Kompaktes (USB?) Spektrometer gesucht

Begonnen von Holger Adelmann, November 21, 2020, 10:51:59 VORMITTAG

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Peter V.

Hallo Florian,

wo beginnt denn der Meßbereich? Doch nicht bei 290 nm (wie die C-Achse vermuten lassen würde).

Was mich wundert: Ich habe doch bei Science Surplus auch nach einem anderen Meßbereich gefragt und bekam die Antwort, dass sie - entegegewn der Aussage auf der Webseite - nicht bereit sind, das Gitter auszutauschen und die Spektrometer nur so verkauft werden wie in Ebay angeboten; Die hatte eben nur den eingestellten Messbereich von 500 - 700 nm. Wie bist Du denn an ein Spektrometer mit einem erweiterten Meßbereich gekommen?

Offebar scheint aber Dein Spektrum (siehe Lupus' Post) auch nicht zu stimmen...

Fragen über Fragen!

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

derda


Florian D.

Ja, Peter, was soll ich sagen?
Auf dem Spektrometer, das ich bekommen habe, steht nun mal 900 Linien/mm. Laut der Seite von Science Surplus geht der Range dann von 365-910 nm.
Was das Kerzenspektrum anbetrifft, vermute ich eine geringere Sensitivität des Sensors im IR.
Die Kalibrierung, vor allem im Roten und IR, muss ich wohl noch verbessern. Leider ist an dem Trafo meiner Hg-Cd Lampe eine Glimmlampe durchgebrannt, die ich erst ersetzen muss.
Ich halte Kalium als Ursprung für die Linien aber für sehr plausibel.
Viele Grüsse
Florian

Peter V.

Hallo Florian,

aber Du hast doch auch Art. Nr. 224079357820  gekauft, oder? Und in der Artikelbeschreibung steht doch eindeutig

ZitatKompakten Faser zusammen CCD Spektrometer Kit (DO IT YOURSELF) 1800 L/mm

(Ok, das ist mal wieder die hochprofessionelle Ebay-Rippenhemd-Übersetzung).

Ich gebe zu, dass ich hier mittlerweile nichts merh verstehe... :-\  Dein Spektrum schaut doch völlig anders aus als das von Dirk!?

Herzliche Grüße
Peter



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Florian D.

#154
Ja Peter, das steht da so. Trotzdem habe ich ein anderes Gerät geliefert bekommen. Ich werde mich nicht beschweren. Im Gegensatz zu  z. B. astronomischen Anwendungen, sind bei uns die Linien ja eher dünn gesäht, so dass mir die Auflösung nicht so wichtig ist. Dafür habe ich den höheren Wellenlängenbereich.


PS:
Hier ist das Datenblatt des Sensors:
https://www.spectralproducts.com/pdf/ILX511.pdf
Man kann daraus ersehen, dass die Sensitivität im Blauen am höchsten ist und bis 900 nm auf nahezu 0 abfällt.
Dies erklärt wohl das komische Kerzenspektrum.


Peter V.

Hallo Florian,

das wäre ja prinzipiell schön - wenn denn das Spektrum "stimmen" würde, aber da gibt es ja offenbar Diskrepanzen zu dem allgemein als richtig angesehenen Spektrum von Dirk....???

Herzliche Grüße
Peter
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Peter V.

Hallo,

Das verstehe nun einer...

Meine Anfrage an Science Surplus:

ZitatHello, on your website I saw that you can configure the spectrometers for different ranges. Is this correct? Is it possible to configure this spectrometer for the complete visible range (if possible, includig the UV range)?

Und die Antwort lautete:

ZitatThe kit comes as described, but you can replace the grating yourself if you want. This is the grating we suggest for wide spectral range:

https://www.thorlabs.com/thorproduct.cfm?partnumber=GR13-0605

Regards,

Und nun bekommst Du - entgegen der Berschreibung und Deiner Bestellung - genau das, was ich eigentlich gesucht habe? Kurios...

Herzliche Grüße
Peter
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Florian D.

