Autor Thema: Fluoreszenz im Haushalt  (Gelesen 3105 mal)

Marcus_S

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Re: Fluoreszenz im Haushalt
« Antwort #15 am: Mai 27, 2020, 22:32:12 Nachmittag »

Moin Bob,

genau, das mit der Bekömmlichkeit ist ein Teil des Antriebs dieser Spielchen. Daneben die legale und einfache Beschaffbarkeit (also letztlich die Gesetzeslage, weiter will ich das hier ausdrücklich nicht ausführen), als Drittes die Mords-Sauerei, die Farbstoffe anrichten können. Wer öfter mit einschlägigen Farbstoffen in Pulverform zu tun hat, der wundert sich irgendwann nicht mehr, wenn er auch beim dritten Putzen noch immer bunte Schlieren auf dem Lappen hat. Und wenn schon Sauerei, dann wenigstens nicht ganz so fürchterlich giftige. Zumindest nicht zu Hause im Wohnzimmer. Auch wenn man ggf. von Berufs wegen mit so einem Zeug umgehen kann oder können sollte.

Natürlich soll man auch z. B. Ethacridinlactat nicht fingerdick aufs Butterbrot streuen, aber als freiverkäufliches Arzneimittel für äußerliche Anwendung sollte eine versehentliche Berührung kleiner Krümel zwar zu Flecken, aber nicht unmittelbar zum sofortigen Ableben des Experimentators führen. So meine Annahme und meine Hoffnung.

Und natürlich gibt es leistungsfähigere Farbstoffe, dann sollte man sich aber genau überlegen was man da gerade macht. Aber schön bunt sind die ja...

Ich mache mal noch ein wenig weiter, vielleicht kommt ja noch mehr Lohnendes bei der Sache rum. Das Ethacridin (jaja, ich nerve damit...) macht sich ja schon mal nicht so ganz schlecht.



Moin Florian,

dankeschön für den Hinweis, das spart mir längere Recherche. Vor Citronensäureestern habe ich so ganz allgemein erstmal keine Angst. Und wenn das Zeug nicht funzelt, dann kann man es noch immer als Weichmacher in sein Eindeckmittel einrühren...
Morgen komme ich vielleicht endlich dazu, einzukaufen. Und dann sehe ich zu, daß ich Riboflavin aus dem Backzutatenregal erbeute.



Viele Grüße von

Marcus

d65

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Re: Fluoreszenz im Haushalt
« Antwort #16 am: Juni 01, 2020, 17:58:57 Nachmittag »
Aescin
das ist von Deiner Liste mein Favorit, mindestens von der Beschaffung. Kastanien erkenne ich auch, wachsen oft in Biergärten. Saison für Triebe ist fast vorbei (?), aber für einen Versuch mag es noch gehen? Nur die Strukturformel sieht mir etwas zu wenig Pi-elektronisch aus, fluoresziert das tatsächlich? Und reicht das dann auch zum Färben?


Hier ist ein Bild dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/Aesculin. Sieht aus, als ob das ganz gut reinknallt.

Außerdem angehängt ein Auszug aus "Max Haitinger:Fluorescenz-Mikroskopie. Ihre Anwendung in der Histologie und Chemie. 1938, Akadamische Verlagsgesellschaft Leipzig. Darin erwähnt als pflanzliche Quellen für "Fluorochrome":
Schöllkraut (Chelidonium majus)
Rhabarber-Arten (Rheum)
Rosskastanie (Aesculus hippocastanum)
Gemeine Esche (Fraxinus excelsior)
Chlorophyll

Wenn ich mir meine Finger anschaue nachdem ich die Tomatenpflanzen ausgegeizt habe möchte ich vermuten, das deren Saft auch irgendwas fluorescent färbt. Mindestens meine Finger. Hab aber noch nicht überprüft ob es wirklich fluorescent ist.

