Autor Thema: Okularmikrometer  (Gelesen 705 mal)

regulus56

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Okularmikrometer
« am: Dezember 31, 2020, 11:10:28 Vormittag »
Hallo an alle.
Nachdem ich nun ein Objektmikrometer habe, benötige ich ein Okularmikrometer.
Nun meine vielleicht etwas blöde Frage. Macht es Sinn ein komplettes Okular zu beschaffen ( Für mein Olympus CH-2 ) 23,2 mm Steckmaß, oder nur eine Einlegeplatte?
Der innnen Durchmesser des Okulars ist 21,9mm, ich fand bisher jedoch nur 19mm Durchmesser.
Wie handhabt Ihr das?
Ein lasst Ihr das Messokular immer im Mikroskop, oder nur zum messen?
Gruß vom Klaus
„Ich weiß, dass ich nichts weiß“

Bob

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Re: Okularmikrometer
« Antwort #1 am: Dezember 31, 2020, 12:11:12 Nachmittag »
Hallo Klaus,
ich mache das mit einem separaten Okular, weil ich nicht immer die Strichplatte im Bild haben möchte. Das muss auch nicht das selbe Okular wie die anderen sein, man verwendet es ja in der Regel nur kurz zum Messen. Viele Okulare haben innen eine Blende. Legt man eine Strichplatte da druf, ist sie für den Normalsichtigen meist scharf. Falls Du noch irgend ein Okuar herumliegen hast, kannst Du es einfach damit probieren. Für geringe Ansprüche reicht auch eine laser-gedruckte Strichplatte auf Overheadfolie aus. Optimal ist eine richtige Strichplatte in einem fokussierbaren Okular. Hochauflösender misst man mit einem Messschraubenokular.

Viele Grüße,

Bob

limno

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Re: Okularmikrometer
« Antwort #2 am: Dezember 31, 2020, 15:12:39 Nachmittag »
Hallo Klaus,
eigentlich braucht man heutzutage kein Okularmikrometer mehr. Jedes Bildbearbeitungsprogramm (ich z.B. nutze GIMP) dürfte ein Maßband als Werkzeug haben; auch  Firefox hat mit Measure- it ein Add-on zum Ausmessen von Bildinhalten. Ich bspw. habe für die jeweilige Projektiv-Objektivkombination ein Foto des Objektmikrometers auf dem Rechner abgelegt und dieses mit dem Maßband vermessen. Zum Beispiel erhalte mit dem Apochromaten 40:1/0,95 von CZJ und dem CZJ-Projektiv K 2,5:1 ein Bild, das 321 µm x 262 µm mißt.Zuvor aber müssen die Bildlänge und-breite ohne Objektmikrometer in Pixel ausgemessen werden. Dies ist bei einer bestimmten Projektiv-Objektivkombination mit einem bestimmten Kamerasensor ein fester Wert. Mit steigender Vergrößerung kommen dann immer weniger Mikrometer auf die bestimmte Pixelzahl. Den Maßstabsbalken misst man von der Mitte des Bildfeldes aus, da hier die sphärische und chromatische Aberration am geringsten ist. Dies alles  (und einiges mehr) trage ich ich dann in ein eine übersichtliche Tabelle ein und kann dann die Objektlänge in Pixeln auf die entsprechende Länge in Mikrometern umrechnen, wobei Nachkommastellen eine Genauigkeit vortäuschen, die es so nicht gibt.
Angemessene Grüße von
Heinrich
« Letzte Änderung: Dezember 31, 2020, 15:22:27 Nachmittag von limno »
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olaf.med

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Re: Okularmikrometer
« Antwort #3 am: Dezember 31, 2020, 15:49:38 Nachmittag »
... und das soll einfacher sein als das Messen mit einem Okularmikrometer???

Olaf
Gerne per Du!

