Schlechte Fotos am Leica DM-LB Mikroskop - Ursache??

Begonnen von Peter V., November 08, 2009, 17:48:11 NACHMITTAGS

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Peter V.

Lieber Jörg,

obwohl ich ja nun gelernt habe, dass man seinen Augen ( oder besser dem Gehirn ) auf keinen Fall trauen darf, kann ich Dir versichern, dass das Bild - betrachtet durch die normalen Leica-Okulare - zumindest bis zum Sehfeld 20 randscharf ist ( oder besser "erscheint"  ;D )
Die in den Fotos noch erkennbare Randunschärfe düfrte tatsächlich schlicht eine Folge unserer "low-tech-Adaptionen" sein, damit werden wir wohl leben müssen. Vermutlich macht sich hier dann doch der Unterschied zwischen einem einfachen Astro-Okular bzw. Periplan und einer speziell gerechneten ( dann aber vermutlich an die 1000 EUR teuren ) professionellen Adaption bemerkbar.
Ich werde nachher noch einmal ein Objektmikrometer bis zu den Rändern aufnehmen und die Fotos posten.
( Peter H. hat ja die gerade in einem anderen thread sehr eindrucksvoll gezeigt, wer mit wem wie gut kann..... ( ob das so auch auf Unendlich-Systeme übertragbar, weiss ich nicht ).
Mit dem Herrmannschen Okular erziele ich allerdings am Jenaval deutlich bessere Fotos als am DMLB, das war aber immer schon so. Vemutlich können das Astrookular und die Jena-Optik besser miteinander....

Herzliche Grüße
Peter

Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Werner Jülich

Ein positiver Effekt bei der visuellen Beobachtung ist die Akkommodationsfähigkeit unserer Augen, die uns, altersabhängig, erlaubt Randunschärfen durch Bildfeldwölbung zu reduzieren. Es ist daher nicht überraschend, wenn man visuell mit Achromaten zufrieden ist, fotografisch dann aber nach Plan fragt.

Werner Jülich

Anton Berg

Hallo, meine Lieben,

technisch möchte ich keinen weiteren Beitrag leisten, jedoch an Gerd Günther erinnern.
Kürzlich hat Gerd Günther im diesjährigen internationalen Nikon Fotowettbewerb einen hervorragenden Platz mit seinem Foto belegt.

Er arbeitet mit einem Leica DM LB, wie es hier in der Diskussion ist, fotografiert mit einer Olympus E410, adaptiert mit der von
ihm im Mikrokosmos Heft 4, 97.Jahrg.,Juli 2008 vorgestellten Konstruktion. Das Foto hat Herr Detlef Kramer im Forum zur
Kenntnis gebracht. Seine früheren Beiträge waren auch immer hoch geschätzt.
Man sieht, mit diesem Mikroskop sind beste Fotos möglich.
Ich persönlich arbeite mit der gleichen Kombination wie Gerd Günther. Meine Zufriedenheit mit den fotografischen Ergebnissen
ist ausnahmslos abhängig von der mikroskopischen Vorlage.

Mit freunlichen Grüßen, Anton Berg
Mit freundlichen Grüßen,   Anton

Peter V.

#78
Zitat von: Werner Jülich in November 13, 2009, 12:45:58 NACHMITTAGS
Ein positiver Effekt bei der visuellen Beobachtung ist die Akkommodationsfähigkeit unserer Augen, die uns, altersabhängig, erlaubt Randunschärfen durch Bildfeldwölbung zu reduzieren. Es ist daher nicht überraschend, wenn man visuell mit Achromaten zufrieden ist, fotografisch dann aber nach Plan fragt.

Werner Jülich

...wobei die N-Plane aber schon ordentliche Planchromate sind / sein müssten. Allerdings kann man auch mit Achromaten brauchbare fotografische Ergebnisse erzielen, wenn sie sehr gut sind wie die von Zeiss Jena. http://www.mikroskopie.de/mikforum/read.php?1,35217,35217#msg-35217

Dass grundsätzlich mit dem DMLB gute Fotos möglich sein müsste, liegt auf der Hand. Wäre ja unfaßbar, wenn nicht, schlißelich ist das DMLB einmal ein im oberen ( auch preislichen! ) Bereich des Leica-Programms angesiedeltes Mikroskop gewesen, in der Klasse vergleichbar wohl mit dem Axioskop 40.