Liebe Grüße
Steffen

Marcus_S

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Re: Fluoreszenz im Haushalt
« Antwort #17 am: Juni 02, 2020, 23:18:37 Nachmittag »
Moin Steffen,

vielen Dank für Deine Anregung und die Mühe, die Du Dir gemacht hast. Und den Schubser habe ich aufgenommen - ich bin dann heute in den Park spaziert und habe die Kastanie um ein Blatt angebettelt. Dann die Rasierklinge entrostet und die erstaunlich bockigen Blattstiele in Scheibchen geschnitten, die Scheibchen in Leitungswasser eingedeckt. Und dann mit 100 W Halogen-Auflicht auto-fluoresziert, um das Aesculin zu suchen.

Naja, im UV kam nicht mehr so viel, da wird die Halogenleuchte doch etwas müde, zumal mit der 2000 h-Lampe. Also die SW-Kamera auf 2*2 Binning eingestellt, ein wenig die Verstärkung raufgekurbelt und mit dem 10x/0,3 in Breitbandgrün-, Superbreitbandblau- und Schmalband-UV-Anregung geknipst. In UV dann doch 1,5 s belichtet, alle anderen deutlich kürzer. Die Kamera bekam dann aber alles Licht.

Und weil Fluoreszenzbilder hübsch bunt sein müssen und das wegen der SW-Kamera ja schwierig ist, da habe ich mit Fitswork gespielt und ein absonderliches Falschfarbenbild gebastelt: Rotkanal ist das Licht, das bei UV-Anregung emittiert wird, Emission der Grünanregung auf Grünkanal, Emission der Blauanregung auf Blaukanal. Bild verkleinert, etwas beschnitten, ungeschärft, nur etwas am Histogramm gedreht.

In das Bild muß man sich dann erstmal ein wenig eindenken. Ich behaupte mal: die hellblauen Punkte sind die Chloroplasten (denn die emittieren ja hell bei Blauanregung), die Leitbündel fluoreszieren hell bei Blauanregung und bei UV-Anregung und erscheinen deshalb violett und die hellroten Tupfen fluoreszieren in UV-Anregung (die ja auf dem Rotkanal liegt) hellblau. Und das könnte ja das Aesculin sein, wenn denn der Blattstiel Aesculin enthält. Die Fluoreszenz ist jedenfalls ziemlich heftig. Im unbeleuchteten Zimmer derart hell im Okular, daß man zur Lokalisation sogar ein klein wenig Durchlicht zumischen kann und dann im dunklen Hellfeld-Durchlicht die hellblau glimmenden Zellen erkennen kann. Trotz Halogen und UV.

Ich hätte natürlich auch die Kanäle anders kombinieren können, also das Emissions-R->R, G->G, B->B, aber dann verschmelzen das grüne und rote Fluoreszenzlicht und gaukeln eine gold-orangefarbene Fluoreszenz vor, die nicht zu beobachten ist. So wird der Außenbreich schön schmutzig flaschengrün und zeigt an, daß da was bei Blau- und bei Grünanregung fluoresziert.

Nur - wenn die roten Tupfen das Aesculin anzeigen - warum ist das Zeug nur in einigen Zellen konzentriert und warum sehen die im Hellfeld absolut langweilig und unschuldig aus? Mit dem Isolieren des Aesculins aus Blattstielen wird das wohl eher schwierig, die einzelnen Zellen raussammeln... Vielleicht muß ich die Kastanie nochmal um ein Zweiglein fragen und dann die Rinde auskochen, so wie in Deinem Rezept...

Ich forsche weiter...


Viele Grüße von

Marcus

Marcus_S

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Re: Fluoreszenz im Haushalt
« Antwort #18 am: Juni 14, 2020, 01:36:49 Vormittag »
Moin!

Da die neue UV-LED-Beleuchtung noch weiter bespielt werden wollte, brauchte es Material. Da fand sich glücklicherweise im Kühlschrank noch ein zwei Tage alter "Stengel" einer abgeblühten "Kerze" einer Roßkastanie (irgendwann werde ich auch mal ergründen, wie das richtig heißt). Rasierklinge gezückt und los.

