Autor Thema: Billiges (preiswertes) USB-Spektrometer - brauchbar?  (Gelesen 340 mal)

Peter V.

  • Global Moderator
  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 13815
Billiges (preiswertes) USB-Spektrometer - brauchbar?
« am: November 22, 2020, 06:29:48 Vormittag »
Hallo,

ich habe hier bewusst einen neuen Faden eröffent, denn das Gerät, um das es hier geht, liegt wohl Klassen unter dem, was Holger in einem anderen Spektrometer-Thread sucht.
Auf Ebay werden diese Mini-USB-Spektrometer angeboten.

https://www.ebay.de/itm/Mini-USB-Spectrometer-Spectrometre-Spektrometre-Alluminum-case/283451821822?hash=item41ff0b8efe:g:ry4AAOSwKpdekeg-

Ob so etwas für den "Hausgebrauch" (um mal einen Folter auszumessen oder ein LED-Spektrum aufzunehmen) reicht? Ich suche shcon seitn Jahren ein günstiges Gerät.
Ich habe mich immer schon gefragt, wieso Spektrometer (die man anscheinend ja sogar recht brauchbar selbst bauen kann, wenn man es kann) so vergelcihsweise teuer sind und es nicht massenweise - wie in anderen Bereichen - entsprechend preiswerte (ode rzumindest billige  ;)) Chinaware gibt. Selbst Medizintechnik (EKG-Geräte, Pulsoxymeter etc.) wird vom "Chinamann" verramscht, auch anderweitige Meßtechnik ist oft "für'n Appel und'n Ei" zu haben. Nicht aber Spektrometer. Wieso eigentlich?
Ich möchte natürlich keine 1000 und mehr EUR ausgeben, um nur gelegentlich ein Spektrum aufzunehmen und um die Aufläsung auf den letzten Nanometer geht es mir auch nicht. Die Taschenspektroskope sind nicht mein Ding, da 1) ich den Einblick oft unkomfortabel finde 2) man die Intensität nicht messen und als Kurve darstellen kann und 3) eine Fotodokumentation auch nur mit erheblicher Bastelei möglich ist.

Falls übrigens jemand eines Spektometer (nicht Taschenspektroskop, die habe ich reichlich) abzugeben hat - gerne melden!

Hezrliche Grüße
Peter


Herzliche Grüße
Peter



Bzgl. Netiquette: Heinrich Lübke, Bundespräsident 1959 - 1969: You can say you to me!
"Die Natur kennt keinen rechten Winkel" (Herbert Knebel)

Werner

  • Member
  • Beiträge: 1199
Re: Billiges (preiswertes) USB-Spektrometer - brauchbar?
« Antwort #1 am: November 22, 2020, 10:22:34 Vormittag »
Hallo Peter!
Ich meine, das genügt für die meisten Zwecke. Filter-Durchlasskurven oder Lampenspektren brauchen doch keine hohe Auflösung.
Die kann man erst ab 15 cm Brennweite (=Baulänge) mit etwa 2 nm erreichen.
Zum Trennen von Spektrallinien sind Brennweiten bis 100 cm gebaut worden, mit entsprechend hohem Aufwand. Das brauchen nur Analytiker im Labor.
Bei dem Preis kann man zum Ausprobieren doch nichts falsch machen.

Gruß - Werner

witweb

  • Member
  • Beiträge: 501
Re: Billiges (preiswertes) USB-Spektrometer - brauchbar?
« Antwort #2 am: November 22, 2020, 11:06:36 Vormittag »
Hallo Peter,

das mit dem Selbstbau stimmt. Ich habe mir vor ein paar Jahren so ein Spektrometer selbst gebaut, um die LED-Beleuchtung für meine Tomatenanzucht optimal auslegen zu können. Basis war ein Projekt vom Arbeitskreis Amateurfunk und Telekommunikation in der Schule e.V., gab es sogar als Bausatz und funktionierte für diese Zwecke sehr gut.
Ich denke, das Teil auf eBay wird prinzipiell ähnlich aufgebaut sein.

Beste Grüße

Michael

Bild: Aufgenommenes Spektrum einer OSRAM 11W827

 

Peter V.

  • Global Moderator
  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 13815
Re: Billiges (preiswertes) USB-Spektrometer - brauchbar?
« Antwort #3 am: November 22, 2020, 12:16:39 Nachmittag »
Hallo Werner,

dachte ich auch!!

Bis ich den Link, den mir Florian dankenswerterweise geschickt hat, angeschaut habe!  :o >:(

Nein Danke - auf so ein "Gerät" verzichte ich gerne.

Da aber die grundsätzliche Technik offenbar dort erstaunlich simpel und für Centbeträge zu realiseren ist, stelle ich mir umso mehr mehr die Frage, wieso es nicht etwas brauchbarere und solidere Geräte für einen akzeptablen Preis gibt und warum die mindestens um 1000 EUR heurm liegen müssen!? Der "Chinamann" baut doch sonst alles billig!
Andere Meßtechnik ist doch heute (für den "Hausgebrauch" zumindest) für deutlich weniger Geld zu haben, brauchbare Oszilloskope kosten nur noch 250 - 400 EUR, Mulimeter deutlich unter 100, sogar Poulyoxymeter und EKG-Geräte bekommtm man für einen Spottpreis. Und bei all diesen Geräten dürfte der technische Aufwand noch etwas höher sein als bei einem einfachen USB-Spektralphotometer.
Ich verstehe das nicht so ganz

Hezrliche Grüße
Peter




« Letzte Änderung: November 22, 2020, 12:52:36 Nachmittag von Peter V. »
Bzgl. Netiquette: Heinrich Lübke, Bundespräsident 1959 - 1969: You can say you to me!
"Die Natur kennt keinen rechten Winkel" (Herbert Knebel)

Lupus

  • Member
  • Beiträge: 1848
Re: Billiges (preiswertes) USB-Spektrometer - brauchbar?
« Antwort #4 am: November 22, 2020, 12:53:07 Nachmittag »
Hallo Peter,

Zitat
Ich habe mich immer schon gefragt, wieso Spektrometer .....  so vergelcihsweise teuer sind und es nicht massenweise - wie in anderen Bereichen - entsprechend preiswerte (ode rzumindest billige  ;)) Chinaware gibt. 
die Antwort steckt doch schon in der Frage: Massenweise.
Wer braucht unbedingt ein Spektrometer um einmal im Leben die für die Wohnungsbeleuchtung gekauften LEDs zu "überprüfen?

Hubert

hugojun

  • Member
  • Beiträge: 282
Re: Billiges (preiswertes) USB-Spektrometer - brauchbar?
« Antwort #5 am: November 22, 2020, 14:07:19 Nachmittag »
Hallo Peter,
im Prinzip braucht man kein Spektrometer. Es geht auch mit einer WebCam und dieser
Software  und einem Prisma oder Gitter .
Spekwin32 - Spectroscopy Software (effemm2.de)
Das Abgebildete Spektrometer hat keinen Glasfaser Anschluss wie die Modelle auf dem letzten Foto. Ich sehe da
nur den Lichtspalt.
Es ist zwar die Rede von Kalibrierung, die bezieht sich aber wohl nur auf die Wellenlänge.
Um Unbekannte Filter zu identifizieren, reichen sie allemal.
Es sehe auch keine Angaben über Signal/Rausch-Verhältnis, wenn man mal an Lichtschwachen Objekten mit langen Integrations-Zeiten arbeiten muss.
„This item in an analytical instrument, dedicated mostly for pedagogy and hobbyists (not for research!)”
LG
Jürgen