Vorstellung: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=4757.0

... und hier der Link zu meinen Beschreibungen historischer mineralogischer Apparaturen:
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regulus56

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Re: Okularmikrometer
« Antwort #4 am: Dezember 31, 2020, 16:09:49 Nachmittag »
Hallo Leute keinen Streit bitte  ;)
Ich möchte nur mehr Sicherheit beim Bestimmen haben, deshalb möchte ich auf Nummer sicher gehen wenn es um die wahre Größe geht.
Meine Bildbearbeitungsprogramme ermöglichen kein messen der Pixellängen und ich möchte nicht nur auf Fotos, sondern auch beim beobachten messen können.
Inzwischen habe ich bereits ein tolles Angebot für ein Messokular bekommen. Dem edlen Spender nochmals ein großes Dankeschön!!!
Euch allen aber einen guten Rutsch und einen guten Start in ein hoffentlich gesundes und erfolgreiches 2021 vom Klaus
« Letzte Änderung: Dezember 31, 2020, 18:36:42 Nachmittag von regulus56 »
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limno

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Re: Okularmikrometer
« Antwort #5 am: Dezember 31, 2020, 16:19:59 Nachmittag »
Hallo Olaf,
das kommt darauf an.... Deine Objekte pflegen sich höchst selten von der Stelle zu bewegen. Klaus und ich hingegen sind ja Tümpler und da gibt es ja Organismen die nur so flitzen und nicht still halten. Ein geblitzes Foto bzw. eine Videoaufnahme ist hier die Dokumentationsmethode der Wahl und man kann dabei soviel Filmmaterial verwenden wie man braucht. Abtöten ist da nur ein Notbehelf,  wenn man z. B. bei Rotatorien die Hartteile des Kaumagens zur Artdiagnose benötigt. Allgemein treten Artefakte auf. Abgesehen vielleicht von schönen Pflanzenschnitten, Diatomeen- und Radiolarienskeletten ziehe ich das Lebendige stets den Leichen vor! Mit maßvollen Grüßen
 Heinrich
« Letzte Änderung: Dezember 31, 2020, 16:27:42 Nachmittag von limno »
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olaf.med

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Re: Okularmikrometer
« Antwort #6 am: Dezember 31, 2020, 17:07:50 Nachmittag »
Lieber Heinrich,

dieser Argumentation kann ich mich nicht verschließen, da hast Du völlig recht. Die Messung erfordert natürlich einen weit größeren technischen Aufwand mit Kameraadaption, Kamera und Software, der aber in diesem Fall schon vorhanden ist. In vielen anderen Fällen glaube ich aber, dass tatsächlich mit "Kanonen auf Spatzen" geschossen wird.

Herzliche Grüße, Olaf
Gerne per Du!

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regulus56

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Re: Okularmikrometer
« Antwort #7 am: Dezember 31, 2020, 18:38:44 Nachmittag »
Wenn es denn garnicht anders gehen sollte werde ich mir gimp installieren. Das hatte ich schon einmal bin damit aber nicht gut klargekommen. Vielleicht ist es ja inzwischen komfortabler???
„Ich weiß, dass ich nichts weiß“

Herbert Dietrich

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Re: Okularmikrometer
« Antwort #8 am: Dezember 31, 2020, 18:50:05 Nachmittag »
Hallo Klaus,

es muss nicht unbedingt Gimp sein,  ein Okular mit Skala tut es sicher auch.
Bevor ich da mit einem Plättchen rumfummeln , oder mich auf Gimp einarbeiten sollte, würde ich mir ein günstiges Okular leisten.
Gutes muss nicht teuer sein :)