Das Wasser, in dem sich die Schnitte tummelten, färbte sich ziemlich schnell hellorange. An einem viel zu dicken Schnitt (ich sollte mir mal wieder eine neue Rasierklinge gönnen) durfte sich die UV-LED-Beleuchtung austoben. Und man kann sagen: in den "Kerzen" ist fluoreszenzmäßig deutlich mehr los als in den langweiligen Blattstielen. Mit der UV-LED reichte es sogar zur (matten) Übersichtsbetrachtung und -fotografie mit einem 5x/0,1, wahrlich nicht der Lichtriese. Bei höheren Vergrößerungen und/oder Aperturen wurde das Bild flauer, wahrscheinlich wegen des überall aus den angeschnittenen Zellen austretenden und herumdiffundierenden Aesculins. Für ein im Kontrast etwas aufgehübschtes und leicht geschärftes Bildchen mit dem 10x/0,3 und der ASI178MM hat es aber gereicht.

Das Aesculin störte eigentlich nur das ansonsten hübsche Bild, zog aber leider nicht auf andere Gewebeteile auf. Schade, denn das wäre eine hübsche Variante der "Autofluoreszenz" gewesen: ein Schnitt färbt sich selbst... Also bleibt als Ergebnis: Kastanie sieht zwar schön aus, das Extrakt scheint aber nicht von übermäßigem Nutzen zum Färben von Pflanzenschnitten zu sein.

Na, ich forsche weiter.


Viele Grüße von

Marcus

Marcus_S

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Re: Fluoreszenz im Haushalt
« Antwort #19 am: Juni 14, 2020, 18:30:04 Nachmittag »
Moin!

Auch mein Lieblings-Ethacridin mag meine UV-Wunderlampe...

Deswegen dann noch ein Bildchen. Diesmal in bunt, mit der ASI120MC-S. UV-Diode mit 500 mA betrieben, dafür auch nur ein kleines Objektiv: MPlan 5x/0,1. Also wieder ein Planachromat, der im UV ja eigentlich gar nicht funktionieren kann... Und dann noch bei dieser Apertur...

Ein Ahornblattstiel mit einer neuen (!) Rasierklinge geschnitten und unfixiert auf dem OT mit einem Tropfen Ethacridinlactat gefärbt, ein paarmal mit Leitungswasser ausgewaschen und in Wasser eingedeckt. Zwei Einzelbilder, Belichtungszeit 200 ms, Gain 50 (von 100), für jedes Einzelbild dazu direkt in FireCapture 10 Rohbilder gemittelt (es gibt da so ein hübsches Schieberchen...). Die beiden Einzelbilder mit Microsoft ICE zusammengebastelt, mit Fitswork leicht unscharfmaskiert und leicht im Histogramm bearbeitet. Auf Forum-Maße (etwa 80%) verkleinert. Fertig.

Die richtig knackige Schärfe hat das Bild leider nicht, das wird an der Kamera und an der Anpassung liegen. Aufgrund der recht großen Pixel sind das bei diesem Aufbau gerade mal etwa 2,3 geometrische Pixel pro Airy-Scheibchen, also doch etwas wenig und da ist der Effekt der Bayer-Maske noch nicht mal mit einberechnet.

Etwas schade nur: in diesem Übersichtsbildchen gehen die hübschen Farbschattierungen der sehr intensiven Fluoreszenz, die von gelblich grasgrün (Cuticula, nur bei höherer Vergrößerung gut erkennbar) über fahl gespenstisch grüngrünblau bis zu schwach dunkelgrün reichen, ein wenig verloren. Ansonsten gibt das Bild  aber recht gut den Farbeindruck im Okular wieder. Und ja, der Fussel hätte wirklich nicht sein müssen...