Ich habe nun einmal ein Objektmikrometer in verschiedenen Positionen mit dem 10e N-Plan und dem 40er N-Plan aufgenommen.

Ich weiss nicht, ob das Ergebnis im zu erwarteneden Bereich liegt. Die Sehfeldzahl des verwendten Astrookulars von Klaus Herrmann düfte bei etwa 20 liegt.
Möglichweise würde man mit einem Originalokular in der Adaption einen größeren planen Bereich erzielen können ( oder? ).

10x N-Plan:












40x N-Plan:



Herzliche Grüße
Peter




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Jürgen Boschert

Hallo,

sieht das mit den "passenden" Leitz-Okularen besser aus ? Denn eigentlich müssten auch N-Plane ein Sehfeld von 20 plan abbilden. Zudem sieht man die zur Peripherie hin dtl. CMV.

Gruß !

JB
Beste Grüße !

JB

Peter V.

#80
Hallo Jürgen,

das kann ich nur bedingt testen, weil ich nur endliche Periplane haben ( mit denen es logischerweise ja noch schlechter ausschaut ). Und eine Adaption mit den originalen 22-SFZ-Okularen an die Coolpix bekomme ich mechanisch nicht hin und das "Frehändige-durchs-Okular-knipsen" ist schwierig. Ich habe es gerade mal so quick wie dirty gemacht und die Randschärfe scheint besser zu sein, obgleich die Kamera sicher noch nicht einmal ganz exakt im Strahlengang steht.





Weiss den jetzt zufällig jemand, ob es 23,2-mm-UNendlich-Periplane gibt, die man für eine Adaption nutzen könnte?

Herzliche Grüße
Peter

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Detlef Kramer

Lieber Peter,

Deine letzten Fotos zeigen eigentlich, dass Du mit dem Original-Okular gute Ergebnisse bekommen solltest. Die Frage ist natürlich, warum das mit dem Astro-Okular nicht auch so ist. Das Zwischenbild beim Leich sollte auskorrigiert sein, denn Gerd Günther adaptiert seine Oly 4x0 ohne Okular. Also liegt das Problem vielleicht doch an dem Astro-Okular. Da gibt es, was die Tauglichkeit für die Mikrofotografie angeht, Unterschiede.

Peter, kauf doch einfach ein solches Leica-Okular und lass Dir einen passenden Adapter maßfertigen. Du weißt, wie das geht!?

Herzliche Grüße

Detlef
Dr. Detlef Kramer, gerne per DU

Vorstellung: Hier klicken

Jürgen Boschert

Hallo,

ZitatWeiss den jetzt zufällig jemand, ob es 23,2-mm-UNendlich-Periplane gibt, die man für eine Adaption nutzen könnte?

ich habe auf der Leica-Homepage das mal versucht herauszubekommen - vergeblich. Aber der Leica-Service gilt ja als sehr zuvorkommend; mit einem Anruf dort sollte sich diese Frage klären lassen. Oder nimm doch mal mit Gerd Günther Kontakt auf.

Interessant find ich die Aufnahmen auch allgemein durchaus: geht man davon aus (kann man das immer ?), dass das ZwiBi bei Unendlich-Systemen vollkommen auskorrigiert ist, würde das bedeuten, dass das Univ.-Okular eine dtl. Bildfeldwölbung und CVD mitbringt.

Gruß !

JB
Beste Grüße !

JB

Jürgen Ibs

Noch einmal eine Liste zu den Leica Unendlich-Objektiven. Die Apochromate fangen erst mit den Fluotaren an (Semi-Apos):

Achromate (für DME)
C-Plan (Achromat)
HI PLAN (Achromat)
N PLAN (Achromat)
FL PLAN (Achromat)
PL FLUOTAR (Semi Apochromat)
PL S-APO (Semi Apochromat)
PLAN APO (Apochromat)

Falls Interesse besteht, kann ich per E-Mail auch eine ältere Liste aller Objektive von Leica mit speziellen Angaben als PDF zusenden. (Leica HCS Objektive, Stand 12/2008) Eine aktuelle Liste konnte ich nicht mehr bei Leica finden.

Güße

Jürgen
Ein freundschaftliches "du" ist immer willkommen - nicht nur dadurch ist das benachbarte Skandinavien vorbildlich.

Meine Vorstellung:
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=34.0