Herzliche Grüße

Herbert

limno

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Re: Okularmikrometer
« Antwort #9 am: Dezember 31, 2020, 20:55:41 Nachmittag »
Guten Abend Klaus,
Angst brauchst Du nicht zu haben. Früher soll die Bedienoberfläche recht verwirrend gewesen sein; das ist jetzt anders. Auch ich bin kein großer Experte der Bildnachbearbeitung, und habe schon gar keine Expertise wie unsere Foto-Queen Heike. Das Maßband (Zirkelsymbol) ist wirklich ohne großen Aufwand  bedienbar, man muss  sich nicht ins ganze Programm einarbeiten, um einfache Messungen durchzuführen.Das  GIMP-Handbuch kann ich empfehlen und im Netz gibt es auf youtube ungezählte gute deutschsprachige Videotutorials wie z.B https://www.youtube.com/watch?v=IDY5OuMS_6E.
Hier im Forum gibt es glaub' ich mehrere GIMPologen, z.B Carsten Wieczorrek. Per PN kannst Du Dich auch natürlich auch an mich wenden, solltest Du nicht mehr weiter wissen. Dass wir einander helfen und gemeinsam Freude an unserem Steckenpferd haben, dazu ist dieses Forum da.
@Herbert: Deine früheren traumatischen GIMP-Erfahrungen ;) sind Vergangenheit und heute nicht mehr gültig. GIMP ist zudem gratis und kostet daher weniger als ein Messokular.Bitte bedenke auch meine Antwort auf Olafs Einwand.
Euch allen noch frohe Festtage und kommt alle heil und gesund ins Neue und hoffentlich bessere Jahr! :)
Heinrich
« Letzte Änderung: Dezember 31, 2020, 21:15:56 Nachmittag von limno »
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Günter

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Re: Okularmikrometer
« Antwort #10 am: Dezember 31, 2020, 22:00:50 Nachmittag »
Hallo Klaus,

wenn du nur messen willst, probier doch das ganz einfache Programm hier  https://ruedig.de/tmp/messprogramm.htm.
Insbesondere Pilzler nutzen das viel.
Allerdings gab es auch schon einzelne Hinweise, dass es in Windows 7 nicht richtig funktioniert.
(Ich nutze es gelegentlich unter Linux mit wine.)
Einige Infos für dich könnten auch zu finden sein in  "Einfache Mess-Software gesucht für Canon EOS 600"    https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=24934.0  .

Grüße
Günter
über mich   
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regulus56

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Re: Okularmikrometer
« Antwort #11 am: Januar 01, 2021, 16:22:46 Nachmittag »
Hallo Günther,
ich hatte auch meine Schwierigkeiten mit dem Programm. Vielleicht funktioniert es ja bei mir ( Windows 10 ) aber das Programm wollte etwas am Rechner ändern.
Damit war ich nicht einverstanden und dann konnte ich das Programm nicht mehr beenden. Erst den Rechner runterfahren, dann konnte ich das Programm wieder entfernen.
Einen Maßbalken kann man sehr gut mit PhotoScape einfügen, dieses Programm nutze ich ohne hin. Hier mal ein Beispiel. Das Maß stimmt nicht ;), dass müsste ich vorher messen und notieren :-[
Gruß vom Klaus
„Ich weiß, dass ich nichts weiß“

regulus56

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Re: Okularmikrometer
« Antwort #12 am: Januar 02, 2021, 13:13:06 Nachmittag »
Inzwischen habe ich mir auch gimp aufgespielt und auch die entprechenden Programmpunkte gefunde um zu messen.
Es wird also möglich sein auch mal auf den Fotos auszumessen. Das Objektmikrometer habe ich bereits mit all meinen Objektiven fotografiert. Da ich nur das ch-2 und immer das selbe Projektiv verwende, kann ich nun eine Tabelle mit den Pixelzahlen für die verscheidenen Objektive anlegen. Für die schnelle "Messung zwischendurch" wird es dann ein Okularmikrometer sein, welches ich von einem Forumsmitglied geschenkt bekomme. Dafür nochmals, danke!!.
Allen hier einen guten Start in ein hoffentlich gesundes und erfolgreiches 2021 mit herzlichen Grüßen vom Klaus
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