Viele Grüße von

Marcus


jochen53

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Re: Fluoreszenz im Haushalt
« Antwort #20 am: Juli 07, 2020, 16:56:10 Nachmittag »
Hallo,
mir fallen da ganz spontan die Textmarker ein, in den gelben ist Pyranin enthalten, das wird auch zur Verfolgung von Grundwasserströmen verwendet und ist ökologisch einwandfrei. Es fluoresziert am besten bei Anregung mit 366 nm, aber die billigen UV-Lampen mit 395 nm gehen genauso. Es fluoresziert nur gut im leicht alkalischen pH-Bereich. Man bekommt auch andere UV-Fluoreszenzfarbstoffe zu kaufen, z.B. für Partys oder zum Geo-Caching. Im Bürobedarfshandel gibt es Filzstifte zur unsichtbaren Markierung von Geldscheinen und Schriftstücken, da ist ein wasserlöslicher Uvitex-Fluoreszenzfarbstoff drin, der bei Tageslicht farblos und bei Anregung mit 366 nm hellblau leuchtet. Diese Typen werden auch als sog. optische Aufheller in Waschmitteln und im weißen Schreibpapier verwendet.
Öl- und fettlösliche Fluoreszenzfarbstoffe gibt es z.B. als Lecksuch-Farbstoffe für Motoren- Hydraukik- und Getriebeöle, ein Handelsname ist Fluorescent Yellow 131 SC.

Viele Grüße, Jochen.

Marcus_S

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Re: Fluoreszenz im Haushalt
« Antwort #21 am: Juli 07, 2020, 19:27:41 Nachmittag »
Moin Jochen!

Ohhh, hier liest noch jemand mit... Dann muß ich hier ja auch noch mal weitermachen, ich dachte, es interessiert niemanden so wirklich.

Dankeschön für die ausführlichen Anregungen. Weil der gute Tip mit den Textmarkern auch ziemlich zu Anfang einmal von Florian kam - ich sag's mal so: nein, aus einem ganz banalen und sehr gewichtigen Grund kann und werde ich Textmarker hier (leider) nicht mit einbeziehen.

Aber die Anregungen mit dem Geo-Caching und dem Geldscheinprüfstift finde ich umso interessanter. Geldprüfstift, weil mir ja die 365 nm-UV-Anregung mittlerweile auch möglich ist. Da werde ich mich mal umtun. Ist vielleicht auch einfacher als die noch immer zu bearbeitenden Lebensmittelfarben: die waren in den drei (!) Supermärkten, in denen ich geguckt habe, ausverkauft!


Viele Grüße von

Marcus

Horst Wörmann

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Re: Fluoreszenz im Haushalt
« Antwort #22 am: Juli 08, 2020, 09:50:13 Vormittag »
Hallo Marcus,

na klar, hier wird mitgelesen - weitermachen!
Geldscheinprüfstift: der fluoresziert nicht! Der hinterläßt auf einem echten Schein keine Spur, auf einem selbstgedruckten wird es blaubraun, weil die Stärke im Papier durch das im Stift enthaltene Iod angefärbt wird. Wir Profis drucken auf reines Baumwoll-Banknotenpapier, da reagiert nichts. Das (Euro-)Banknotenpapier selbst fluoresziert nicht, es sei denn, der Schein wurde mal mitgewaschen. Dann zieht der optische Aufheller des Waschmittels auf, und es gibt die blaue Fluoreszenz des Aufhellers bei 365 nm.
Wozu man Banknoten mit einem Stift fluoreszenz-markieren sollte, erschließt sich mir nicht. Kaufen und ausprobieren.

Viele Grüße
Horst

jochen53

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Re: Fluoreszenz im Haushalt
« Antwort #23 am: Juli 08, 2020, 13:05:48 Nachmittag »
Hallo Horst und Marcus,

ich meinte auch gar nicht einen Geldschein-Prüfstift, sondern einen UV-Markierungsstift. Ich habe auch nicht behauptet, daß ein Prüfstift fluoresziert. Es gibt außer der allgemein bekannten Methode mit Ninhydrin so manche Gelegenheit, wo man mit so einem Stift unauffällig, individuell und unsichtbar Gegenstände, Dokumente und auch Banknoten außerhalb der Forensik markieren möchte.

