Autor Thema: HISTOLOGIE: Anthrakosilikose  (Gelesen 21776 mal)

Ragin

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Re: HISTOLOGIE: Anthrakosilikose
« Antwort #15 am: Dezember 22, 2009, 22:35:33 Nachmittag »
Hallo Oliver
Die Kieselsäure mag zwar nicht all zu stark sein aber auf Dauer scheint sie doch das nicht gerade all zu robuste Lungengewebe anzugreifen und zu Zellveränderungen zu führen. Die Stäube haben eben eine recht große Oberfläche im Verhältnis zu ihrer Größe wo ein Auflösungsprozess stattfinden kann.
Es scheint auf jeden Fall schon die Säurewirkung zu sein, welche da wirkt. Ich habe dazu diesen Link gefunden: http://www.umweltlexikon-online.de/fp/archiv/RUBsonstiges/Silikose.php
Schönen Abend
Rainer
Ich pflege das bayrische Du, von Mensch zu Mensch

Oliver S.

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Re: HISTOLOGIE: Anthrakosilikose
« Antwort #16 am: Dezember 22, 2009, 22:50:57 Nachmittag »
Hallo Rainer,
vielen Dank für den interessanten Link. Diese Säure wirkt aber meiner Überzeugung nach nur aufgrund ihrer mechanischen Eigenschaften. In dem von dir zitierten Text steht ja auch explizit etwas von kristalliner Kieselsäure.
Unser Körper hat übrigens ganz effiziente Puffersysteme die eine entsprechende chemische Säureeinwirkung schnell neutralisieren könnten. Die saure Wirkung von Kieselsäure kommt erst so richtig zum tragen, wenn man sie mit basischen Stoffen z.b. Natrium- oder Kalium- oder Bleioxid bei hohen Temperaturen zusammenschmilzt. Dann wird daraus ein Salz mit ganz  interessanten Eigenschaften: Glas.
Gruß, Oliver
« Letzte Änderung: Dezember 22, 2009, 22:52:55 Nachmittag von Oliver S. »
(gern per "Du" )

Ragin

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Re: HISTOLOGIE: Anthrakosilikose
« Antwort #17 am: Dezember 22, 2009, 23:13:32 Nachmittag »
Hallo Oliver
Du magst schon recht haben mit Deiner Ansicht, dass es eine mechanische Wirkung hat. Glas hat eben auch recht aggressive eigenschaften.
Ich habe neulich einen kleinen Bimsstein mikroskopiert der sich in einer Stonewashed Jeans in der Tasche fand. Ich war ziemlich überrascht, wie die Strukturen aussahen. Das Vulkanglas hat wirklich viele feine superscharfe aufgebrochene Glasbläschen. Kein Wunder, dass es so abrassiv wirkt.
Wenn ich an die mineralogischen Prozesse denke da wird einem auch klar, dass die Kieselsäure durchaus beweglich ist. Ich denke nur mal an versteinertes Holz oder eben an den Bergkristall. Das dauert halt schon länger als 20 Jahre, klaro.
Das Brennen in den Atemwegen mag schon auch mechanischem Ursprungs sein, fühlt sich aber echt ätzend an.
Liebe Grüße
Rainer
Ich pflege das bayrische Du, von Mensch zu Mensch

Oliver S.

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Re: HISTOLOGIE: Anthrakosilikose
« Antwort #18 am: Dezember 22, 2009, 23:26:23 Nachmittag »
...
Das Brennen in den Atemwegen mag schon auch mechanischem Ursprungs sein, fühlt sich aber echt ätzend an.
Liebe Grüße
Rainer

Hallo Rainer,
daß sich das im Hals ätzend anfühlt glaube ich gern. Eigentlich sollte so ein gefährliches Zeug gleich nach der Entstehung weggesaugt und entsorgt werden. Nicht auszudenken was man ständig ahnungslos einatmet!
Viele Grüße,
Oliver
(gern per "Du" )

Ronald Schulte

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Re: HISTOLOGIE: Anthrakosilikose
« Antwort #19 am: Dezember 23, 2009, 19:46:30 Nachmittag »
Florian,

Schöne Histologie aber warum sind keine Alveolen sichtbar?

Ich komme noch bei dir mit was 'corti-Organ' fragen!

Grusse Ronald
Mikroskope:
Leitz Orthoplan (DL, AL-Fluoreszenz und Diskussionseinrichtung).
Leica/Wild M715 Stereomikroskop.
Mikrotome:
A&O 820 Rotationsmikrotom.
LKB 2218 Historange Rotationsmikrotom.

Florian Stellmacher

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Re: HISTOLOGIE: Anthrakosilikose
« Antwort #20 am: Dezember 23, 2009, 20:25:28 Nachmittag »
Lieber Ronald,

dann guck Dir doch noch mal Bild 2 an: alles voll mit Alveolen, die z.T. riesig sind - der Patient hat nämlich ein starkes Emphysem.

Herzliche Grüße,
Florian
Vorwiegende Arbeitsmikroskope:
Zeiss Axioskop 40 (DL, Pol, AL-Fluoreszenz)
Olympus BHS (DL, Pol, Multidiskussionseinrichtung)
Leitz Orthoplan (DL, DF, Pol, AL-Fluoreszenz)
Zeiss Axiophot (DIK und AL-Fluoreszenz)
Wild M400 Fotomakroskop (DL, DF, AL, Pol)