Jetzt noch ganz quick and dirty einmal ein Schwarzkörperspektrum mit T=2700 K als Annäherung and das Emissionsspektrum der Kerze, in blau grob die relative Empfindlichkeit des Sensors und in rot das sich daraus ergebende Signal. Das passt zwar immer noch nur mässig zu meinem Kerzenspektrum, hat aber immerhin das Maximum bei ca 700 nm, wie ich das auch finde.
Viele Grüsse
Florian

Holger Adelmann

Natürlich muss immer auch die spectral response (= spektrale Empfindlichkeit) kalibriert werden, schaut mal in den angehängten Artikel.
Gute Nacht & frohes Fest!
Holger

Lupus

Hallo Florian,

ich kann Dir schon sagen warum die Kurve anders aussieht: Eine Kerzenflamme hat eine Temperatur etwa im Bereich 1200°-1400°, stark örtlich schwankend. Daher liegt das Maximum der Emission eher bei 2 Mikrometer und die Emissionen um 500 nm sind noch minimal und viel geringer als bei Deiner Rechnung.

Hubert


Lupus

Hallo Dirk,

zu Deiner letzten Messung mit unterschiedlicher Intensität der Lichtquellen (#145): Der Vergleich beider Kurven zeigt das was ich vermutet habe, nämlich dass sich die drei Farbsensoren unterschiedlich verhalten, also eine intensitätsabhängige Farbverschiebung entsteht. Die lässt sich natürlich nicht durch Kalibrierung beseitigen, mit dem Restfehler muss man leben. Du kannst das dadurch testen dass Du zwei Kalibrierkurven mit der Halogenlampe aufnimmst, jeweils mit hoher und geringer Helligkeit (aber natürlich nicht durch Dimmen der Lampe). Und dann eine alternativ mit beiden Kalibrierkurven korrigierte LED-Vermessung vergleichen.

Hubert

Peter V.

#161
Hallo,

ich habe mal versucht, die beiden Messungen bei identischer X-Achse übereinanderzulegen. Für mich bleibt das rätselhaft.
Seltsam, dass man bei Dirk den Natrium-Peak gar nicht sieht. Unerklärlich erscheint mir aber auch der deutliche Abfall bei Florian ab 700 nm. Und kann es sein, dass es bei Florian praktisch keine Blauanteile im Spektrum gibt, bei Dirk aber zumindest in geringer Intensität?
Können denn beiden Spektren der Kerzenflamme "richtig" sein und sich nur durch unterschiedliche spektrale Verteilung in der Flamme erklären?


Hezrliche Grüße
Peter
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derda

#162
Hallo Peter,

der Kalium-Doppelpeak ist auf beiden Kurven zu sehen. In der grauen Kurve ist er ein paar nm verschoben, was sich wohl beheben lässt. Vor einigen Jahren hatte ich mit energiedispersiver Röntgendiffraktrometrie zu tun. Da wurden die Spektren vor der Auswertung immer normiert indem man das aufgenommene Spektrum durch das Anregungsspektrum dividiert hat. Auf diese Weise könnte man auch hier die wellenlängenabhängige Empfindlichkeit des Detektors eliminieren.

Viele Grüße,

Erik

Lupus

Hallo Peter,

ZitatUnerklärlich erscheint mir aber auch der deutliche Abfall bei Florian ab 700 nm
wenn Du die Beiträge lesen würdest wäre es "erklärlich". Florian hat die Sensorkennlinie verlinkt, die einen starken, fast linearen Empfindlichkeitsabfall von 450 nm bis auf fast Null bei 1000 nm aufweist, und zusätzlich das bei ihm dadurch entstehende Kerzenspektrum zumindest grundsätzlich grafisch erklärt. Sein Spektrum ist schlichtweg nicht kalibriert.

Im Übrigen ist ein Kerzenspektrum die denkbar schlechteste  Informationsquelle um zwei Spektrometer zu vergleichen. Da finden auf kleinstem Raum unterschiedliche chemische Vorgänge bei unterschiedlichen Temperaturen statt.

Hubert

hugojun

Hallo zusammen,

wenn man auf die Kalibrierung der
Y-Achse keinen gesteigerten Wert legt,
hat man im Programm spectragryph zwei
Möglichkeiten der Baseline Korrektur.
frohes Fest

Jürgen