Viele Grüße, Jochen.

jochen53

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Re: Fluoreszenz im Haushalt
« Antwort #24 am: Juli 08, 2020, 13:18:22 Nachmittag »
Hallo Marcus,

aus welchem banalen und sehr gewichtigen Grund möchtest Du nicht mit Textmarkern experimentieren? Das gelbe Pyranin darf z.B. offiziell in Fließgewässern zur Verfolgung von Grundwasserströmungen verwendet werden und besitzt dazu sogar m.W. eine Zulassung, früher hat man dazu das wesenlich weniger effektive Fluorescein-Natriumsalz verwendet. Man muß nicht mal einen ganzen Stift kaufen, es gibt sogar Nachfüllpatronen nur mit der "Tinte".
Eine ganz interessante Beobachtung am Rande, die garantiert nicht mikroskopisch zu verwerten ist:
Ich habe zu einem Dremel-Schleifer einige Schleifeinsätze mit rosa Schleifkörpern. Mit 366 nm habe ich noch nie ein so herrliches Rot gesehen, das muß man einfach mal gesehen haben. Ich kann aber nicht sagen, ob alle rosa Schleifkörper so schön fluoreszieren. Ich vermute, daß das evtl. ein dotiertes Aluminiumoxid ist

Gruß, Jochen

Klaus Herrmann

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Re: Fluoreszenz im Haushalt
« Antwort #25 am: Juli 08, 2020, 16:21:13 Nachmittag »
 
Zitat
rosa Schleifkörper so schön fluoreszieren. Ich vermute, daß das evtl. ein dotiertes Aluminiumoxid ist

Hallo Jochen, da fällt mir nur Cr dotiertes Aluoxid ein (Rubin)
Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


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jochen53

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Re: Fluoreszenz im Haushalt
« Antwort #26 am: Juli 08, 2020, 16:37:28 Nachmittag »
Hallo Klaus,
ich hatte zwar noch nie die Gelegenheit, einen echten Rubin in Händen zu halten, aber das ist sehr gut möglich, daß das sowas ist, leuchtet der als Edelstein auch so wunderbar im UV?

Jochen

Klaus Herrmann

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Re: Fluoreszenz im Haushalt
« Antwort #27 am: Juli 08, 2020, 17:03:38 Nachmittag »
Hallo Jochen.

 Meine Frau hat einen 5 Karäter Rubin geerbt. Wunderbar klare Farbe, richtiges Taubenblut. Ich musste ihr die Illusion mit meiner UV-Lampe zerstören.
Leider fluoresziert nur der untere der beiden kleinen und der ist eindeutig synthetisch, weil aus einem Urwerk. Der Rest ist farbiges Glas. Kann man im Internet billig kaufen. Sogar als "Rubin" bezeichnet.
Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


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Horst Wörmann

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Re: Fluoreszenz im Haushalt
« Antwort #28 am: Juli 08, 2020, 21:38:03 Nachmittag »
Liebe Fluoreszenzler,

als alter Mikrospektralphotometriker konnte ich es nicht lassen und habe mal die Rubin-Fluoreszenz untersucht.
Kein Wunder, daß das so prächtig leuchtet: es gibt nur eine starke Emissionsbande bei rund 694 nm (egal ob mit 365 ode 470 nm angeregt, Kashas Regel), sonst nichts.

Viele Grüße
Horst

Marcus_S

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Re: Fluoreszenz im Haushalt
« Antwort #29 am: Juli 08, 2020, 21:54:00 Nachmittag »
Moin Horst!

Danke für die Meldung, dann mache ich hier weiter und lege nach, wenn auch erstmal als "sneak preview", muß ich noch genauer ausarbeiten, muß ja alles selber machen, es hilft einem ja keiner: Extrakt von quietsch-dunkelrosa Haftnotizzetteln des Originalherstellers in Flächendesinfektionsmittel. Genaueres kommt noch, wenn ich damit ernsthafter gefärbt habe. Aber das es geht, das weiß ich schon, ist schon ausprobiert. Schön orange...



Moin Jochen!

Dankeschön für die Richtigstellung mit dem Markierstift, das hatte ich mißverstanden. Muß mal gucken, wo es solche Markierstifte gibt.

Die Rubinfärbung klingt hübsch, muß mal suchen, wo ich die Edelkorundscheibchen vom Proxxon habe. Vielleicht könnte man das irgendwie als Fluoreszenzhelligkeitsnormal ausschlachten, dann wäre wenigsten irgendein Bezug zur Mikroskopie herbeigezerrt. Aber lustig ist das allemal, dankeschön.



Viele Grüße von

Marcus