Präparat um Optik zu testen

Begonnen von micromax, November 06, 2009, 22:04:30 NACHMITTAGS

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micromax

Hallo,
ich bin gerade dabei mit dem Mikroskop ein paar Aufnahmen zu machen (Phomi I und Coolpix 990).

Bei dem 2,5 er Objektiv bin ich nicht ganz zufrieden was die Aufnahmequalität angeht.

Gibt es ein Präparat das für einen Test geeignet ist.
Ich stelle mir da ein homogenes Netz vor, das etwa 10 mm im Durchmesser hat und aus feinen parallelen Linie (also horizontal und vertikal) besteht.
Das möchte ich dann im Durchlicht fotografieren und feststellen was genau scharf ist und wo es mit der Beleuchtung hapert usw.

Vielleicht hat ja jemand eine Idee

Vielen Dank
Micromax

Klaus Herrmann

Hallo Max,

ein Objektmikrometer wäre da schon mal ein geeignetes und kritisches Objekt.

Ich nehme immer ein feines Netz, das auf einer Glasplatte aufgebracht ist um tönnchenförmige Verzeichnungen zu sehen.

Aber um Schärfe bis zum Rand zu sehen ist ein Objektmikrometer ideal, weil absolut plan!
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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micromax

Hallo Kla,
das mit dem Objektmikrometer ist in Ordnung, allerdings kenne ich kein Objektmikromter das länger als ein mm ist.
Mir geht es ja genau um die kleinste Vergrößerung, also 2,5 er Objektiv und dann 1,25 aus dem Zwischentubus mit abschließendem 10 er Okular.

Das mit dem Netz hört sich gut an, da kann ich auch in den Ecken nachprüfen (eben die erwähnten tönnchenförmigen Verzeichnungen).
Um was für ein Netz handelt es sich da?

Gruß Micromax

Klaus Herrmann

Hallo Mic  ;)

Humor hast du ja :D

Wobei - völlig OT natürlich - es bei mir so ist, dass ich mit Klarnamen erscheine. Da ich im anderen Forum mit "Microklaus" gemeldet bin habe ich geschlossen, dass Dein richtiger Vorname Max ist. Und da ich Deine Vorstellung nicht gefunden habe, aus der man Deinen richtigen Vornamen ersehen könnte habe ich spekuliert. _ Ende der Ansage! ;)

Zitatallerdings kenne ich kein Objektmikromter das länger als ein mm ist.

Dazu:



das ist 50 mm lang!

Und das Zeiss hat 5 mm plus 100/100



Der Objektfinder ist ganz gut geeignet noch feiner ist das Gitter. Die Fingerabdrücke bitte ich zu entschuldigen, die sieht man erst, wenn man das Foto vergrößert.

Mit dem feinen Gitter erhält man mit dem Objektiv PlanNeo 2,5 Moirée-Muster, die ein Scharfstellen über die Kamera erschweren.





Der Objektfinder ist deutlich gröber.







Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


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alemanne

#4
Was bei einem sehr schwachen Objektiv wie das 2,5er dem Auge scharf erscheint, muss noch lange nicht auf dem Film bzw. Sensor scharf sein. Der Grund ist die Akkommodation des Auges, die bei schwachen Objektiven [noch] eine Rolle spielen kann. Man kann das Objekt scharf sehen, obwohl die Linse des Auges nicht auf "unendlich" steht, also vollkommen entspannt ist. Die Schärfe-Differenz zwischen Film- bzw. Sensorebene und der Netzhaut kann erheblich sein. Der Effekt tritt umso eher auf, je jünger das Auge des Betrachters ist. Eigentlich müsste bei jeder Aufnahme immer eine Strichfigur (Kreuz, Doppelllinie) im Sehfeld sein, die gleichzeitig mit dem Objekt dem Auge scharf erscheint. Nur dann ist keine Differenz zwischen Netzhaut und Filmebene zu erwarten.
Um die Differenz weitgehend zu vermeiden, ist es besser, das Objekt mit einem 10er oder 25er Objektiv einzustellen (hier wird das Auge gezwungenermaßen auf "unendllich" eingestellt), um unmittelbar darauf erst auf das 2,5er Objektiv zu schalten. Wenn man mit dem 2,5er Objektiv anfängt, kann man sich manchmal über die scheinbar "variable Abgleichlänge" des schwachen Objektivs nur wundern...
Herzlichen Gruß
H.G.

reblaus

Hallo Klaus -
auf dem OMM deiner Abb. 2 ist zwar eine dicke 5+, leider ist aber - nebst einem langen senkrechten Strich - trotzdem nur eine 1 mm Skala (100/100) drauf. Kann man sogar auf dem Foto ganz schwach noch sehen. Oder sollte ich bei meinem eigene OMM mit Blindheit geschlagen gewesen sein?
Gruß
Rolf

Klaus Herrmann

Hallo Rolf,

auf Deine Augen sollte man nicht boxen, sie sind noch ganz ordentlich zu gebrauchen! ;)

Hilfst Du mir bitte noch mit der Abkü?:
Zitatmeinem eigene OMM
Allerdings lügt auch die Aufschrift auf dem edlen Zeiss Mikrometer nicht: es sind 100/100stel darauf und zusätzlich in der Verlängerung 5 einzelne mm-Strichle, die auch Deine ordentlichen Augen nicht sehen können auf dem Bild!

