Ein schwarzes Zeiss Phomi

Begonnen von A. Büschlen, November 21, 2020, 13:46:39 NACHMITTAGS

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Jürgen Boschert

Hallo zusammen,

Zitat... Was mir noch auffällt ist, dass diese beiden helleren Modelle im Bild einen schwarzen Schriftzug am Fuß tragen, im Bild gleich hinter dem Gummipuster der davor liegt. ...

Das ist kein Schriftzug, sondern das Stellrad für die zweite Irisblende, die -abhängig von der Kondensorapertur, die entsprechend der Objektivvergrößerung gewählt war- als Apertur- oder als Feldblende fungiert.
Beste Grüße !

JB

wilfried48

#46
Hallo Jürgen,

da hast du recht, da habe ich nicht dran gedacht, da das beim schwarzen garnicht auffällt.

danke für die Aufklärung und viele Grüsse
Wilfried
vorzugsweise per Du

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Zeiss Axiophot,  AL/DL/Ph/DIC/Epi-Fl
Zeiss Axiovert 35, DL/Ph/DIC/Epi-Fl
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Sammlung Zeiss Mikroskope
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=107.0

ortholux

Also.....jetz meld ich mich mal, als völlig unbeleckter Zeissianer.

Ich hab den Faden eben erst entdeckt und bin begeistert, da ich Eure Gefühle und Spekulationen durchaus nachvollziehen kann. Ich bin mit Peter und Diana ebenfalls an solch einem Thema, nämlich schwarz zu hammerschlag Orthoplanlackierungen.

Die beiden Phomis im Vordergrund sind sehr wahrscheinlich auch Hammerschlag. Das war mein erster Gedanke. Als ich dann Jürgens Vermutung laß, bestätigte es mich. Der Mensch samt Phomis im Vordergrund ist doch eindeutig geblitzt. Der Im Hintergrund hat nur das Umgebungslicht. Das sieht man schon am Schattenwurf. Nämlich eigentlich kein Schatten, da das Licht aus der Blickrichtung kommt. Und dann der scharfe Schatten am rechten Unterarm.

Noch eine Theorie: wir haben bei den Orthoplanen auch einen Ausreisser, der nicht in das Nummernpaket der restlichen schwarzen passt, da hammerschlägige mit niedrigerer Seriennummer aufgetaucht sind. Wie sowas, insbesondere bei Leitz, wo chronologisch durchnummeriert wurde, passieren kann, lässt sich nur mutmaßen.
Es stand entweder noch eins rum, das dann einfach später verkauft wurde, oder auf Bitten und Betteln eines guten Kunden wurde halt in Gottes Namen nochmal eins gebaut.

So. Ich zieh mich wieder zurück aus diesen fremden Gewässern.

Woflgang

Reinhard

Hallo Phomologen und auch Phänomenologen!!,

Um Wilfrieds und meine ketzerische These der beiden Urphomis in hellbeige zu untermauern,
hier der folgende experimentell explorative Ansatz:

Mein hellbeiges Phomi III (rechts) gegen das helle Phomi in der Zeiss-Werkstatt.
Die Bilder liessen sich noch verbessern; dazu hätte ich meins aus seinem Verbund reißen müssen, um vergleichbare Schattenrichtungen zu bekommen.
Weiterhin wäre eine erhebliche Verbesserung der Aussagekraft möglich, wenn auch noch eine Hammerschlag-Schüssel hätte dazugestellt werden können.
Meine Überzeugung: die beiden sind hellbeige.
Begründung: insbesondere der Kontrast zwischen der silbernen Filmrolle (die mein Schwarzes selbstlos ausgeliehen hat) und dem Stativ sind annähernd gleich
und
gerade weil geblitzt wurde, wären an einem Hammerschlag-Lack viel stärkere Blitzreflexe zu erwarten!

Viele Grüße
Reinhard



seit wann ist Kunst ein Fehler ?



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olaf.med

... dann gebe ich, gleichfalls als Nicht-Zeissianer, auch noch meinen Senf dazu. Die Fa. Fuess hat auch eigentlich immer streng chronologisch nummeriert. Ich kenne aber einen gravierenden Ausreißer, der genauso geheimnisvoll ist wie in dem hier diskutierten Fall. Es handelt sich um ein Theodolit-Mikroskop, das ich zusammen mit dem Koloss von Steglitz erworben hatte. Alle bekannten Theodolit-Mikroskope haben Seriennummern zwischen 4023 und 4165, dieses aber war mit der Nummer 40088 graviert,. Es gibt absolut keinen Zweifel, dass es kontemporär mit den anderen gerfertigt, aber nie ausgeliefert wurde, sondern in der Firma als Ausstellungsstück verblieb. Ich kenne auch kein anderes Fuess-Instrument mit auch nur annähernd so hoher Seriennummer. Da kann man nur vermuten, dass es irgendwann später mit einer Phantasienummer versehen wurde?????

