Autor Thema: Was mag das für ein "Wurm" sein?  (Gelesen 954 mal)

regulus56

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Re: Was mag das für ein "Wurm" sein?
« Antwort #15 am: September 28, 2020, 20:29:09 Nachmittag »
Nun habe ich mal auf die schnelle Tour das Plattenepithel in schiefer Beleeuchtung zu versucht. Alles stark nachbearbeitet.
Bei diesem Objekt finde ich den Phasenkontrast aussagefähiger.
Aber schon interessant das selbst Zellkerne Schatten werfen.
Es fängt an Spaß zu machen.
Gruß vom Klaus
« Letzte Änderung: September 28, 2020, 20:45:47 Nachmittag von regulus56 »
„Ich weiß, dass ich nichts weiß“

Peter Reil

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Re: Was mag das für ein "Wurm" sein?
« Antwort #16 am: September 28, 2020, 21:32:15 Nachmittag »
Hallo Klaus,

ich finde es schön, dass du uns an deiner Begeisterung teilhaben lässt!
Deine Entwicklung haben wir alle - mehr oder weniger - durchgemacht. Bei mir nur lange nicht mit der Geschwindigkeit.

Da haben wir auch Spaß daran.   ;D

Freundliche Grüße
Peter
Meine Arbeitsgeräte: Olympus BHS, Olympus CHK, Olympus SZ 30

Peter V.

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Re: Was mag das für ein "Wurm" sein?
« Antwort #17 am: September 28, 2020, 22:31:41 Nachmittag »
Hallo Klaus,

manche Objekte eignen sich eher für Phasenkontrast, manche eher für die Schiefe Beleuchtung. Dass es einen starken Helligkeitsgradienten über das ganze Bild gibt, ist normal. Man muss dann einen Bildausschnitt wählen bzw. ein Objektiv, das das Objekt nur in einem kleineren Teil des Gesamtbildes zeigt. Einen Rest-Gradienten im Bildausschnitt kann man recht einfach mit dem kostenlosen Programm "Fitswork" aus der Astro-Ecke (einigermassen) beseitigen.

Weißt Du, was mich an Dir wirklich begeistert? Dass Du Ratschläge annimmst und auch zeitnah umsetzt. Dann macht es auch Freude, einem Anfänger mit Rat und Tat weiter zu helfen. Manchmal ist es frustrierend, wenn man sich mit einem Fragesteller beschäftigt, sich eine Antwort überlegt, diese niederschreibt und dann tagelang oder nie wieder etwas hört oder der Ratschlag trotzdem nicht angenommen wird. Das ist bei Dir erfrischend anders.

Herzliche Grüße
Peter
« Letzte Änderung: September 28, 2020, 22:45:38 Nachmittag von Peter V. »
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Jürgen Boschert

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Re: Was mag das für ein "Wurm" sein?
« Antwort #18 am: September 28, 2020, 22:41:33 Nachmittag »
Hallo Peter,

Du hast es -wie so oft- noch treffender ausgedrückt als ich. Klaus´ Begeisterung macht einfach auch "alten Hasen" einfach nur Freude und lässt unsere "alten Knochen" aufleben !
Beste Grüße !

JB

plaenerdd

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Re: Was mag das für ein "Wurm" sein?
« Antwort #19 am: September 29, 2020, 11:05:20 Vormittag »
Hallo Klaus,
damit Dein "Rädertier im Pelzmantel" nicht untergeht solltest Du es in eiem extra Faden mit diesem Betreff noch einmal unter "Bestimmungshilfe" posten, damit unserere Rädertierspezialisten das auch finden, denn das ist wirklich sehr ungewöhnlich. Evtl. ist es von einem Pilz befallen. Vielleicht fragst Du auch mal direkt bei Michael Plewka an.
Beste Grüße
Gerd
Fossilien, Gesteine und Tümpeln mit
Durchlicht: Olympus VANOX mit DIC, Ph, DF und BF; etliche Zeiss-Jena-Geräte,
Auflicht: CZJ "VERTIVAL", Stemi: MBS-10, CZJ "TECHNIVAL";
Inverses: Willovert mit Ph

limno

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Re: Was mag das für ein "Wurm" sein?
« Antwort #20 am: September 29, 2020, 11:25:07 Vormittag »
Hallo Klaus,
Dein  "Rädertier im Pelzmantel" gehört der Gattung Rotatoria an, erkennbar an den roten Augenflecken im Rüssel. Es sieht irgendwie nicht gesund aus.
Noch viel Entdeckerfreude wünscht Dir
Heinrich
So blickt man klar, wie selten nur,
Ins innre Walten der Natur.