Das Wild-"Lineal" ist natürlich für Stemis. Hat man selten. Das hier ist so dick, dass ich es unterm Mikroskop mit der Schrift nach unten legen musste, sonst hätte ich nicht köhlern können.

Aber zur Beurteilung der Planarität ist das feine Netz am besten geeignet. Muss aus einen Zeiss-Testsatz sein. Ich habs von einem ehemaligen Servicetechniker.
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


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Klaus Herrmann

Hallo Helmut,

ich habe natürlich ein Strichkreuz in einem Okular um die Akkomodationsfalle zu vermeiden.

Aber das Phänomen, von dem ich berichtet habe ist was anderes. Ich glaube das hat mit Übereinstimmung von Pixeln und Raster auf dem Bild zu tun. Wenn man von einem Rechner-Monitor ein Bild mit einer Digi macht, dann hat man die Moirée-Figuren manchmal auch!

Das Bild des Objektfinders hatte ich noch vergessen. Nicht schön, aber zur Erläuterung taugt´s (liegt auf dem "Gesicht") wer Spiegelschrift lesen kann kanns lesen, was drauf steht. :D

Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


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reblaus

Hallo Klaus -

OMM = Objektmikrometer, mit Okular MM zu verwechseln, gebe ich zu. Die Strichle mit den Zahlen habe ich oft betrachtet, war aber mit geistiger Blindheit geschlagen. Als Pensionär kann ich das jetzt auch zugeben, früher wären andere Schuld gewesen.
Gruß
Rolf

Klaus Herrmann

Merci Rolf,

werde ich in meinen Abküsp. aufnehmen!

ZitatAls Pensionär kann ich das jetzt auch zugeben, früher wären andere Schuld gewesen.

Und noch was ändert sich, der Satz:

"wären Sie mal so nett mir davon 3 Kopien zu machen und dann sollten noch die 5 mails beantwortet werden..." geht jetzt ins Leere - alles muss man selber machen! >:( ;)
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


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alemanne

#10
Lieber Klaus,
mein obiger Beitrag hat sich eigentlich direkt auf den Fragesteller bezogen, nicht auf Deinen "Lösungsansatz" zur Feststellung der Qualität des Objektivs. Denn ich bezweifle, dass ein Zeiss Objektiv 2,5/0,08 weniger scharf sein soll als seine "stärkeren" Kollegen, es sei denn, es ist durch Fall u. ä. dezentriert oder sonst beschädigt. Mein Beitrag bezieht sich auf Grundsätzliches im Umgang mit sehr schwachen Objektiven. Erst dann, wenn man das "Grundsätzliche" beherzigt (siehe oben), greifen auch Deine Vorschläge!
Herzlichen Gruß,
Helmut

Robert Götz


Zitatwären Sie mal so nett mir davon 3 Kopien zu machen und dann sollten noch die 5 mails beantwortet werden..." geht jetzt ins Leere - alles muss man selber machen!

Nicht vergessen:  Es gibt auch die Leute, die "so nett wären", dieses und jenes zu machen. Für die ändert sich weniger.  :'(




micromax

HAllo an alle und vielen Dank für die Hilfe.
Ich bin beeindruckt was es alles für Gitter, Netze, Skalen und Objektmikrometer es gibt.

Für meine Zwecke am besten geeignet erscheint mir das grüne Netz von Herrmann. DA ich sowas nicht habe habe ich mal versucht eine homogene MAttscheibe zu fotografieren. Und siehe da die Ecken sind unscharf (eigentlich wollte ich an der STelle ein Foto einstellen, aber das Hochladen in Photobucket, wo ich mich gerade angemeldet habe funktioniert nicht. Damit habe ich mir anscheinend noch eine Baustelle aufgemacht?!)
Damit bestätigt sich, was ich an normalen Präparaten (Dünnschliffe und auch Pflanzenschnitte) schon vermutet hatte.

Vermutlich ist es richtig, daß es keinen vernünftigen Grund gibt warum ein 2,5 er von Zeiss keine scharfen Abbildungen zustande bringen soll.

Ich werde nochmal genau beschreiben wie ich vorgegangen bin:
1. homogene Beleuchtung eingestellt und Präparat scharf
2.  Dann Strahlengang auf Coolpix gelenkt, diese auf M und "GEbirge" eingestellt und dann über den Monitor Bilder gemacht. Meistens 20 Stück mit jeweils 5 Skalenteile auf dem Feintrieb weitergedreht.
3. Das schärfste Bild ausgewählt.

Ich werde noch ein wenig herumpfriemeln und ein paar mehr Aufnahmen machen, vielleicht komme ich ja noch zu einer Lösung. Auch an dem Problem mit Photobucket bleibe ich dran.
Bis dahin
Micromax

Klaus Herrmann

Da wäre die Frage: liegts am (Foto)-Okular?

So ein wenig mehr an Info über die gesamte Optik+Mikroskop würde sicher bei der Fehlersuche helfen!
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


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Nomarski

Hallo Klaus,

ist das Versehen oder Absicht, daß bei deinen Demo-Bildern alles seitenverkehrt ist?

VG
Bernd