Herzliche Grüße,

Olaf
Gerne per Du!

Vorstellung: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=4757.0

... und hier der Link zu meinen Beschreibungen historischer mineralogischer Apparaturen:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=34049.0

ortholux

Lieber Reinhard,

ich weiß, wie es ist, wenn man was unbedingt will. Wir haben bald Weihnachten und einen 6-jährigen Sohn. Aber zum Leben gehören halt auch Enttäuschungen.

Ich hab im Bild (gibt's das eigentlich auch "in besser"?) die Bereiche markiert, in denen meiner Meinung nach der Hammerschlaglack gut zu sehen ist.

Wolfgang

Jürgen Boschert

Hallo Reinhard,

gerade Dein bearbeitetes Foto zeigt doch eindeutig die "Hammerschlagsprenkelung" !
Beste Grüße !

JB

beamish

Hallo Jürgen,
die hellen Lacke von Zeiss (weiß/hellgrau/beige) sind nie glatt, wie die schwarzen Lackierungen. Sie haben eine griesige, "hubbelige" Oberfläche.

Grüße
Martin
Zeiss RA mit Trinotubus 0/100
No-Name China-Stereomikroskop mit Trinotubus
beide mit Canon EOS 500D

Reinhard

Hallo Wolfgang, hallo Jürgen,

die Feinstruktur der Werkstatt-Phomies dürfte wenig aussagekräftig sein, da das Bild sehr pixelig ist.
Aber gut: daß die beiden in Sammlerkreisen auftauchen, werde ich wohl nicht mehr erleben und der Bursche vor den Geräten dürfte jetzt um die 110 Jahre sein; eine Detektei mit der Suche nach ihm zu beauftragen, eher wenig erfolgversprechend.  :'( :'(

Viele Grüße
Reinhard

seit wann ist Kunst ein Fehler ?



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Jürgen Boschert

Hallo zusammen,

habe versucht, das besagte Foto in besserer Qualität hochzuladen. Ich denke es sollte nun klar sein, dass die besagten Phomis hammerschlaglackiert sind und nicht hellgrau /cremeweiß.
Beste Grüße !

JB

wilfried48

#55
Hallo Jürgen,

ja, jetzt ist es eindeutig grau Hammerschlag
schade, aber es bleibt ja immer noch die Aussage des Zeiss Service Technikers , dass drei cremeweise Sonderlackierungen
nach Dänemark gingen. Jagen wir also weiter nach dem cremeweißen Phomi.
Da ist es aber wahrscheinlich einfacher ein hammerschlaggraues umzulackieren , (duck und weg  :-\)

vielen Dank
Wilfried
vorzugsweise per Du

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Jürgen Boschert

Lieber Wilfried,

Arnold ?!

Herzliche Grüße !

Jürgen
Beste Grüße !

JB

wilfried48

Sorry natürlich Jürgen,

Da es um Arnolds schwarzes Phomi ging, ist einfach sein Name stetig im Hinterkopf

ich habs oben geändert.

Grüsse
Wilfried
vorzugsweise per Du

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Wes

Liebe Phomi-Enthusiasten,

Darf ich fragen, welchen Zweck das Gerät hat, durch das die Person auf dem Bild schaut? Es scheint auf das Kamerasystem im Inneren des Mikroskops gerichtet zu sein. Und eine zweite Frage (die ich bereits in einem anderen Thema gestellt habe), aber hätte jemand eine Service- oder Reparaturanleitung für Phomi (vorzugsweise III), ich möchte wirklich wissen, wie es gebaut ist und wie es gewartet wird.

Mit freundlichen Grüßen
Wes

Alfons Renz

#59
Hallo Wes,

Die erste Frage kann ich beantworten: Der Mann schaut bei der Endkontrolle durch einen Kollimator. Seitlich die Lampe, die einen eingespiegelten Strahl genau senkrecht und parallel durch die Röhre des Kollimators ins Innere des Phomis wirft. Trifft der Strahl auf eine plane Fläche, so wird er senkrecht reflektiert und kann durch das Okular beobachtet werden.

Steht die reflektierende Fläche (Spiegel auf dem Tisch, ev. auch Zentren der Linsen) exakt senkrecht zum Strahl, so stimmt die Ausrichtung - falls nicht, geht das Mikroskop wieder zurück in die Fertigung zur neuen Justierung. Oder er korrigiert es selbst, wie die Anzahl von Instrumenten auf seinem Arbeitstisch vermuten lässst.

Mit besten Grüßen,

Alfons