Autor Thema: DIY epi-DIK  (Gelesen 461 mal)

Wes

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DIY epi-DIK
« am: April 01, 2020, 22:23:00 Nachmittag »
Ich hatte die Idee, ein epi-DIK-Setup mit Komponenten zu bauen, die ich derzeit habe, nämlich einem III RS-Fluoreszenzkondenser, ein paar Polarisatoren, einem 50:50-Spiegel, einem 16/0,35 epi-Plan-Objektiv und einem 16/0,35 Plan-DIK-Schieberegler für regulär übertragene DIK. Bei epi-DIK wird ein einzelnes DIK-Prisma verwendet, um die an der Oberfläche reflektierten O- und E-Strahlen zu scheren und dann zu rekombinieren, die dann zur Erzeugung des Kontrasts interferieren.



So sieht es aus.




Und ich habe dieses Aluminiumelement als Testprobe verwendet.




Es handelt sich um einige Oberflächenfehler, wobei die DIC-Scherachse diagonal von oben rechts nach unten links verläuft (/).




Gleicher Rahmen, aber mit einer zusätzlichen Wellenplatte. Die Farbe kann durch Verschieben des DIC-Prismas verändert werden.




Und es handelt sich um die gleichen Defekte, die jedoch im Vergleich zu den beiden vorherigen Bildern um 90 Grad gedreht sind. Die winzigen Flecken, die vorher nicht ganz sichtbar waren, sind jetzt sehr deutlich.




Auch hier können wir den Farbkontrast durch Hinzufügen der Quarzwellenplatte einführen.




Und nur als Referenz habe ich den DIC-Schieberegler herausgenommen, um zu veranschaulichen, wie das entsprechende epi-Pol-Bild aussehen würde.

Ich möchte Sie bitten, mir Vorschläge zu machen, welche Muster ich mit meinem neuen Entwurf erforschen kann. Wie bereiten Sie Siliziumchips für episkopische Beobachtungen vor?


PS:Bitte entschuldigen Sie, dass ich Fehler gemacht habe. Deutsch ist nicht meine Muttersprache.

Beste Grüße,

Wes
« Letzte Änderung: April 01, 2020, 22:41:25 Nachmittag von Wes »

Klaus Herrmann

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Re: DIY epi-DIK
« Antwort #1 am: April 01, 2020, 22:48:45 Nachmittag »
Hallo Andrée, schöner DIC-Effekt.
Im Auflicht ist es einfacher, man braucht nur ein Wollastonprisma. Auflicht Pol hast du der DIC-Schieber ist auch vorhanden, also kein Wunder, dass es klappt.
Alte Chips sind besonders attraktiv.
Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


Vorstellung: hier klicken

Carsten Wieczorrek

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Re: DIY epi-DIK
« Antwort #2 am: April 01, 2020, 23:07:12 Nachmittag »
Hallo Wes,

Zitat
Wie bereiten Sie Siliziumchips für episkopische Beobachtungen vor?

Alte Chips (neuere taugen nicht, da sind die Strukturen zu klein für die Lichtmikroskopie) 1 oder zwei Stück in einem Erlenmeyerkolben 2 cm hoch mit 96% Schwefelsäure 10 Minuten kochen. Am besten im Freien oder zwingend unter einem guten Abzug. Abkühlen lassen, in ein Eimer Wasser kippen und durch ein Sieb filtrieren. Präparation dann unter dem Stemi.

Grüße

Carsten

P. S.: Ich habe noch welche, wenn Du mir per PN Deine Adresse zukommen läßt...
Für's grobe : CZJ GSZ 1
Zum Durchsehen : CZJ Amplival Hellfeld, Dunkelfeld
Zum Draufsehen : CZJ Vertival Hellfeld, Dunkelfeld
Zum Drauf- und Durchsehen: CZJ Epival Hellfeld
Für psychedelische Farben : CZJ Fluoval 2 Auflichtfluoreszenz
Für farbige Streifen : CZJ Epival Interphako

reblaus

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Re: DIY epi-DIK
« Antwort #3 am: April 01, 2020, 23:58:00 Nachmittag »
Hallo -

es werden auch für wenig Geld ( um die 5.-) Wafer aus der Chiproduktion angeboten, auf denen hunderte von Chips in nativem Zustand drauf sind. Da kannst Du Dir handliche Stückchen abschneiden und die Sauerei mit der Schwefelsäure vermeiden.
Schau bei eBay unter "Wafer".

Viel Vergnügen

Rolf

Wes

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Re: DIY epi-DIK
« Antwort #4 am: April 08, 2020, 08:27:03 Vormittag »
Ich danke Ihnen allen für die Kommentare und Ratschläge.

Auflicht Pol hast du der DIC-Schieber ist auch vorhanden, also kein Wunder, dass es klappt.
Scheint logisch ja, aber ich war angenehm überrascht, als es in meinen Händen den DIK-Effekt hervorrief.

Hallo Wes,

Zitat
Wie bereiten Sie Siliziumchips für episkopische Beobachtungen vor?

Alte Chips (neuere taugen nicht, da sind die Strukturen zu klein für die Lichtmikroskopie) 1 oder zwei Stück in einem Erlenmeyerkolben 2 cm hoch mit 96% Schwefelsäure 10 Minuten kochen. Am besten im Freien oder zwingend unter einem guten Abzug. Abkühlen lassen, in ein Eimer Wasser kippen und durch ein Sieb filtrieren. Präparation dann unter dem Stemi.

Grüße

Carsten

P. S.: Ich habe noch welche, wenn Du mir per PN Deine Adresse zukommen läßt...
Ich kann das versuchen, es klingt etwas gefährlich, aber es ist sicher zu schaffen.

Hallo -

es werden auch für wenig Geld ( um die 5.-) Wafer aus der Chiproduktion angeboten, auf denen hunderte von Chips in nativem Zustand drauf sind. Da kannst Du Dir handliche Stückchen abschneiden und die Sauerei mit der Schwefelsäure vermeiden.
Schau bei eBay unter "Wafer".

Viel Vergnügen

Rolf

Einige scheinen winzige Logoaufdrucke geätzt zu haben.

LG
Wes