regulus56

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Re: Was mag das für ein "Wurm" sein?
« Antwort #21 am: September 29, 2020, 11:29:17 Vormittag »
Guten Morgen alle meine eifrigen Unterstützer.
Schön das euch meine Fragerei erfreut und nicht belastet.  Ich probiere gern und da ich nun als Rentner mehr Zeit habe, tue ich was schnell nach zu vollziehen ist, auch schnell.
Es wird nicht schaden. Da ich ja demnächst mit Jugendlichen gemeinsam die WElt des Mikrokosmos entdecken möchte, will ich wissen wie weit ich mit meiner vorhanden Technik gehen kann.
Aber ich bin ohnehin neugierig, habe mir schon wärend der Leher ein Kleinmikroskop c von ROW gekauft ( 110,- OSTMARK ),  übrigens verglichen mit den heute angeboteen preisgünstigen "Spielzeugen", ein richtig gutes Teil. Es war eine Offenbarung nach der Eisschmelze Teichwasser zu untersuchen und da sah ich die Glockentierchen wie sie sich richtig bewegten!
 Anfang der 90er ein Bresser. Laut Aufdruck für ambitionierte Hobbyforscher und Labor....  Eine Katastrophe, 100,-DM für Plunder keine Aperturblende, dafür bis 1200fache Vergrößerung. Ich schrieb Bresser an und wies auf die schlechte Ausstattung an und verglich mit meine ROW Gerät . Die Antwort war "Ich würde zu viel erwarten" . Aber nicht ich habe was von Labornutzung geschrieben. Fazit ich bekam mein Geld zurück.
Das Nächste von Bresser war schon viel besser 25- 1200x mit Feintrieb, aber den Kondensor musste ich nachkaufen. Erst der sehr günstige ERwerb des Olympus zeigte mir das es noch viel besser geht. Inzwischen habe ich mir eine einfache Vorrichtung zum blitzen am CH-2 gebastelt.
Nun steht für mich die Frage:" Muss ich mich auf etwas speziealisieren, oder einfach aus Spaß am Entdecken alles erreichbare auf den Objektträger tun?"
Botanische Präparate wären sicher interessant, allerdings kann ich mich nicht zum kauf eine Mikrotoms entscheiden, wobei es bei deisen Geräten siche ebenso ist wie bei den Mikroskopen.  Die billigen sind eher nichts und die teuren sind mir unerschwinglich.

So heute geht es mal nicht in den Mikrokosmos. Ein Neffe will mit mir in seinem Revier auf Rothirsche pirschen, mit dem Teleobjektiv allerdings.
Euch einen schönen Tag wünscht Klaus

p.s. Ich bleibe euch erhalten. Versprochen.
« Letzte Änderung: September 29, 2020, 21:13:31 Nachmittag von regulus56 »
„Ich weiß, dass ich nichts weiß“

regulus56

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Re: Was mag das für ein "Wurm" sein?
« Antwort #22 am: September 29, 2020, 11:48:40 Vormittag »
Da habe ich wieder etwas dazu gelernt.
Auf möglichen Pilzbefall wäre bei dem Rädertierchen nicht gekommen.
Wenn man genauer hinguckt sieht man das die "Haare" vom Pelz sich aus kleinen Segmenten zusammen setzen.
Hier mal ein 100% Ausschnitt, mit dem 40er Objektiv
Gruß vom Klaus
« Letzte Änderung: September 29, 2020, 11:50:32 Vormittag von regulus56 »
„Ich weiß, dass ich nichts weiß“

