentes hitzebeständiges Borosilikatglas  eben wie Reagenzgläser auch , ist doch gut . Die meisten anderen Groggläser sind auch Borosilikatgläser .
gruß konsonant

konsonant

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Re: Proben-Akquise
« Antwort #25 am: November 11, 2019, 22:55:25 Nachmittag »
Wenn ich Grogglas meine , dann eines ohne Weinglasfuß , mit flachem Boden , aber wenn ich mir die Preise ansehe ist ein Duran-Becherglas doch noch billiger , auf dem Flohmarkt vielleicht nicht .
gruß konsonant
so sieht es bei mir aus :

Werner

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Re: Proben-Akquise
« Antwort #26 am: November 12, 2019, 09:39:24 Vormittag »
Das ist doch Käse!
Der Boden ist doch viel zu dick, schlechter Wärmeübergang.
Wenn schon improvisieren, dann nimmt man die Glaskanne einer Kaffeemaschine, die gibts häufig im Elektroschrott. Und ein Griff ist auch dran.

Klaus Herrmann

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Re: Proben-Akquise
« Antwort #27 am: November 12, 2019, 10:32:49 Vormittag »
Mein Sohn hat mal für ein Labor den sicheren Umgang mit Laborgerätschaften mit lustigen Geschichten illustriert. Immer: so nicht und dagegen nur so

Dieses Bild wäre ein super Beispiel gewesen für "so nicht"  ;D
Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


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treinisch

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Re: Proben-Akquise
« Antwort #28 am: November 12, 2019, 12:14:06 Nachmittag »
Hallo Chris,

dass das so wie in dem Bild nicht geht dürfte klar sein, hoffe ich.

Falls Du es probieren willst: Die Schwefelsäure muss nicht kochen. In 200 °C heißer Schwefelsäure lösen
sich IC Gehäuse meiner Erinnerung nach auf, wie Zucker in Wasser, bei Raumtemperatur musst Du halt bis
zum nächsten Tag warten. Dem Chip ist das egal. Bin mir ehrlich gesagt nicht mehr sicher, wie lange es
bei Raumtemperatur dauert, aber ich habe es schon mehrfach bei RT gemacht, einfach weil es viel bequemer
ist. Flasche nicht ganz zuschrauben (falls sich Gas entwickelt), wieder ins Regal stellen, immer wenn du dran denkst mal kurz umschwenken, fertig.
Ich meine wie gesagt, dass ich bis zum nächsten Tag gewartet habe.

vlg
 Timm
« Letzte Änderung: November 12, 2019, 12:38:56 Nachmittag von treinisch »
Gerne per Du!

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smashIt

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Re: Proben-Akquise
« Antwort #29 am: November 12, 2019, 12:17:17 Nachmittag »
Flasche zuschrauben, wieder ins Regal stellen, immer wenn du dran denkst mal kurz umschwenken, fertig.

baut sich da kein druck auf?
MfG,
Chris

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