plaenerdd

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Re: Was mag das für ein "Wurm" sein?
« Antwort #23 am: September 29, 2020, 11:50:59 Vormittag »
Hallo Klaus,
Zitat von: regulus56
Nun steht für mich die Frage:" Muss ich mich auf etwas speziealisieren, oder einfach aus Spaß am Entdecken alles erreichbare auf den Objektträger tun?"
In Deinem Alter solltest Du doch längst wissen, dass Du nichts "musst". Entscheidend ist Du woran Du Freude hast. Ich bezeichne mich selber auch als "Mikroskopischen Allesfresser", auch wenn mein Schwerpunkt eindeutig beim "Tümpeln" liegt. Wenn Du bei Deinen Entdeckungen Lust verspürst, tiefer in eine bestimmtes Gebiet einzudringen, kannst Du das ja jder Zeit tun.
Ich würde mich freunen, wenn Du uns weiterhin an Deiner Entdeckerfreude teilhaben läßt.
Beste Grüße
Gerd
EDIT: dann sind es wohl Bakterien, die in Ketten zusammenhängen: Streptokoggen.
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regulus56

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Re: Was mag das für ein "Wurm" sein?
« Antwort #24 am: September 29, 2020, 22:04:24 Nachmittag »
Ein Gruß aus dem Makrokosmos.
Heute. später Nachmittag bei Torgelow.
Der Vogel ist ein junger Seeadler und das andere kennt ihr sicher.
Morgen wieder etwas aus dem Mikrokosmos.
Gute Nacht, wünscht der Klaus
„Ich weiß, dass ich nichts weiß“

plaenerdd

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Re: Was mag das für ein "Wurm" sein?
« Antwort #25 am: September 29, 2020, 22:14:32 Nachmittag »
Hallo Klaus,
der Fuchs ist klasse!
Beste Grüße
Gerd
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schmidt

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Re: Was mag das für ein "Wurm" sein?
« Antwort #26 am: September 30, 2020, 08:11:58 Vormittag »
Die Fäden auf dem Rädertier könnten, nach der Aussschnittsvergrößerung auch Bakterienbewuchs sein, gesund ist es allemal nicht

viele Grüße

pschmidt
Mikroskope:
Lomo Biolam Ph+; DF; HF-Abbe; Epi HF/DF/Pol; Epi-Fl; //Biolar DIK, IK, Ph variabel+-//
Nikon Eclipse -U  HF; DIK, Ph+, Epi-Fl//
MBS 10

regulus56

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Re: Was mag das für ein "Wurm" sein?
« Antwort #27 am: Oktober 01, 2020, 20:25:34 Nachmittag »
Das mit den Streptokokken ist schon interessant, auch unter dem Aspekt dass ich nun weiss wie sie sich im mikroskopischen Bild darstellen.
So und nun habe ich es wahr gemacht und die " Rosa Pantoffeltierchen" vom Peter Reil mit Tapetenkleister etwas "gelähmt" und versucht sie vor die Kamera zu bringen. Zusätzlich noch etwas von Monilia, sind es Sporen oder noch Teile des Pilzes?
So recht befriedigien mich die Bilder nicht denn die Tierchen sind doch recht groß und flüchten immer aus der Schärfeebene.
Obendrein wird ja die wahre Gestalt bei Dunkelfeld und schiefer Beleuchtung entstellt.
Egal, vielleicht finde ich ja mal eine Weg die zarte Struktur dieser Tierchen befriedigend dar zu stellen.
Euch einen schönen Abend.
Gruß vom Klaus
« Letzte Änderung: Oktober 01, 2020, 20:27:18 Nachmittag von regulus56 »
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dicentra

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Re: Was mag das für ein "Wurm" sein?
« Antwort #28 am: Oktober 07, 2020, 09:12:58 Vormittag »

Hallo Klaus,


das Bild von Monilia zeigt die Sporen des Pilzes. Diese werden an den Enden der Konidien gebildet. Die Konidien zerfallen an den Enden, wenn sie reif sind, so kommen diese einzelnen zitronenförmigen Gebilde zustande. Auf deinem Bild kann man erkennen, dass manche noch zusammenhängen, die waren vielleicht noch nicht ganz ausgereift, als du das Material entnommen hast.
Der "eigentliche" Teil des Pilzes ist das Mycel im Gewebe der befallenen Pflanze.
Du hast also die Verbreitungseinheiten des Pilzes gefunden.






regulus56

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Re: Was mag das für ein "Wurm" sein?
« Antwort #29 am: Oktober 07, 2020, 16:24:39 Nachmittag »
Danke für die Aufklärung bezüglich der Maniliasporen.
Gruß vom Klaus
„Ich weiß, dass ich nichts weiß“